Melasse, ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung, hat in den letzten Jahren als natürliches Heilmittel und Superfood an Popularität gewonnen. Besonders die schwarze Melasse wird aufgrund ihrer vielfältigen positiven Eigenschaften geschätzt. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung von schwarzer Melasse auf die Haare und wie sie zur Verbesserung der Haargesundheit eingesetzt werden kann.
Melasse entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Zucker. Dabei wird das Zuckerrohr so lange geschleudert, bis sich feste und flüssige Bestandteile trennen. Die Flüssigkeit ist das, was wir als Melasse bezeichnen. Sie wird einige Male aufgekocht und erhält dadurch schließlich ihre typische dunkle Farbe. Je öfter Melasse gekocht wurde, desto dunkler ist sie und desto weniger Zucker ist enthalten.
Es gibt verschiedene Arten von Melasse, darunter:
Beachte: Zuckerrübensirup sieht Melasse sehr ähnlich und wird deshalb oft mit ihr verwechselt. Der Sirup wird jedoch aus ganzen Zuckerrüben hergestellt, die dafür gekocht werden.
Eine kräftig dunkle Melasse punktet in erster Linie mit ihrem hohen Gehalt an Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium. Durch den hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, die das Auskochen heil überstehen, beinhaltet die Melasse neben den Mineralien auch wichtige Vitamine und Aminosäuren, wie Leucion und Histidin.
Besonders der Eisengehalt von Melasse ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln relativ hoch. So enthalten 100 Gramm des Sirups zwischen zehn und 20 Milligramm Eisen. Zum Vergleich: Der tägliche Eisenbedarf für Erwachsene liegt bei zehn Milligramm.
Hier eine Tabelle, die die wichtigsten Nährwerte von Melasse zusammenfasst:
| Nährstoff | Menge pro 100g | Bedeutung |
|---|---|---|
| Eisen | 10-20 mg | Sauerstofftransport, Immunsystem |
| Kalzium | Variiert | Juckreizlinderung, Ekzemverbesserung |
| Kalium | Variiert | Elektrolytgleichgewicht |
| Magnesium | Variiert | Muskelfunktion, Nervensystem |
Im Netz kursiert noch ein weiteres Mittelchen, das weitaus einfacher in der Anwendung ist: Kolloidales Kupfer. Konkrete Hinweise auf den Wahrheitsgehalt und die Wirksamkeit dieser Massnahme lassen sich jedoch nicht finden. Es gibt etliche Blogartikel und auch ein paar Erfolgsgeschichten in einschlägigen Foren.
Einige der Vorteile von Melasse für die Haare umfassen:
Liegt ein Kupfermangel vor, so kann dieser tatsächlich zu grauem Haar führen. Denn das Spurenelement Kupfer spielt eine wichtige Rolle bei der Melaninbildung. Zur Bildung von Melanin ist das Enzym Tyrosinase erforderlich - und genau dieses Enzym besteht u. a. aus Kupfer. Fehlt Kupfer, kann keine Tyrosinase gebildet werden.
In einer iranischen Studie aus dem Jahr 2012 wurde ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Kupferstatus und dem vorzeitigen Ergrauen der Haare festgestellt. Es zeigte sich, dass die Jugendlichen mit grauen Haaren einen niedrigeren Kupferspiegel aufwiesen.
Ist graues Haar also die Folge eines Kupfermangels, kann die Behebung des Mangels die Haare wieder neu beleben. Liegt jedoch kein Kupfermangel vor, wird die Einnahme von Kupfer eher nicht zur natürlichen Haarfarbe beitragen können.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Melasse für die Haarpflege zu verwenden:
Neben der Anwendung für die Haare bietet Melasse auch weitere gesundheitliche Vorteile:
Auch wenn Zuckerrohrmelasse also mit wichtigen Mineralstoffen punktet, ist sie aus ökologischer Sicht nicht besonders empfehlenswert. Verwende sie deshalb und wegen ihres Zuckergehalts nur in Maßen und achte beim Kauf auf Bio-Qualität.
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