Ganz gleich, ob bei trockenem, feinem oder geschädigtem Haar - eine Haarmaske zum Selbermachen schenkt deinem Haar unwiderstehlichen Glanz und Geschmeidigkeit. Denn Avocado, Joghurt und Olivenöl versorgen es mit Nährstoffen und Feuchtigkeit. Und das Beste: Deine Haarkur mit Hausmitteln ist im Handumdrehen selber gemacht.
Welche Pflege brauchen meine Locken? Feuchtigkeit oder Proteine?
Bevor du eine Haarkur für deine Locken selbst machst, solltest du erstmal herausfinden, welche Pflege dein lockiges Haar wirklich benötigt. Sind deine Haare sehr trocken, liegt das wahrscheinlich an einer kaputten Schuppenschicht. Durch die Risse im Haar kann zu schnell Feuchtigkeit verloren gehen. Wie diese Risse ins Haar kommen? Durch das geschädigte Protein Keratin, aus das dein Haar zu 90% besteht.
Fühlt sich dein Haar spröde an, sind deine Haare anfällig für Spliss und kommt es sogar zu Haarbruch? Dann solltest du dich darum kümmern, die Schuppenschicht wieder zu reparieren und das Haar anschließend mit Feuchtigkeit zu versorgen. Wird geschädigtes Haar mit einer Protein-Haarkur versorgt, wird die Haaroberfläche wieder geglättet. Glanzloses Haar bekommt wieder einen schönen Schein und Feuchtigkeit kann besser gespeichert werden, sodass spröde Spitzen der Vergangenheit angehören.
Das Protein Keratin stärkt aber auch die Elastizität und Widerstandskraft der Haare, sodass Haare nicht so schnell reißen oder brechen. Da zu wenig, wie zu viel Protein ein Problem für Locken darstellt, solltest du zunächst prüfen, ob deine Haare überhaupt eine Keratin-Kur benötigen oder ob sie nicht doch mit einer Feuchtigkeits-Haarkur auskommen. Dafür kannst du den Elastizitätstest machen.
Nehme ein Haar zwischen Daumen und Zeigefinger und dehne es. Gesundes, normales Haar dehnt sich um 1/3 der Haarlänge und fällt dann in seine Ursprungsform zurück. Kaputte Haare können der Dehnung nicht standhalten und springen nicht in ihre Ausgangsform zurück. Trockenes Haar reißt sogar beziehungsweise bricht ab.
Fazit: Wenn deine Haare sich extrem dehnen, benötigt es Protein. Bricht es ab, braucht es Feuchtigkeit. Passiert beides, fange mit der Protein-Behandlung an.
Warum trocknen Locken aus?
Locken trocknen aus, wenn die Schuppenschicht zerstört wird. Sprich, wenn das Keratin angegriffen wird. Das hat meist ganz bestimmte Gründe, die aber zum Glück vermieden werden können, sodass du trockenen Locken tatsächlich auch vorbeugen kannst.
Diese Dinge sorgen für Haarschäden:
- Hitze: Haare fönen oder Styling-Geräte, die enorme Hitze ausstrahlen, schädigen die Haaroberfläche. Aber auch Heizungsluft oder Sommerhitze können Locken austrocknen. Benutze beim Styling mit Hitze daher stets ein Hitzeschutz und versorge Locken im Winter und Sommer mit viel Feuchtigkeit.
- Haare färben: Colorationen greifen das Haar stark an. Gerade Locken, die sowieso zu Trockenheit neigen, können durch ständiges Haare färben ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden.
- Häufiges Haare waschen: Wer jeden Tag Haare wäscht, nimmt dem Haar den von der Kopfhaut produzierten Talg, der die Locken mit Feuchtigkeit versorgt und sie zum Glänzen bringt. Um trockenes Haar zu vermeiden, reicht es, wenn du 2-3 Mal in der Woche die Haare wäschst.
- Nährstoffmangel: Die richtige Lockenpflege fängt bereits bei der Ernährung an. Denn auch Nährstoffmangel kann dazu führen, dass Locken spröde werden.
Um bereits entstandene Schäden zu minimieren und trockene Haare geschmeidig zu pflegen, kannst du intensive Haarkuren in deine Haarpflege integrieren. Diese kannst du mit natürlichen Zutaten ganz einfach selbst anrühren.
Folgende Inhaltsstoffe bzw. Hausmittel eignen sich beispielsweise für Haarkuren, die lockigem Haar Feuchtigkeit spenden sollen:
- Olivenöl enthält schützende Antioxidantien und Vitamine.
- Arganöl speichert Feuchtigkeit.
- Kokosöl wirkt feuchtigkeitspendend.
- Sesamöl verleiht Glanz.
- Quark hat einen hohen Wasseranteil.
- Honig bindet Feuchtigkeit und sorgt für Glanz.
- Avocados enthalten Omega-3-Fettsäuren, die das Haar ummanteln und so Feuchtigkeit einschließen.
PART 1: PROTEIN-FEUCHTIGKEITS-BALANCE ⚖️✨| Basics: Was ist das? Was sind Proteine? etc. 🤔 | IamAniva
5 einfache Rezepte für Locken-Haarkuren, die Feuchtigkeit spenden
Feuchtigkeitsboost mit Oliven-Honig-Haarkur
Zutaten:
- 1 EL Honig
- 2 EL Quark
- 1 EL Olivenöl
Anwendung:
- Zutaten miteinander vermengen.
- Mischung kurz erwärmen (bspw. in der Mikrowelle).
- DIY-Haarmaske im feuchten Haar verteilen und 30 Minuten einwirken lassen.
- Anschließend gut mit Shampoo ausspülen.
Kokos-Oliven-Haarkur gegen Spliss
Zutaten:
- 1 EL Kokosöl
- 2 EL Olivenöl
- 2 TL Honig
Anwendung:
- Esslöffel Kokosöl in der Mikrowelle zum Schmelzen bringen.
- 2 TL Honig im Kokosöl auflösen.
- 2 EL Olivenöl hinzugeben.
- Öl-Mischung im trockenen Haar verteilen und eine halbe Stunde einwirken lassen.
- Anschließend mit Shampoo ausspülen.
Bananen-Kokos-Kur für mehr Feuchtigkeit
Zutaten:
Anwendung:
- Zerdrücke die Banane.
- Vermische den Bananenbrei mit 4 TL Kokosöl.
- Verteile die Haarkur im trockenen Haar und lasse sie 30 Minuten einwirken.
- Haarmaske gründlich mit Shampoo auswaschen.
DIY-Rezept mit Avocado & Aloe Vera
Zutaten:
- 1 Avocado
- 2 EL Aloe-Vera-Gel
- 1/2 Zitrone
- 1 TL Jojobaöl
Anwendung:
- Avocado zerdrücken.
- Aloe Vera Gel aus dem Blatt einer Aloe Vera Pflanze schaben.
- Zerdrückte Avocado und 2 EL Gel miteinander vermischen.
- Saft einer halben Zitrone und 1 TL Jojobaöl hinzugeben.
- Kur im Haar verteilen und 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.
- Natürliche Haarkur mit Shampoo ausspülen.
Leave-in Conditioner für Locken selber machen
Zutaten:
- 1 Glas lauwarmes Wasser
- 1 TL Zitronensaft
- 1 EL Honig
- alte Sprühflasche
Anwendung:
- 1 EL Honig in lauwarmen Wasser verrühren.
- Ist der Honig geschmolzen, Zitronensaft hinzugeben.
- Mischung in Sprühflasche umfüllen.
- Leave-in-Kur ins feuchte oder trockene Haar sprühen und nicht auswaschen.
Haarkur für Locken selber machen: Diese Lebensmittel eignen sich für eine Protein-Kur
Fehlen deinem Haar die nötigen Proteine, damit es widerstandsfähig ist und Feuchtigkeit speichern kann, helfen natürliche Haarkuren aus Zutaten, die natürliche Proteine enthalten, nach. Aus folgenden Hausmitteln lassen sich pflegende Haarkuren anrühren, die dir im Nu wieder glänzende Haare zaubern.
- Gelantine enthält Keratin, dass sich mit deinem Haar verbindet.
- Eier sind reichhaltige Protein- und Fett-Bomben für lockiges Haar. Sie kräftigen das Haar und machen es geschmeidig.
- Joghurt versorgt das Haar durch Proteine und Milchsäure mit Feuchtigkeit und baut die Haarstruktur auf.
- Apfelessig hat eine tiefenreinigende Wirkung.
- Bananen enthalten Kalium, Kohlenhydrate und Vitamine, die das Haar stärken.
- Reiswasser versorgt lockiges Haar mit Vitaminen, Proteinen und Mineralien. Zudem enthält es Antioxidantien und Aminosäuren, die Spliss und Haarbruch vorbeugen.
Die 5 besten Rezepte für Haarkuren, die Locken mit Proteinen versorgen
Keratin-Kur aus Gelantine
Zutaten:
- Tasse heißes Wasser
- 2 1/2 TL Gelantine
- 1 TL Apfelessig
- 1 TL Honig
- nach Bedarf können auch ätherische Öle für einen angenehmen Duft hinzugefügt werden.
Anwendung:
- Wasser erhitzen.
- Gelantine hinzufügen und gut vermischen bis sie komplett aufgelöst ist.
- Apfelessig und Honig hinzufügen.
- Mischung etwas abkühlen lassen bis sie leicht andickt.
- Haarkur im feuchten Haar verteilen und 10-30 Minuten einwirken lassen.
- Mit lauwarmen Wasser ausspülen.
Tipp: Für den ultimativen Feuchtigkeitsboost kannst du das Wasser auch mit flüssigem Kokosöl ersetzen.
Proteinbombe aus Ei und Joghurt
Zutaten:
Anwendung:
- Ei und Joghurt in einer Schüssel aufschlagen.
- Mischung auf Kopfhaut und Haar geben.
- 30 Minuten einwirken lassen und kalt auswaschen. Das ist ganz wichtig, da warmes Wasser das Ei andicken könnte.
- Anschließend normal Haare mit Shampoo waschen.
Eigelb-Oliven-Haarkur für besonders trockene Haare
Zutaten:
- 2 Eigelb
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Honig
- 1/2 Zitrone
Anwendung:
- Ei trennen und Eigelb mit Schneebesten verrühren.
- Eigelb mit Olivenöl vermischen.
- Honig und Saft einer halben Zitrone hinzufügen.
- Haare mit Shampoo waschen und anschließend Haarkur im Haar verteilen und ein paar Minuten einwirken lassen.
- Gründlich mit kalten bis lauwarmen Wasser ausspülen, damit das Eigelb nicht andickt.
Vegane Avocado-Bananen Haarmaske
Zutaten:
- Banane (sehr reif)
- Avocado (sehr reif)
- 1 EL Kokosöl
Anwendung:
- Avocado und Banane zu einer cremigen Masse pürieren.
- Kokosöl hinzugeben und gründlich vermengen.
- Strähnenweise Maske ins Haar einarbeiten.
- 30 Minuten einwirken lassen.
- Haare mit einer Spülung auswaschen und entwirren.
Haarkur aus Reiswasser
Zutaten:
- Reis nach Bedarf
- doppelte Menge Wasser
Anwendung:
- Reis gründlich waschen.
- Reis in doppelter Menge Wasser einweichen lassen.
- Milchige Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen und aufbewahren.
- Reis in einem Kochtopf mit frischem Wasser nach Anleitung kochen.
- Wasser wieder abfangen und abkühlen lassen.
- Reiswasser nach dem Haarewaschen auf Kopfhaut und die Längen auftragen.
- Haare in Handtuch einwickeln und 30 Minuten einwirken lassen. Alternativ kannst du die Reiswasser-Kur auch über Nacht einwirken lassen.
- Anschließend mit Shampoo gut ausspülen.
Tipp: Du kannst dem Reiswasser auch etwas Arganöl hinzufügen.
Zusätzliche Tipps für die Anwendung von Haarmasken
Vorbereiten: Kämme deine Haare als erstes ordentlich durch. So stellst du sicher, dass sich keine Knoten darin befinden und du die Haarkur gleichmäßig verteilst. Lege dann ein Handtuch um deine Schultern, damit deine Kleidung sauber bleibt. Denn manche der selbstgemachten Haarmasken sind relativ flüssig.
Anrühren: Verwende für deine Haarmasken immer frische Zutaten.
Erwärmen: Erwärme deine Haarmaske vor der Anwendung kurz. Wärme aktiviert die Inhaltsstoffe und kann ihre Wirkung verstärken. Dies gilt für alle Rezepte außer die Haarmasken mit Ei und Joghurt.
Einwirken: Wickle deine Haare nach dem Auftragen der Maske in ein Handtuch oder ziehe eine Duschhaube darüber. Dadurch speicherst du die Wärme während der gesamten Einwirkzeit direkt an deinem Kopf.
Leave-in-Pflege: Bei den meisten Haarmasken empfehlen wir eine Einwirkzeit von zwanzig bis dreißig Minuten. Wünschst du dir eine besonders intensive Pflege, kannst du vor allem ölhaltige Masken auch über Nacht einwirken lassen. Als Leave-in-Pflege empfehlen wir sie dir allerdings nicht. Denn Öl lässt das Haar schnell fettig aussehen.
Ausspülen: Verwende ein mildes Shampoo, um deine selbstgemachte Haarmaske auszuspülen.
Wiederholen: Je nach Pflegebedürfnis solltest du deinen Haaren circa einmal pro Woche eine intensive Haarkur gönnen.
Lagern: Damit deine Masken immer frisch sind, solltest du nur so viel davon herstellen, wie du für eine Anwendung brauchst. Hast du doch mal mehr gemacht, bewahrst du die Maske am besten für zwei bis drei Tage in einem Einmachglas im Kühlschrank auf. Eine Ausnahme ist die selbstgemachte Ei-Maske, diese solltest du wirklich sofort verwenden.
Spezielle Haarmasken für verschiedene Haartypen
Die Auswahl der Zutaten für eine Haarmaske hängt stark von deinem Haartyp und deinen Bedürfnissen ab. Hier sind einige spezielle Masken für verschiedene Haartypen:
- Für fettige Haare: Eine Heilerde-Haarmaske mit Wasser und einigen Tropfen Rosmarinwasser hilft, überschüssiges Öl zu absorbieren und die Kopfhaut gründlich zu reinigen.
- Für trockene Kopfhaut: Eine Mischung aus Kokosöl und Honig spendet intensive Feuchtigkeit und pflegt das Haar tiefgehend.
- Für Locken: Eine Mischung aus Olivenöl und Avocado liefert Feuchtigkeit und hält die Locken weich und geschmeidig.
- Für gefärbtes Haar: Eine Kombination aus Aloe Vera und Avocado hilft, die Farbe zu erhalten und das Haar zu regenerieren.
- Gegen Haarausfall: Rosmarinwasser und Kokosöl kombinieren, um die Durchblutung der Kopfhaut zu fördern und die Haarwurzeln zu stärken.
- Gegen Schuppen: Aloe Vera und ein paar Tropfen Teebaumöl verwenden.
Häufigkeit der Anwendung
Führe eine Proteinkur nur dann durch, wenn Dein Haar sie wirklich braucht. Das kann wöchentlich oder aber nur monatlich sein und hängt wirklich individuell von Deinem Haartyp und der Struktur ab. Es gibt also leider keine einheitliche Lösung. Eine selbst gemachte Haarkur ist eine einfache und günstige Lockenpflege für zwischendurch.
Bitte nur 1- bis 2-mal wöchentlich, sonst trocknen Kopfhaut & Locken aus.
Aufbewahrung
Immer im Kühlschrank! Gekühlt ist Deine DIY-Haarkur nicht länger als eine Woche haltbar.
Wir hoffen, dass Dir unsere DIY-Protein-Rezepte für Deine Locken oder Afrohaare gefallen haben und wünschen Dir viel Spaß beim Ausprobieren!
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