Wenn der Ansatz schnell nachfettet und die Spitzen trocken abstehen, sind Bad Hair Days vorprogrammiert. Es gibt ein paar lästige Haar-Themen, die vor allem beim Styling, aber auch im Alltag eine Herausforderung sein können. Neben Frizz und feinem Haar zählt auch die Kombi aus fettigem Ansatz und trockenen Spitzen dazu. Deshalb ist es super wichtig, die Ursachen für dieses Ungleichgewicht zu finden, denn oft stecken Pflege- oder Styling-Fehler dahinter.
Das Gute - man kann den Zustand beim Namen nennen: Mischhaare nennt sich das Ungleichgewicht auf dem Kopf, das vielen schon kurz nach dem Haarewaschen immer wieder aufs Neue die Styling-Laune verdirbt. Während Mischhaut vielen ein Begriff ist, sind Mischhaare vielen unbekannt - dabei haben beide eine Menge gemeinsam: sie weisen beide besonders trockene und besonders fettige Bereiche auf. Was bei der Mischhaut die glänzende T-Zone ist, ist bei Mischhaaren der fettige Ansatz.
Es ist ein Balance-Akt, hier die richtigen Pflegestrategien zu finden: Nicht zu viel und nicht zu wenig pflegen und irgendwie beiden Zuständen gerecht werden. Eine One-fits-all-Lösung gibt es hier leider nicht.
Um die Kombi aus fettigem Ansatz und trockenen Spitzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist es sinnvoll, wenn du Ansatz und Spitzen getrennt voneinander betrachtest und behandelst. Denn beide Zustände haben oft ganz unterschiedliche Ursachen.
KURZ & KNAPP: Balance für einen fettigen Ansatz und trockene Spitzen:
Ganz allgemein sind fettige Ansätze die Folge von zu viel Talg auf der Kopfhaut. Denn der wandert dann von der Kopfhaut auf die Haaransätze und lässt diese platt und strähnig aussehen. Talg setzt sich aus Fettsäuren, Proteinen und Wachsen zusammen. Er hat die Aufgabe, sich wie ein Schutzfilm über die Kopfhaut zu legen. Ist die Talgproduktion gestört, wird entweder zu viel oder zu wenig Talg produziert.
Eine erhöhte Talgproduktion kann folgende Gründe haben:
"Konzentriere das Shampoo ausschließlich auf deinen Ansatz und die Kopfhaut." - Björn Hartung, Douglas Haircare Experte
Es spielt keine Rolle, ob die Gründe für deine fettigen Ansätze akut sind oder eher chronisch bedingt - strähnige Ansätze müssen nicht sein. Mit dem richtigen Know-How kannst du, je nach Ursache, gezielt gegen sie angehen.
Folgende Faktoren können die Talgproduktion wieder ins Lot bringen:
Fetten deine Haare aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichtes, ungesunder Ernährung oder Stress nach, solltest du zunächst die primären Ursachen behandeln. Alle oben genannten Tipps wären dann erst der zweite Schritt, um strähnige Ansätze loszuwerden.
Auch wenn die Talgversorgung auf deinem Kopf ausreichend erscheint, können die Spitzen trocken sein. Sie enthalten dann weniger stabilisierendes Keratin und ihre Schuppenschicht ist oft aufgeraut. So wirken sie stumpf, Feuchtigkeit ist verloren gegangen und Spliss kann entstehen.
Hier sind einige Ursachen für trockene Spitzen:
Das, was deine Spitzen jetzt brauchen, ist das Gegenteil von dem, was dein Ansatz braucht: Nährende Texturen und eine Extraportion Schutz vor Hitze & Co.
Folgende Maßnahmen können helfen:
Ein Shampoo zu finden, das den fettigen Ansatz und die trockenen Spitzen in Balance bringt, kann zur Herausforderung werden. Denn ist es zu pflegend, kleben die Haare schon bald dünn und platt am Kopf. Gerade Shampoos, die Silikone oder Öle enthalten, beschweren schnell fettende Ansätze noch mehr.
Sinnvoller ist es, auf ein gründlich reinigendes Shampoo zu setzen und die Ansätze beim Waschen separat zu behandeln und besonders zu schützen. Stelle dir deine Ansätze dazu wie die T-Zone deiner Haare vor und teile deine Haare vor der Haarwäsche in Ansätze und Spitzen auf:
Bei besonders langen Haaren kannst du auch die “Scalp-Wash-Methode” anwenden. Dazu kannst du die Längen auf dem Oberkopf zu einem lockeren Dutt binden. Wenn du darunter genug Spielraum lässt, kannst du mit dieser Methode nur den Ansatz waschen.
Kommst du mit der aufgeteilten Haarwäsche nicht so gut zurecht, können auch milde Shampoos eine gute Lösung sein. Sie überpflegen deine Ansätze nicht, trocknen die Spitzen aber auch nicht aus. Auch ein Shampoo in Bioqualität kann helfen - denn hier ist die Liste der Inhaltsstoffe nicht so lang.
Natürlich gibt es auch Kombiprodukte, die speziell für Mischhaare mit fettigem Ansatz und trockenen Spitzen entwickelt wurden. Hier solltest du einfach selbst herausfinden, ob diese Shampoos etwas für dich sind, das kommt ganz auf Haare und individuelle Wasch-Vorlieben an. Wie immer gilt: Ausprobieren.
Alternativ gibt es noch das Allroundtalent Trockenshampoo. Damit kannst du die nächste Haarwäsche bis zu zwei Tage hinauszögern und so die natürliche Talgbildung deiner Kopfhaut zurück in Balance kommen lassen. Außerdem kannst du das Dry Shampoo gezielt auf die Ansätze aufsprühen oder aufstäuben, ohne dass die Spitzen davon etwas abbekommen. Seine Partikel saugen überschüssigen Talg einfach auf und nehmen den Ansätzen so den Glanz. Das Coole: Es gibt Trockenshampoos für alle Haarfarben, so dass es wirklich wie unsichtbar in den Ansätzen verschwinden kann.
Umso wichtiger ist es, das passende Anti-Fett-Shampoo für genau deinen Haartyp und deine speziellen Probleme zu wählen. Hier sind einige Empfehlungen:
| Shampoo | Besonderheiten |
|---|---|
| Sebamed Every-Day Shampoo | Mildes Anti-Fett-Shampoo für jeden Tag |
| Logona Balancing Shampoo | Für fettiges Haar und trockene Kopfhaut |
| Lavera Frische & Balance Shampoo | Naturkosmetik-Shampoo gegen fettiges Haar |
| Garnier Fructis Coco Water Shampoo | Für fettiges Haar und trockene Spitzen |
| Eucerin pH5 Shampoo | Für fettiges Haar mit Juckreiz |
| John Frieda Volume Lift Shampoo | Fettiger Ansatz und plattes Haar |
| Vichy Dercos Anti-Schuppen Shampoo | Fettige Haare mit Schuppen |
| Paul Mitchell Shampoo Three | Tiefenreinigungsshampoo gegen Ablagerungen |
| Redken Extreme Length Shampoo | Für kaputtes, schnell fettendes Haar |
| Christophe Robin Purifying Shampoo | Detox-Shampoo |
| Alpecin Fettendes Haar Shampoo | Gegen Haarausfall und fettige Haare |
| Christophe Robin Cleansing Purifying Scrub | Peeling-Shampoo für fettige Kopfhaut |
| Color Wow Color Security Shampoo | Für gefärbtes, schnell fettendes Haar |
Die Auswahl des richtigen Shampoos ist bei fettigem Haar entscheidend - nicht jedes Produkt, das „reinigt“, ist auch wirklich geeignet. Darauf solltest du achten:
Warum wird mein Haar schon einen Tag nach dem Waschen wieder fettig? Wenn du dir diese Frage regelmäßig stellst, bist du nicht allein - und die Ursache liegt oft nicht nur an "falschem Shampoo". Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe überraschender Faktoren, die deine Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen können. Manche davon sind so alltäglich, dass du sie garantiert noch nie mit fettigem Haar in Verbindung gebracht hast.
Selbst bei fettigen Haaren ist tägliches Waschen nicht zwingend notwendig - in den meisten Fällen reicht es, die Haare alle 2 bis 3 Tage zu waschen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Häufigkeit, sondern auch das richtige Shampoo: Milde, silikonfreie Formeln ohne aggressive Tenside helfen, die Talgproduktion ins Gleichgewicht zu bringen, ohne die Kopfhaut zu reizen.
Wer sehr feines oder schnell fettendes Haar hat, kann bei Bedarf auch täglich waschen - wichtig ist dann ein sanftes, pH-hautneutrales Produkt, das die Kopfhaut nicht austrocknet.
Tipps um fettige Haare zu verstecken: Zur Überbrückung am zweiten Tag kannst du mildes Trockenshampoo oder einen Pferdeschwanz machen. Auch die supermoderne Sleek-Frisur ist eine Möglichkeit.
Wie wählt man das richtige Shampoo für fettiges Haar?
Das richtige Shampoo für fettiges Haar sollte eine milde, talgregulierende Formel haben und keine stark rückfettenden oder aggressiven Inhaltsstoffe enthalten. Am besten entscheidest du dich für ein Shampoo, das speziell für fettiges Haar entwickelt wurde, um überschüssigen Talg zu entfernen, ohne die Kopfhaut auszutrocknen oder zu reizen.
Dein Haaransatz fettet viel zu schnell nach, während die Spitzen immer trockener und brüchiger werden? Mischhaar kann tatsächlich ganz schön nerven, kommt aber häufiger vor, als du wahrscheinlich denkst.
Schuld an der Bad-Hair-Krise muss nicht immer das böse Hitze-Styling sein.
Doch zum Dauerzustand werden müssen der platte, ölige Ansatz und die stumpfen Haarlängen zum Glück nicht.
Egal, ob dein Haaransatz erst seit kurzem schneller fettig wird oder das Problem schon länger besteht: Ein Blick auf dein Shampoo lohnt sich in jedem Fall. Im Gegensatz zum Conditioner spielt bei der Wahl des Shampoos das Bedürfnis deiner Kopfhaut die wichtigste Rolle. Produziert diese zu viel Talg, sollte ein Shampoo her, das überschüssiges Fett beseitigt und die Kopfhaut erfrischt und beruhigt.
Shampoos mit Brennessel- und Süßholzextrakten regulieren die Talgproduktion und halten den Ansatz länger fettfrei. Auch Inhaltsstoffe, wie Zitrone, Minze und Tonerde sowie spezielle Anti-Fett- und Volumen-Shampoos können dabei helfen, die Haare wieder in Balance zu bringen.
Tipp: Sind deine Haarlängen extrem trocken, massiere dein Shampoo wirklich nur auf der Kopfhaut und in den Haaransatz ein. Spüle es anschließend gründlich aus und verwende für deine Haarlängen eine Pflegespülung.
Du kannst trotz deines schnell fettenden Ansatzes einfach nicht auf Conditioner & Co. verzichten, weil dein Haar ansonsten wie Stroh auf deinen Schultern liegt? Das musst du zum Glück auch nicht. Pflegeprodukte, die dein Haar weich und kämmbar machen, sind auch bei einem fettigen Ansatz nicht verboten. Entscheidend ist nur, sie richtig einzusetzen.
Bei Mischhaar sollte nur die Haarpartie mit Feuchtigkeit versorgt werden, die sie benötigt. Kopfhaut und Haaransatz werden daher ausgespart. Die Haarlängen und vor allem spröde Spitzen können mit einer Haarspülung geschmeidig gepflegt werden.
Du verwendest nach dem Waschen ein Haar-Öl oder eine Leave-in-Pflege? Dann ist anschließend Vorsicht beim Haarekämmen geboten: Hierbei kann es nämlich schnell passieren, dass wir das Pflegeprodukt mit der Bürste doch im gesamten Haar verteilen. Umgehen kannst du das Problem ganz einfach mit einem Extra-Kamm, der nur für deine Haarlängen zum Einsatz kommt.
Haarspray, Volumenschaum, Salzwasser-Spray - für jede Frisur gibt es mittlerweile das passende Produkt. Doch wer sein Haar wieder ins Gleichgewicht bringen will, sollte erst einmal auf Styling-Produkte verzichten. Zum einen hinterlassen Haarspray & Co. trotz Kämmen Rückstände auf deiner Kopfhaut, wodurch sich dein Haar beschwert und schneller fettig anfühlt. Zum anderen sind viele Styling-Produkte echte Alkoholbomben, die unserem Haar Feuchtigkeit entziehen und unsere geliebte Mähne auf Dauer spröde und brüchig machen.
Beschränke dich am besten für einige Wochen auf Shampoo und Conditioner und lass dein Haar anschließend an der Luft trocknen. Wer auf Haare föhnen nicht verzichten will, kann zusätzlich etwas Hitzeschutzspray vor dem Trocknen in die Haarlängen geben.
Nicht nur unsere Make-up-Pinsel müssen regelmäßig gereinigt werden. Auch in unserer Haarbürste sammeln sich mit der Zeit Schmutz und Talg, was einen fettigen Ansatz begünstigen kann. Deshalb solltest du deine Bürste mindestens alle zwei Wochen sauber machen.
Entferne dafür zunächst die Haare, die sich in der Bürste gesammelt haben. Fülle anschließend dein Waschbecken mit Wasser und gib eine kleine Menge deines Shampoos hinzu. Darin kannst du die Haarbürste für einige Minuten einweichen. Spüle sie zum Schluss noch einmal mit klarem Wasser ab.
Auch die falsche Frisur kann uns einen fettigen Ansatz und trockene Spitzen bescheren. Tragen wir unser Haar offen, ist es automatisch mehr in Bewegung. Das kann nicht nur die Talgproduktion auf unserer Kopfhaut beschleunigen, sondern sorgt außerdem dafür, dass die Haarspitzen auf unserem Oberteil reiben und brüchig werden. Zudem neigen wir bei offenem Haar viel häufiger dazu, mit den Händen durch unsere Mähne zu fahren, was sie ebenfalls schneller fettig erscheinen lässt.
Binde deine Haar daher öfter mal zu einem lockeren Dutt oder Pferdeschwanz zusammen - am besten mit einem haarschonenden Zopfgummi oder einem stylischen Seidentuch. So bleibt dein Ansatz länger frisch und die Spitzen werden geschont.
Der Ansatz ist fettig, aber du hast gerade null Zeit zum Haarewaschen? Dann kannst du dein Haar schnell mit Trockenshampoo auffrischen. Perfekt ist ein Trockenshampoo, das auf deine Haarfarbe abgestimmt ist. Das schenkt deinem Haar nicht nur Volumen, sondern lässt fettige Haarsträhnen nicht so dunkel erscheinen.
Eine andere Möglichkeit, den fettigen Ansatz frischer zu mogeln, bieten Blotting Paper. Mit dem praktischen Puder-Papier können wir nämlich nicht nur unser Gesicht von überschüssigem Serum befreien. Auch unseren Haaransatz können wir damit ganz easy abtupfen und schnell wieder fettfrei bekommen.
Etwas Wichtiges zum Schluss: Das Thema Haarpflege ist immer sehr individuell. Ob die von uns beschriebenen Tipps oder vorgestellten Produkte für dich funktionieren, kannst nur du selbst beurteilen.
tags: #shampoo #fettiger #ansatz #trockene #spitzen
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