In der Welt der Haarpflege gibt es eine Vielzahl von Produkten, die uns helfen sollen, unsere Haare gesund, glänzend und schön aussehen zu lassen. Mittlerweile sind Shampoos echte High-Tech Produkte, die schnell mal aus bis zu 30 Inhaltsstoffen bestehen können. Da ist es nur verständlich, dass das Interesse an Shampoo ohne Sulfate, Silikone und Parabene größer wird. Nicht nur in Shampoos, sondern auch in Spülungen, Haarkuren, Haarspray und Co. werden oftmals Silikone verwendet.
Viele Verbraucher greifen zu Shampoos, die mit dem Hinweis „ohne Silikone“ werben, da bekannt wurde, dass Silikone Haar und Kopfhaut versiegeln und langfristig schädigen können. Doch was sind Silikone eigentlich und welche Auswirkungen haben sie auf unser Haar und die Umwelt?
Silikon ist eine Bezeichnung für eine Gruppe synthetischer Polymere, bei denen Siliziumatome über Sauerstoffatome zu Molekülketten und/oder netzartig verknüpft sind. Sie werden in vielen konventionellen Shampoos und Conditionern verwendet, um die Haare geschmeidig, glatt und weich zu machen. Silikone bilden eine Art Schutzfilm um das Haar und sorgen so für eine glatte Oberfläche und ein geschmeidiges Gefühl. Sie können auch helfen, Frizz - also das unkontrollierte Abstehen der Haare - zu reduzieren und das Haar vor Hitze und Umwelteinflüssen zu schützen. Außerdem können Silikone stumpfem Haar zu mehr Glanz verhelfen und sie können helfen, Knoten in den Haaren zu lösen und es leichter kämmbar zu machen.
Um Silikone in Shampoos oder anderen Kosmetika zu erkennen, sollte man immer einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Viele Silikonverbindungen haben typischerweise Endungen wie: -cone, -siloxane oder - conol. Typische Vertreter dieser Klasse sind z.B. Dimethicone, Cyclohexasiloxane oder Dimethiconaol.
Silikone haben in den 1990er-Jahren Einzug in Haarpflegeprodukte gehalten. Damals verhalfen Silikone in der Haarpflege Frauen, die durch die damals moderne Dauerwelle unter spröden und brüchigen Haaren litten, schnell zu neuem Glanz, Geschmeidigkeit und einer verbesserten Kämmbarkeit. Silikone erwiesen sich als wahre Allrounder und so sind sie uns bis heute erhalten geblieben.
Auf den ersten Blick mögen die oben beschriebenen Effekte, die Silikone in Shampoo & Co. erzielen können, gut klingen. So mag es überraschend wirken, wenn sich einige fragen: Warum sind Silikone im Shampoo schlecht? Zwar „überdecken“ Silikone und Silikonderivate Haut und Haar und machen sie weich und geschmeidig. Gleichzeitig verschließen sie jedoch die Poren und Struktur, sodass wertvolle Nährstoffe nicht eindringen können. Dadurch können Silikone auch dazu führen, dass die Haare sich weniger gut färben lassen. Darüber hinaus können Silikone nicht gut für die Umwelt sein, da einige von ihnen biologisch nur schwer abbaubar sind. Zusätzlich können sie sich auch im Wasser anreichern, sie aus dem Abwasser zu entfernen ist nicht so einfach und so können sie in Flüsse oder Seen gelangen.
Einige Silikone können das Haar daran hindern, Feuchtigkeit aufzunehmen, was sich negativ auf Weichheit, Kämmbarkeit und Aussehen auswirkt. Mit feinen Haaren spürt man ziemlich sofort einen Build-up von sogenannten wasserlöslichen Silis (sie sind ja nur in der Flasche suspensiert, sie härten sofort auf dem Haar).
Es gibt keine wasserlöslichen Silicone, das ist ein weit verbreiteter Mythos. Die zugeführte Menge eines Silikons lässt sich leider nicht dadurch schlüssig beurteilen, wie weit hinten es im Inhaltsverzeichniss angegeben steht. Die Zusammensetzung ist bei den meisten Shampos, Stylingprodukten usw leider recht einheitlich um ihre Wirkung entfalten zu können. Und wenn sie mal weniger Silis beinhalten, dann gibt es stattdessen andere Inhaltsstoffe die genauso die Haare umhüllen, wie Polymere, Stearate, Paraffine usw.
Silicone verschwinden allerdings auf Dauer von selbst aus dem Haar. Es dauert jedoch eine Weile und in der Zwischenzeit können sie das Haar daran hindern Feuchtigkeit aufzunehmen was sich negativ auf Weichheit, Kämmbarkeit und Aussehen auswirkt.
Man unterscheidet dabei in wasserunlösliche und auswaschbare Silikone, wobei die auswaschbaren Silikone als die „guten Silikone“ gelten. Auswaschbare Silikone lassen sich bereits mit der nächsten Haarwäsche gut ausspülen. Sie werden zwar als „wasserlöslich“ bezeichnet und sind somit deutlich schonender für Dein Haar, jedoch belasten sie die Umwelt. Silikone im Shampoo erkennst Du anhand der Inhaltsstoffliste an den Endungen -cone und -xane.
Wasserunlösliche Silikone haften besonders hartnäckig an Deinen Haaren und versiegeln es mit einer dicken Schicht, die sich nur nach vielen Haarwäschen abtragen lässt. Die Poren der Haare verstopfen und können schlechter atmen. Vor allem feines Haar wirkt schnell fettig, da auch der Talg nicht mehr abfließen kann. Zudem kann es sein, dass Dein Haar so weitere Pflegemittel oder gar Farbe nicht mehr im vollen Maße aufnimmt.
Die Krux an der Inhaltsstoffliste ist, dass Silikone nicht zwingend erkennbar aufgelistet werden müssen. Sobald Du einen Stoff mit den Endungen -cone und -xane entdeckst, handelt es sich um Silikone:
Je weiter ein Stoff am Anfang der Rezeptur steht, desto größer sein Anteil.
Grundsätzlich greifen Silikone nicht direkt Deine Haarstruktur an, da sie nicht in die Haarfaser eindringen, sondern sich nur um das Haar legen. Aber der dichte Schutzfilm sorgt auch dafür, dass der Austausch von Feuchtigkeit und Sauerstoff eingeschränkt ist. So können schnell trockenes Haar und eine gereizte Kopfhaut die Folge sein. Silikone beschweren Haare zudem. Jeder, der es mit dünnem Haar zu tun hat, sollte daher auf Silikone im Shampoo verzichten, da es die Haare noch platter wirken lässt. Manche Silikone sind zudem überaus schädlich für die Umwelt und lassen sich nur schwer biologisch abbauen. Darunter beispielsweise Siloxane D4 und D5. Doch die EU hat bereits diese Silikone in der Anwendung in Shampoos und Co. streng reglementiert. Generell brauchst Du nicht gänzlich auf Silikone zu verzichten. Es gilt nur, genauer hinzusehen.
Am besten kannst Du Silikone mit einem Haarpeeling oder einem tiefenreinigenden Shampoo entfernen. Alternativ steigst Du direkt auf ein silikonfreies Shampoo um und wendest über einen längeren Zeitraum Haarkuren an. Greife dabei idealerweise auf Bio- und vegane Shampoos zurück. Beachte, dass es bei der Umstellung zeitweise dazu kommen kann, dass Dein Haar ziemlich matt und strohig wirkt. Das ist jedoch nur vorübergehend und kein Grund zur Sorge.
Es gibt viele natürliche Inhaltsstoffe, die als Alternative zu Silikonen in Shampoos verwendet werden können. Pflanzenöle wie Arganöl, Macadamiaöl und Jojobaöl können dem Haar Feuchtigkeit spenden und es geschmeidig machen. Proteine und Pflanzenextrakte können ebenfalls dazu beitragen, das Haar zu stärken und ihm Glanz zu verleihen.
Einige Marken, wie lavera, verzichten in ihrer zertifizierten Naturkosmetik bewusst auf den Einsatz von Silikonen in Shampoos, Spülungen und Haarkuren. Stattdessen arbeiten sie mit natürlichen pflanzlichen Ölen, Proteinen, Peptiden, Aminosäurederivaten und Pflanzenextrakten, die von Haut und Haar aufgenommen werden können.
Neben Silikonen gibt es noch weitere Inhaltsstoffe in Shampoos, die potenziell schädlich sein können:
Es ist ratsam, beim Kauf von Shampoos auf die Inhaltsstoffliste zu achten und Produkte mit bedenklichen Inhaltsstoffen zu vermeiden.
Auch wenn Sulfate eine starke Reinigungswirkung haben, sodass sie Haut und Haar austrocknen können. Das kann dazu beitragen, dass sich die Haare trocken anfühlen und die Kopfhaut austrocknet. Lavera setzt Tenside bzw. Sulfate ein, die mild, gut biologisch abbaubar und gut verträglich sind. Sie basieren auf nachwachsenden Rohstoffen und stellen eine umweltfreundlichere und hautverträglichere Alternative zu aggressiveren, synthetischen Tensiden dar. Unsere natürlichen Alternativen sind z. B. Sulfat-Tenside (z.B. Sodium Coco-Sulfate (SCS)), die aus Kokosöl gewonnen und eine Alternative zu SLS oder SLES darstellen. Andere von uns genutzte Alternativen zu synthetischen Tensiden sind z.B. Zuckertenside (z.B. Decyl Glucoside) oder Betaine (z.B. Um festzustellen, ob sie in einem Shampoos enthalten sind, solltest du einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen.
An der Endung „-paraben“ kannst du sie leicht erkennen. Parabene gelten zwar als das Konservierungsmittel mit dem geringsten Allergen-Potential, sind aber dennoch Stoffe, auf die einige Menschen allergisch reagieren können. Butyl- und Propylparaben stehen zudem im Verdacht, das Hormonsystem beeinflussen zu können. (Neubewertung der Parabene der Europäischen Kommission SCCS). Das heißt Parabene können im menschlichen Körper die Wirkung von Hormonen wie Östrogen nachahmen und damit den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. Obwohl der wissenschaftliche Konsens hier noch nicht endgültig ist, bevorzugen viele Menschen daher aus Vorsicht Shampoos ohne Parabene.
Auf Shampoo ohne Silikone und Parabene zu setzen, kann also diverse Vorteile mit sich bringen: Ist dein Shampoo ohne Parabene, kannst du mögliche Gesundheitsbedenken reduzieren. Als natürliche Alternative zu Parabenen setzen wir bei lavera z. B. ätherische Öle ein. Shampoo ohne Silikone schenkt dir ein glattes und seidiges Haargefühl. Bei lavera z.B. durch den Einsatz von Pflanzenölen wie z.B. Arganöl, Macadamiaöl, Jojobaöl, Proteine (z. B. Erbsenproteine), pflanzliche oder pflanzenbasierte Pflegesubstanzen wie z.B. aus Guarkernmehl (INCI: Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride) oder aus Rapsöl (INCI: PCA Glyceryl Oleate).Der Verzicht auf Silikone ist nicht nur besser für deine Haare, sondern auch für die Umwelt.
| Inhaltsstoff | Wirkung | Bedenklichkeit |
|---|---|---|
| Silikone | Machen das Haar geschmeidig und glänzend | Verschließen die Poren, schwer abbaubar |
| Parabene | Konservierungsmittel | Hormonell wirksam, allergieauslösend |
| Sulfate | Reinigungsmittel | Trocknen die Kopfhaut aus |
| Pflanzenöle | Feuchtigkeitsspendend, pflegend | Unbedenklich |
| Proteine | Stärken das Haar | Unbedenklich |
tags: #shampoo #inhaltsstoffe #auswaschbare #silikone
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