Im Jahr 1903 erfand Hans Schwarzkopf, ein deutscher Chemiker, das erste wasserlösliche Shampoo. Heute wird in Deutschland für kein anderes Kosmetiksegment so viel Geld ausgegeben wie für Haarpflege. Einerseits schädigt man die Haare, indem man sie glättet, föhnt oder färbt. Auch das Traktieren mit der Bürste oder Sonneneinstrahlung macht sie brüchig. Das Ziel ist immer eine gepflegte Haarpracht, die gesund glänzt. Dabei ist vor allem sehr langes Haar anfällig für Haarbruch in den Längen, Spliss in den Spitzen und eine strapazierte Kopfhaut. Conditioner und Kur helfen, es zu pflegen, doch auch bei der Haarwäsche sollte man darauf achten, dass diese die nicht nur gründlich reinigt, sondern gleichzeitig pflegt. Wir haben die besten Shampoos, die lange Haare in eine wahre Traummähne verwandeln.
Unser absoluter Liebling unter den Shampoos im Test? Das Shampoo No 4 von Olaplex. Das gehypte Shampoo hat zurecht einen so guten Ruf und macht aus strohigen, kaputten Haaren wieder eine glänzende, gesunde Mähne. Die Experten-Meinung unserer Beauty-Redakteurin Caro: "Erstaunlich gut schneidet Olaplex 4 ab. Es handelt sich um ein schönes, sulfatfreies Shampoo. Es muss zwei Minuten einwirken und hat einen sehr feinporigen, festen Schaum - fast schon Mousse-artig. Wunderbar anzuwenden und zeigt tolle Ergebnisse. Die Kopfhaut wirkt danach frisch, aber keinesfalls trocken - wunderbar für trockenes und strapaziertes Haar."
Ob für Locken oder feines Haar: Es gibt so ziemlich für jeden Haartyp eine passende Pflege. Ein Shampoo speziell für lange Haare ist jedoch eine Seltenheit.
Das erkannte auch die Marke L'Oréal Paris und lancierte kurzerhand die neue Serie „Elvital Dream Length“. Die Pflege reduziert Haarbruch - das wohl häufigste Problem bei langen Haaren - und repariert bis in die Spitzen. Zudem spendet es Feuchtigkeit für einen natürlichen Glanz.
Je länger das Haar, desto mehr Ablagerungen können sich im Schopf sammeln - das klingt logisch. Das „Repair & Detox“-Shampoo von John Frieda setzt genau an diesem Problem an: Es befreit das Haar zunächst von unnötigem Ballast, wie zum Beispiel Stylingreste, bevor es durch Inhaltsstoffe wie Avocado-Öl die strapazierten Längen mit reichhaltigen Nährstoffen versorgt.
Das „Ritual of Dao“-Shampoo von Rituals steckt voller pflegender Wirkstoffe: biologisches Arganöl (reich an Antioxidantien), Shikakai (für Glanz und gesunde Kopfhaut), Phytokeratin (baut das Haar auf) und Fettsäuren (für Feuchtigkeit und Spannkraft). Doch toll ist auch, was nicht in dem Shampoo steckt. Denn es kommt ohne Sulfate, Silikone und Parabene aus und schenkt dem Haar somit genügend Feuchtigkeit, ohne es zu beschweren.
Langhaarmädchen kennen das Problem: Die Mähne ist so schwer, dass das Volumen immer mehr zu Wünschen übrig lässt. Das vegane „Lemon Sage Thickening Shampoo“ von Paul Mitchell hat die Lösung: Während Zitronenextrakte, Salbei, Pfefferminze und Teebaumöl das Haar gründlich reinigt (und on top die Sinne belebt), stärkt Panthenol jede einzelne Haarsträhne und sorgt so für kräftiges Haar - und mehr Volumen.
Bislang war das gehypte und hochgelobte Olaplex-Treatment nur beim Friseur zu bekommen. Vor allem beim Färbeprozess schützt die Spezialbehandlung die Haare. Nun wurde die Serie um ein Shampoo und eine Spülung für das heimische Bad erweitert. Vor allem gefärbtes, langes Haar profitiert davon, denn reichhaltige Öle spenden Feuchtigkeit und sorgen dafür, dass die Haarfarbe wieder intensiv strahlt.
Haare gerade erst frisch gewaschen und es liegt dennoch platt am Kopf an? Der Grund könnte tatsächlich am Shampoo liegen, denn viele reinigen zwar intensiv, aber auch sehr aggressiv. „New Wash“ von Hairstory ist schonender, da es auf Tenside und synthetische Inhaltsstoffe verzichtet. Dadurch produziert die Kopfhaut automatisch weniger Öl, laut Hersteller müsse man so das Haar seltener waschen - nur alle vier bis fünf Tage.
Für Locken, lange Haare, dünne Haare, blonde und brünette Mähnen: Unsere Beauty-Redakteurinnen haben sehr unterschiedliche Haarbedürfnisse und konnten so alle Shampoos optimal für die unterschiedlichsten Anforderungen testen. Diese Shampoos gewinnen im Redaktionstest und Vergleich. Wir zeigen, wo du sie direkt nachshoppen kannst:
Weitere Shampoos im Test:
Die "Stiftung Warentest" nimmt sich regelmäßig Produkttests vor, um Verbrauchern im Waren-Dschungel Orientierung zu geben. Zuletzt standen 2020 flüssige und feste Shampoos auf dem Plan. Insgesamt 18 Shampoos testete die Verbraucherorganisation, darunter auch sieben Naturprodukte. Die Prüfkriterien: Entwirrbarkeit, Kämmbarkeit, Griffigkeit, Geschmeidigkeit, Volumen, Glanz und elektrisierte Haare.
Das Ergebnis in Kürze: 14 Shampoos schnitten gut ab, drei nur befriedigend und eines gerade noch ausreichend, wie die "Stiftung Warentest" berichtet.
Keine Sorgen muss man sich hingegen um die Gewinner machen. Überraschenderweise hat ein günstiges Discounter-Produkt den ersten Platz unter den flüssigen Shampoos belegt. Bei den festen Shampoos hat die Eigenmarke von dm den Spitzenplatz erreicht, obwohl sie vergleichsweise günstig ist. Der Gewinner unter den Haarseifen befindet sich im mittleren Preissegment. Alle drei Produkte erhielten insgesamt eine „gute“ Bewertung. Kein einziges Produkt konnte jedoch die Bewertung „sehr gut“ erzielen.
Festes Shampoo: Das sollten Sie beachten. Feste Shampoos und Haarseife ähneln sich zwar auf den ersten Blick, Letztere werden aber mit Lauge verseift. Deren hoher pH-Wert verändert das Waschergebnis: Die Haare können aufquellen oder Schaden nehmen, lassen sich schlecht kämmen, oder es bilden sich weißliche Rückstände. Gegen den letzten Punkt hilft nach dem Waschen eine extra Spülung, die Warentester raten hier zu Essigwasser. Essig hat eine saure Wirkung, die das Haar glättet und ihm Glanz verleiht.
In Shampoos finden sich eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die jeweils eine spezifische Funktion erfüllen. Zu den gängigsten Inhaltsstoffen gehören Tenside, die für die Reinigung sorgen, indem sie Schmutz und überschüssiges Fett lösen. Pflegestoffe wie Panthenol und Glycerin spenden Feuchtigkeit und machen das Haar geschmeidig. Silikone legen einen schützenden Film um das Haar, der für Glanz und Geschmeidigkeit sorgt, jedoch bei übermäßigem Gebrauch zu Rückständen führen kann. Natürliche Extrakte wie Kamille oder Aloe Vera können beruhigend und regenerierend wirken, während ätherische Öle für einen angenehmen Duft sorgen und möglicherweise zusätzliche pflegende Eigenschaften bieten. Konservierungsstoffe wie Parabene verlängern die Haltbarkeit des Shampoos, während Verdickungsmittel wie Natriumchlorid oder Xanthan Gum das Produkt in der gewünschten Konsistenz halten.
Parabene sind Konservierungsstoffe, die in vielen Kosmetikprodukten verwendet werden, um deren Haltbarkeit zu verlängern. Sie verhindern das Wachstum von Bakterien und Schimmel. Allerdings stehen Parabene im Verdacht, hormonell wirksam zu sein, weshalb einige Verbraucher:innen und Hersteller auf parabenfreie Produkte setzen.
Silikone werden in Shampoos verwendet, um das Haar geschmeidig und glänzend zu machen. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und versiegeln es. Dies kann jedoch langfristig zu Ablagerungen führen, die das Haar beschweren und stumpf erscheinen lassen. Daher bevorzugen viele Menschen silikonfreie Shampoos.
Sulfate sind Tenside, die für die Reinigungskraft und den Schaum eines Shampoos verantwortlich sind. Sie entfernen Schmutz und Fett effektiv, können jedoch die Kopfhaut austrocknen und irritieren. Besonders Menschen mit empfindlicher Haut oder trockenem Haar greifen daher oft zu sulfatfreien Shampoos.
Mikroplastik sind kleine Kunststoffpartikel, die in Kosmetikprodukten als Peelingkörper oder Füllstoffe verwendet werden. Sie sind umwelttechnisch problematisch, da sie schwer abbaubar sind und die Gewässer belasten. Viele Hersteller verzichten inzwischen auf Mikroplastik und setzen auf natürliche Alternativen.
PEG (Polyethylenglykole) sind Emulgatoren, die in Shampoos verwendet werden, um wasser- und fettlösliche Bestandteile zu verbinden. Sie können jedoch die Haut durchlässiger für schädliche Stoffe machen und sind daher in die Kritik geraten. Auch hier setzen viele Hersteller inzwischen auf alternative Inhaltsstoffe.
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über einige problematische Inhaltsstoffe in Shampoos, ihre Funktionen und potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt oder den Körper.
| Inhaltsstoff | Funktion | Potenzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Parabene | Konservierungsmittel | Hormonelle Wirkung, potenzielles Brustkrebsrisiko |
| Silikone | Machen das Haar geschmeidig und glänzend | Ablagerungen, Beschwerung des Haares, Umweltbelastung |
| Sulfate | Reinigungsmittel | Austrocknung der Kopfhaut, Irritationen |
| Mikroplastik | Peelingkörper, Füllstoffe | Umweltbelastung, schwer abbaubar |
| PEG | Emulgatoren | Erhöhte Hautdurchlässigkeit für schädliche Stoffe |
Wie shampooniert man Haare richtig? Haare waschen ist easy. Aber: Man kann auch ein paar Dinge falsch machen. Um das Haar richtig zu shampoonieren, solltest du es zunächst gründlich mit Wasser befeuchten - sonst lässt sich das Shampoo nicht richtig schäumen. Eine kleine Menge Shampoo in den Händen verteilen (je nach Haarlänge reicht eine Menge in der Größe einer kleinen Münze bis zu etwa 2 bis 3 Teelöffeln) und sanft in die Kopfhaut einmassieren. Anschließend das Shampoo gründlich (!) ausspülen (auch den Nacken), da Rückstände das Haar stumpf machen können.
Die Häufigkeit des Haarewaschens hängt vom Haartyp und den individuellen Bedürfnissen ab. Während Menschen mit fettigem Haar möglicherweise täglich waschen müssen, reicht es bei trockenem Haar oft aus, alle drei bis vier Tage zu waschen.
Beim Kauf eines Shampoos gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten, um das richtige Produkt für die individuellen Bedürfnisse auszuwählen. Zunächst ist es ratsam, auf die Haartypen-Eignung des Shampoos zu achten, da verschiedene Produkte speziell für trockenes, fettiges, coloriertes oder strapaziertes Haar entwickelt wurden. Die Auswahl eines Shampoos, das auf den eigenen Haartyp zugeschnitten ist, kann dazu beitragen, die Haare optimal zu pflegen und Probleme wie Trockenheit oder Fettigkeit zu reduzieren. Des Weiteren ist es empfehlenswert, die Inhaltsstoffe zu überprüfen und gegebenenfalls auf schädliche oder allergieauslösende Substanzen zu verzichten. Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen können eine schonendere Alternative darstellen. Darüber hinaus sollten auch persönliche Vorlieben wie Duft und Konsistenz berücksichtigt werden, um die Nutzung des Shampoos zu einem angenehmen Erlebnis zu machen. Letztendlich ist es sinnvoll, auf Umweltverträglichkeit zu achten, indem man Shampoos wählt, die frei von umweltschädlichen Substanzen wie Mikroplastik oder Phosphaten sind und in umweltfreundlicher Verpackung angeboten werden.
tags: #shampoo #für #längere #haare #test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.