Schuppige Kopfhaut am Haaransatz: Ursachen und Behandlung

Schuppen sind ein weit verbreitetes und oft lästiges Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen weißen oder gelben Flöckchen, die auf den Schultern landen oder im Haar kleben bleiben, können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen. Dermatologen verstehen unter Schuppen eine Ansammlung abgestorbener Hautzellen an der Kopfhaut. Sie entstehen dort, wo die natürliche Erneuerung der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht geraten ist. Schuppen sind vielen Menschen peinlich.

Was sind Schuppen?

Unsere Haut erneuert sich etwa alle vier Wochen, die dabei abgestorbenen Hautzellen - die wir Schuppen nennen - werden als kleine, weiße oder gelbliche Flöckchen oder Ablagerungen auf dem Haar und auf den Schultern sichtbar. Jeder Mensch verliert täglich Hautzellen, auch auf der Kopfhaut, aber bei manchen Menschen produziert die Kopfhaut eben zu viele Hautzellen, die dann zu Schuppen führen.Es gibt zwei Arten von Schuppen:
  • Trockene Schuppen, die fein und weißlich sind
  • Fettige Schuppen, die größer und gelblich sind
Beide Arten von Schuppen können jucken und die Kopfhaut reizen, aber die Ursachen und Behandlungen unterscheiden sich je nach Art der Schuppen.

Ursachen für Schuppenbildung

Die Entstehung von Schuppen auf der Kopfhaut hat verschiedene Ursachen.
  • Ein häufiger Auslöser ist trockene oder fettige Kopfhaut.
  • Auch andere Hauterkrankungen wie Schuppenflechte können Schuppen verursachen.
  • Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel, insbesondere an Zink oder Omega-3-Fettsäuren, kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen.
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit der Kopfhaut.

Trockene Schuppen

Trockene Schuppen sind klein, weiß oder grau und rieseln oft von der Kopfhaut auf die Schultern. Sie entstehen, wenn die Kopfhaut nicht genug Feuchtigkeit halten kann. Dies liegt häufig an äußeren Faktoren wie kalter Luft, Heizungsluft oder aggressiven Haarpflegeprodukten, die die natürlichen Fettschichten der Haut schädigen. Dadurch kann die Kopfhaut ihre Feuchtigkeit nicht mehr richtig speichern, was zu Juckreiz und vermehrtem Abstoßen abgestorbener Hautzellen führt. Für die Behandlung sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte geeignet, die die Kopfhaut beruhigen. Ideal sind milde Shampoos, die speziell für empfindliche oder trockene Kopfhaut entwickelt wurden.

Fettige Schuppen

Fettige Schuppen sind größer als trockene Schuppen und haften an der Kopfhaut oder den Haaren. Sie erscheinen gelblich und gehen meist mit einer fettigen Kopfhaut einher. Die Hauptursache ist eine übermäßige Talgproduktion. Häufig ist der Hefepilz Malassezia für die Entstehung fettiger Schuppen verantwortlich. Dieser Pilz ernährt sich von den Ölen der Kopfhaut und fördert die Schuppenbildung. Fettige Schuppen gehen auch oft mit starkem Juckreiz und Rötungen einher. Spezielle Anti-Schuppen-Shampoos helfen bei diesen Symptomen. Sie bekämpfen den Pilz, regulieren die Talgproduktion und bringen das Kopfhaut-Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht.

Andere Ursachen

Schuppenflechte und andere Hauterkrankungen

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hauterkrankung. An der Hautoberfläche entstehen dicke, weiße bis rötliche Schuppenherde, die sogenannten Plaques. Diese Form von Schuppen ist hartnäckig und lässt sich oft nur schwer behandeln. Schuppenflechte tritt in Schüben auf und kann durch Stress, Kälte oder Hautirritationen verschlimmert werden. Eine herkömmliche Schuppenbehandlung allein ist hier selten erfolgreich. Daher sollten Sie einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. So erhalten Sie eine geeignete Therapie, um die Symptome zu lindern. Neurodermitis, eine entzündliche Hauterkrankung, verursacht trockene, juckende Haut und kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Wie bei der Schuppenflechte ist auch hier eine gezielte Behandlung erforderlich, die über herkömmliche Pflegeprodukte hinausgeht.

Schuppenflechte: So lindert richtige Ernährung die Beschwerden | Die Ernährungs-Docs | NDR

Hormonschwankungen

Die Geschlechtshormone beeinflussen die Talgdrüsen. Androgene und häufiges Haarewaschen regen die Talgproduktion an (Seborrhö).

Kleienpilzflechte

Der lipophile Hefepilz Malassezia furfur besiedelt natürlicherweise die Haarfollikel unserer Kopfhaut. Bei einer krankhaften Vermehrung spricht man von der Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor, da der Pilz früher Pityrosporum ovale genannt wurde).

Behandlung von Schuppen

Abhängig von der Ursache können Sie Schuppen auf verschiedene Weisen behandeln.

Anti-Schuppen-Shampoos

Anti-Schuppen-Shampoos sind in vielen Fällen sinnvoll, besonders wenn sie auf die Bedürfnisse der Kopfhaut abgestimmt sind. Sie wirken gezielt gegen Schuppen, beruhigen die Kopfhaut und regulieren die Talgproduktion. Bei leichten Schuppen hilft oft schon der Wechsel zu einem sanfteren Shampoo, das speziell für trockene oder empfindliche Kopfhaut entwickelt wurde. Wirkstoffe wie Glycerin helfen dabei, die Hautfeuchtigkeit zu regulieren und die Kopfhaut angenehm geschmeidig zu halten. Bei fettigen Schuppen bieten Anti-Schuppen-Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen wie Zinkglukonat oder Pirocton Olamin schnelle Linderung. Diese Inhaltsstoffe bekämpfen gezielt den Hefepilz Malassezia, der häufig fettige Schuppen verursacht und zur Entzündung der Kopfhaut führen kann. Es beruhigt die Kopfhaut und lindert unangenehmes Kratzen. Falls herkömmliche Maßnahmen nicht ausreichen, sollten Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin aufsuchen, um eine individuelle Therapie zu erhalten.

Hausmittel

* Zitronensaft: Die Säure in Zitronensaft bringt die Kopfhaut wieder ins natürliche Gleichgewicht.* Teebaumöl: Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.* Aspirin: Die in Aspirin enthaltene Salicylsäure reinigt die Kopfhaut.* Backpulver: Backpulver können Sie in die betroffenen Stellen einmassieren und kurz einwirken lassen.* Apfelessig: Apfelessig stellt den Säureschutzmantel der Haut wieder her.

Weitere Empfehlungen

* Menschen mit Schuppen sollten ihre Haare regelmäßig, aber nicht zu häufig waschen.* Zu häufiges Waschen kann die Kopfhaut austrocknen, während zu seltenes Waschen die Talgproduktion erhöht.* Die klare Empfehlung lautet, 2 bis 3 Mal pro Woche ein mildes Shampoo zu verwenden, um die Kopfhaut in Balance zu halten.* Bürsten oder kämmen Sie Ihre Haare sanft, um lose Schuppen zu entfernen.* Nicht Kratzen: Trotz des Drangs, die Schuppen wegzukratzen, sollten Sie dies unbedingt vermeiden. Kratzen reizt die Kopfhaut zusätzlich und kann die Schuppenbildung sogar verschlimmern.* Wählen Sie eine niedrige Temperatur.* Meiden Sie äußere Reizungen der Kopfhaut. Wenn Sie Mützen, Helme oder Hüte tragen, raten Fachärzte für Dermatologie, dass diese nicht zu eng anliegen sollten.

Vorbeugung von Schuppen

Um Schuppenbildung und juckender Kopfhaut vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, dass Sie Shampoo und Pflegemittel stets gründlich ausspülen. Das Wasser zum Haarewaschen sollte nicht zu heiß sein. Verzichten Sie auf häufiges und zu heißes Föhnen, verhindern Sie das Austrocknen der Kopfhaut. Häufige Massagen der Kopfhaut verbessern die Durchblutung und regen die Nährstoffversorgung der Haarfollikel an. Zum Haarewaschen eignen sich am besten Shampoos auf natürlicher Basis. Eine Spülung mit Brennnesseltee nach dem Haarewaschen sorgt für eine saubere Kopfhaut und macht sie widerstandsfähiger gegen Pilze und Bakterien.
Schuppenart Ursachen Behandlung
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, kalte Luft, aggressive Shampoos Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Ölkuren
Fettige Schuppen Übermäßige Talgproduktion, Hefepilz Malassezia Antimykotische Shampoos, Talgregulation
Schuppenflechte Autoimmunerkrankung Dermatologische Behandlung

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