Viele Menschen suchen nach schonenderen Alternativen für ihre Haarpflege. Shampoos ohne Silikone und Salze erfreuen sich daher immer größerer Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Vorteile dieser Produkte und hilft Ihnen, die richtige Wahl für Ihr Haar zu treffen.
Silikon ist ein künstlich hergestellter Stoff, der im Grunde eine Kunststoffart ist. Die Werbeindustrie verspricht zwar viel, aber Silikone können langfristig negative Auswirkungen auf Ihr Haar haben.
Silikone können sich auf der Kopfhaut festsetzen und diese austrocknen.
Wenn Ihre Haarspitzen geschädigt sind und splissen, können Silikone durch das Versiegeln helfen. Achten Sie dann aber darauf, möglichst wasserlösliche Silikone zu verwenden, da dies besser für die Umwelt ist!
Um Ihrem Haar und Ihrer Kopfhaut den Kunststofffilm zu ersparen, sollten Sie die Zutatenliste Ihrer Haarprodukte genau ansehen. Da die Zutaten oft nicht auf Deutsch aufgedruckt sind, achten Sie auf Begriffe mit den Endungen „-cone“ und „-xane“. Häufig verwendete Silikone sind unter anderem Dimethiconol, Trideceth-12, Cyclomethicone, Amodimethicone, Polymethylsiloxan oder Hydroxypropyl. Übrigens sind auch in Conditioner, Spülungen und Haarkuren Silikone versteckt.
Einige Anbieter bewerben ihre Shampoos mit Slogans wie „Sanfte sulfatfreie Pflege“ oder „zero Sulfate“. Sulfate sind Salze und bilden eine Unterkategorie der Tenside. Diese Marketingstrategie greift die Sorgen von Verbrauchern auf, die Sulfaten im Shampoo eine austrocknende Wirkung auf Kopfhaut und Haare zuschreiben.
Sulfatfreie Shampoos reinigen schonender und erhalten die Geschmeidigkeit des Haares.
Sulfate reinigen und schäumen effektiv, weshalb man sie sehr oft in Shampoos oder Duschgelen findet. Zudem sind sie günstig und damit ein weit verbreiteter Inhaltsstoff in Kosmetika. Sulfate in Shampoos waschen also in erster Linie das Haar und die Kopfhaut. Sie befreien sie von Schmutz und Talg, zudem öffnen sie die Keratinschicht der Haare. Sind die Sulfate zu aggressiv und werden sie zu häufig verwendet, kann das wiederum die Haare und die Kopfhaut austrocknen. Und das lässt sie stumpf und glanzlos wirken. Sie verlieren an Elastizität und können leichter abbrechen.
Shampoos ohne Sulfate befreien Haar und Kopfhaut deutlich milder und schonender von Talg und Verschmutzungen. Sie schäumen zwar meist nicht so stark und müssen kräftiger einmassiert werden, um so richtig gründlich zu säubern. Dafür erhalten sie die Geschmeidigkeit im Haar und sind somit vor allem für trockene Haarstrukturen ein echter Game Changer.
Sulfate sind nicht grundsätzlich schädlich für Haare und Kopfhaut. In Shampoos sind sie die reinigenden Stoffe, entfernen Schmutz und überschüssiges Fett von der Kopfhaut. Es gibt unterschiedliche Arten von Sulfaten, die mehr oder weniger aggressiv reinigen und dementsprechend zu trockenem Haar und gereizter Kopfhaut führen können. Man kann also zwischen guten und schlechten Sulfaten unterscheiden. Ein Blick in die Inhaltsstoffliste gibt Aufschluss.
Sulfatfreie Shampoos sind auf Dauer gesünder und schonender für Haut und Haar. Sie reinigen die Haare genauso gut wie sulfathaltige Shampoos, trocknen sie jedoch nicht so stark aus. Dennoch sollte man Sulfate nicht gänzlich verteufeln. Für normale und eher fettige Haare sind Sulfate mitunter auch gar nicht so schädlich. Denn durch den normalen und höheren Anteil an eigenproduziertem Fett bleiben das Haar und die Kopfhaut schön geschmeidig.
Trockenes und strapaziertes Haar sollte Sulfate eher vermeiden.
Shampoo ohne Sulfate selber machen.
Es gibt eine Vielzahl von Shampoos ohne Silikone und Sulfate auf dem Markt. Hier sind einige empfehlenswerte Produkte:
Da Shampoos ohne Sulfate meist nicht so schön schäumen, kann sich die Anwendung zunächst etwas komisch anfühlen. Die Shampoos brauchen viel Wasser, das Haar sollte demnach richtig schön nass sein, bevor du es aufträgst. Wichtig, wie bei allen Shampoos, ist, dass du nur die Kopfhaut wäschst und nicht die Längen. Die Längen werden beim Ausspülen mitgewaschen, das reicht in aller Regel total aus, um das Haar sauber zu bekommen. Bei Bedarf wiederholst du den Waschprozess ein zweites Mal.
Besonders bei trockenem Haar, reicht es vollkommen aus, wenn du deine Haare zwei- bis höchstens dreimal die Woche wäschst. Bei eher fettigem Haar kannst du sie meist bedenkenlos jeden zweiten Tag waschen - oder bei Bedarf, wie nach einem anstrengenden Workout, auch mal täglich.
Hier eine Liste weiterer Shampoos ohne Silikone und Sulfate, die sich durch ihre besonderen Eigenschaften auszeichnen:
Bio-Shampoos sind eine weitere gute Option für alle, die auf natürliche Inhaltsstoffe Wert legen. Sie sind in der Regel frei von Silikonen, Sulfaten und Parabenen. Hier ein Vergleich einiger beliebter Bio-Shampoos:
| Produkt | Besondere Eigenschaften | Geeignet für |
|---|---|---|
| Urtekram Teebaum-Shampoo | Wirksam gegen Schuppen, vegan | Empfindliche Kopfhaut |
| LOGONA Naturkosmetik Age Energy Shampoo | Vitalisierend, vegan | Dünner werdendes Haar |
| Kastenbein & Bosch Chia Haar Shampoo | Vegane Rezeptur, mit Pumpspender | Umweltbewusste Verbraucher |
| LOGONA Naturkosmetik Anti-Schuppen Shampoo | Wirksam gegen Schuppen, vegan | Alle Haartypen |
| Wildschön Naturkosmetik Clean Shampoo Orange + Salbei | Beruhigend für die Kopfhaut, vegan | Alle Haartypen |
Die Wahl des richtigen Shampoos hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Shampoos ohne Silikone und Sulfate sind eine gute Wahl für alle, die Wert auf eine schonende und natürliche Haarpflege legen.
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