Styling-Produkte und Hitze können unseren Haaren zusetzen und sie strapazieren. Sie werden trocken, spröde und anfälliger für Spliss. Viele Menschen greifen dann zu Repair-Shampoos, also aufbauenden und pflegenden Intensiv-Shampoos, die strapaziertem Haar wieder Glanz und Geschmeidigkeit verleihen. Doch halten die Shampoos auch wirklich, was sie versprechen oder kann man genauso gut auf ein normales Shampoo zurückgreifen?
Stiftung Warentest hat 17 verschiedene Repair-Shampoos getestet, darunter 12 flüssige, 5 feste Shampoos und 4 Naturkosmetik-Produkte. Die Antwort der Stiftung Warentest: "Ja". Auch wenn sie geschädigte Haare nicht dauerhaft reparieren, so verbesserten die meisten Repair-Shampoos den Testern zufolge doch zeitweise die Haareigenschaften.
Neun von ihnen erhalten das Test-Urteil "gut", darunter auch drei von insgesamt fünf festen Shampoos im Test. Die übrigen schneiden "befriedigend" ab. Keins der Shampoos schafft eine "sehr gute" Bewertung, sodass die fünf Testsieger alle mit einer 2,1 abschneiden. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Preis und Pflegeeigenschaften sowie Anwendung.
Wer spröde, kaputte, splissige Haare hat, ist häufig auf der Suche nach Repair-Shampoos, die wirklich helfen. Färben, föhnen, bürsten, UV-Strahlung: All das kann unsere Haare strapazieren und dazu führen, dass sie splissig werden, sich spröde anfühlen und nur schwer kämmen lassen. Repair-Shampoos sollen dann für Besserung und mehr Geschmeidigkeit sorgen. Doch lohnen sich die Reparaturmittel für die Haare?
Auch wenn Repair-Shampoos keine Wunder bewirken können, sind sich die Tester*innen einig, dass die Haareigenschaften nach der Anwendung spürbar verbessert werden. Das Haar sieht wieder glänzender und gesünder aus und bei den meisten Produkten wird auch die Kämmbarkeit verbessert.
Von 17 Shampoos konnten rund fünf als Sieger aus dem Test hervorgehen. Mit einer Gesamtnote von 2,1 Gut finden wir das Naturkosmetik-Shampoo von Lavera sowie das Olaplex Nr. 4 Bond Maintenance Shampoo auf den obersten Treppchen. Die Testsieger konnten in den Kategorien Pflegeeigenschaften, Anwendung, Verpackung, Deklaration und Werbeaussagen überzeugen. Den Testern waren eine verbesserte Kämmbarkeit, Geschmeidigkeit, Glanz und Anti-Statik wichtig für die Bewertung.
Zu den günstigsten Testsiegern zählt das "Gliss Kur Hair Repair Total Repair Regenerations-Shampoo" von Schwarzkopf. Es kostet rund 1,12 Euro je 100 Milliliter und überzeugt vor allem bei Pflegeeigenschaften und Anwendung, während die Deklaration und Werbeaussagen nur eine 2,5 erhalten.
Der teuerste Testsieger hingegen ist das "Olaplex No. 4 Bond Maintenance Shampoo" für rund zwölf Euro je 100 Milliliter. Dieses Shampoo schneidet bei der Anwendung mit einer 1,7 besonders gut ab, Abstriche werden hier vor allem bei Pflegeeigenschaften (2,3) und Werbeaussagen (2,6) gemacht.
"Alle erreichen, dass die Haare nach dem Waschen glänzen und wenig fliegen", so die Tester. Dass sie leicht kämmbar und geschmeidig werden, schaffe dagegen nicht jedes Produkt. Vor allem die − vergleichsweise preisgünstigen − Drogeriemarken hinken demnach bei den Pflegeeigenschaften hinterher.
Wer auf die Umwelt achten und Plastik sparen will, muss trotzdem nicht auf ein gutes Repair-Shampoo verzichten. Die festen Shampoos von Foamie Hibiskus und Jean&Len Kokos und Macadamia konnten Stiftung Warentest überzeugen. Beide schnitten mit der Gesamtnote Gut ab. Preislich gibt es nur einen geringen Unterschied zu den Flüssig-Shampoos: Beide Marke kosten fast 5 Euro. Das feste Shampoo von Sante schnitt zwar ebenfalls gut ab, erhielt jedoch in der Anwendung nur die Note 3.
Testsieger bei den festen Shampoos ist das Foamie "Festes Shampoo mit Hibiskus" mit einer Gesamtnote von 2,2. Besonders gut abgeschnitten haben hier die Verpackung mit einer 1,9, aber auch die Anwendung mit 2,1. Das Produkt ist vergleichsweise teuer mit 6,20 Euro für 100 Gramm.
Abzüge im Testurteil gab es außerdem für Shampoos, die sich schlecht im Haar verteilen lassen und für Verpackungen, die nicht recycelt werden können.
Gut zu wissen: Für die Umwelt sind die geprüften festen Shampoos den Testern zufolge zwar schonender als die flüssigen Produkte. Sie kommen allesamt ohne schwer abbaubare Stoffe aus. Von den flüssigen Shampoos im Test sind es weniger als die Hälfte. Die größte Umweltbelastung entstehe beim Haarewaschen aber durch die Wassererwärmung und den Wasserverbrauch.
Ein Tipp der Tester lautet daher: wenig Shampoo nutzen, Hahn zwischendurch zudrehen, warm statt heiß spülen.
Die günstigsten Repair-Shampoos im Test konnten in puncto Pflegeeigenschaften nicht mit der Konkurrenz mithalten, darunter die der Eigenmarken von Rossmann, dm und Lidl. Weitere Punktabzüge gab es hinsichtlich verschiedener Umweltaspekte. Im Idealfall sind die Verpackung recycelbar und die Inhaltsstoffe biologisch abbaubar.
Für den Shampoo-Test hat die Stiftung Warentest professionelle Friseure hinzugezogen, die sämtliche Shampoos an je 20 Personen mit leicht bis mittelstark geschädigtem Haar angewendet haben. Die Pflegewirkung wurde auf nassem und trockenem Haar beurteilt. Laut Profis waren die Kämmbarkeit, der Glanz, die Textur und die Geschmeidigkeit wichtig.
Wenn dein Haar durch Hitze, Färben oder chemische Behandlungen geschädigt ist, solltest du auf aufbauende, feuchtigkeitsspendende und reparierende Inhaltsstoffe setzen. Diese helfen, Haarbruch noch vor der Entstehung zu vermeiden und das Haar langfristig gesünder zu machen.
Schützt das Haar vor dem Austrocknen und macht es geschmeidig:
Stärken das Haar und helfen, Schäden von innen zu reparieren:
Schützen vor weiteren Schäden und sorgen für Geschmeidigkeit:
Helfen, Haarschäden aktiv zu reparieren:
Eine gesunde Kopfhaut ist wichtig für kräftiges Haar:
Silikone sind umstritten, aber sie können bei geschädigtem Haar vorteilhaft sein, wenn es die richtigen sind.
Gute, wasserlösliche Silikone (leicht auswaschbar, keine Ablagerungen) sind:
Professor Thomas Gassenmeier von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der den Studiengang Technologie der Kosmetika und Waschmittel leitet, sieht Repair-Shampoos kritisch: "Ein Shampoo kann geschädigte Haare nicht in einen Zustand wie neugewachsen bringen." Wundersame Ergebnisse seien demnach unrealistisch. Doch das Test-Fazit von Stiftung Warentest stimmt uns dann doch positiv: "Auch wenn sie geschädigte Haare nicht dauerhaft reparieren, so verbessern die meisten doch zeitweise die Haareigenschaften."
Reparierende Shampoos sind sinnvoll, wenn die Schäden nicht zu stark sind und können gut zur Vorbeugung von Spliss und Co wirken. Shampoo allein hat jedoch nur eine bedingte Pflegewirkung, die Anwendung von Conditioner und Haarkuren ist entsprechend sehr ratsam.
Wer viel Geld für ein Shampoo ausgibt, erwartet mehr vom Haare waschen als bei einem günstigen Drogerieprodukt: glänzende Haare, weniger Haarausfall oder Haarbruch und vielleicht auch ein Gefühl von Luxus bei der Anwendung. Wie gut lassen sie sich einschäumen bzw. Welche Inhaltsstoffe stecken drin bzw.
Olaplex Nr. 4: 250 ml haben 19,44 EUR gekostet und 29,95 EUR, wenn man es direkt auf der Olaplex Webseite bestellt. Kérastase Resistance für 19,61 EUR bzw. für 31,40 Euro für 250 ml, wenn man es im Kérastase-Shop bestellt. Redken für lange Haare zum Preis von 15,60 für 300ml. Letzteres ist also das günstigste der drei Shampoos.
Das Olaplex ist am ergiebigsten, es reicht ein Haselnussgroßer Klecks bei langen Haaren und es lässt sich super einschäumen. Schon beim Ausspülen lassen sich die Knoten im Haar mit den Fingern leicht lösen - vergleichbar mit der Anwendung einer Spülung. Bei Kerastase benötigt man fast doppelt so viel Shampoo-Menge wie beim Olaplex. Dann lässt es sich zwar leicht einschäumen, aber man merkt schon beim Auswaschen, dass das Haar nicht geschmeidig, sondern eher trocken wirkt. Im Gegensatz zum Olaplex lösen sich die Knoten nicht beim Waschen, man muss sie im Anschluss mühsam herauskämmen. Als einziges von allen drei Shampoos hat das Redken einen leichten angenehmen Duft während die anderen eher neutral riechen. Von der Ergiebigkeit und Einschäumbarkeit her kommt es nicht an seinen Konkurrenten Olaplex heran. Allerdings fühlt es sich bei Waschen angenehmer an als das Kerastase Shampoo. Auffällig ist auch, dass beim Ausspülen weniger Knoten als beim Kerastase spürbar sind, aber es ist nicht so wie bei der Anwendung einer Spülung.
Olaplex wirbt auf der Webseite damit, dass das Shampoo frei von Parabenen, Phtalaten, Phosphat und Sulfaten ist. Die Recherchen bestätigen das und ergeben, dass auch keine Silikone, Mineralöle oder Palmöl enthalten ist. Das Olaplex Shampoo geht als klarer Sieger hervor. Es ist zwar das teuerste Produkt, aber es ist um ein Vielfaches ergiebiger als die anderen beiden Marken. Anwendung und Wirksamkeit sind unschlagbar und drei problematische Inhaltsstoffe sind im Vergleich zum Kerastase vertretbar.
Klarer Verlierer ist für die Testredaktion das Kérastase Shampoo: Es ist nahezu so teuer wie das Olaplex, man benötigt aber viel mehr Shampoo in der Anwendung und das Ergebnis ist nicht vergleichbar. Außerdem hat es 8 problematische Inhaltsstoffe, also viel mehr als die anderen beiden Produkte.
In Shampoos finden sich eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die jeweils eine spezifische Funktion erfüllen. Zu den gängigsten Inhaltsstoffen gehören Tenside, die für die Reinigung sorgen, indem sie Schmutz und überschüssiges Fett lösen. Pflegestoffe wie Panthenol und Glycerin spenden Feuchtigkeit und machen das Haar geschmeidig. Silikone legen einen schützenden Film um das Haar, der für Glanz und Geschmeidigkeit sorgt, jedoch bei übermäßigem Gebrauch zu Rückständen führen kann. Natürliche Extrakte wie Kamille oder Aloe Vera können beruhigend und regenerierend wirken, während ätherische Öle für einen angenehmen Duft sorgen und möglicherweise zusätzliche pflegende Eigenschaften bieten. Konservierungsstoffe wie Parabene verlängern die Haltbarkeit des Shampoos, während Verdickungsmittel wie Natriumchlorid oder Xanthan Gum das Produkt in der gewünschten Konsistenz halten.
Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über einige problematische Inhaltsstoffe in Shampoos, ihre Funktionen und potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt oder den Körper.
| Inhaltsstoff | Funktion | Potenzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Silikone | Machen das Haar geschmeidig und glänzend | Können sich auf dem Haar ansammeln und es beschweren; schwer abbaubar |
| Parabene | Konservierungsmittel | Stehen im Verdacht, hormonähnlich zu wirken |
| Sulfate | Reinigungsmittel | Können die Kopfhaut austrocknen und reizen |
| PEGs | Verbinden Wasser und Öle | Können Rückstände von Dioxan enthalten (krebserregend) |
| Mikroplastik | Sorgt für Kämmbarkeit | Umweltschädlich, da es sich nicht abbaut |
Beim Kauf eines Shampoos gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten, um das richtige Produkt für die individuellen Bedürfnisse auszuwählen. Zunächst ist es ratsam, auf die Haartypen-Eignung des Shampoos zu achten, da verschiedene Produkte speziell für trockenes, fettiges, coloriertes oder strapaziertes Haar entwickelt wurden. Die Auswahl eines Shampoos, das auf den eigenen Haartyp zugeschnitten ist, kann dazu beitragen, die Haare optimal zu pflegen und Probleme wie Trockenheit oder Fettigkeit zu reduzieren.
Des Weiteren ist es empfehlenswert, die Inhaltsstoffe zu überprüfen und gegebenenfalls auf schädliche oder allergieauslösende Substanzen zu verzichten. Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen können eine schonendere Alternative darstellen. Darüber hinaus sollten auch persönliche Vorlieben wie Duft und Konsistenz berücksichtigt werden, um die Nutzung des Shampoos zu einem angenehmen Erlebnis zu machen. Letztendlich ist es sinnvoll, auf Umweltverträglichkeit zu achten, indem man Shampoos wählt, die frei von umweltschädlichen Substanzen wie Mikroplastik oder Phosphaten sind und in umweltfreundlicher Verpackung angeboten werden.
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