Schwarz-gelbe Raupe mit Haaren bestimmen: Ein umfassender Leitfaden

Die Identifizierung unbekannter Raupen ist nicht immer leicht. Immer wieder sehen Spaziergänger oder Naturliebhaber eine Raupe und fragen sich, welche es wohl ist. Dabei ist die Farbe oft ein wichtiges Merkmal zur Identifizierung. Raupen können verschiedene Farben haben. Die Farben Rot, Grün oder Gelb sind weit verbreitet.

Dieser Artikel soll Ihnen helfen, schwarz-gelbe Raupen mit Haaren zu bestimmen und gibt Ihnen wichtige Informationen über diese faszinierenden Insekten.

Grundlagen der Raupenbestimmung

In Deutschland sind über 3700 Arten der Schmetterlinge bekannt. Die Insekten durchlaufen verschiedene Entwicklungsstadien, bis diese von der Raupe nach der Verpuppung zum schönen Falter werden. Somit gibt es ebenso viele Raupenarten, die Ihnen das eindeutige Bestimmen erschweren.

Willst du Raupen bestimmen, kannst du dich an den Farben orientieren - und an der Behaarung. Zu finden sind vorwiegend grüne, schwarze, braune oder bunte Exemplare mit oder ohne Haare.

Die Färbung der Raupe ist lediglich ein Kriterium. Selten kann man sich direkt auf den ersten Blick sicher sein, um welche Raupenart es sich handelt. Hinweis: Einzig und allein die Farbe schwarz-gelb ermöglicht keine eindeutige Identifikation der Raupenart. Schließlich leben in Deutschland über 3700 Arten von Schmetterlingen und somit auch Raupen.

Raupen sind ständig mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Dafür nagen sie Blätter, Samen, Früchte, Blüten oder Wurzeln an. Viele Arten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert - auch dadurch kannst du Raupen bestimmen.

Jede der Larven besitzt 16 Beine, Stummel-Fühler, einen Kopf, eine Brust und einen Hinterleib. Der Rumpf setzt sich aus 14 einzelnen Segmenten zusammen. Ansonsten sehen sie aber ganz unterschiedlich aus.

Bekannte Raupenarten mit schwarz-gelber Färbung

Im Folgenden werden einige Raupenarten vorgestellt, die eine schwarz-gelbe Färbung aufweisen können:

  • Jakobskrautbär: Beim Jakobskrautbär handelt es sich um Raupen, die das giftige Jakobskraut essen. Das Gift selbst hat keinerlei Wirkung auf die Raupen. Allerdings nehmen diese das Gift auf und werden gefährlich für Fressfeinde wie Vögel. Die Giftigkeit der Raupen stammt von ihrer Nahrung. Denn diese essen bevorzugt das Jakobskreuzkraut, das ebenfalls giftig ist. Anschließend speichern die Raupen das Gift in ihrem Körper und werden selber giftig. Der Deutsche Naturschutzbund ordnet den Falter mitsamt Raupe in einigen Regionen in Deutschland als gefährdet ein. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurde die bevorzugte Nahrungspflanze zurückgedrängt. Folglich empfehlen die Naturschützer, die betreffenden Pflanzen zwischen Mai und August nicht zu mähen.
  • Sechsfleck-Widderchen: Der Schmetterling fliegt in einer Generation zwischen Juli und August. Im September könnte es sich um die Raupen des Sechsfleck-Widderechen handeln, wenn Sie ein Exemplar mit der Farbe schwarz-gelb entdecken.

Gefährliche Raupen mit Haaren

Sollten Sie haarige Raupen entdecken, sollten Sie vorsichtig sein. Jedoch sind nicht alle Raupen mit Haaren giftig oder gar gefährlich. Haarige Raupen sind mit äußerst kleinen Widerhaken ausgestattet, die zu allergischen Reaktionen führen könnten.

Zu den bekanntesten gefährlichen Raupen gehört der:

  • Eichenprozessionsspinner: Der Eichenprozessionsspinner breitet sich bei Trockenheit rasant aus. (Quelle: Andreas_Zerndl/getty-images-bilder)Raupen sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und in jedem Garten anzutreffen. Manche können jedoch gefährlich sein. Er siedelt sich bevorzugt in Eichenwäldern an, ist aber auch im urbanen Bereich in Parks zu finden. Der Eichenprozessionsspinner vermehrt sich schnell und kann großen Schaden anrichten. Nicht nur für Bäume, sondern auch für Menschen kann er gefährlich sein. Hat sich diese Raupenart angesiedelt, wird die Umgebung häufig abgesperrt und gekennzeichnet. Laut Lungenärzten können die Brennhaare bei Hautkontakt oder beim Einatmen zu allergischen Reaktionen, wie Hautausschlägen und im schlimmeren Fall, sogar zu Asthmaanfällen führen oder einen anaphylaktischen Schock auslösen.

Zu den giftigen Raupen mit Haaren zählen auch der Schwammspinner und das Esparsetten-Widderchen. Diese sind aufgrund ihrer Optik sehr auffällig und signalisieren bereits Gefahr. Sie sollten diese Raupen auf keinen Fall anfassen und Hautkontakt vermeiden.

Nicht nur haarige Raupen sehen bedrohlich aus, sondern auch Raupen mit Stachel. Diese sind für den Menschen allerdings nicht gefährlich.

Kohlbefall von Raupen des Kohlweißlings - das gilt es zu tun!

Tipps zum Umgang mit Raupen

🤚 Die meisten Raupen sind harmlos und bei uns gibt es nur wenige giftige. Als Faustregel gilt: Grüne, braune und unbehaarte Raupen sind in der Regel nicht gefährlich. Du solltest die Insekten trotzdem lieber nicht berühren - jedenfalls nicht mit bloßen Händen.

🛑 Insbesondere bei Raupen mit Haaren und auffälligen Mustern musst du aufpassen. Rot-orange gefleckte Goldafter-Raupen besitzen beides. Wenn ihre Brennhaare abbrechen, wird ein Nesselgift freigesetzt, das allergische Reaktionen auslösen kann. Die Härchen der Gespinstmotte können ebenfalls die Haut reizen.

☠ Die Larven des Eichenprozessionsspinners sind sogar gefährlich, wenn du sie nicht berührst. Das Problem: Die Härchen fliegen durch die Luft und können auf dir landen. Halte dich darum unbedingt von befallenen Bäumen fern.

🦵 Nicht alle haarigen Raupen sind giftig - manche verhalten sich einfach gruselig. Schwarmspinner-Larven kriechen manchmal nicht nur an Hauswänden hoch, sondern sogar an Menschenbeinen.

Nützliche Apps zur Raupenbestimmung

Apps erleichtern dir die Aufgabe:

  • Die kostenlose App "Seek" ist für Android und iOS zu haben. Dahinter stecken verschiedene Organisationen wie der WWF und die National Geographic Society. Du kannst Fotos von Tieren machen und hochladen. Die Anwendung analysiert die Fotos und zeigt dir, um welchen Schmetterling oder welche Raupe es sich handelt.
  • "Picture Insect" ermöglicht es, mehr als 1.000 Insekten zu bestimmen, darunter Raupen. Dazu nimmst du Fotos auf, die Anwendung untersucht sie und liefert Informationen. Die App gibt es für Android und iOS. Du kannst sie sieben Tage kostenlos ausprobieren. Danach zahlst du jährlich knapp 30 Euro.
  • Bei der Raupenbestimmung unterstützen kann dich auch das kostenlose "Google Lens". Das ist keine eigene App, sondern eine Bildersuche. Bei Android ist sie in die Kamera-App integriert. Auf dem iPhone benötigst du die "Google Photos"-App, die Google Lens enthält.

Raupen als Schädlinge bekämpfen

Gärtner:innen sind oft nicht erfreut, wenn sie Raupen im Garten entdecken. Aber schädlich sind nicht alle. Sie spielen dennoch eine wichtige Rolle im Ökosystem, denn Schmetterlinge bestäuben Pflanzen. Außerdem sind die Larven eine Nahrungsquelle für andere Tiere.

Die Raupen des Großen und des Kleinen Kohlweißlings haben es auf Kohlsorten abgesehen und können Ihre Ernte erheblichen schaden. Die Raupe der Gespinstmotte kann Gehölze komplett kahl fressen und richtet gerade bei Obstbäumen einen großen Schaden an. Bei einem starken Befall wird der ganze Baum mit weißen Gespinsten überzogen.

Beim Auftreten der ersten Fraßspuren oder Erkennen erster Jungraupen an den Blättern sollten Sie bei bekannten Schädlingen unverzüglich mit den empfohlenen Produkten behandeln. Aber auch andere Maßnahmen können helfen.

  • Raupen sammeln: Die wohl schonendste, aber auch aufwendigste Methode: Raupen von den Blättern pflücken. Da diese oft nachts futtern, ist eine Taschenlampe hilfreich.
  • Raupen natürlich bekämpfen: Mit einem Bakterium können Raupen des Buchsbaumzünslers, des Kohlweißlings und weitere natürlich bekämpfen, wie etwa in SUBSTRAL® Naturen® Bio Zünsler & Raupenfrei XenTari. Achten Sie auf eine vollständige Benetzung der Pflanze. Auch Mittel auf der Basis von Neem sind erfolgreich bei Raupen, wie etwa SUBSTRAL® Naturen® Bio Schädlingsfrei Neem.
  • Raupen chemisch bekämpfen: Spritzungen mit einem geeigneten Insektizid können langanhaltenden Schutz bieten. Gegen Buchsbaumzünsler-Raupen und Co. können Sie auf Zierpflanzen z. B. SUBSTRAL® Celaflor® Schädlingsfrei CAREO Konzentrat für Zierpflanzen einsetzen.

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