Shampoo-Seife vs. Festes Shampoo: Anwendung und Unterschiede

Viele Menschen suchen nach Wegen, Plastikverpackungen zu vermeiden, auch bei Haarshampoos. Hier werden die Unterschiede zwischen Shampoo-Seife und festem Shampoo erläutert, um eine umweltfreundliche Wahl zu treffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Egal, ob Shampoo-Bar oder Seife: Beide helfen, Plastikmüll zu vermeiden.
  • Shampoo-Bars ähneln flüssigen Haarshampoos in Bezug auf die waschaktiven Substanzen (Tenside) und liefern ein vergleichbares Waschergebnis.
  • Shampoo-Seifen sind alkalisch, daher wird nach dem Waschen eine saure Spülung empfohlen, um die Haarstruktur wieder zu glätten.
  • Auch bei den verpackungsarmen Alternativen lohnt es sich, auf Naturkosmetiksiegel zu achten, weil diese umfassendere Verbote für problematische Inhaltsstoffe festlegen als die Kosmetik-Verordnung.

Was ist Haarseife?

Haarseifen enthalten als waschaktive Substanzen genau wie "normale" Seifen die Salze von Fettsäuren. Sie enthalten in der Regel weniger freie Fette als rückfettende Körperseifen.

Das Waschergebnis der Haarwaschseife ist eventuell ungewohnt, da der pH-Wert alkalischer ist als bei Shampoos in der Flasche oder festen Shampoos. Hartes Wasser kann außerdem dazu führen, dass sich unlösliche Kalkseifen bilden, die das Waschergebnis beeinflussen.

In einschlägigen Foren wird empfohlen, nach Benutzung der Haarseife eine saure Spülung (auch Rinse genannt) mit stark verdünntem Essig (1-2 Esslöffel pro Liter Wasser) oder stark verdünnter Zitronensäure zu machen.

Haarseifen sind Seifen zur Haarreinigung. Sie werden durch Verseifung von Fetten und Ölen mit Lauge hergestellt. Die Produkte haben einen basischen pH-Wert, weshalb empfohlen wird, nach dem Shampoonieren die so genannte „Säurespülung“ durchzuführen. Die Säurespülung hat viele Vorteile: Sie schließt die Haarschuppen, verleiht ihnen wunderbaren Glanz und verhindert, dass sich Kalk auf den Haaren ansammelt.

Die Herstellung ist denkbar einfach: verdünnen Sie einfach einen Esslöffel Essig oder einen Teelöffel Zitronensäure in einem Liter Wasser.

Was ist ein Shampoo-Bar (festes Shampoo)?

Es gibt außerdem seifenfreie, feste Shampoos, die ähnliche oder sogar die gleichen schäumenden, waschaktiven Substanzen (Tenside) wie Shampoos in der Flasche enthalten. Meist werden diese auch als Shampoo-Bar oder festes Shampoo bezeichnet.

Während flüssige Shampoos zu 70-90 Prozent aus Wasser bestehen, enthalten feste Shampoos und Shampooseifen kein oder fast kein Wasser. Weil Mikroorganismen Wasser zum Wachsen benötigen, kommen diese ohne Konservierungsmittel aus. Oft enthalten sie auch weniger Farb - und Duftstoffe als die Flüssigen.

Das Waschergebnis war in einem Test der Stiftung Warentest durchaus mit Shampoos aus der Flasche vergleichbar. Auf jeden Fall lohnt sich auch bei den abfallarmen Shampoo-Alternativen ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Teilweise werden hier stark entfettende, hautreizende Tenside wie "Sodium Lauryl Sulfate" eingesetzt. In Produkten ohne Naturkosmetiksiegel können chemischhergestellte Duft- und Farbstoffe sein.

Bei Shampoo-Alternativen, die als zertifizierte Naturkosmetik angeboten werden, sind viele problematische Inhaltsstoffe verboten.

Feste Shampoos sind eine umweltfreundliche Alternative zu flüssigen Shampoos. Ihre Zusammensetzung ähnelt der eines flüssigen Shampoos, aus dem jedoch Wasser entfernt wurde. Sie bestehen aus verschiedenen Tensiden, Ölen, Parfums und Farbstoffen.

Feste Shampoos schäumen genauso gut wie ihre flüssigen Verwandten, sie sind aber viel praktischer. Ein Stück festes Shampoo entspricht nämlich zwei bis drei Flaschen flüssigem Shampoo.

Shampoo-Bars oder festes Shampoo sind kurz gesagt konzentrierte Shampoos. Der Schaum und damit die Waschwirkung entsteht durch Tenside.

Anwendung

Oft wird empfohlen, mit Shampoobar oder der Shampooseife die nasse Kopfhaut direkt einzuseifen. Schonender ist es, den Schaum zunächst in den Händen zu produzieren und dann den Schaum auf der nassen Kopfhaut zu verteilen.

Auch bei langem Haar genügt es, nur die Kopfhaut einzuschäumen, beim Ausspülen des Schaums wird der Rest der Haare gereinigt aber nicht zu sehr entfettet.

Damit das Shampoostück gut trocknen kann, sollte man eine entsprechende Seifenablage oder ein luftdurchlässiges Säckchen zur Aufbewahrung verwenden. Die festen Alternativen sparen auch auf Reisen Platz im Gepäck und können im Flugzeug problemlos mitgenommen werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere feste Alternativen, beispielsweise Conditioner, Rasierseifen oder festes „Duschgel“, so dass sich jede Menge Plastikmüll auch im Bad vermeiden lässt.

Reiben Sie sie einfach zwischen den Händen, um Schaum zu erzeugen, der dann auf die Haare aufgetragen werden kann, indem Sie die Kopfhaut direkt mit der Seife oder den Händen massieren.

Danach wäscht man seine Haare wie gewohnt.

Vorteile fester Produkte

Feste Produkte sind praktisch, kompakt, leicht, wirtschaftlich und platzsparend.

Diese festen Produkte sind äußerst praktisch auf Reisen, weil sie einfach im Handgepäck mitgeführt werden können.

Die festen Alternativen sparen auch auf Reisen Platz im Gepäck und können im Flugzeug problemlos mitgenommen werden.

Ökobilanz

In der Ökobilanz der Stiftung Warentest hatten Shampoobars und Shampooseifen im Vergleich zu flüssigen Shampoos die Nase vorn: Ein festes Shampoo ersetzte nach dieser Berechnung zwei Shampooflaschen. Wegen ihres geringeren Volumens benötigen sie weniger Rohstoffe und Energie für die Verpackung und schneiden auch beim Transport besser ab.

Insgesamt werden weniger Rohstoffe und Energie für die Verpackung benötigt und auch die Transportkosten minimiert.

Damit steht es in Sachen Nachhaltigkeit 1:0 für feste Haarwäsche-Produkte.

Unterschiede zwischen Haarseife und festem Shampoo

Haarseife und festes Shampoo - ist das nicht irgendwie das Gleiche? Beide gelten als sinnvolle Zero-Waste-Alternativen für die Haarwäsche. Beide sind in Form bunter, oft rundlicher Riegelchen zu kaufen. Beide duften angenehm und versprechen, die Haare zu reinigen und zu pflegen.

Festes Shampoo oder Haarseife? Erst bei genauerem Hinsehen zeigen sich feinere Unterschiede zwischen Haarseifen und festen Shampoos. Haarseifen enthalten als Waschsubstanz hauptsächlich klassische (Kern-)Seife, also Öle und Fette, mit Laugen verkocht. Feste Shampoos hingegen reinigen mit naturnahen oder synthetischen schaumbildenden Tensiden und haben in der Regel einen leicht sauren pH-Wert.

Das heißt: Haarseifen orientieren sich - nomen est omen - sehr viel näher an der gewohnten festen Seife, was die Zusammensetzung betrifft. Sowohl Seifen als auch Shampoos können im feuchten Haar aufgeschäumt werden. Feste Shampoos sind zwar nicht einfach nur herkömmliche Shampoos, denen schlicht das Wasser entzogen wurde, aber man kann sie sich zumindest so vorstellen.

Egal, ob Shampoo-Bar oder Haarseife: Beide helfen, Plastikmüll zu vermeiden.

Der wesentliche Unterschied zwischen Seife und Shampoo-Bar liegt in den waschaktiven Substanzen:

  • Shampoo-Bars enthalten Tenside als waschaktive Substanzen und liefern daher ein vergleichbares Waschergebnis wie flüssige Shampoos. Sie schäumen auch ähnlich wie flüssige Shampoos.
  • Haar-Seifen enthalten wie die bekannten Hand-Seifen Salze von Fettsäuren als waschaktive Substanzen. Sie sind alkalisch, haben also ein höheren pH-Wert.

Der pH-Wert

Eine Haarseife ist, wie der Name schon sagt, eigentlich eine klassische Seife, der - je nach Anbieter - noch Shampoo-Zusätze hinzugefügt wurden. Der pH-Wert liegt um die 10 und damit deutlich im alkalischen Bereich. Der hohe pH-Wert lässt das Haar aufquellen. Das heißt, die Poren öffnen sich, wodurch sich Kalk in den Haarporen ablagern kann.

Gegenüber der Haarseife hat festes Shampoo den Vorteil, dass es mit einem pH-Wert um die 6,1 direkt auf Haare und Kopfhaut abgestimmt ist. Dadurch ist es deutlich pflegender als klassische Haarseifen, eine Nachbehandlung mit einem Conditioner ist unter Pflegeaspekten nicht notwendig, kann aber natürlich trotzdem erfolgen, wenn die Haare besonders geschmeidig werden sollen. Eine “saure Rinse” wird nicht benötigt.

Saure Rinse

Da Haarseifen alkalisch bzw. basisch sind, kann sich die Seife mit Kalk verbinden; diese Rückstände können sich am Haar anlagern. Je häufiger Sie Haarseife benutzen, desto schwerer bzw. "verkalkter" wird das Haar deshalb.

Um das zu verhindern, wird empfohlen, nach der Benutzung von Haar-Seifen eine saure Spülung (auch Rinse genannt) mit stark verdünntem Essig (1-2 EL pro Liter Wasser) oder einer stark verdünnten Zitronensäurespülung zu machen.

Abhilfe schafft beispielsweise eine saure Rinse (die eigentlich "saure Spülung" heißen müsste; der Ausdruck "saure Rinse" ist eine Eindeutschung des englischen Begriffs "sour rinse").

Schaumbildung

Auch der Schaum von festen Shampoos ist anders als bei Haarseifen. In den festen Shampoos von CD ist sogar noch ein naturbasierter Schaum-Booster enthalten, der für einen besonders cremigen Schaum sorgt. Daher schäumen unsere festen Shampoos besonders gut und deutlich mehr als feste Seifen bzw.

Wasserhärte

In Verbindung mit kalkhaltigem Wasser führt das bei der Wäsche dazu, dass sich unlösliche Partikel, die sogenannten Kalkseifen, bilden. Ergebnis: Die Haare fühlen sich nach der Wäsche schmierig an.

Der Härtegrad des Wassers spielt dabei keine Rolle.

Inhaltsstoffe

Allerdings hält das manche Hersteller nicht davon ab, auch bei festen Produkten Konservierungsmittel zuzusetzen - daher ist es wichtig, auch hier auf die Packungsbeschriftung zu achten!

Ohne Konservierungs-, Füllstoffe und Kunststoffverbindungen in flüssiger oder fester Form steht es schon 2:0 für die festen Produkte.

Ich verwende hierbei SLSA (Sodium Lauryl Sulfoacetate), ein sehr mildes Tensid, welches vom BDIH Verband für Naturkosmetik zugelassen ist und auch für Babyshampoo verwendet wird.

Anwendungstipps

Man muss außerdem darauf achten sein Haar gut einzuschäumen und die Seife gründlich auszuspülen.

Shampoo-Bars sind in der Anwendung kaum anders als die herkömmlichen Shampoos. Man schäumt das feste Shampoo in der Hand auf oder geht mit dem Shampoo-Bar über das feuchte Haar um Schaum zu erzeugen.

Auswahl des richtigen Produkts

Für beide Produkte gibt es unzählige Varianten. Mittlerweile sehen nämlich immer mehr Unternehmen den Vorteil fester Haarreinigungsprodukte und bieten Seifen und feste Shampoos für alle Haartypen und für jeden Geschmack an.

Während Haarseifen einfache Formulierungen haben, sind feste Shampoos einfacher zu handhaben, da sie den zusätzlichen Schritt der Säurespülung nicht benötigen.

Nun, das Sie wissen, welches Produkt wir funktioniert, können Sie das auswählen, das am besten zu Ihnen passt.

Damit Sie beim Griff ins (Feste-)Shampoo-Regal eine gute Wahl treffen können, haben wir gerade erst feste Shampoos untersuchen lassen, viele davon mit Naturkosmetik-Zertifikat. Wir waren mit vielen Produkten zufrieden. Ausgerechnet Branchenriese Guhl enttäuschte.

Endlich können wir uns auch bei Shampoos von Kunststoffflaschen verabschieden und Produkte nutzen, die nur minimale Verpackung benötigen - und trotzdem super reinigen.

In der Regel unterscheiden Naturkosmetikproduzenten nicht und verwenden allgemein den Begriff „festes Shampoo“, weshalb es schwierig sein kann, sich bei der großen Produktauswahl zurechtzufinden.

Ergiebigkeit

Gemeinsam haben die festen Shampoos und Haarseifen ihre hohe Ergiebigkeit. Den Produkten wird in der Produktion nur wenig zusätzliches Wasser zugefügt, dadurch sind die Inhaltsstoffe hoch konzentriert und werden erst bei der Benutzung durch das Aufschäumen mit Wasser gelöst.

Damit erklärt sich auch der Preis des Produkts, denn feste Shampoos sind in der Regel teurer als flüssige Shampoos - aber sie halten eben auch deutlich länger.

Ein Shampoobar ersetzt locker zwei bis drei Shampooflaschen.

Umweltaspekte

Auch unter Umweltaspekten sind Haarseifen und feste Shampoos durchaus vergleichbar. Aufgrund Ihrer Ergiebigkeit müssen sie weniger häufig nachgekauft werden - das ist immer eine gute Option, Müll zu vermeiden. Zudem werden beide meist in Pappverpackungen verkauft, die nach dem Gebrauch im Altpapier entsorgt werden können, und ihre Rezepturen sind in der Regel mikroplastikfrei.

Empfindliche Kopfhaut

Wir von CD möchten immer die beste Pflege für Haut und Haar anbieten, und das vorzugsweise mit nur wenigen Pflegeschritten. Daher findest du auch keine Haarseife in unserem Sortiment. Da deren pH-Wert nicht speziell auf Kopfhaut und Haar abgestimmt ist, bietet sie keine optimale Pflege, zumindest nicht ohne ein Nachspülen mit Essiglösung. Daher passt sie nicht zur Philosophie von CD und unserem Markenclaim „An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD“.

Feste Shampoos hingegen passen sehr gut unter das Markendach von CD.

Shampoo einfach selber machen

Wer es morgens eilig hat, kann sich Trockenshampoo auch selber herstellen. Schütte dazu einfach zwei Teelöffel Speisestärke durch ein feines Sieb in ein luftdicht verschließbares Behältnis. Je nach Haarfarbe kannst du durch das Sieb außerdem noch Kakao oder Zimt dazugeben:

  • bei dunklem Haar: 1 gehäufter Teelöffel Kakaopulver
  • bei rotem Haar: 1 Esslöffel Zimt

Zur Anwendung sollten die Haare gründlich gekämmt und die Kleidung mit einem Handtuch geschützt werden. Das Pulver anschließend mit den Händen oder einem Kosmetikpinsel am Haaransatz verteilen und einreiben.

Weitere Tipps

Für Umwelt und Haare ist es außerdem besser, kein heißes Wasser und nicht zu viel Shampoo bei der Haarwäsche zu verwenden.

Auch da können feste Waschprodukte bei der bewussten Dosierung helfen.

Zusammenfassung der Unterschiede

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Unterschiede zwischen Haarseife und festem Shampoo zusammenfasst:

Merkmal Haarseife Festes Shampoo
Waschaktive Substanzen Salze von Fettsäuren Tenside
pH-Wert Alkalisch (ca. 10) Sauer (ca. 6,1)
Saure Rinse notwendig Ja Nein
Schaumbildung Weniger cremig Cremiger, oft mit Schaum-Booster
Wasserhärte Kann zu Kalkseifenbildung führen Unproblematisch

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