Fettiger Ansatz, trockene Spitzen: Die richtige Pflege für Mischhaare

Wenn der Ansatz schnell nachfettet und die Spitzen trocken abstehen, sind Bad Hair Days vorprogrammiert. Es gibt ein paar lästige Haar-Themen, die vor allem beim Styling, aber auch im Alltag eine Herausforderung sein können. Neben Frizz und feinem Haar zählt auch die Kombi aus fettigem Ansatz und trockenen Spitzen dazu. Deshalb ist es super wichtig, die Ursachen für dieses Ungleichgewicht zu finden, denn oft stecken Pflege- oder Styling-Fehler dahinter.

Das Gute - man kann den Zustand beim Namen nennen: Mischhaare nennt sich das Ungleichgewicht auf dem Kopf, das vielen schon kurz nach dem Haarewaschen immer wieder aufs Neue die Styling-Laune verdirbt. Während Mischhaut vielen ein Begriff ist, sind Mischhaare vielen unbekannt - dabei haben beide eine Menge gemeinsam: sie weisen beide besonders trockene und besonders fettige Bereiche auf. Was bei der Mischhaut die glänzende T-Zone ist, ist bei Mischhaaren der fettige Ansatz.

Es ist ein Balance-Akt, hier die richtigen Pflegestrategien zu finden: Nicht zu viel und nicht zu wenig pflegen und irgendwie beiden Zuständen gerecht werden. Eine One-fits-all-Lösung gibt es hier leider nicht.

Um die Kombi aus fettigem Ansatz und trockenen Spitzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist es sinnvoll, wenn du Ansatz und Spitzen getrennt voneinander betrachtest und behandelst. Denn beide Zustände haben oft ganz unterschiedliche Ursachen.

KURZ & KNAPP: Balance für einen fettigen Ansatz und trockene Spitzen:

  • Die Kombination aus fettigem Ansatz und trockenen Spitzen nennt sich Mischhaare.
  • Um Mischhaare in Balance zu bringen, kann es helfen, Ansatz und Spitzen separat zu behandeln.
  • Fettige Ansätze können die Folge falscher Pflege- und Styling-Gewohnheiten, Hormon-Dysbalancen, Stress oder falscher Ernährung sein.
  • Trockene Spitzen können Haartypen anhängig oder die Folge von strapaziösen Styling- oder Färbe-Sessions sein.
  • Zum Waschen fettiger Ansätze eignen sich entfettende oder milde Shampoos, Trockenshampoos und die “Scalp-Wash-Methode”.
  • Trockene Spitzen kannst du mit einer reichhaltigen Pflege, einem schonenden Umgang und regelmäßigem Schneiden in den Griff bekommen.
  • Es gibt auch spezielle Kombi-Produkte, die Ansatz und Spitzen gleichzeitig behandeln können.

Ursachen für fettige Ansätze

Ganz allgemein sind fettige Ansätze die Folge von zu viel Talg auf der Kopfhaut. Denn der wandert dann von der Kopfhaut auf die Haaransätze und lässt diese platt und strähnig aussehen. Talg setzt sich aus Fettsäuren, Proteinen und Wachsen zusammen. Er hat die Aufgabe, sich wie ein Schutzfilm über die Kopfhaut zu legen. Ist die Talgproduktion gestört, wird entweder zu viel oder zu wenig Talg produziert.

Eine erhöhte Talgproduktion kann folgende Gründe haben:

  • Falsche Pflege: Du überpflegst deine Haare mit den falschen Produkten. Sind Shampoo & Co nicht exakt auf deine Kopfhaut und Haare abgestimmt und viel zu reichhaltig, kann das für fettende Ansätze sorgen. Dann lagern sich zu viele Pflegestoffe (wie zum Beispiel Silikone) auf der Kopfhaut an und bringen deren Talgproduktion durcheinander.
  • Zu viel Hitze: Auch hohe Temperaturen können die Kopfhaut aus dem Takt bringen, weil sie die Haut austrocknen. Das kann mit dem Föhn passieren, aber auch zu heißes Duschwasser kann deine Kopfhaut stressen. Sie beginnt dann einfach, noch mehr Talg zu produzieren, um den Verlust auszugleichen.
  • Ungünstige Wasch-Frequenz: Bei schnell fettenden Ansätzen ist das tägliche Waschen oft die erste Maßnahme. Für die Talgproduktion ist das aber eher kontraproduktiv, denn häufiges Shampoonieren kann den natürlichen Schutzfilm der Kopfhaut und die Talgproduktion aus der Balance bringen. Genauso kontraproduktiv ist es, die Haare zu selten zu waschen. Denn so lagert sich immer mehr Talg an den Ansätzen an, der sich dann auch noch mit Schmutz und Schweiß vermischt.
  • Haare werden nicht richtig ausgewaschen: Wenn du beim Waschen nur den sichtbaren Schaum auswäschst, kann es sein, dass die Shampoo-Rückstände in deinem Haar verbleiben und es fettig wirken lassen. Spüle deswegen deine Haare so lange aus, bis sie quietschen.
  • Hormone: Auch besondere hormonelle Situationen wie eine Schwangerschaft können die Talgproduktion auf Hochtouren laufen lassen.
  • Stress: Wird es stressig, fasst du dir vielleicht auch vermehrt in die Haare. Für die Ansätze kann das zum Nachteil werden: Sich “die Haare raufen” kann zum einen das Kopfhaut-Milieu stören, denn auf deinen Händen tummeln sich Unmengen von Bakterien. Andererseits verteilst du mit jedem Mal mit den Händen den Talg noch mehr in den Ansätzen.
  • Falsche Ernährung: Stehen auf deinem Speiseplan zu viele verarbeitete Lebensmittel und zu viel Zucker und Alkohol, kann sich das auch in deinen Haaren widerspiegeln. Denn genau wie die Gesichtshaut, kann auch die Kopfhaut unter einem Mangel an Vitaminen, Mineralien und essentiellen Fettsäuren leiden und aus dem Gleichgewicht geraten.
  • Gene: Manchmal ist das schnelle Nachfetten auch einfach genetisch bedingt.

"Konzentriere das Shampoo ausschließlich auf deinen Ansatz und die Kopfhaut." - Björn Hartung, Douglas Haircare Experte

Pflegestrategien für fettige Ansätze

Es spielt keine Rolle, ob die Gründe für deine fettigen Ansätze akut sind oder eher chronisch bedingt - strähnige Ansätze müssen nicht sein. Mit dem richtigen Know-How kannst du, je nach Ursache, gezielt gegen sie angehen.

Folgende Faktoren können die Talgproduktion wieder ins Lot bringen:

  • Deinen Wasch-Rhythmus finden: Damit ist die Frequenz deiner Haarwäschen gemeint. Wäschst du sie aktuell täglich, solltest du versuchen, die Wasch-Intervalle zu vergrößern. Bist du eher Team “eine Wäsche pro Woche reicht”, solltest du die Intervalle verkleinern.
  • Smart waschen: Das Shampoo spielt die Hauptrolle, wenn es um die Linderung fettiger Ansätze geht. Generell sollte es gut entfetten und die Haare nicht so stark pflegen. Wie das perfekte Shampoo dazu aussehen sollte, erfährst du weiter unten im Text.
  • Haare seltener offen tragen: Zusammen gebunden ruhen die Haare fest am Kopf und rutschen nicht auf der Kopfhaut hin und her. Denn genau dieses Rutschen verteilt das Fett in den Haaren. Zopf & Co haben noch einen Vorteil: Du fasst dir nicht ständig in die Haare - das kann über die Hände zusätzliches Fett auf die Ansätze bringen.
  • Morgens Haare waschen: Über Nacht verteilt sich das Fett durch Reiben am Kissen schneller in den Haaren. Verlegst du deine Haarwäsche unter die morgendliche Dusche, baust du dir quasi einen kleinen Nachfett-Puffer ein.

Fetten deine Haare aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichtes, ungesunder Ernährung oder Stress nach, solltest du zunächst die primären Ursachen behandeln. Alle oben genannten Tipps wären dann erst der zweite Schritt, um strähnige Ansätze loszuwerden.

Ursachen für trockene Spitzen

Auch wenn die Talgversorgung auf deinem Kopf ausreichend erscheint, können die Spitzen trocken sein. Sie enthalten dann weniger stabilisierendes Keratin und ihre Schuppenschicht ist oft aufgeraut. So wirken sie stumpf, Feuchtigkeit ist verloren gegangen und Spliss kann entstehen.

Hier sind einige Ursachen für trockene Spitzen:

  • Locken: Sind deine Haare von Natur aus gelockt, kraus oder dauergewellt, sind dir trockene oder krisselige Spitzen vertraut.
  • Die Entfernung: Die Spitzen sind am weitesten von den Talgdrüsen an der Kopfhaut entfernt.
  • Ihr Alter: Die Haarspitzen sind der älteste Teil deiner Haare. Sie haben schon unzählige Bürstenstriche, Stylings und vielleicht sogar Strandurlaube mitgemacht.
  • Colorationen & Co: Egal ob Balayage, Highlights oder Blondierung - wenn du deine Haare regelmäßig färbst, leiden darunter am meisten deine Haarspitzen: Im Gegensatz zu den neuen Haarabschnitten am Ansatz, sind sie mit den Chemikalien schon öfter in Berührung gekommen.
  • Hitze-Stylings: Glätteisen, Lockenstab und auch der Föhn können hohe Temperaturen erreichen, die deine Haare bei regelmäßiger Anwendung ganz schön strapazieren können.
  • Falsche Produktauswahl: Manche Haartypen brauchen besonders nährende Pflegeprodukte - ungenügend gepflegte Längen und Spitzen können austrocknen.

SOS-Hilfe für trockene Spitzen

Das, was deine Spitzen jetzt brauchen, ist das Gegenteil von dem, was dein Ansatz braucht: Nährende Texturen und eine Extraportion Schutz vor Hitze & Co.

Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Pflege abstimmen: Nur wenn Pflege und Haar perfekt zusammenpassen, kann das Ergebnis bis in die Spitzen geschmeidig werden. Bei feinem Haar darf die Pflege nicht zu ölig und reichhaltig sein, bei krausem Haar nicht zu leicht.
  • Nähren: Die Pflege der Längen und Spitzen sollte reichhaltiger als dein Shampoo sein. Und gut aufgestellt: Nach jedem Waschgang solltest du eine Spülung und gegebenenfalls noch ein schützendes Leave-in oder ein Spitzenfluid auftragen. Wöchentlich sollte eine Kur deine ausgetrockneten Spitzen nähren.
  • Smarter färben: Auf die Coloration oder die blonden Highlights zu verzichten, wäre natürlich für die Spitzen ideal, muss aber nicht sein. Vielleicht kannst du die Färbe-Intervalle zwischen zwei Terminen verlängern oder nur bei jedem zweiten Strähnchen-Färben noch eine Tönung anhängen. Auch wichtig: Die Farbe wirklich nur dort verteilen, wo sie gebraucht wird.
  • Glossing: Das pflegende Treatment kann die Schuppenschicht deiner Haare glätten und sie mit Feuchtigkeit und wertvollen Ölen versorgen. Ein Glossing kann deinen Haaren auch ihren Glanz zurückgeben.
  • Sanft stylen: Auf Styling-Produkte ohne Alkohol setzen und auf pflegende Texturen achten.
  • Abschneiden: Wie oben erwähnt sind Spitzen auch einfach “alt”. Sie sehen irgendwann nicht mehr schön aus und sind kaum zu bändigen. Genau wie Nägel- Schneiden sollte deshalb auch das Schneiden der Haarspitzen Teil deiner Beauty-Routine sein. Ein Schnitt lässt die Enden wieder dicker und gesünder aussehen und wirkt einfach gepflegter.

Das richtige Shampoo bei fettigem Ansatz und trockenen Spitzen

Ein Shampoo zu finden, das den fettigen Ansatz und die trockenen Spitzen in Balance bringt, kann zur Herausforderung werden. Denn ist es zu pflegend, kleben die Haare schon bald dünn und platt am Kopf. Gerade Shampoos, die Silikone oder Öle enthalten, beschweren schnell fettende Ansätze noch mehr.

Sinnvoller ist es, auf ein gründlich reinigendes Shampoo zu setzen und die Ansätze beim Waschen separat zu behandeln und besonders zu schützen. Stelle dir deine Ansätze dazu wie die T-Zone deiner Haare vor und teile deine Haare vor der Haarwäsche in Ansätze und Spitzen auf:

  • Arbeite vor dem Shampoonieren Haaröl oder eine Haarmaske in die trockenen Spitzen ein.
  • Shampooniere anschließend nur die Ansätze mit einem gut entfettenden, silikonfreien Shampoo. So sind die Spitzen vor dem Shampoo geschützt und selbst das Auswaschen kann ihnen nichts anhaben.

Bei besonders langen Haaren kannst du auch die “Scalp-Wash-Methode” anwenden. Dazu kannst du die Längen auf dem Oberkopf zu einem lockeren Dutt binden. Wenn du darunter genug Spielraum lässt, kannst du mit dieser Methode nur den Ansatz waschen.

Kommst du mit der aufgeteilten Haarwäsche nicht so gut zurecht, können auch milde Shampoos eine gute Lösung sein. Sie überpflegen deine Ansätze nicht, trocknen die Spitzen aber auch nicht aus. Auch ein Shampoo in Bioqualität kann helfen - denn hier ist die Liste der Inhaltsstoffe nicht so lang.

Natürlich gibt es auch Kombiprodukte, die speziell für Mischhaare mit fettigem Ansatz und trockenen Spitzen entwickelt wurden. Hier solltest du einfach selbst herausfinden, ob diese Shampoos etwas für dich sind, das kommt ganz auf Haare und individuelle Wasch-Vorlieben an. Wie immer gilt: Ausprobieren.

Alternativ gibt es noch das Allroundtalent Trockenshampoo. Damit kannst du die nächste Haarwäsche bis zu zwei Tage hinauszögern und so die natürliche Talgbildung deiner Kopfhaut zurück in Balance kommen lassen. Außerdem kannst du das Dry Shampoo gezielt auf die Ansätze aufsprühen oder aufstäuben, ohne dass die Spitzen davon etwas abbekommen. Seine Partikel saugen überschüssigen Talg einfach auf und nehmen den Ansätzen so den Glanz. Das Coole: Es gibt Trockenshampoos für alle Haarfarben, so dass es wirklich wie unsichtbar in den Ansätzen verschwinden kann.

Shampoo-Empfehlungen für fettige Haare im Test und Vergleich

Umso wichtiger ist es, das passende Anti-Fett-Shampoo für genau deinen Haartyp und deine speziellen Probleme zu wählen. Hier sind einige Empfehlungen:

Shampoo Besonderheiten
Sebamed Every-Day Shampoo Mildes Anti-Fett-Shampoo für jeden Tag
Logona Balancing Shampoo Für fettiges Haar und trockene Kopfhaut
Lavera Frische & Balance Shampoo Naturkosmetik-Shampoo gegen fettiges Haar
Garnier Fructis Coco Water Shampoo Für fettiges Haar und trockene Spitzen
Eucerin pH5 Shampoo Für fettiges Haar mit Juckreiz
John Frieda Volume Lift Shampoo Fettiger Ansatz und plattes Haar
Vichy Dercos Anti-Schuppen Shampoo Fettige Haare mit Schuppen
Paul Mitchell Shampoo Three Tiefenreinigungsshampoo gegen Ablagerungen
Redken Extreme Length Shampoo Für kaputtes, schnell fettendes Haar
Christophe Robin Purifying Shampoo Detox-Shampoo
Alpecin Fettendes Haar Shampoo Gegen Haarausfall und fettige Haare
Christophe Robin Cleansing Purifying Scrub Peeling-Shampoo für fettige Kopfhaut
Color Wow Color Security Shampoo Für gefärbtes, schnell fettendes Haar

Die Auswahl des richtigen Shampoos ist bei fettigem Haar entscheidend - nicht jedes Produkt, das „reinigt“, ist auch wirklich geeignet. Darauf solltest du achten:

  • Leichte, klärende Formulierung: Entfernt überschüssigen Talg, ohne die Kopfhaut zu reizen.
  • Silikonfrei & möglichst ohne rückfettende Öle, damit das Haar nicht zusätzlich beschwert wird.
  • Milde Tenside statt aggressive Sulfate: Reizen die Kopfhaut weniger und verhindert Überproduktion von Talg.
  • pH-hautneutral (ca. 5,5): Unterstützt das natürliche Gleichgewicht der Kopfhautflora.
  • Zusatzstoffe mit Wirkung: z. B. Salicylsäure (klärend), Tonerde (absorbierend), Minze oder Zink (erfrischend, talgregulierend).
  • Individuell abgestimmt: Je nach Kombination mit anderen Problemen wie Schuppen, Juckreiz, Spliss oder coloriertem Haar.
  • Nicht zu reichhaltig - auch bei Pflege-Shampoos: Besonders bei Mischhaar (fettiger Ansatz, trockene Spitzen) auf Balance achten.

10 überraschende Gründe für schnell fettendes Haar

Warum wird mein Haar schon einen Tag nach dem Waschen wieder fettig? Wenn du dir diese Frage regelmäßig stellst, bist du nicht allein - und die Ursache liegt oft nicht nur an "falschem Shampoo". Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe überraschender Faktoren, die deine Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen können. Manche davon sind so alltäglich, dass du sie garantiert noch nie mit fettigem Haar in Verbindung gebracht hast.

  • Du wäschst zu oft: Häufiges Waschen entzieht der Kopfhaut Fett - sie kompensiert mit noch mehr Talg.
  • Dein Shampoo ist zu scharf: Sulfathaltige oder klärende Produkte reizen die Kopfhaut und kurbeln die Sebumproduktion an.
  • Du pflegst zu viel - und zu nah an der Kopfhaut: Conditioner, Öle oder Seren in den Ansatz einzuarbeiten verstopft die Poren und macht schneller fettig.
  • Heißes Wasser öffnet die Talgdrüsen: Eine zu heiße Dusche kann die Sebumproduktion anregen - besser lauwarm waschen.
  • Stress bringt deine Hormone durcheinander: Cortisol beeinflusst auch deine Talgdrüsen - in stressigen Phasen wird das Haar oft schneller fettig.
  • Du trägst oft Mützen oder Caps: Wärmestau und Reibung unter engen Kopfbedeckungen fördern die Talgproduktion.
  • Du bürstest zu häufig - oder mit der falschen Bürste: Vor allem Kunststoffbürsten verteilen das Fett vom Ansatz in die Längen.
  • Dein Mikrobiom ist aus dem Gleichgewicht: Eine gestörte Kopfhautflora (z. B. durch häufiges Waschen oder Umweltfaktoren) kann Talgproduktion und Juckreiz verstärken.
  • Du fasst dir oft ins Haar: Hände übertragen Schmutz und Hautfett - das beschleunigt das Nachfetten.
  • Dein Lebensstil wirkt sich negativ aus: Zuckerreiche, fettreiche Ernährung, zu wenig Schlaf oder Hormonumstellungen können fettige Kopfhaut begünstigen.

Wie oft sollte man bei fettigen Haaren die Haare waschen?

Selbst bei fettigen Haaren ist tägliches Waschen nicht zwingend notwendig - in den meisten Fällen reicht es, die Haare alle 2 bis 3 Tage zu waschen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Häufigkeit, sondern auch das richtige Shampoo: Milde, silikonfreie Formeln ohne aggressive Tenside helfen, die Talgproduktion ins Gleichgewicht zu bringen, ohne die Kopfhaut zu reizen.

Wer sehr feines oder schnell fettendes Haar hat, kann bei Bedarf auch täglich waschen - wichtig ist dann ein sanftes, pH-hautneutrales Produkt, das die Kopfhaut nicht austrocknet.

Tipps um fettige Haare zu verstecken: Zur Überbrückung am zweiten Tag kannst du mildes Trockenshampoo oder einen Pferdeschwanz machen. Auch die supermoderne Sleek-Frisur ist eine Möglichkeit.

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Wie wählt man das richtige Shampoo für fettiges Haar?

Das richtige Shampoo für fettiges Haar sollte eine milde, talgregulierende Formel haben und keine stark rückfettenden oder aggressiven Inhaltsstoffe enthalten. Am besten entscheidest du dich für ein Shampoo, das speziell für fettiges Haar entwickelt wurde, um überschüssigen Talg zu entfernen, ohne die Kopfhaut auszutrocknen oder zu reizen.

Dein Haaransatz fettet viel zu schnell nach, während die Spitzen immer trockener und brüchiger werden? Mischhaar kann tatsächlich ganz schön nerven, kommt aber häufiger vor, als du wahrscheinlich denkst.

Schuld an der Bad-Hair-Krise muss nicht immer das böse Hitze-Styling sein.

Doch zum Dauerzustand werden müssen der platte, ölige Ansatz und die stumpfen Haarlängen zum Glück nicht.

Diese Tipps bringen fettigen Ansatz und trockene Spitzen ins Gleichgewicht

#1: Wechsle dein Shampoo

Egal, ob dein Haaransatz erst seit kurzem schneller fettig wird oder das Problem schon länger besteht: Ein Blick auf dein Shampoo lohnt sich in jedem Fall. Im Gegensatz zum Conditioner spielt bei der Wahl des Shampoos das Bedürfnis deiner Kopfhaut die wichtigste Rolle. Produziert diese zu viel Talg, sollte ein Shampoo her, das überschüssiges Fett beseitigt und die Kopfhaut erfrischt und beruhigt.

Shampoos mit Brennessel- und Süßholzextrakten regulieren die Talgproduktion und halten den Ansatz länger fettfrei. Auch Inhaltsstoffe, wie Zitrone, Minze und Tonerde sowie spezielle Anti-Fett- und Volumen-Shampoos können dabei helfen, die Haare wieder in Balance zu bringen.

Tipp: Sind deine Haarlängen extrem trocken, massiere dein Shampoo wirklich nur auf der Kopfhaut und in den Haaransatz ein. Spüle es anschließend gründlich aus und verwende für deine Haarlängen eine Pflegespülung.

#2: Extra-Pflege nur noch in die Haarlängen

Du kannst trotz deines schnell fettenden Ansatzes einfach nicht auf Conditioner & Co. verzichten, weil dein Haar ansonsten wie Stroh auf deinen Schultern liegt? Das musst du zum Glück auch nicht. Pflegeprodukte, die dein Haar weich und kämmbar machen, sind auch bei einem fettigen Ansatz nicht verboten. Entscheidend ist nur, sie richtig einzusetzen.

Bei Mischhaar sollte nur die Haarpartie mit Feuchtigkeit versorgt werden, die sie benötigt. Kopfhaut und Haaransatz werden daher ausgespart. Die Haarlängen und vor allem spröde Spitzen können mit einer Haarspülung geschmeidig gepflegt werden.

Du verwendest nach dem Waschen ein Haar-Öl oder eine Leave-in-Pflege? Dann ist anschließend Vorsicht beim Haarekämmen geboten: Hierbei kann es nämlich schnell passieren, dass wir das Pflegeprodukt mit der Bürste doch im gesamten Haar verteilen. Umgehen kannst du das Problem ganz einfach mit einem Extra-Kamm, der nur für deine Haarlängen zum Einsatz kommt.

#3: Verzichte auf Styling-Produkte

Haarspray, Volumenschaum, Salzwasser-Spray - für jede Frisur gibt es mittlerweile das passende Produkt. Doch wer sein Haar wieder ins Gleichgewicht bringen will, sollte erst einmal auf Styling-Produkte verzichten. Zum einen hinterlassen Haarspray & Co. trotz Kämmen Rückstände auf deiner Kopfhaut, wodurch sich dein Haar beschwert und schneller fettig anfühlt. Zum anderen sind viele Styling-Produkte echte Alkoholbomben, die unserem Haar Feuchtigkeit entziehen und unsere geliebte Mähne auf Dauer spröde und brüchig machen.

Beschränke dich am besten für einige Wochen auf Shampoo und Conditioner und lass dein Haar anschließend an der Luft trocknen. Wer auf Haare föhnen nicht verzichten will, kann zusätzlich etwas Hitzeschutzspray vor dem Trocknen in die Haarlängen geben.

#4: Verwende eine saubere Haarbürste

Nicht nur unsere Make-up-Pinsel müssen regelmäßig gereinigt werden. Auch in unserer Haarbürste sammeln sich mit der Zeit Schmutz und Talg, was einen fettigen Ansatz begünstigen kann. Deshalb solltest du deine Bürste mindestens alle zwei Wochen sauber machen.

Entferne dafür zunächst die Haare, die sich in der Bürste gesammelt haben. Fülle anschließend dein Waschbecken mit Wasser und gib eine kleine Menge deines Shampoos hinzu. Darin kannst du die Haarbürste für einige Minuten einweichen. Spüle sie zum Schluss noch einmal mit klarem Wasser ab.

#5: Binde dein Haar häufiger zusammen

Auch die falsche Frisur kann uns einen fettigen Ansatz und trockene Spitzen bescheren. Tragen wir unser Haar offen, ist es automatisch mehr in Bewegung. Das kann nicht nur die Talgproduktion auf unserer Kopfhaut beschleunigen, sondern sorgt außerdem dafür, dass die Haarspitzen auf unserem Oberteil reiben und brüchig werden. Zudem neigen wir bei offenem Haar viel häufiger dazu, mit den Händen durch unsere Mähne zu fahren, was sie ebenfalls schneller fettig erscheinen lässt.

Binde deine Haar daher öfter mal zu einem lockeren Dutt oder Pferdeschwanz zusammen - am besten mit einem haarschonenden Zopfgummi oder einem stylischen Seidentuch. So bleibt dein Ansatz länger frisch und die Spitzen werden geschont.

SOS-Hilfe bei fettigem Ansatz

Der Ansatz ist fettig, aber du hast gerade null Zeit zum Haarewaschen? Dann kannst du dein Haar schnell mit Trockenshampoo auffrischen. Perfekt ist ein Trockenshampoo, das auf deine Haarfarbe abgestimmt ist. Das schenkt deinem Haar nicht nur Volumen, sondern lässt fettige Haarsträhnen nicht so dunkel erscheinen.

Eine andere Möglichkeit, den fettigen Ansatz frischer zu mogeln, bieten Blotting Paper. Mit dem praktischen Puder-Papier können wir nämlich nicht nur unser Gesicht von überschüssigem Serum befreien. Auch unseren Haaransatz können wir damit ganz easy abtupfen und schnell wieder fettfrei bekommen.

Etwas Wichtiges zum Schluss: Das Thema Haarpflege ist immer sehr individuell. Ob die von uns beschriebenen Tipps oder vorgestellten Produkte für dich funktionieren, kannst nur du selbst beurteilen.

tags: #shampoo #fettiger #ansatz #trockene #spitzen

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