Konsum und Entsorgung sind eng miteinander verbunden. Die Debatte um Nachhaltigkeit dreht sich oft um die sogenannte „Wegwerfgesellschaft“. Tonnenweise Plastik im Meer, Elektroschrott, aussortierte Kleidung und Essensreste schaden unserem Planeten. In Deutschland liegt die Müllmenge pro Kopf jährlich bei 632 Kilogramm. Diese Zahl macht nachdenklich.
Es ist sinnvoll, weniger Müll zu produzieren oder die Müllproduktion von vornherein zu vermeiden. Denn trotz Recycling bleibt Müll ein großes Problem. Jede noch so kleine Idee zur Müllvermeidung ist wichtig, um Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. Doch wie können Sie Müll vermeiden?
Achten Sie bei Neuanschaffungen auf die Qualität und Langlebigkeit der Produkte. Müll lässt sich vermeiden, wenn Sie auf hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung achten - auch wenn der Anschaffungspreis etwas höher ausfallen kann. Billigprodukte gehen oft schnell kaputt und führen zu einer Ausbeutung von Ressourcen und Arbeitskräften.
Bei defekten Gegenständen lohnt sich oft eine Reparatur. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, können Sie ein Repair Café aufsuchen. Dinge pfleglich zu behandeln und lange zu verwenden, anstatt funktionstüchtige Gegenstände durch neuere und modernere auszutauschen, reduziert ebenfalls Müll. Sollten Sie ausmisten, können Sie ausrangierte Dinge online oder auf einem Flohmarkt verkaufen oder an Bastelnde verschenken, anstatt sie wegzuwerfen.
Mit ein wenig Kreativität können alle etwas Müll vermeiden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, denn fast alles lässt sich upcyceln: Aus Konservendosen werden Blumentöpfe, aus einem Pullover ein Stoffbeutel, aus einer alten Leiter ein Regal, aus Zeitungspapier Geschenkpapier. Durch Upcycling können Unikate entstehen, die ein zweites Leben finden und die Umwelt schonen.
Sie können Müll vermeiden, indem Sie Leitungswasser trinken, anstatt auf Wasser in Plastikflaschen zurückzugreifen. In Deutschland ist der Verzehr von Leitungswasser unbedenklich und oft sogar aus gesundheitlicher Sicht besser. Unterwegs können Sie wiederverwendbare, BPA-freie Trinkflaschen verwenden.
Auch im Bad ist Müllvermeidung möglich. Wattepads und -stäbchen sowie Kosmetiktücher verursachen viel Müll. Zudem verbraucht eine menstruierende Person im Leben durchschnittlich etwa 16.800 Einweghygieneartikel. Für all diese Produkte gibt es mittlerweile nachhaltigere und müllärmere Alternativen. Bei Einwegbatterien handelt es sich um vermeidbaren Sondermüll. Für entladene Batterien gibt es zwar spezielle Sammelboxen, jedoch wird nur ein Bruchteil wieder zurückgegeben. Dadurch können wichtige Rohstoffe nicht recycelt werden und Giftstoffe gelangen in den Hausmüll. Akkus haben hingegen eine Lebensdauer von mehreren Jahren und können wieder aufgeladen werden.
Bohrmaschine, Rasenmäher, Leiter - alles Gebrauchsgegenstände, die nicht täglich genutzt werden. Deshalb bietet es sich an, diese in der Nachbarschaft oder mit Freunden zu teilen oder sich diese bei Bedarf auszuleihen. Wenn Sie über einen eigenen Garten oder Balkon verfügen, können Sie einen Kompost anlegen. Mithilfe eines Komposthaufens ist es möglich Müll zu vermeiden, da der Biomüll als Dünger wiederverwendbar ist.
Eine weitere Möglichkeit, Müll zu vermeiden, ist das Abbestellen von Einwurfwerbung. Häufig gibt es auch digitale Alternativen, wie Newsletter, sollten Sie an den Inhalten interessiert sein. Briefkastenaufkleber mit der Aufschrift „Bitte keine Werbung“ sind eine weitere Möglichkeit, halten jedoch nicht zwingend vom Einwurf der Werbung ab. Jeder Mensch wirft jährlich durchschnittlich über 80 Kilogramm Lebensmittel weg. Um Lebensmittelverschwendung und damit Müll zu vermeiden, sollten Sie nur das kaufen, was Sie wirklich verbrauchen. Klingt banal, verlangt allerdings nach guter Planung. Versuchen Sie sich daher nicht von Sonderangeboten oder vergünstigten XXL-Packungen verleiten zu lassen. Zudem ist ein Großteil der Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, weiterhin genießbar. andere Gerichte zaubern.
Nehmen Sie beim Einkaufen immer einen eigenen Stoffbeutel, Rucksack oder Korb mit, um Müll zu vermeiden. Sie sind wiederverwendbar und lassen sich im Vergleich zu Plastik- oder Papiertüten reparieren. Das spart in Deutschland bei der Herstellung nicht nur literweise Erdöl, sondern auch Energie. Wählen Sie bei frischem Obst und Gemüse die verpackungsfreie Variante. Viele Früchte haben eine schützende Schale oder können durch gründliches Waschen vor dem Verzehr gereinigt werden. Auf diese Weise können Sie viel Verpackungsmüll vermeiden. Obst und Gemüse ohne Verpackung bekommen Sie am einfachsten auf lokalen Märkten oder in Unverpackt-Läden, da in Supermärkten etwa 63 % vorverpackt sind.
Ein Phänomen beim Einkaufen ist, dass die meisten Menschen automatisch zu makellosen Lebensmitteln greifen, obwohl ein kleiner Makel in der Regel keinen Einfluss auf den Geschmack hat. Deswegen wird bereits rund ein Drittel der Lebensmittel aussortiert, bevor Sie einen Supermarkt erreichen. Bei Getränken können Mehrwegflaschen viel Müll vermeiden. Getränkekartons bestehen in der Regel aus verschiedenen Lagen Polyethylen, Aluminium und Papier, die zur Wiederverwertung aufwendig voneinander getrennt werden müssen. Aus diesem Grund ist es besser, auf Glasbehälter zu setzen. Joghurt und Saft aus dem Glas finden Sie in jedem Supermarkt, während Milch im Glas in Biomärkten leicht zu bekommen ist.
Wer unterwegs nicht auf den Kaffee "to go" verzichten möchte, kann, um Müll zu sparen, einen eigenen Thermobecher mitbringen. Um Plastikmüll zu vermeiden, sind Seife, Duschgel und Shampoo auch als feste Seifenstücke erhältlich. Wenn Sie dennoch die Flüssigprodukte präferieren, lassen sich manche Pflegeprodukte auch in Nachfüllpacks erwerben. Auch in verpackungsfreien Läden finden Sie häufig Nachfüllstationen. Wenn sich die Plastikvarianten nicht vermeiden lassen, sollten Sie von Probiergrößen absehen. Je größer die Packung, desto besser ist in der Regel das Verhältnis von Produkt zu Verpackung. Auch auf das Preis-/Leistungs-Verhältnis wirkt sich dies meist positiv aus.
Die Sammlung von Müll übernehmen deutschlandweit die dualen Systeme. Das Ziel ist es, die verschiedenen Arten von Müll so zu sammeln, dass sie so gut wie möglich wiederverwertet werden können. Dafür stehen verschiedene Tonnen zur Verfügung, wobei es regionale Unterschiede gibt. Es ist wichtig, dass deine Gäste Zugang zu verschiedenen Mülltonnen haben, um den Müll richtig zu entsorgen.
Es ist manchmal nicht einfach zu entscheiden, was in welche Mülltonne gehört. Beschrifte die Mülleimer in der Wohnung bzw. Drucke diese Liste aus und lege sie neben die Müllbehälter in der Wohnung bzw. befestige sie ggf.
Achten Sie beim Entsorgen von Verpackungsmüll unbedingt darauf, dass keinerlei Restmüll mehr enthalten ist, da sonst das Recycling der Wertstoffe erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird. Verpackungen sollten leer und möglichst sauber in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgt werden. Allerdings ist ein zusätzliches Ausspülen der Verpackungen nicht notwendig. Das Stichwort lautet hierbei „löffelrein“.
Laut einer Statistik der Entsorgungsbetriebe Konstanz wurden 2023 rund 312 Tonnen Müll über die Kläranlagen zurückgehalten. Eine enorme Menge, die von Menschen wahllos über den Abfluss entsorgt wurde und von den Klärwerken der Stadt aufwändig gereinigt und entsorgt werden musste.
Willkürlich Dinge in den Abfluss der Toilette oder des Waschbeckens zu kippen, scheint für viele der bequemste Weg zu sein, um Essens- und Produktreste im Haushalt schnell loszuwerden. Auch wenn es nicht schadet, übriggebliebene Flüssigkeiten wie Seife oder Shampooreste den Abfluss hinunterzuspülen, sollten andere Produkte auf gar keinen Fall in die Kanalisation gelangen, da sie sonst zur Verstopfung führen und der Umwelt schaden.
Wenn Sie regelmäßig ölhaltige Produkte wie Duschöl, Massageöle, Körperlotionen, Cremes oder Sonnenschutzmittel in den Abfluss schütten, kann dies nicht nur Ihre hauseigenen Rohrleitungen beschädigen, sondern auch zu einem Überlaufen des Abwassers führen, da die Rohre massiv verstopfen. Um die genannten Produkte ordnungsgemäß zu entsorgen, empfehlen wir die Reste in ihren Originalbehältern zu belassen und diese im Restmüll zu entsorgen. Auch andere Öle und Fette im Haushalt wie z.B. verbrauchtes Frittieröl, ranziges Speiseöl oder Butter dürfen ebenfalls nicht über den Abfluss entsorgt werden.
In einer Umfrage in mehreren großen Städten gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie Wattestäbchen, auch Q-Tips genannt, nach der Verwendung entweder in den Abfluss des Waschbeckens werfen oder herunterspülen würden. Selbst wenn ein einzelnes Wattestäbchen sehr filigran und klein ist, sollten Sie es niemals auf diese Weise entsorgen, denn es verstopft die Abflussrohre; und wenn das passiert, kann es sehr mühselig und kostenintensiv werden, die Blockade von oben wieder aufzulösen. Um solch eine Situation zu vermeiden, empfehlen wir Wattestäbchen grundsätzlich im Mülleimer zu entsorgen. Gleiches gilt übrigens auch für Wattepads oder Tampons.
Feuchtes Toilettenpapier oder Feuchttücher werden im Badezimmer vieler Haushalte immer beliebter. Doch obwohl diese Artikel so wie normales Toilettenpapier vermarktet werden, sollten sie niemals in den Abfluss gelangen. Die Tücher sind biologisch nicht abbaubar und führen bereits zu Verstopfungen in der ganzen Welt, da sich die synthetischen Fasern des Materials nach dem Spülen nicht zersetzen. Manche Menschen verwenden Kaffeesatz als Gesichtspeeling, jedoch löst sich dieser natürliche Hautaufheller nicht einfach auf, wenn er in den Abfluss gelangt. Kaffeesatz gehört mit zu den schlimmsten Verursachern von Verstopfungen in der Kanalisation. Wir empfehlen, Kaffeesatz im hauseigenen Biomüll zu entsorgen. Hobbygärtner können ihn auch als biologischen Dünger für ihren Garten nutzen und damit Kosten einsparen. Mischen Sie den Kaffeesatz einfach in die Erde, in der Sie z.B.
Um eine Verstopfung der Abwasserkanäle zu vermeiden, sollten Sie die oben aufgeführten Artikel richtig entsorgen und sich darüber bewusstwerden, welche Produkte auf keinen Fall in den Abfluss gelangen sollten.
Wenn der Tiegel Puder oder die Mascara leer sind, müssen sie entsorgt werden. Doch die Entsorgung von Kosmetikprodukten ist leider nicht ganz einfach. Wenn Sie diese umweltfreundlich entsorgen möchten, können Sie auch hier Mülltrennung betreiben und die Abfallmenge reduzieren. Unter anderem lässt sich oft die Verpackung vom Inhalt trennen und später recyceln. Worauf es dabei ankommt und was Sie noch beachten können, lesen Sie in diesem Beitrag.
Grundsätzlich sollten Sie Kosmetik erst dann entsorgen, wenn Sie aufgebraucht ist. Doch das ist nicht der einzige Grund, sich von seinen Kosmetikartikeln zu trennen. Ein abgelaufenes Haltbarkeitsdatum ist genau wie bei Lebensmitteln ein erster Anhaltspunkt, ob etwas noch zu verwenden ist oder nicht. Im Alltag geschieht es allerdings eher selten, dass ein Kosmetikprodukt abläuft und deswegen entsorgt werden muss.
Das Gesetz schreibt vor, dass ungeöffnete Produkte mindestens 30 Monate haltbar sein müssen, bevor sie verderben und entsorgt werden müssen. Prüfen Sie in jedem Fall, ob das Produkt noch verwendbar ist, bevor Sie es ungeöffnet entsorgen - auch, wenn das Haltbarkeitsdatum bereits überschritten ist.
Anders sieht es bei bereits geöffneten Artikeln aus. Diese können durch Verunreinigungen Bakterien oder sogar Schimmel beinhalten und sollten nach dem Haltbarkeitsdatum nicht mehr verwendet werden. Wer die Kosmetik trotzdem noch aufträgt, riskiert Infektionen und Ausschläge. Im Normalfall wird dies aber durch Konservierungsstoffe verhindert. Sonnencreme sollte jedoch jedes Jahr neu gekauft werden, da die Schutzwirkung nach geraumer Zeit nachlässt. Auch eine ungewöhnliche Veränderung an Geruch, Farbe oder Konsistenz, wie beispielsweise ein krümeliger Lippenstift, geben Anlass dazu, das Produkt zu entsorgen.
Generell gilt: Nur leere Kosmetik-Verpackungen sollten ohne Weiteres entsorgt werden. Doch was tun, wenn das Kosmetikprodukt noch nicht aufgebraucht ist? Trennen Sie den Inhalt so gut es geht von der Verpackung. Ein Ausspülen der Flasche, Tube oder Dose, um auch die letzten Rückstände zu entfernen, ist jedoch nicht notwendig. Davon wird aufgrund des Wasserverbrauchs sogar abgeraten.
Handelt es sich um handelsübliche Cremetuben aus Plastik, können diese bedenkenlos in den Gelben Sack geworfen werden. Hier sind generell alle Kunststoffflaschen der Hautpflege richtig aufgehoben, auch zum Beispiel leere Shampoo-Flaschen oder Duschgel. Alles, was dem nicht entspricht, wird dem Restmüll zugeführt.
Spiegel von Make-up-Paletten beispielsweise werden im Restmüll entsorgt. Auch ausgediente Zahnbürsten (auch Zahnbürsten aus Bambus) und Bürstenköpfe von elektrischen Zahnbürsten kommen nach Gebrauch in die Restmülltonne.
Bei Spraydosen ist darauf zu achten, ob sich ein Gefahrensiegel auf der Rückseite befindet. Ist dem nicht so, kann die Dose ebenfalls im Restmüll entsorgt werden. Sind allerdings Warnzeichen vorzufinden, gehört sie in den Sondermüll. Bei falscher Entsorgung der Dosen können diese bei Wärme explodieren und somit eine Gefahr für Ihre Mülltonne und die Müllverwertungsanlage darstellen.
Sollte ein Kosmetikrest von dekorativer Kosmetik übrig bleiben, beispielsweise abgelaufene Lidschatten, gehören sie auch in den Restmüll.
Bei Verpackungen aus Papier und Pappe stellt es wie gewohnt kein Problem dar, sie im Altpapier zu entsorgen. Der Umwelt zuliebe sollte lediglich im Rahmen der Mülltrennung darauf geachtet werden, etwaige Sichtfenster aus Plastik vorher zu entfernen und separat zu entsorgen.
Glasbehälter sind meist bei Parfums, Deos oder Körpersprays zu finden. Sobald diese aufgebraucht sind, können sie einfach dem Altglas zugeführt werden, natürlich unter Beachtung der Trennung von Weiß- und Buntglas. Ist das Glas zerbrochen, sollten Sie die Reste des Inhalts vorsichtig entfernen oder in ein neues Behältnis füllen und die Glasreste im Altglas entsorgen.
Einen Ausnahmefall stellen Nagellack und Nagellack-Entferner dar. Beide Stoffe müssen dem Sondermüll zugeführt werden, da beide als Gefahrstoffe gelten.
Ebenso müssen einige Dosen von etwa Haarspray oder Deospray in den Sondermüll. Zu erkennen ist dies an den Gefahrenzeichen auf der Dose. Das gilt allerdings nur für entleerte Behälter. Sollte noch Restinhalt vorhanden sein, muss das Haar- oder Deospray zur Schadstoff-Sammelstelle gebracht werden. Diese befinden sich am Wertstoffhof.
Mülltrennung hilft dabei, eine höhere Recyclingquote zu erreichen. Müllvermeidung hingegen ist der wahre Umweltschutz-Champion, denn so reduzieren Sie effektiv den nicht wiederverwertbaren Restmüll.
Schon beim Einkaufen kann Müll reduziert werden, indem man bewusst darüber nachdenkt, ob man Duschgel oder Creme in neuer, kleiner Verpackung kaufen sollte. Kauft man in großen Packungen oder Nachfüllpacks, lässt sich zumindest die Plastikmenge reduzieren. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld. In vielen Großstädten gibt es darüber hinaus bereits Unverpackt-Läden, in welchen eigene Behälter mitgebracht und die Creme dort hineingefüllt werden kann, ohne zusätzlichen Verpackungsmüll zu produzieren.
Eine wachsende Community beschäftigt sich auch damit, wie man Kosmetika aus natürlichen Materialien und ganz ohne Verpackung selbst produzieren kann. Zu den einfachsten Produkten gehören hier Seifen und Peelings (zum Beispiel aus Kaffeesatz). Das kann mit etwas Aufwand verbunden sein, spart aber gleich doppelt Müll: Sie verwerten andere Restprodukte und sparen sich die neuen Verpackungen. Zudem ist es wesentlich günstiger als neue Kosmetik- oder Hygieneprodukte.
Gelegentlich geschieht es, dass ein Produkt im heimischen Badezimmer nicht mehr so gut gefällt wie noch in der Drogerie. Doch kein Grund, das Produkt gleich zu entsorgen! Fragen Sie stattdessen, ob es einen Abnehmer dafür im Haushalt oder im Bekanntenkreis gibt, und verschenken Sie den entsprechenden Artikel. Andererseits können einige Tiegel und Flaschen zu Vasen oder Behältern für Kleingeld umfunktioniert werden.
Jeder Mensch wirft jährlich durchschnittlich über 80 Kilogramm Lebensmittel weg. Um Lebensmittelverschwendung und damit Müll zu vermeiden, sollten Sie nur das kaufen, was Sie wirklich verbrauchen. Klingt banal, verlangt allerdings nach guter Planung. Versuchen Sie sich daher nicht von Sonderangeboten oder vergünstigten XXL-Packungen verleiten zu lassen. Zudem ist ein Großteil der Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, weiterhin genießbar. andere Gerichte zaubern.
Rund 38 Kilogramm Plastikmüll produziert jeder deutsche Bürger pro Jahr. In den meisten Gegenden wird dieser in der Gelben Tonne, dem Gelben Sack oder der Wertstofftonne gesammelt. Mit Hilfe dieses Mülltrennungs-Systems sollen möglichst viele Wertstoffe aus dem Abfall herausgefiltert werden, die dann für neue Produkte genutzt werden können. Eine tolle Idee, die aber leider in der Praxis häufig scheitert. Denn kaum 50 Prozent der getrennt gesammelten Verpackungen, die in der Gelben Tonne landen, können wirklich recycelt werden. Der Rest wandert in die Müllverbrennungsanlagen.
In Deutschland gehört 40 bis 60 Prozent des Mülls, der in die Gelbe Tonne geworfen wird, eigentlich gar nicht rein. Plastik-Abfall und Verpackungen, so haben es die meisten gelernt, sind ein Fall für die Wertstofftonne. Doch in der Praxis ist dies leider nicht so einfach: Beispiel Plastik-Kleiderbügel: Laut offizieller Regeln gilt dieser nur dann als „Verpackung“, wenn er mit einem Kleidungsstück erworben wurde. Haben Sie diesen aber extra gekauft, müsste er streng genommen im Restmüll entsorgt werden. Eine Regel von vielen, die das Problem der Wertstoff-Entsorgung in der Gelben Tonne auf den Punkt bringt.
Auch die Zusammensetzung der Produkte spielt bei der Entsorgung eine große Rolle. Denn häufig werden unterschiedliche Stoffe für eine Verpackung genutzt: die Nudelverpackung aus Pappe mit Kunststoff-Sichtfenster oder der Joghurtbecher aus Plastik mit Papp-Ummantelung - wohin damit? Nur wenige Hersteller haben sich in den letzten Jahren neue Möglichkeiten einfallen lassen, damit der Endverbraucher die einzelnen Rohstoffe sinnvoll trennen und entsorgen kann.
Die wichtigste Regel für den Gelben Sack und die Gelbe Tonne ist, dass hier nur Verpackungsmüll aus Plastik, Aluminium und Blech gesammelt wird: Folien, Plastikverpackungen, Tuben, Getränkekartons oder leere Konservendosen. Dieser Verpackungsmüll sollte möglichst nach Wertstoffen getrennt gesammelt werden. Häufig enthalten diese Produkte auch das unverkennbare Zeichen „der Grüne Punkt“.
Zwar gehören im Sinne des Recyclings auch kaputte Plastik-Kleiderbügel, Rührschüsseln, Kochtöpfe oder Kunststoff-Spielzeug hinein, aber diese sind nicht über die Lizenzgebühr der Hersteller für die Gelbe Tonne und den Gelben Sack abgedeckt. Hier soll das modernere System der Wertstofftonne Abhilfe schaffen, das es bereits in einigen Landkreisen gibt. In dieser Tonne dürfen dann auch alle übrigen Abfälle aus Plastik und Metall entsorgt werden.
Achten Sie beim Entsorgen von Verpackungsmüll unbedingt darauf, dass keinerlei Restmüll mehr enthalten ist, da sonst das Recycling der Wertstoffe erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird.
Verpackungen sollten leer und möglichst sauber in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgt werden. Allerdings ist ein zusätzliches Ausspülen der Verpackungen nicht notwendig. Das Stichwort lautet hierbei „löffelrein“.
Das gehört in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack:
Alle Plastik- und Metallabfälle, die nicht als Verpackung eingekauft wurden, gehören entweder in die Wertstofftonne oder den Restmüll. Verpackungen aus Glas, Pappe oder Karton müssen in den entsprechenden Systemen wie dem Altglascontainer oder der blauen Tonne für Papier entsorgt werden.
Das gehört nicht in die Gelbe Tonne/in den Gelben Sack:
Damit die gesammelten Wertstoffe in der Sortieranlage auch richtig geordnet und damit wiederverwertet werden können, ist es wichtig, bereits bei der Mülltrennung auch auf die Trennung der einzelnen Verpackungsbestandteile zu achten. Häufig bestehen Produktverpackungen aus mehreren, gemischten Wertstoffen. Je besser diese vorab getrennt werden, umso höher ist die Recyclingquote. Hier unsere Tipps:
Es gibt viele Möglichkeiten, Müll zu vermeiden - im Alltag, im Haushalt, beim Einkaufen. Ein erster wichtiger Schritt ist, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und sich der Thematik bewusst anzunehmen. Prüfen Sie sich deshalb, wenn möglich, regelmäßig selbst: Wann produziere ich Abfall? Und kann ich diesen Müll vermeiden? Mithilfe unserer Tipps haben Sie erste Ansatzpunkte, die sich bestimmt auch in Ihren Alltag integrieren lassen.
tags: #shampoo #duschgel #entsorgen #anleitung
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