Ketoconazol Shampoo gegen Schuppen: Anwendung und Wirkung

Seborrhoische Dermatitis (auch seborrhoisches Ekzem genannt) ist eine Erkrankung, die häufig die Ursache für Schuppen ist. Zusätzlich wird die Hauterkrankung durch eine gerötete Haut begleitet. Seborrhoische Dermatitis ist eine weit verbreitete, chronische und unangenehme Hauterkrankung, bei der im Gesicht oder auf der Kopfhaut gelbliche Schuppen auftreten. Es können jedoch auch andere Hautpartien betroffen sein. Die anderen betroffenen Hautstellen sind in erster Linie die Augenbrauen und Lider, die Nase und Nasolabialfalten sowie die Mitte des Brustkorbs.

Bei der seborrhoischen Dermatitis der Säuglinge, dem Milchschorf, handelt es sich um einen vorübergehendes Hautbild, das im Laufe der Zeit, üblicherweise mit 3 Jahren, wieder verschwindet.

Ursachen und Symptome der seborrhoischen Dermatitis

Bei seborrhoischer Dermatitis ist der Prozess der Zellerneuerung in der Kopfhaut verkürzt. Dadurch werden verhornte Hautzellen rasch abgestoßen. Sie kleben aneinander und bilden sichtbare Flocken. Dieser Vorgang wird mit zahlreichen Ursachen in Zusammenhang gebracht.

Drei Elemente sind inzwischen als Ursachen der seborrhoischen Dermatitis identifiziert worden: ein Überschuss an Talg, der zur Vermehrung eines Hefepilzes (Malassezia) führt, der wiederum eine Entzündung hervorruft.

Es wurde festgestellt, dass die Erkrankung erblich ist, sodass die Kinder Betroffener häufiger ebenso davon betroffen sind. Hautreizende Malassezia-Hefepilze können jedoch auch eine Rolle spielen. Andere Faktoren wie physische oder psychische Belastungen, Hormonveränderungen, eine schlechte Ernährung, Alkohol, Müdigkeit, Extremwetterlagen, die seltene Verwendung eines Shampoos, schlechte Hautreinigung und Übergewicht können das Risiko noch vergrößern. Neurologische Erkrankungen, unter anderem Parkinson, Kopfverletzungen und Schlaganfälle, können auch mit seborrhoischer Dermatitis verbunden sein.

Symptome

  • Unterschiedlich dicke und fettige Schuppen
  • Rote Flecken
  • Starker Juckreiz
  • Rötung, die mit kleinen Schuppen einhergeht (kann auch im Gesicht und/oder am Oberkörper auftreten)

Behandlung mit Ketoconazol Shampoo

In schweren Fällen kann der Arzt oder Hautarzt ein Pilzmittel verschreiben, das gegen Malassezia-Hefepilze wirkt, zum Beispiel Ketoconazol, Metronidazol oder Azelainsäure. Es sind zahlreiche, speziell abgestimmte Shampoos erhältlich.

Ketoconazol Klinge 20 mg/g Shampoo ist ein medizinisches Shampoo zur Behandlung und Vorbeugung von Juckreiz, Schuppen, Pilzinfektionen der Kopfhaut und Seborrhoischem Ekzem. Ketoconazol: Effektiv gegen den Schuppenpilz ab der 1.

Durch den Wirkstoff Ketoconazol, der im Ketozolin ® 2% Shampoo enthalten ist, werden die Symptome wie Juckreiz und Rötungen gemildert und der Neubildung von Schuppen entgegengewirkt. Ketozolin® 2% Shampoo verhindert das Wachstum von Dermatophyten und von Hefepilzen und Pityrosporum Arten.

Diese Shampoos gegen das seborrhoische Ekzem kombinieren eine keratolytische Wirkung, um Schuppen zu beseitigen, mit einer antimykotischen Wirkung, um die Vermehrung von Hefepilzen der Gattung Malassezia zu begrenzen. Sie haben auch eine entzündungshemmende Wirkung, um die gereizte Kopfhaut zu beruhigen, Rötungen zu reduzieren und Juckreiz zu lindern.

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Anwendung von Ketozolin 2% Shampoo

Ketozolin 2?% Shampoo sollte auf das nasse Haar und die Kopfhaut aufgetragen und großflächig verteilt werden. Das Ketozolin 2?% Shampoo sollte mit den Fingerspitzen einmassiert werden, bis es Schaum bildet und auf allen Bereichen der Kopfhaut und im Haar verteilt ist.

Die Anwendungshäufigkeit dieser antiseborrhoischen Shampoos entspricht in etwa der von sogenannten "medizinischen" Shampoos. Sie werden zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet.

Wirkweise von Ketozolin 2% Shampoo

  • Juckreizlindernd: Durch den Wirkstoff Ketoconazol wird der Juckreiz schnell gelindert.
  • Schuppenlösend: Enthaltene waschaktive Hilfsstoffe (Tenside) lösen Schuppen ab und entfernen überschüssiges Fett von der Haut.
  • Antimykotisch: Der Schuppenpilz wird durch den Wirkstoff Ketoconazol ab der 1. Anwendung effektiv bekämpft.
  • Antientzündlich: Die Entzündung nimmt durch die zurückgedrängte Pilzinfektion ab.

Weitere Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
  • In seltenen Fällen wurde während der Anwendung des Präparats eine Zunahme des im Zusammenhang mit diesen Erkrankungen normalen Haarverlustes beobachtet.
  • Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden. Sollte das Präparat in die Augen gelangen, spülen Sie diese gründlich mit kaltem Wasser.
  • Sollten Sie zurzeit aufgrund Ihrer Beschwerden gleichzeitig äußerlich anzuwendende kortisonhaltige Arzneimittel benutzen, dann befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Sie können mit der Anwendung des Präparats sofort beginnen, sollten aber die Anwendung des kortisonhaltigen Arzneimittels nicht von einem auf den anderen Tag beenden.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Der Wirkstoff des Präparats wird nach Anwendung auf der Kopf- oder Körperhaut kaum vom Körper aufgenommen. Daher darf das Arzneimittel nach Rücksprache mit dem Arzt während der Schwangerschaft angewendet werden.
  • Das Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden. Während der Stillzeit sollte das Präparat jedoch nicht im Brustbereich angewendet werden.

Zusätzliche Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Schuppen

Hier sind einige zusätzliche Tipps, die helfen können, Schuppen zu reduzieren und die Kopfhautgesundheit zu verbessern:

  • Haarwäsche: Tägliches Haarewaschen ist nicht notwendig und kann die Kopfhaut strapazieren.
  • Haarpflegeprodukte: Versuchen Sie, die Anwendung von Haarpflegeprodukten zu minimieren. Produkte wie Haarspray, Schaumfestiger und Haargel können die Kopfhaut belasten.
  • Hitze vermeiden: Angewendete Hitze, zum Beispiel beim Föhnen oder Stylen, die Kopfhaut austrocknen.

Bei seborrhoischer Dermatitis handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die mit der richtigen Behandlung gut in den Griff zu bekommen ist. Nicht selten treten nach längerer Zeit ohne Krankheitsaktivität Schübe auf. Wenden Sie sich auf jeden Fall an einen Hautarzt, wenn die Anzeichen der seborrhoischen Dermatitis nicht auf die regelmäßige Anwendung eines medizinischen Shampoos ansprechen.

Medizinisch geprüft von: Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege.

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