Ein Kind auf die Welt zu bringen, bedeutet für viele Frauen das grösste Glück. Die Schwangerschaft verändert den Körper einer Frau wortwörtlich von den Zehen bis in die Haarspitzen. Während viele Frauen während der Schwangerschaft von einer besonders vollen und schönen Haarpracht berichten, fallen die Haare nach der Geburt vermehrt aus. Dir geht es auch so? Keine Sorge: Du bist mit diesem Problem nicht alleine.
Damit der Baby-Blues sich nach der Schwangerschaft nicht noch verschlechtert, haben wir Ursachen und Tipps zum Thema Haarausfall nach der Geburt und in der Stillzeit für dich zusammengefasst:
Viele Frauen haben während der Schwangerschaft eine nie gekannte Haarpracht: dicht und glänzend. Grund dafür ist der erhöhte Östrogenspiegel.
Generell wächst das Haar in einem dreiphasigen Zyklus aus Wachstum, Ruhe und Ausfallen. Die Östrogene halten die Haarfollikel während der Schwangerschaft in der Wachstumsphase. Alles ist auf Erhalt angelegt, weniger Haare fallen aus.
Gleich nach der Geburt sinken die Östrogenwerte aber schnell ab und viele Haarfollikel wechseln zeitgleich in die Ruhephase. Damit beginnt der Haarausfall nach der Schwangerschaft, das sogenannte postpartale Effluvium.
Du wirst wahrscheinlich viel mehr Haare in deiner Haarbürste oder im Duschabfluss sehen, nachdem du deine Haare gewaschen hast. Einige Frauen mit Haarausfall nach der Geburt bemerken, dass vor allem am Haaransatz die Haare immer dünner werden.
Die meisten Frauen bemerken Haarausfall nach der Schwangerschaft erst etwa drei Monate nach der Geburt. Das Einsetzen des Haarausfalls wird durch die Stillzeit verzögert. Wird dein Baby nach der Geburt gestillt, wird das Östrogen nämlich langsamer abgebaut.
Meist beginnt der Haarausfall nach Schwangerschaft und Geburt bereits wenige Wochen nach der Entbindung, manchmal setzt er auch erst nach fünf Monaten ein. Bei manchen Frauen fallen viele Haare aus und sammeln sich in der Bürste oder im Waschbecken.
Das erscheint bedrohlich, ist aber kein Grund zur Sorge. Nach der Geburt ist das vollkommen normal. Es fallen lediglich die Haare aus, die Sie während der vergangenen neun Monate verloren hätten. Nach einigen Monaten hat sich der Hormonhaushalt reguliert, ganz ohne Behandlung.
Haarausfall nach der Geburt ist hormonell bedingt und endet ca. sechs bis neun Monate nach der Schwangerschaft.
Nicht das Stillen lässt die Haarpracht dünner werden - dafür ist allein der Östrogenspiegel verantwortlich, der nach der Geburt abfällt. Bei stillenden Müttern verläuft die Hormonumstellung aber manchmal langsamer.
Dadurch setzt der Haarausfall später ein als bei nicht stillenden Frauen - bei manchen sogar erst nach dem Abstillen. Wenn das Kind gestillt wird, tritt der Haarausfall nach der Schwangerschaft später ein bzw. die Phase zögert sich länger hinaus.
Der Haarausfall nach der Geburt lässt sich leider nicht verhindern. Weder Tinkturen, Haarwasser noch spezielle Shampoos halten den Haarverlust auf - es gibt jedoch Mittel und Wege, damit umzugehen:
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Haargesundheit. Omega-3-Fettsäuren (in fettem Fisch wie Lachs)
Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Biotin und Hirse-Extrakt können nach der Schwangerschaft durchaus von Vorteil sein, um schöne Haare und Haut zu erhalten.
Denke daran, Haarausfall in der Stillzeit ist völlig natürlich und normal. Es ist nichts, wofür man sich schämen muss. Es ist nur ein Teil dieser aufregenden Zeit des Lebens!
Hier sind ein paar bewährte Tipps und Tricks:
Homöopathie bei Haarausfall nach Schwangerschaft:
Homöopathie ist eine Behandlungsmethode aus der Naturheilkunde, die aus schulmedizinischer Sicht umstritten ist. Sepia, Lycopodium oder Natrium Chloratum werden von Homöopathen bei Haarausfall nach der Schwangerschaft empfohlen.
Mönchspfeffer zur Linderung von Haarausfall
Mönchspfeffer ist ein bewährtes Hausmittel bei Haarausfall nach der Geburt. Es kann dazu beitragen, den Haarausfall zu reduzieren, indem es den Hormonspiegel reguliert. Insbesondere kann Mönchspfeffer den Spiegel von DHT senken, einem Hormon, das für Haarausfall verantwortlich gemacht wird.
Koffein-Shampoos helfen bei der Nährstoffversorgung der Kopfhaut und stärken die Haarwurzel. Natürliche und hormonfreie Produkte sind nach der Schwangerschaft und während der Stillzeit empfohlen.
Wenn der Haarausfall in der Stillzeit extrem (deutlich mehr als 100 Haare pro Tag) erscheint, kann es ratsam sein, mit einem Arzt über andere mögliche Ursachen und Behandlungen zu sprechen.
In seltenen Fällen - bei etwa zwei von tausend Schwangeren - kann sich der Haarverlust auf einzelne Bereiche am Kopf konzentrieren (sogenannter „kreisrunder Haarausfall“) und kahle Stellen verursachen.
Zusätzlich zur hormonellen Umstellung können seelischer Stress, ein hoher Blutverlust bei der Geburt, zu wenig Schlaf oder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen den Haarausfall verstärken. Auch Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) kann zu solchen Beschwerden führen.
Wenn der Haarausfall nach der Geburt nicht innerhalb eines halben Jahres nachlässt, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt darüber.
Hält der Haarausfall länger als sechs Monate an oder gehen die Haare nach der Geburt massiv oder sogar büschelweise aus, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt oder wenden Sie sich an Ihre hausärztliche Praxis.
Eventuell kommen in diesem Fall andere Auslöser für den Haarverlust in Betracht, etwa:
Um der Ursache auf die Spur zu kommen, können Arzt oder Ärztin die Kopfhaut untersuchen, an einem kleinen Büschel Haare ziehen (Haarzugtest oder Epilationstest) und die Haare mikroskopisch untersuchen (Trichogramm). Eine Blutuntersuchung liefert Hinweise auf Eisen- oder Zinkmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder entzündliche Erkrankungen, die Haarausfall verursachen können. In manchen Fällen ist auch eine Gewebeprobe (Biopsie) der Kopfhaut sinnvoll.
Nicht nur die Mamas, sondern auch die Babys verlieren in den ersten Lebensmonaten Haare. Das ist ganz normal. Die verlorenen Haare werden aber schnell wieder nachwachsen.
Haarausfall gehört für die meisten Frauen in der Zeit nach der Geburt dazu. Manche verlieren mehr Haare, manche weniger. Erfahrungsberichte zeigen uns, dass eine gesunde Ernährung, Ruhe und die richtige Haarpflege jedoch dazu beitragen, dass man den Haarausfall nach der Schwangerschaft vermindern und vor allem mit Fassung tragen kann.
Du fühlst dich absolut unwohl mit deinen immer dünner werdenden Haaren nach der Schwangerschaft? Dann gönne dir am besten einen Friseurbesuch und lass dich dort beraten.
Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft
| Ursache | Erläuterung |
|---|---|
| Hormonelle Umstellung | Sinkender Östrogenspiegel nach der Geburt führt zu einer kürzeren Wachstumsphase der Haare. |
| Stress | Psychischer und physischer Stress können Haarausfall verstärken. |
| Nährstoffmangel | Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Zink und Biotin. |
| Schilddrüsenprobleme | Funktionsstörungen der Schilddrüse können Haarausfall verursachen. |
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