Die Wirkung ätherischer Öle in Shampoos für gesundes Haar

Immer mehr Menschen leiden heutzutage an Haarausfall, und das Angebot an Haarwachstums-Shampoos wird immer grösser. Viele suchen nach natürlichen Lösungen, um ihr Haarwachstum zu fördern und die Gesundheit der Kopfhaut zu verbessern. Ätherische Öle bieten hier eine vielversprechende Möglichkeit, die sowohl in der traditionellen Medizin als auch in modernen Haarpflegeprodukten Anwendung finden.

Ätherische Öle werden aus verschiedenen Kräutern und Pflanzen extrahiert, die ihnen einzigartige Eigenschaften verleihen. Dank ihrer Wirkung und einem verhältnismäßig kleinen Risiko für Nebenwirkungen werden sie langfristig in der alternativen Medizin und östlichen Heilmethoden eingesetzt. Ätherische Öle sind für ihren Duft bekannt, aber sie zeichnen sich auch durch ihre chemische Beschaffenheit aus, dank der sie für Körper und Haar nützlich sein können.

Was sind ätherische Öle?

Bei ätherischen Ölen handelt es sich um konzentrierte Essenzen aus Pflanzenteilen. Jedes Öl hat seine spezifischen Eigenschaften und einen eigenen Duft. Alle ätherischen Öle bestehen aus vielen Einzelstoffen, sodass die Wirkung der Öle unterschiedlich ist. Die Hauptbestandteile der ätherischen Öle sind Phenole und Terpene.

In manchen Pflanzenteilen befinden sich Öldrüsen, die Aroma- und Duftstoffe produzieren. Diese schützen die Pflanzen vor Pilzen, Schädlingen und Bakterien. Durch die Öle werden Insekten angelockt, sodass die Pflanzen bestäubt werden. Die Produktion der ätherischen Öle ist aufwändig. Es sind beispielsweise für Rosenöl tausende Blüten notwendig, um eine kleine Menge Öl zu gewinnen.

Die Herstellung ätherischer Öle

Schon das Wort „ätherisch“, das sich von dem griechischen Begriff „aither“ ableitet und so viel wie „himmlisch“ bedeutet, verrät dass es sich um ganz besondere Öle handelt. Die hochkonzentrierten Pflanzenstoffe stammen aus den Blättern oder Blüten einer Pflanze, genauer gesagt: aus den Öldrüsen. Sie sind winzige Tröpfchen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Denn die ätherischen Öle verflüchtigen sich leicht und fetten nicht.

Die Herstellung ätherischer Öle ist sehr aufwändig. Sie werden durch verschiedenste Methoden gewonnen, jedoch ist die verbreiteste wohl die Wasserdampfdestillation. Bei diesem Verfahren werden die Pflanzen, Blätter oder Blüten über Wasserdampf erhitzt, die gelösten Duftstoffe werden in einen abgekühlten Kessel weitergeleitet, wo die ätherischen Tröpfchen aufgefangen werden. Die Kaltpressung dagegen wird eher bei Zitrusfrüchten angewandt, da sich deren Duftstoffe in der Schale befinden.

Anwendung von ätherischen Ölen

Die Wirkung der ätherischen Öle sind mittlerweile durch viele Studien belegt. Für die innerliche Verwendung der ätherischen Öle können die Öle zu Getränken oder Speisen hinzugefügt werden. Äußerlich angewendet dienen die Öle der Hautpflege oder einer Massage. Für die äußerliche Anwendung werden die ätherischen Öle mit einem Basisöl wie Jojobaöl verdünnt. Des Weiteren werden die Öle in der Aromatherapie angewendet, wobei es um das Inhalieren und Riechen der Düfte geht.

Es wird gesagt, dass die Riechnerven, die sich in der Nase befinden, ein Signal an das limbische System senden. Im limbischen System werden unter anderem Emotionen gesteuert.

Ätherische Öle für die Haarpflege

Ätherische Öle finden Anwendung im Rahmen der Haarpflege, weil sie hoch konzentrierte Mischungen von verschiedenen, hochwertigen Substanzen sind. Trotzdem kennzeichnen sich ätherische Öle durch interessante, therapeutische und heilende Eigenschaften.

Die Vorteile ätherischer Öle für das Haar

  • Verbessern das Aussehen der Haut
  • Helfen bei Akne-Haut oder beim Teint mit Verfärbungen
  • Können Haarausfall reduzieren
  • Stärken schwache Haarzwibeln
  • Heilen Juckreiz

Die Bedeutung von Trägerölen

Die Trägeröle sind Öle, die man mit anderen Zusätzen, zum Beispiel in Form von ätherischen Ölen, verbinden kann. Manchmal werden sie auch als Basisöle bezeichnet, weil sie bei der Herstellung von Kosmetik - egal ob für Haar oder Haut und Körper - häufig eine Basis bilden. Es gibt eine ganze Reihe von Trägerölen, sie unterscheiden sich durch Konsistenz, Dichte und auch durch ihre Wirkung.

Diese Öle werden immer mit einem der unten angeführten Trägeröle gemischt bzw. verdünnt, weil die ätherischen Öle sonst äußert ergiebig sind, sehr intensiv duften und ihr Preis hoch ist. All das spricht dafür, dass sie nur stark verdünnt zum Einsatz kommen.

Beispiele für Trägeröle:

  • Mandel- und Kokosnussöl
  • Olivenöl
  • Arganöl
  • Jojobaöl
  • Rizinusöl

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Alle ätherischen Öle sollen mit Vernunft und in kleinen Mengen angewendet werden. Sie sind sehr aktiv und enthalten viele hoch konzentrierte Substanzen, deswegen können sie Reizungen verursachen, insbesondere bei der empfindlichen Haut.

Tipps zur sicheren Anwendung

  • Teste, ob Du das Öl verträgst. Gib einen Tropfen Öl in Deine Armbeuge und beobachte, ob nach rund 24 Stunden Hautrötungen entstanden sind.
  • Du musst das Öl immer verdünnen. Oder Du mischst wenige Tropfen ätherisches Öl mit einem Trägeröl wie Jojobaöl.
  • Achte darauf, dass das Öl nicht mit Schleimhäuten in Kontakt kommt, weil dies zu Reizungen führen kann.
  • Beachte, dass Deine Haut bei manchen Ölen auf Sonnenlicht sensibel reagiert. Deshalb solltest Du nach der Anwendung für rund 12 Stunden Sonnenlicht meiden.

Auswahl und Anwendung verschiedener ätherischer Öle

Für natürliche Haarpflege kannst du auf eine Handvoll ätherischer Öle zurückgreifen. Denn diese 5 Essenzen sind gut, um kaputte Haare zu pflegen und das Haarwachstum zu fördern. Achte allerdings darauf, dass du reine Öle benutzt, die du am besten mit etwas Kokos- oder Olivenöl verdünnst.

ÄTHERISCHE ÖLE FÜR DEINE HAARE UND KOPFHAUT | So rettest du dein Haar auf natürliche Weise!

Rosmarinöl

Rosmarin duftet schön und kann hervorragend auch manche Speisen abschmecken. Der Vorteil des ätherischen Rosmarinöls besteht aber darin, dass es das Haarwachstum ankurbeln kann und es dem Haar Kraft verleiht.

Anwendung: Vermischen Sie ein paar Tropfen Öl mit Kokosnuss- oder Olivenöl. Tragen Sie anschließen die Mischung auf die Kopfhaut auf und lassen Sie sie wenigstens 10 Minuten einwirken. Shampoonieren Sie zum Schluss sorgfältig das Haar. Im Idealfall sollte Rosmarinöl mindestens zweimal pro Woche zum Einsatz kommen.

Schuppen adè! Das Rosmarinöl wirkt beruhigend auf die Kopfhaut und beugt Schuppen vor oder kann Abhilfe bei juckender und schuppiger Kopfhaut leisten. Die Durchblutung wird bis in die Haarwurzeln angeregt, wodurch sich das Haarwachstum beschleunigt.

Lavendelöl

Das Wachstum der Haare kurbelt auch ätherisches Öl aus Lavendel. Laut einer wissenschaftlichen Studie, die an Tieren durchgeführt wurde, war dieses Öl im Stande ein schnelleres Wachstum der Haare bei Mäusen zu generieren und eine ähnliche Einwirkung hat es auch auf menschliches Haar. Ein Vorteil ist auch, dass dieses Öl antibakterielle und antimikrobielle Eigenschaften hat, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit der Haut haben.

Anwendung: Vermischen Sie ein paar Tropfen Lavendelöl mit drei Esslöffeln eines der Trägeröle und tragen Sie die Mischung auf die Kopfhaut auf und lassen Sie sie wenigstens 10 Minuten einwirken. Shampoonieren Sie zum Schluss sorgfältig das Haar. Sie können zu dieser Mischung einige Mal pro Woche greifen.

Thymianöl

Plagt Sie fettiges Haar, sollte Ihrer Aufmerksamkeit ätherisches Thymianöl nicht entgehen. Es eignet sich aber nicht nur zur Behandlung fettiger Haare, denn es kurbelt gleich wie die oben erwähnten Öle das Wachstum der Haare an. Thymian verbessert nämlich den Blutkreislauf in der Kopfhaut und führt zugleich benötigte Nährstoffe für Haarfollikel zu, die für das gesunde Haarwachstum unentbehrlich sind.

Anwendung: Im Hinblick darauf, dass Thymianöl sehr stark ist, vermischen Sie maximal zwei Tropfen Öl mit zwei Esslöffeln Trägeröl. Lassen Sie die Mischung wenigstens 10 Minuten einwirken und shampoonieren Sie das Haar.

Thymian wird auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet und hat eine antibakterielle Wirkung. Massierst du deine Kopfhaut damit, sind fettige Schuppen bald weg. Und auch die Durchblutung wird angeregt, wodurch du deine Haare bis in die Wurzeln stärkst.

Salbeiöl

Das Ankurbeln des Haarwachstums verspricht auch das Salbeiöl. Überdies verhindert es Haarausfall und befreit das Haar von überschüssigem Talg und Schuppen. Die antibakterielle und antioxidative Wirkung des Öls kann zur Pflege des sich lichtenden und geschwächten Haars beitragen.

Anwendung: Vermischen Sie drei Tropfen Salbeiöl mit dem Conditioner oder einem Esslöffel beliebigem Trägeröl und lassen Sie es wenigstens 10 Minuten einwirken. Benutzen Sie Salbeiöl idealerweise mindestens 2-mal pro Woche.

Pfefferminzöl

Pfefferminzöl eignet sich sowohl für trockenes, als auch für fettiges Haar. Es lindert Irritationen der Kopfhaut und reduziert die Talgproduktion und somit verhindert es Schuppenbildung. Nicht zuletzt belebt es das Haar und stimuliert sein Wachstum.

Anwendung: Vermischen Sie zwei Tropfen Pfefferminzöl mit beliebigem Trägeröl. Massieren Sie die Mischung in die Kopfhaut ein, lassen Sie es 5 Minuten einwirken und shampoonieren Sie das Haar und behandeln Sie es mit dem Conditioner.

Zitronengrasöl

Nicht nur, dass ätherisches Zitronengrasöl wunderschön duftet, sondern es hat auf die Gesundheit der Haare einen Einfluss. Es stimuliert nämlich Haarfollikel und ist eine gute Prophylaxe gegen Haarausfall. Nach seiner Anwendung wird Ihr Haar glanzvoll, frisch sein und überdies duftet es wunderschön nach Zitrusfrüchten. Laut der Studie aus dem Jahr 2015 senkte das Zitronengrasöl sogar nach einer einzigen Woche Anwendung die Anzahl von Schuppen.

Anwendung: Vermischen Sie ein paar Tropfen Öl mit Ihrem Lieblingsshampoo oder -conditioner und massieren Sie die Mischung in die Kopfhaut ein.

Zedernholzöl

Öl aus Zedernholz hat eine positive Wirkung bei Haarausfall, denn es hilft die Haarfollikel zu stimulieren und durchblutet die Kopfhaut. Laut Untersuchung erhöht Zedernholzöl das Haarwachstum um die unglaublichen 44 % und eliminiert daneben auch das Vorkommen von Schuppen. Es hat auch antibakterielle Eigenschaften.

Anwendung: Vermischen Sie ein paar Tropfe Öl mit zwei Esslöffeln Trägeröl, massieren Sie die Mischung in die Kopfhaut ein und lassen Sie sie 10 bis 15 Minuten einwirken. Spülen Sie anschließend das Haar.

Teebaumöl

Das Öl der Pflanze Melaleuca alternifolia oder das Teebaumöl ist eines der beliebtesten Öle überhaupt. Teebaumöl hilft die Talgproduktion zu regulieren und reinigt das Haar. Es hat eine starke entzündungshemmende Wirkung, dank der es bei der Heilung der Probleme mit der Kopfhaut sehr beliebt ist. Aus diesem Grund wird es in Shampoos und Conditionern eingesetzt, im Hinblick darauf, dass es Schuppen heilt und die Blutzirkulation verbessert. Antiseptische, antimykotische, antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften des Öls stellen sicher, dass das Haar sauber und gesund bleibt.

Haarmaske aus Teebaumöl: Vermischen Sie zwei Esslöffel eines beliebigen Trägeröls mit zehn Tropfen Teebaumöl. Erwärmen Sie die Mischung im Topf und tragen Sie sie auf das Haar über dessen ganze Länge auf. Decken Sie anschließend das Haar mit einer Plastiktüte und wickeln Sie einen Handtuch-Turban. Lassen Sie die Mischung 20 Minuten einwirken, spülen Sie sorgfältig das Haar und shampoonieren sie es. Sie sollten das Haar mit diesem warmen Öl maximal 3-mal pro Woche verwöhnen. Passen Sie aber darauf auf, dass Sie das Öl nicht auf zu hohe Temperatur erwärmen, denn sonst könnte es Nährstoffe verlieren.

Melissenöl

Melissenöl, das das Haar von Fett, fettigen Schuppen und auch von Akne auf der fettigen Kopfhaut befreit, ist maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des fettigen Haars. Melissenöl hat antiseptische und antimikrobielle Eigenschaften, wodurch es auch das Haarwachstum ankurbelt. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass Melissenöl auch bei der Entfernung von Läusen hilft.

Geranienöl

Geranien kennst du bisher nur als Zierpflanzen vom Balkon? Sie machen nicht nur deinen Balkon schöner, sondern auch dein Haar. Nur ein paar Tropfen davon, reparieren beschädigtes Haar. Denn es fördert die Durchblutung der Kopfhaut, wodurch die Regeneration der Haare angeregt wird.

Sandelholzöl

Hast du Haarausfall oder wächst dein Haar zu langsam? Dann pflege dir deine Haare gesund und zwar mit Sandelholzöl. Eine Studie hat nämlich ergeben, dass die Haarfollikel, (eine Einstülpung der Oberhaut, in der die Haarwurzel eingebettet ist) positiv auf Sandelholz reagieren und die Wachstumsphase dadurch verlängert wird.

YlangYlang Öl

Mit YlangYlang Öl riecht es nach Urlaub auf deinem Kopf und schenkt auch deinen Haaren etwas Erholung. Denn bei trockenen Haaren ist es die perfekte Haarpflege, um wieder zu gesundem Glanz zu kommen. Es stärkt die Haare und sorgt für mehr Volumen.

DIY-Rezepte für die Haarpflege mit ätherischen Ölen

Wenn du Naturkosmetik für Haarpflege ausprobieren möchtest, dann solltest du immer ein Basisöl wie Kokosöl, Arganöl oder ein gutes Olivenöl parat haben. Für eine schnelle Haarkur vermischst du ca. 50 ml Basisöl mit 3-5 Tropfen eines von dir ausgewählten ätherischen Öls. Massiere die Ölmischung vom Ansatz bis in die Spitzen und lass die Kur ein paar Minuten einwirken, bevor du sie mit lauwarmem Wasser ausspülst.

Für eine weitere Variante vermischt du einen Becher Joghurt mit etwas Honig und dem von dir ausgewählten ätherischen Öl. Einfach wieder einmassieren, einwirken lassen und ausspülen. Diese Haarspülung ist ganz schnell und einfach selbst gemacht.

Natürliche Haarpflege kann so leicht sein. Mische einfach ca. 8-10 Tropfen ätherisches Öl unter ca. 100 ml Shampoo.

Wenn deine Haare mal schnell gepimpt werden müssen, mach dir einfach ein Spray mit ätherischen Ölen selber, das du überall mit hinnehmen kannst. Dafür brauchst du nur ein kleines Fläschchen mit Zerstäuberaufsatz, Jojobaöl und natürlich dein favorisiertes ätherisches Öl.

Fazit

Mit ihren antibakteriellen und stärkenden Eigenschaften wirken sich ätherische Öle positiv auf das Haar aus. Für reine Essenzen musst du zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, aber es wird sich lohnen. Ob du nun dein Haarwachstum fördern, den Schuppen den Kampf ansagen oder einfach nur kraftvolles und glänzendes Haar möchtest - die ätherischen Öle sind eine echte Wunderwaffe der Naturkosmetik. Du kannst deine natürlichen Haarpflegeprodukte so schnell und einfach selber machen und auch noch ganz individuell nach deinen Bedürfnissen anpassen.

Um schöne Haare zu bekommen, ist eine regelmäßige Anwendung der natürlichen Haarpflege mit ätherischen Ölen wichtig. Mit einer Einmalkur tust du deinen kaputten Haaren zwar was Gutes, einen Erfolg wirst du allerdings erst nach mehrfacher Anwendung feststellen können.

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