Ein Jucken der Kopfhaut kann viele Ursachen haben. Nicht selten ist trockene Kopfhaut der Grund für den Juckreiz. Es könnte aber auch ein Lausbefall vorliegen. Oftmals ist es schwierig, Läuse von Schuppen zu unterscheiden, da sie ähnlich aussehen können.
Auf einen Lausbefall wirst du oft aufmerksam, wenn sie in deinem Umfeld auftreten. Zum Beispiel im Freundeskreis oder in einer Betreuungseinrichtung wie Schule oder Kita. In der Regel werden aber Läuse erkannt, wenn aktiv nach ihnen gesucht wird. Denn nicht immer machen sich die Plagegeister mit den typischen Symptomen bemerkbar.
Neben Juckreiz gibt es weitere Symptome und klare Anzeichen, die auf einen Kopflausbefall hinweisen:
Manchmal ist es schwierig, Kopfläuse rechtzeitig zu erkennen. Hier lernst du, wie Kopfläuse aussehen. Das ist wichtig!
Ein genauer Blick auf dein Haar lässt dich oft helle Punkte erkennen. Schnell fragst du dich: „Habe ich etwa Läuse oder sind das nur gewöhnliche Schuppen?“ Tatsächlich werden die Eier der Laus oder leere Eihüllen schnell mit Schuppen verwechselt.
Um den Unterschied zwischen Schuppen und Nissen eindeutig zu erkennen, ist es hilfreich, ihre jeweiligen Eigenschaften genauer zu betrachten. Wenn Sie die typischen Merkmale kennen, können Sie Schuppen und Nissen leichter voneinander unterscheiden.
Was sind Schuppen?
Schuppen sind abgestorbene Hautzellen, die sich in Form kleiner weißer oder gelblicher Flocken von der Kopfhaut lösen. Sie sind ein häufiges Phänomen und meist harmlos, können jedoch kosmetisch störend sein. Ursachen für Schuppen sind in der Regel eine trockene oder fettige Kopfhaut oder seborrhoische Dermatitis.
Was sind Nissen?
Nissen sind die Eier von Kopfläusen und haften fest an den Haaren. Sie entstehen, wenn Läuse ihre Eier in die Nähe der Kopfhaut legen, wo die Temperatur optimal für ihre Entwicklung ist. Die Eier schlüpfen nach etwa sieben bis zehn Tagen. Die gräulich bis weißlichen Nissen haften fest am Haar und sind auch mit einem Kamm schwer auszukämmen.
Im Unterschied zu Schuppen kleben Eier wie Nissen meist nahe der Kopfhaut am Haar fest und lassen sich sehr schwer lösen. Auch haben sie eine ovale und längliche Form. Schuppen sind in ihrer Erscheinung weniger einheitlich und lassen sich viel leichter entfernen.
Die folgende Übersicht hilft Ihnen dabei, die Unterschiede auf einen Blick zu erkennen:
| Kriterium | Schuppen | Nissen |
|---|---|---|
| Farbe | weiß oder gelblich | gräulich, oft glänzend |
| Haftung | gleiten leicht aus dem Haar | haften fest am Haar |
| Position | über die gesamte Kopfhaut verteilt, oft auf der Kleidung sichtbar | vor allem nah an der Kopfhaut, besonders hinter den Ohren und im Nacken |
| Untersuchung | Sichtprüfung reicht oft aus | bei Unsicherheiten mit Lupe |
Falls sich deine Vermutung bestätigt und ein Kopflausbefall vorliegt, ist Eile geboten. Zuerst solltest du mit der Behandlung beginnen, um die Parasiten so schnell wie möglich loszuwerden. Es gibt Shampoos und Tinkturen mit Insektengift, die die Läuse abtöten. Außerdem gibt es Mittel mit Silikonöl, die die Kopfläuse mit einer Ölschicht bedecken, sodass sie ersticken. Diese werden mittlerweile häufiger verwendet.
Nach der Behandlung ist es wichtig, alle engen Kontakte der letzten drei Wochen zu informieren. Beispielsweise in der Schule, im Kindergarten oder im Sportverein sowie natürlich auch in der Familie und im Freundeskreis. Nur so verhinderst du eine weitere Ausbreitung.
Die folgende Checkliste bündelt die wichtigsten Maßnahmen bei Kopfläusen.
Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven, während die leeren Nissen am Haar haften bleiben. Das Haar wächst etwa 1 cm pro Monat, weshalb alle Nissen, die weiter als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind, leer oder abgetötet sind.
Wenn die Eier der Kopflaus nicht bei der ersten Behandlung getötet oder entfernt werden, können aus ihnen erneut junge Kopfläuse schlüpfen. Damit beginnt der Lebenszyklus der Kopflaus von neuem und es kann zu einem raschen Wiederbefall kommen. Es ist daher besonders wichtig, nach 8 bis 10 Tagen erneut zu kontrollieren, ob die Läuse-Behandlung erfolgreich war.
Ein weiterer Grund für den Wiederbefall der Läuse kann darin begründet liegen, dass dein Kind mit einem Kind in Kontakt gekommen ist, welches noch nicht mit Läusemitteln behandelt wurde. Deshalb muss nicht nur die Schule oder der Kindergarten informiert werden, sondern die gesamte soziale Umgebung.
Um Schuppen zu behandeln, bieten sich Anti-Schuppen-Shampoos an, deren Wirkstoffe die Kopfhaut beruhigen und das Gleichgewicht der Hautflora wiederherstellen. Produkte mit Pirocton Olamin, Salicylsäure oder Keluamid können dabei helfen, den Schuppen vorzubeugen und sie zu reduzieren.
Wer unter Schuppen leidet, der sollte ein mildes Shampoo nutzen, das speziell für trockene und empfindliche Kopfhaut entwickelt ist. Denn normale Haarwaschmittel haben eine entfettende Wirkung und trocknen die Haut zusätzlich aus.
Um sicherzugehen, dass nach der Behandlung mit einem Läusemittel die Tiere nicht den Weg zurück auf den Kopf des Kindes oder eines anderen Familienmitgliedes finden, sollten Sie ein paar vorbeugende Maßnahmen ergreifen:
Übrigens: Läusebefall hat überhaupt nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält. Tägliches Haarewaschen schützt nicht vor Kopfläusen. Denn Wasser und normales Shampoo können den Parasiten nichts anhaben.
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