Schuppenflechte auf der Kopfhaut, auch bekannt als Psoriasis capitis, ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung, die sich durch schuppige und rissige Hautplaques äußert. Sie ist eine häufige Hauterkrankung, die durch rote Flecken mit weißen Schuppen gekennzeichnet ist und viel Unbehagen und Frustration verursachen kann. Diese Form, bekannt als Psoriasis capitis, tritt regelmäßig bei Männern und Frauen auf. Vor allem in Deutschland tritt Psoriasis sehr häufig auf - etwa 1,5 Millionen Menschen sind betroffen.
Die Psoriasis befällt bei circa 50 - 80 % der Betroffenen auch die Kopfhaut. Entweder als Teil der Psoriasis vulgaris (häufigste Form der Psoriasis) oder als eigenständiges Krankheitsbild, der Psoriasis capitis. Unabhängig von der Erkrankungsform stellen das unangenehme Spannungsgefühl, der Juckreiz und die sichtbaren Plaques eine belastende Situation für Betroffene dar.
In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen, Symptomen und verschiedenen Behandlungsansätzen der Schuppenflechte auf der Kopfhaut auseinandersetzen. Ebenso erhältst du Tipps für die Pflege dieses anspruchsvollen Körperareals.
Psoriasis capitis äußert sich durch klar abgegrenzte, gerötete Hautareale mit silbrig-glänzenden Schuppen. Diese Plaques können Juckreiz und Spannungsgefühle verursachen. Die Symptome beeinträchtigen oft das Wohlbefinden der Betroffenen.
Die Psoriasis der Kopfhaut zeigt sich in der Frühphase typischerweise durch asymmetrisch verteilte, klar begrenzte Hautveränderungen. Bereits im Anfangsstadium zeigt das Krankheitsbild gerötete, verdickte Hautareale, die von einer silbrig-weißen Schuppung überzogen sind. Diese Veränderungen treten zunächst oft hinter dem oder innerhalb des Haaransatzes auf, können sich jedoch auch auf angrenzende Bereiche wie Stirn, Ohren oder den Nacken ausbreiten.
Die betroffenen Hautstellen sind deutlich vom umliegenden Gewebe abgesetzt und können beim Fortschreiten der Erkrankung jucken, schmerzen oder brennen. Anfangs bleibt die Psoriasis capitis jedoch häufig unbemerkt, da die Schuppung zunächst fein und wenig auffällig ist und erst mit zunehmender Entzündung sichtbar wird. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind wichtig, um eine Ausbreitung und Verschlimmerung der Symptome zu verhindern.
Bei schweren Krankheitsfällen kann es sogar zum Verlust der Kopfbehaarung kommen. Außerdem brechen zahlreiche Betroffene die medizinische Therapie ab, da viele Behandlungsansätze umständlich und Betroffene unzufrieden mit den Ergebnissen sind. Neue Therapieansätze zielen daher darauf ab, Wirksamkeit und Alltagstauglichkeit zu verbessern.
Neben dem Jucken kann bei der Psoriasis capitis herausfordernd sein, dass die Symptome äußerlich meist gut sichtbar sind. Aus diesem Grund fällt es Betroffenen manchmal schwer, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Fühlst du dich durch die Beschwerden belastet, zögere nicht, dir aktiv Hilfe zu suchen. Oftmals erkennen die behandelnden Ärzt*innen die Krankheit jedoch auf einen Blick, da sie mit den charakteristischen Merkmalen vertraut sind. Suchst du eine*n auf Psoriasis spezialisierte*n Ärzt*in?
Im fortgeschrittenen Stadium können sich die Hautläsionen verschlimmern, wobei die Rötungen intensiver und die Schuppen dicker werden. In dieser Phase taucht auch häufig ein quälender Juckreiz auf, der das tägliche Leben stark beeinträchtigen kann. In schweren Fällen können sich dicke, silbrig-weiße Plaques bilden. Leiden Betroffene an solch einer schweren Psoriasis an der Kopfhaut, kann es zu einem sichtbaren Haarausfall kommen.
Es kann passieren, dass es durch die Psoriasis auf der Kopfhaut zu Haarausfall kommt. Ist die Schuppenflechte stark ausgeprägt, kann das auch negative Auswirkungen auf die Haarfollikel in der Kopfhaut haben, in der Folge fallen die Haare aus. Die Schuppenbildung erschwert gleichzeitig das Nachwachsen neuer Haare. Ebenfalls lässt es sich kaum vermeiden, dass Haare beim Ablösen der Schuppen mit ausgehen.
Die gute Nachricht ist, dass Kopfhaut-Psoriasis keinen Haarausfall verursacht. Die Haare wachsen durch die Schuppen, so dass diese den Wuchs nicht behindern. Wenn Sie eine Psoriasis-Läsion auf der Kopfhaut kratzen, fallen die Schuppen zwar ab, aber sie nehmen die Haare nicht mit!
Eine Entstehung bzw. ein Ausbruch der Erkrankung geht auf eine genetische Veranlagung der/des Betroffenen zurück. Eine Psoriasis kann daher in jeder Lebensphase entstehen. Oft begünstigen gewisse Triggerfaktoren neue Schübe oder können bereits bestehende Entzündungen verschlimmern.
Grundsätzlich folgt die Entstehung der Schuppenflechte an der Kopfhaut und der am Körper den gleichen Prinzipien. Die genauen Ursachen behandeln wir nun ausführlich in den folgenden Abschnitten:
Stress und psychische Belastung gehören zu den stärksten Triggerfaktoren für eine Psoriasis. Stress begünstigt die vermehrte Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen, die nachweislich an der Entstehung der Psoriasis beteiligt sind.
Ebenso spielen Belastungen wie das Bürsten, Stylen oder Färben der Haare eine dominante Rolle als Triggerfaktoren bei der Psoriasis auf der Kopfhaut (Koebner Phänomen). Zudem entsteht durch die Sichtbarkeit der Symptome und die ständige Beschäftigung mit der Erkrankung ein Teufelskreis aus Stress und Schubverschlechterung. Stress gilt selbst als Triggerfaktor für Psoriasis und verstärkt die Entzündungsprozesse im Körper, was wiederum die Symptome verschlimmert und den Leidensdruck erhöht.
Häufige Triggerfaktoren sind:
Neben Umwelteinflüssen spielen bei der Schuppenflechte genetische Faktoren eine wesentliche Rolle. Im Gegensatz zu einigen anderen Erbkrankheiten wird Psoriasis jedoch nicht durch eine einzelne Genveränderung hervorgerufen. An der Entstehung der Erkrankung sind nach aktuellem Kenntnisstand mehrere Gene mit unterschiedlichen Funktionen beteiligt.
Obwohl die Auslöser und verschlimmernden Faktoren für Schuppenflechte bekannt sind, ist die eigentliche Ursache der Hautkrankheit bisher ungeklärt. Klar ist, dass das Immunsystem sich gegen den eigenen Körper wendet und hierdurch die Entzündung der Haut entsteht. Zudem ist die Zellerneuerung der obersten Hautschicht gestört und dadurch beschleunigt. Aus diesem Grund kommt es zu der übermäßigen Abschuppung, die sich zunächst in den Plaques äußert.
Die psychologischen Auswirkungen der Schuppenflechte auf der Kopfhaut sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Wie bereits erwähnt, wird die Entstehung von Schuppenflechte durch eine erbliche Veranlagung beeinflusst, aber auch äußere Faktoren können eine Rolle spielen. So gibt es bestimmte Auslöser, die die Erkrankung auslösen können und die bei allen Formen der Schuppenflechte gleich sind. Infektionen, wie z. B. Hautverletzungen, wie z. B.
Weitere mögliche Ursachen für Psoriasis Capitis:
Dies sind potenzielle - jedoch keine eindeutigen - Gründe.
Die Therapie einer Psoriasis der Kopfhaut zielt darauf ab, die überschießend schuppende Kopfhaut zu normalisieren und die Entzündung zu stoppen. Dafür stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden.
Vor der Behandlung einer Kopfhaut-Psoriasis werden zuerst die Schuppen entfernt, damit die nachfolgenden Arzneistoffe gut zu den betroffenen Arealen vordringen können. Massiere das Shampoo gegen Schuppenflechte gut ein und lasse es die vorgeschriebene Zeit einwirken. So kann das Shampoo seine maximale Wirkung entfalten und die Schuppen von der Kopfhaut lösen.
Nach der Anwendung des Shampoos hast du noch weitere Möglichkeiten, deine entzündete Kopfhaut zu behandeln. Es gibt Glukokortikoide als Salbe, Lotion, Gel oder Schaum und Präparate mit sogenannten Vitamin-D3-Abkömmlingen. Sprich mit deinem Arzt, welches Mittel für dich am besten geeignet ist.
Die Behandlung der Psoriasis an der Kopfhaut ist eine besondere Herausforderung. Cremes und Salben lassen sich auf der Kopfhaut wegen der Haare nur schwer verteilen und fördern zudem das Nachfetten der Haare. „Zur Behandlung einer Kopfhaut-Psoriasis gibt es Tinkturen, Schäume, Shampoos, Cremes und Salben. Womit Patienten und Patientinnen am besten zurechtkommen, hängt von der Ausprägung der Psoriasis, der Frisur und den Pflegegewohnheiten ab. Es gibt hier keine allgemeingültige Lösung. - Dermatologe und „Bitte berühren“-Experte Dr.
Im ersten Schritt der Behandlung versuchen Mediziner und Medizinerinnen den Schuppenpanzer auf der Kopfhaut zu durchbrechen bzw. abzulösen. Hierbei können medizinische Shampoos oder Cremes mit Inhaltsstoffen wie Salicylsäure helfen. Bei wunden Stellen auf der Kopfhaut und bei Kindern ist Vorsicht bei der Verwendung von Salicylsäure geboten. Gelangen größere Menge an Salicylsäure über die Kopfhaut in den Körper, kann es zu einer Intoxikation (Vergiftung) kommen. Daher sollte der Einsatz von Produkten mit diesem Wirkstoff vorab immer mit einer Dermatologin bzw. einem Dermatologen abgestimmt sein.
Nach der Entfernung der Schuppen ist es sinnvoll, Arzneimittel anzuwenden, die die Entzündungen der Kopfhaut behandeln. Zur Behandlung der Kopfhaut können Gele, Lotionen oder Schäume mit Glukokortikoiden (Kortison) oder Präparate mit Vitamin-D3-Abkömmlingen wie Calcipotriol verwendet werden. Reine Kortisonpräparate sind eine gute Möglichkeit, um einen akuten Schub zu behandeln.
Ergänzend zur äußeren Pflege kann eine Therapie mit UV-Lichtkämmen bei der Behandlung der Kopfhaut helfen. Die eingesetzten UV-A- und UV-B-Strahlungen können die schnelle Zellteilung reduzieren und somit auch die übermäßige Produktion von juckenden Plaques verhindern. So können betroffene Areale besser abheilen. Die Bestrahlung erfolgt bei der Dermatologin bzw.
Wenn die lokalen Behandlungen und die Lichttherapie keine ausreichende Wirkung zeigen oder aufgrund der starken Ausprägung nicht erfolgversprechend sind, können systemische Therapien wie z.B. Biologika verordnet werden. Diese Präparate wirken auf den ganzen Körper und greifen in die Abwehr-Reaktion ein. Sie hemmen gezielt Botenstoffe oder Enzyme, die Entzündungen auslösen, oder reduzieren die Bildung dieser Stoffe und unterbrechen bzw.
Befällt die Psoriasis auch die Kopfhaut, stellt sich für viele Betroffene die Frage nach der richtigen Haarpflege. Schließlich soll die Psoriasis nicht zusätzlich getriggert bzw. bestehende Behandlungserfolge geschwächt werden.
Bei der Haar- und Hautpflege ist deshalb zu beachten: Haare nicht heiß föhnen. Den Haartrockner eher lauwarm einstellen. Eine Dauerwelle kann die entzündete Kopfhaut stark reizen. Verzichte deshalb möglichst darauf. Vom Färben und Tönen der Haare raten die meisten Expert*innen ab. Die chemischen Substanzen reizen die angegriffene, oft wunde Kopfhaut. Möchtest du trotzdem deine Haare färben, dann greife in Absprache mit dem Behandlungsteam auf zertifizierte Naturprodukte zurück. Vermeide beim Auftragen des Färbemittels den Kontakt mit der Kopfhaut und versuche, es nur auf die Haare aufzubringen Haarspray ist bei einer entzündeten Kopfhaut nicht empfehlenswert. Kratzen kann Schübe auslösen oder verschlimmern.
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