Shampoo ist nicht gleich Shampoo. Die Inhaltsstoffe entscheiden darüber, wie gut es für die Haare ist. Viele Menschen lesen aufmerksam die Rückseite der Shampooflasche, doch was bedeuten all die Fachbegriffe wie Parabene, Sulfate oder Silikone wirklich? Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Shampoos, insbesondere Silikone, und erklärt ihre Wirkung auf Haar und Kopfhaut.
In erster Linie bestehen Shampoos aus Wasser und chemischen Tensiden. Diese waschaktiven Substanzen lösen Fettablagerungen und Schmutz von Haar und Kopfhaut. Weitere chemische Inhaltsstoffe sorgen für Geruch, Farbe und Haltbarkeit des Shampoos. Die Reihenfolge der Inhaltsstoffe auf der Rückseite gibt Aufschluss über deren Anteil: Was zuerst steht, ist am stärksten vertreten.
Nicht alle Inhaltsstoffe in Shampoos sind gut für die Haare. Hier sind einige der problematischsten:
Parabene sind Konservierungsstoffe, die Shampoos vor Bakterien und Pilzen schützen und ihre Haltbarkeit verlängern. Sie können jedoch allergische Reaktionen hervorrufen und in seltenen Fällen den Hormonhaushalt beeinflussen. Schwangere sollten besonders vorsichtig sein, da Parabene negative Auswirkungen auf den Fötus haben könnten. Parabene erkennst du an der Endung "-paraben", z.B. Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben oder Methylparaben.
Wer trockene Haare und eine sensible Kopfhaut hat, sollte besonders auf Sulfate verzichten. Trockenheit der Haare, Kopfhautjucken und Hautirritationen können nämlich die Folge sein.
Silikone sind in der Haarpflege ein umstrittenes Thema - sie machen weiches und glänzendes Haar, können aber auch schädigen. In den 1990er-Jahren haben Silikone Einzug in Haarpflegeprodukte gehalten. Neben Shampoos sind sie seither auch in Conditioner und Haarkuren zu finden. Damals verhalfen Silikone in der Haarpflege Frauen, die durch die damals moderne Dauerwelle unter spröden und brüchigen Haaren litten, schnell zu neuem Glanz, Geschmeidigkeit und einer verbesserten Kämmbarkeit.
Silikone werden meist verwendet, um den Haaren Glanz zu verleihen und sie leichter kämmbar zu machen. Sie bauen um das Haar einen glänzenden Schleier und füllen raue Stellen auf. Die chemische Substanz wird aus Silizium, Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff gebildet und aus Erdöl gewonnen. Da sie zu den biologisch schweren Kunststoffverbindungen zählt und demnach schwer abbaubar ist, schaden Silikone der Umwelt.
In Shampoos sind besonders wasserunlösliche Silikone für uns schädlich, welche sich nur schwer wieder auswaschen lassen. Das Fatale an Silikonen ist, dass sie nicht nur die Haare selber, sondern auch die Kopfhaut verschließen. Das heißt, dass die Poren verstopft werden und der Talg nicht mehr abfließt - das Resultat: Man bekommt schneller fettige und strähnige Haare.
Eine Zeit lang wurde in der Haarpflege vermehrt auf Silikone gesetzt, denn sie machen das Haar weich und glänzend. Da sie aber auch Nebenwirkungen haben und wird die Nachfrage nach silikonfreiem Shampoo immer größer.
Silikone sind synthetische Polymere, die etwa aus Erdöl gewonnen werden und aufgrund ihrer großen Molekül-Struktur besonders gut versiegeln. Silikone haben eine versiegelnde Wirkung. Genau diese zeigt sich auch in unserem Haar.
Silikone legen sich wie eine glättende Schutzschicht auf die Haaroberfläche, dringen dabei aber nicht in die Tiefe ein und verleihen dem Haar besonders viel Glanz. Die Vorteile von Silikonen ist vor allem der Glanz, denn das Licht wird auf dem glatten Silikonfilm enorm reflektiert. Und das Haar bekommt eine Schutzschicht, die immer dicker wird, je öfter man silikonhaltiges Shampoo verwendet, kaputtes und sprödes Haar wirkt weicher und geschmeidiger. Auf der anderen Seite sorgen die abdichtenden Eigenschaften der Silikone aber auch dafür, dass die wertvollen Pflegestoffe einiger Shampoos und Conditioner nicht mehr wirklich ins Haarinnere gelangen und sie so nicht besonders effektiv wirken können.
Ebenso lagern sich Silikone von mal zu mal Waschen an, beschweren und verkleben das Haar, was dem Haar Volumen nimmt und es schlaffer wirken lässt. Wer feines Haar und wenig Volumen hat sollte grundsätzlich auf Silikone verzichten. Bei stumpfem und krausem Haar wirken sie aber weichmachende Wunder.
Es gibt aber auch Alternativen zu Silikonhaltigen Shampoos: Etwa pflanzliche Varianten mit Weizenproteinen, Haferextrakten und nährenden Ölen, die das Haar ebenso glatt und glänzend machen, dabei aber zusätzlich noch pflegen. Besonders beliebte Haarpflege ohne Silikone ist beispielsweise das Intelligent Nutrients PureServe Color Saving Shampoo, der Living Proof No Frizz Conditioner oder das Christophe Robin Regenerating Plant Oil With Rare Prickly Pear Seed Oil.
Vielleicht hast Du gehört, dass Silikone in einem Shampoo Dein Haar schädigen, und fragst Dich jetzt, woran Du Silikone im Shampoo erkennst? Beginnen wir von vorne. Die Krux an der Inhaltsstoffliste ist, dass Silikone nicht zwingend erkennbar aufgelistet werden müssen. Sobald Du einen Stoff mit den Endungen -cone und -xane entdeckst, handelt es sich um Silikone: Silikone im Shampoo erkennst Du anhand der Inhaltsstoffliste an den Endungen -cone und -xane.
Man unterscheidet dabei in wasserunlösliche und auswaschbare Silikone, wobei die auswaschbaren Silikone als die „guten Silikone“ gelten.
Tipp: Je weiter ein Stoff am Anfang der Rezeptur steht, desto größer sein Anteil.
| Silikonart | Eigenschaften | Beispiele |
|---|---|---|
| Wasserunlösliche Silikone | Haften hartnäckig, versiegeln das Haar, verstopfen Poren | Dimethicone, Cetearyl methicone |
| Auswaschbare Silikone | Leicht ausspülbar, schonender für das Haar, belasten die Umwelt | Polysiloxane, Dimethicone Copolyo |
Grundsätzlich greifen Silikone nicht direkt Deine Haarstruktur an, da sie nicht in die Haarfaser eindringen, sondern sich nur um das Haar legen. Aber der dichte Schutzfilm sorgt auch dafür, dass der Austausch von Feuchtigkeit und Sauerstoff eingeschränkt ist. So können schnell trockenes Haar und eine gereizte Kopfhaut die Folge sein. Silikone beschweren Haare zudem. Jeder, der es mit dünnem Haar zu tun hat, sollte daher auf Silikone im Shampoo verzichten, da es die Haare noch platter wirken lässt.
Manche Silikone sind zudem überaus schädlich für die Umwelt und lassen sich nur schwer biologisch abbauen. Darunter beispielsweise Siloxane D4 und D5. Doch die EU hat bereits diese Silikone in der Anwendung in Shampoos und Co. streng reglementiert. Generell brauchst Du nicht gänzlich auf Silikone zu verzichten. Es gilt nur, genauer hinzusehen.
Solltest Du Dich dennoch für eine silikonfreie Haarpflege entscheiden, verraten wir Dir abschließend, wie Du Silikone aus dem Haar entfernst und auf eine natürliche Haarroutine umsteigst.
Am besten kannst Du Silikone mit einem Haarpeeling oder einem tiefenreinigenden Shampoo entfernen. Alternativ steigst Du direkt auf ein silikonfreies Shampoo um und wendest über einen längeren Zeitraum Haarkuren an. Greife dabei idealerweise auf Bio- und vegane Shampoos zurück. Beachte, dass es bei der Umstellung zeitweise dazu kommen kann, dass Dein Haar ziemlich matt und strohig wirkt. Das ist jedoch nur vorübergehend und kein Grund zur Sorge.
Für eine Umstellung der Haarroutine kannst du dich hervorragend in der Naturkosmetik umschauen. Viele Shampoos haben dort keine oder nur sehr wenige Inhaltsstoffe dieser Art enthalten. Feste Haarseife ist zum einen mit sehr wenigen schädlichen Inhaltsstoffen versehen und ist auch auf Grund des ersparten Verpackungsmülls viel umweltfreundlicher. Probier es doch mal aus!
Du wünscht Dir ein Shampoo ohne schädliche Inhaltsstoffe? Der stolze Hinweis „ohne Silikone“ prangt heute schon auf vielen Shampoo Verpackungen - Tendenz steigend. Seitdem bekannt wurde, dass Silikone Haar und Kopfhaut versiegeln und langfristig schädigen, steigen immer mehr Verbraucher auf ein Shampoo ohne Silikone um. Doch was ist eigentlich mit den vielen anderen, meist chemischen Zusätzen in unseren Shampoos? Sind die alle unbedenklich? Weit gefehlt. Die Liste potenziell gefährlicher Inhaltsstoffe ist sehr lang. Hormonell wirksame und krebserregende Substanzen sind hierbei keine Seltenheit. Ein Shampoo ohne schädliche Inhaltsstoffe zu finden, ist of gar nicht so einfach.
Hier sind einige Inhaltsstoffe, auf die Sie achten sollten:
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