Eine Haartransplantation ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem Haare zu den kahlen Stellen hin verpflanzt werden, indem in Teile der Kopfhaut durch Schnitte oder Stiche eingedrungen wird. Es handelt sich hierbei um eine natürliche Reaktion des Organismus.
Schwellungen nach einer Haartransplantation sind nicht ungewöhnlich und sogar eine relativ häufige Begleiterscheinung. Grund zur Sorge besteht allerdings nicht. In der Regel tritt einige Tage nach dem Eingriff eine Besserung ein. Trotzdem sollten Sie sich nach der Operation regelmäßig von Ihrem Arzt untersuchen lassen, um den Heilungsprozess zu beurteilen.
Im Haarausfall Beratungsgespräch tauchte bei unseren Patienten immer wieder die Frage nach der Heilung nach der Haartransplantation auf und damit verbundene Sorgen. Dieser Artikel soll Ihnen einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsmaßnahmen bei Schwellungen nach einer Haartransplantation geben.
Schwellungen nach einer Haartransplantation haben gleich mehrere Ursachen:
Es ist völlig normal, dass Schwellungen nach einer Haarverpflanzung auftreten. Schließlich handelt es sich um einen operativen Eingriff. Die Flüssigkeit wird auf mehrere Stellen verteilt und breitet sich in der Kopfhaut aus. Die Haarfollikel werden aus dem Spenderbereich mit Hohlnadeln entnommen. Durch den Eingriff entstehen kleine Verletzungen. Schnell reagiert das Lymphsystem darauf.
Schwellungen nach einer Haartransplantation treten relativ häufig auf. Besonders oft tritt die Schwellung im Bereich des Hinterkopfs auf, da von dieser Stelle die Spenderhaare entnommen werden. Eine Schwellung kann aber auch an den Transplantationsbereichen auftreten.
Ein weiterer Grund für starke Schwellungen im Gesicht nach der Haartransplantation ist die Betäubung. Der Experte spritzt Ihnen dafür ein Lokalanästhetikum in Ihre Kopfhaut. Es kommen hierbei feine Nadeln zum Einsatz, wobei die Sedierung mit der Sleep-Deep-Methode dafür sorgt, dass Sie bei der Operation keinerlei Schmerzen verspüren. Allerdings ist die Betäubungsflüssigkeit kurz nach dem Eingriff noch immer im Gewebe vorhanden, was sich durch das Anschwellen desselben äußert.
Die Symptome können bereits wenige Stunden nach dem Eingriff auftreten. Die „Beulen“ treten vor allem am Haaransatz und im Stirnbereich auf, da sich dort das Betäubungsmittel ansammelt, bevor es entweicht.
Weitere Ursachen für Schwellungen können sein:
Es wird angenommen, dass ein Mikrotrauma und Stress im Zusammenhang mit der Behandlung dafür verantwortlich sind. Eine Follikulitis tritt auf, wenn sich die Haarfollikel entzünden. Innerhalb weniger Wochen oder Monate nach der Behandlung treten auf der Kopfhaut rote Beulen auf, die der Akne ähneln.
Ablauf einer Haartransplantation
Die Dauer der Schwellung nach der Haartransplantation hängt von Patient zu Patient unterschiedlich ab. Aufgrund der örtlichen Betäubung ist nach jedem Eingriff mit dem Anschwellen der Kopfhaut zu rechnen. Nach der Haartransplantation ist die Schwellung bei manchen Patienten noch für einige Tage vorhanden und kann dann von Ihrem Kopf aus in Richtung Gesicht wandern. Dies äußert sich in einer etwas dickeren Stirn.
Kommt es nach der Haartransplantation zu einer Schwellung, ist die Dauer von Patient zu Patient unterschiedlich. Nach der Haartransplantation ist die Schwellung bei manchen Patienten noch für einige Tage vorhanden. Sie kann dann von Ihrem Kopf aus in Richtung Gesicht wandern. Dies äußert sich in einer etwas dickeren Stirn.
Viele Patienten fragen sich nach der Haartransplantation wegen der Schwellung, wie lange diese anhält. Sollte jene nach einigen Wochen nicht zurückgehen, setzen Sie sich unbedingt mit der Klinik in Verbindung. Vorsicht ist geboten, wenn die Schwellung nach einer Woche nicht abklingt und mit Schmerzen einhergeht, da es sich dann nämlich um eine Entzündung handeln kann.
Nicht immer können Sie nach der Haartransplantation Schwellungen vermeiden. Ob sie auftreten oder nicht, hängt immerhin zu einem großen Teil von Ihnen und Ihrem Körper ab. Schwillt bei Ihnen die Kopfhaut an, besteht im ersten Moment kein Grund zur Sorge. Dies gilt vor allem dann, wenn das Anschwellen kurz nach dem Eingriff auftritt. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass Sie Ihren Kopf schonen. Die frisch transplantierten Haare dürfen Sie keinesfalls Druck oder Zug aussetzen.
Mit dem richtigen Handeln können Sie dazu beitragen, dass die Haartransplantation Schwellung Dauer nur gering ist:
Um die Haartransplantation Schwellung Dauer so kurz wie möglich zu halten, kommt es auf die richtige Pflege an. Sie dürfen zum ersten Mal 48 Stunden nach dem Eingriff wieder die Haare waschen. Dafür verwenden Sie ein Spezialshampoo.
Besonders effektiv gegen Schwellungen nach der Haartransplantation hat sich das Tragen eines Stirnbandes erwiesen. Dieses wird Ihnen von der Bio Hair Clinic nach dem Eingriff genauso wie ein Nackenkissen kostenlos zur Verfügung gestellt. Tragen Sie das Stirnband ununterbrochen während der ersten Tage nach dem Eingriff.
Zusätzlich zu den Haartransplantation Schwellungen bilden sich an den Entnahme- und Transplantationsstellen Krusten. Diese sollten nach 10 bis 14 Tagen abfallen. In der Zeit sollten auch die „Beulen“ verschwinden.
Um die Zeitspanne möglichst kurz zu halten, sollten Sie erst zwei Wochen nach dem Eingriff wieder mit Sport und mit körperlicher Anstrengung beginnen.
Weitere Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Schwellungen:
Was Sie nach der Haartransplantation erwarten koennen
Neben Schwellungen kann es nach einer Haartransplantation auch zu einem sogenannten "Shock-Loss" kommen. Als Shock-Loss bezeichnet man iatrogenen (durch einen Arzt verursacht) Haarausfall, welcher durch ein Trauma z.B. durch eine Haartransplantation oder eine Operation am Kopf ausgelöst wurde. Die Schädigung des Hautgewebes und der darin befindlichen Blutversorgung der Haarfollikel führt zu neurogenen Entzündungen, welche bestimmte Neuropeptide als Entzündungsfaktoren freisetzen.
Nicht nur in den direkt geschädigten Arealen, sondern auch in den benachbarten Hautbereichen, werden neurogene Entzündungskaskaden aktiviert, die schließlich zum Haarausfall führen.
Haartransplantationen können Shock-Loss auf verschiedene Weise verursachen:
Sofern der Shock-Loss durch eine stark gewebetraumatisierende Methode verursacht wurde, ist ein vollständiges Nachwachsen der durch Shock-Loss verlorenen Haare eher unwahrscheinlich. In Fällen, in denen die Schädigung des Gewebes nicht ganz so gravierend war, kann sich das Gewebe ggf. nach einiger Zeit wieder regenerieren. Es darf mit einem Nachwachsen der verlorenen Haare gerechnet werden. Leider ist jedoch nicht vorhersehbar, ob sich die Haarfollikel wieder so regenerieren werden, dass es zum erneuten Haarwachstum kommen wird.
Nach unseren klinischen Erfahrungen kann Shock-Loss jedoch auch die in der Anagenphase befindlichen Terminalhaare betreffen.
Derzeit versucht man Shock-Loss vorrangig medikamentös, z.B. mit Minoxidil zu behandeln. Allerdings liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirksamkeit der medikamentösen Shock-Loss-Therapie vor.
Die operierten Bereiche bilden nach der Haartransplantation Krusten, die in der Regel nach einer Woche von selbst verheilen und abfallen. Anschließend können die betroffenen operierten Bereiche Rötungen und erhöhte Empfindlichkeit aufweisen.
Der Großteil der transplantierten Haare werden 2 bis 8 Wochen nach der Transplantation wieder ausfallen. Ursache dafür ist, dass die Haarwurzeln während des Eingriffs zu wenig Sauerstoff bekommen und in Folge kurzfristig in die Ruhephase übergehen um dann erneut zu wachsen.
Das Wachstum der Haare setzt ein vom 5. bis zum 10. Monat nach der Haartransplantation. Dies ist von Patient zu Patient unterschiedlich, bei den Einen geht die Heilung und das Haarwachstum schneller voran als bei Anderen. Spätestens nach 12 Monaten sollten die verpflanzten Haare wieder gut wachsen und ein positives Ergebnis aufzeigen.
Wenn die Haare dann einmal nachgewachsen sind, dann wachsen sie lebenslang nach.
Rechnen Sie grundsätzlich damit, dass Sie Ihr neues Haarwachstum erst circa zwölf Wochen nach der Verpflanzung bemerken werden. Der Grund: Die in den versetzten Haarwurzeln verbliebenen Haarstoppeln werden oft (aber nicht immer), bedingt durch den kurzen Durchblutungs- und Sauerstoffmangel während des Eingriffs, innerhalb der ersten zwei Wochen abgestoßen. Das ist eine ganz normale Reaktion, die keinerlei Bedeutung für das Anwachsen der Haarwurzel selbst hat. Die Haarzwiebel baut jedoch ein neues Haar auf, welches nach etwa zwölf Wochen auf der Hautoberfläche sichtbar wird.
Das normale Längenwachstum eines Haares beträgt zwischen 1,0 und 1,5 cm pro Monat. Demnach müssen Sie etwa 16 Wochen Geduld aufbringen, bis der erste Zentimeter Haarwuchs aus allen umverpflanzten Wurzeln sichtbar ist.
Obwohl Haartransplantationen im Allgemeinen sicher sind, bergen alle chirurgischen Eingriffe ein gewisses Risiko - auch eine Infektion. Schwellungen oder Blutungen sind normal und sollten für sich genommen keinen Anlass zur Sorge geben. Die Qualität Ihrer Nachsorge bestimmt in der Regel, wie lange die Rötung nach einer Haartransplantation anhält. Eine Studie ergab, dass Kopfhautinfektionen in der Regel nicht schwerwiegend sind, wenn sie auftreten (was selten der Fall ist).
Bakterien dringen in offene Wunden auf der Kopfhaut ein, entweder dort, wo die Spenderfollikel entfernt oder implantiert wurden. Eine Grunderkrankung kann Ihr Immunsystem schwächen und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen. Die Bildung von Krusten auf der Kopfhaut ist ein völlig normaler Teil des Genesungsprozesses.
Wenden Sie sich sofort an Ihren Chirurgen, wenn Sie den Verdacht haben, dass sich Ihre Kopfhaut infiziert hat. Er kann Ihnen Antibiotika (oral oder zur örtlichen Anwendung) sowie antibakterielle Shampoos empfehlen.
Mangelnde Hygiene ist der Hauptgrund dafür, dass manche Patienten nach einer Haartransplantation eine Infektion entwickeln:
Schwellungen, übermäßige Rötungen und Unbehagen sind 3 der offensichtlichsten Symptome einer Infektion nach der Transplantation. Wenn sich die Nebenwirkungen des Eingriffs nach einigen Tagen verschlimmern, anstatt sich zu bessern, ist es möglich, dass die Kopfhaut infiziert ist.
Ärzte können örtliche oder orale Antibiotika verschreiben, um die für Infektionen verantwortlichen Bakterien zu bekämpfen. Chirurgen können Patienten raten, antibakterielle Shampoos zu verwenden, oder sie können Eiter aus Abszessen ablassen, um die Heilung zu fördern.
Eine Haartransplantation ist ein entscheidender Schritt zur Wiederherstellung Ihres natürlichen Haarbildes. Damit das Ergebnis Ihren Erwartungen entspricht, ist eine sorgfältige Nachsorge unerlässlich. Die richtige Pflege nach der Operation unterstützt nicht nur den Heilungsprozess, sondern trägt auch dazu bei, das bestmögliche Endergebnis zu erzielen.
Die ersten Tage nach der Operation sind entscheidend für die Heilung. Es wird empfohlen, die Haare und die Kopfhaut mindestens die ersten 48 Stunden nach dem Eingriff nicht zu waschen, um die neuen Transplantate nicht zu gefährden.
Weitere wichtige Aspekte der Nachsorge:
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