Schuppen auf der Kopfhaut: Ursachen und Behandlung

Schuppen sind ein weit verbreitetes und oft lästiges Problem, das viele Menschen betrifft. Die kleinen weißen oder gelben Flöckchen, die auf den Schultern landen oder im Haar kleben bleiben, können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen.

Was sind Schuppen?

Die Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Bei Hautschuppen (Squamae) handelt es sich um Abschilferungen der obersten Hautschicht. Schuppen sind Hautzellen, die sich von der obersten Hautschicht im Zuge der Hauterneuerung ablösen und in der Regel nicht sichtbar sind. Erst größere Verbände ab einer Anzahl von etwa fünfhundert Zellen sind als Schuppen sichtbar. Sie bilden sich, wenn die Haut die Flöckchen zu schnell abstößt und diese verklumpen.

Erst wenn sie sich durch ein gestörtes Hautklima im Zellverband ablösen, machen sie sich auf der Haut oder der Kleidung als Schuppen bemerkbar. Jeder Mensch verliert täglich Hautzellen, auch auf der Kopfhaut, aber bei manchen Menschen produziert die Kopfhaut eben zu viele Hautzellen, die dann zu Schuppen führen.

Schuppen unterscheiden sich je nach Ursache in Größe und Form und können dabei trocken oder fettig sein. Schuppen unterscheiden sich oft deutlich in Größe und Form, je nach Ursache handelt es sich dann um kleine bis mittelgroße Flocken, die weiß, dick, rundlich bis viereckig geformt, trocken, fettig, placque- oder lamellenartig sind.

Es gibt zwei Arten von Schuppen: Trockene Schuppen, die fein und weißlich sind und fettige Schuppen, die größer und gelblich sind. Beide Arten von Schuppen können jucken und die Kopfhaut reizen, aber die Ursachen und Behandlungen unterscheiden sich je nach Art der Schuppen.

Was verursacht Schuppen?

Hautschuppen an sich sind die natürliche Folge der Hauterneuerung, die in etwa alle 28 Tage am ganzen Körper stattfindet. Dabei bilden sich in der untersten Schicht der mehrschichtigen Oberhaut (Epidermis) stetig neue Basalzellen. Diese schieben die älteren Zellen in den darüber liegenden Schichten weiter nach oben an die Hautoberfläche, wo sie austrocknen und die Hornschicht bilden. Für eine geschmeidige Haut sorgen in der Regel die Talg- und Schweißdrüsen, die eine Mischung aus Fett- beziehungsweise Wasser absondern.

Die Hautschuppen werden erst sichtbar, wenn sie sich im Zellverband von der Haut abheben, oder von dieser herabrieseln - so zum Beispiel bei der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) oder bei Kopfhautschuppen. Bilden sich sichtbare Schuppen, dann ist dies meist die Folge eines veränderten Hautklimas - entweder ist die natürliche Hautfunktion aufgrund einer Erkrankung oder durch äußere Einflüsse gestört.

So gerät das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut beispielsweise durcheinander, wenn die Haare zu häufig oder mit einem zu aggressiven Shampoo gewaschen werden. Auch zu heißes Wasser oder Föhnen auf der höchsten Stufe, aber auch die in den Herbst- und Wintermonaten häufige trockene Heizungsluft reizen sie. Zudem sind die Körperstellen, die weniger Talgdrüsen als die Kopfhaut besitzen, z.B.

Neben diesen äußeren Einflüssen begünstigen auch biologische Faktoren Schuppen. So steht eine genetische Veranlagung als Ursache für die seborrhoische Dermatitis (ein entzündlicher Hautauschlag) zur Diskussion. Liegt diese vor, können Faktoren wie Stress oder eine übermäßige Vermehrung des natürlicherweise in der Hautflora vorkommenden Hefepilzes Malassezia eine gesteigerte Talgproduktion verursachen.

Diese äußert sich dann in fettigen Schuppen an Kopfhaut, Gesicht, Augenlidern oder Rumpf. Dabei kann Juckreiz auftreten - in der Regel fehlt er jedoch. Zudem bessern sich die Beschwerden in den warmen Monaten. Fachleute gehen heute davon aus, dass Malassezia nicht die alleinige Ursache ist, sondern als möglicher Reizfaktor wirkt, der bei entsprechender Veranlagung entzündliche Reaktionen auslösen kann.

Die Entstehung von Schuppen auf der Kopfhaut hat verschiedene Ursachen. Ein häufiger Auslöser ist trockene oder fettige Kopfhaut. Auch andere Hauterkrankungen wie Schuppenflechte können Schuppen verursachen. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel, insbesondere an Zink oder Omega-3-Fettsäuren, kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit der Kopfhaut.

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Warum entstehen trockene Schuppen?

Trockene Schuppen sind klein, weiß oder grau und rieseln oft von der Kopfhaut auf die Schultern. Sie entstehen, wenn die Kopfhaut nicht genug Feuchtigkeit halten kann. Dies liegt häufig an äußeren Faktoren wie kalter Luft, Heizungsluft oder aggressiven Haarpflegeprodukten, die die natürlichen Fettschichten der Haut schädigen. Dadurch kann die Kopfhaut ihre Feuchtigkeit nicht mehr richtig speichern, was zu Juckreiz und vermehrtem Abstoßen abgestorbener Hautzellen führt.

Für die Behandlung sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte geeignet, die die Kopfhaut beruhigen. Ideal sind milde Shampoos, die speziell für empfindliche oder trockene Kopfhaut entwickelt wurden.

Wie entstehen fettige Schuppen?

Fettige Schuppen sind größer als trockene Schuppen und haften an der Kopfhaut oder den Haaren. Sie erscheinen gelblich und gehen meist mit einer fettigen Kopfhaut einher. Die Hauptursache ist eine übermäßige Talgproduktion. Häufig ist der Hefepilz Malassezia für die Entstehung fettiger Schuppen verantwortlich. Dieser Pilz ernährt sich von den Ölen der Kopfhaut und fördert die Schuppenbildung.

Fettige Schuppen gehen auch oft mit starkem Juckreiz und Rötungen einher. Spezielle Anti-Schuppen-Shampoos helfen bei diesen Symptomen. Sie bekämpfen den Pilz, regulieren die Talgproduktion und bringen das Kopfhaut-Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht.

Schuppenflechte und andere Hauterkrankungen

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Hauterkrankung. An der Hautoberfläche entstehen dicke, weiße bis rötliche Schuppenherde, die sogenannten Plaques. Diese Form von Schuppen ist hartnäckig und lässt sich oft nur schwer behandeln. Schuppenflechte tritt in Schüben auf und kann durch Stress, Kälte oder Hautirritationen verschlimmert werden.

Neurodermitis, eine entzündliche Hauterkrankung, verursacht trockene, juckende Haut und kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Wie bei der Schuppenflechte ist auch hier eine gezielte Behandlung erforderlich, die über herkömmliche Pflegeprodukte hinausgeht.

Was sind Symptome schuppender Kopfhaut?

  • Starker Juckreiz
  • Trockene Kopfhaut, die sich straff und unangenehm anfühlen kann
  • Fettige Kopfhaut, die ölig und glänzend aussieht
  • Rötungen in Form von Flecken auf der Kopfhaut

Wie Du gesehen hast, sind die meisten Gründe für einen Schuppenbefall harmlos, jedoch können auch Hautkrankheiten ursächlich sein. Am häufigsten sind hier die Schuppenflechte (Psoriasis) oder die Neurodermitis (atopisches Ekzem) zu nennen, die auf der Kopfhaut vorkommen und sich durch Schuppenbildung äußern.

Welche Anti-Schuppen-Shampoos sind sinnvoll?

Anti-Schuppen-Shampoos sind in vielen Fällen sinnvoll, besonders wenn sie auf die Bedürfnisse der Kopfhaut abgestimmt sind. Sie wirken gezielt gegen Schuppen, beruhigen die Kopfhaut und regulieren die Talgproduktion.

Abhängig von der Ursache können Sie Schuppen auf verschiedene Weisen behandeln. Bei leichten Schuppen hilft oft schon der Wechsel zu einem sanfteren Shampoo, das speziell für trockene oder empfindliche Kopfhaut entwickelt wurde. Wirkstoffe wie Glycerin helfen dabei, die Hautfeuchtigkeit zu regulieren und die Kopfhaut angenehm geschmeidig zu halten.

Bei fettigen Schuppen bieten Anti-Schuppen-Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen wie Zinkglukonat oder Pirocton Olamin schnelle Linderung. Diese Inhaltsstoffe bekämpfen gezielt den Hefepilz Malassezia, der häufig fettige Schuppen verursacht und zur Entzündung der Kopfhaut führen kann. Es beruhigt die Kopfhaut und lindert unangenehmes Kratzen.

Falls herkömmliche Maßnahmen nicht ausreichen, sollten Sie einen Hautarzt oder eine Hautärztin aufsuchen, um eine individuelle Therapie zu erhalten.

Wie oft sollte man bei Schuppen Haare waschen?

Die richtige Haarpflege spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schuppen. Menschen mit Schuppen sollten ihre Haare regelmäßig, aber nicht zu häufig waschen. Zu häufiges Waschen kann die Kopfhaut austrocknen, während zu seltenes Waschen die Talgproduktion erhöht. Die klare Empfehlung lautet, 2 bis 3 Mal pro Woche ein mildes Shampoo zu verwenden, um die Kopfhaut in Balance zu halten.

Wie bekomme ich Schuppen aus den Haaren?

Wenn Sie Schuppen schnell beseitigen möchten, gibt es einige Sofortmaßnahmen, die das Aussehen der Kopfhaut und Haare verbessern können:

  • Anti-Schuppen-Shampoo: Spezielle Produkte helfen, die abgestorbenen Hautzellen schneller zu lösen und die Kopfhaut zu beruhigen.
  • Haare bürsten: Bürsten oder kämmen Sie Ihre Haare sanft, um lose Schuppen zu entfernen.
  • Nicht Kratzen: Trotz des Drangs, die Schuppen wegzukratzen, sollten Sie dies unbedingt vermeiden. Kratzen reizt die Kopfhaut zusätzlich und kann die Schuppenbildung sogar verschlimmern.

Wenn die Schuppen trotz regelmäßiger Pflege und Anti-Schuppen-Shampoos nicht verschwinden, sollten Sie einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen. Dies gilt besonders dann, wenn die Schuppen von starkem Juckreiz, Rötungen oder Krusten begleitet werden.

Welche Lösung gibt es bei hartnäckigen Schuppen?

Hartnäckige Schuppen können oft auf verschiedene Hauterkrankungen wie seborrhoisches Ekzem oder Kleienpilzflechte (pityriasis versicolor) hinweisen. Während das seborrhoische Ekzem etwa fünf Prozent der Bevölkerung betrifft, ist die Kleienpilzflechte ebenfalls weit verbreitet und wird durch den Hefepilz Malassezia verursacht.

Wie bekomme ich Schuppen auf dem Kopf weg und wie kann ich vorbeugen?

Zur Behandlung und Vorbeugung von Schuppen gibt es einige einfache Selbsthilfemaßnahmen, die Du ergreifen kannst:

  • Massieren Deine Kopfhaut jeden Tag einige Minuten lang, um die Durchblutung anzuregen und abgestorbene Hautzellen zu lösen
  • Vermeide eine übermäßige Verwendung von Haarpflegeprodukten auf der Kopfhaut und wechsle das Shampoo, wenn Du das Gefühl hast, dass Du es nicht verträgst. Ein allergiefreies Produkt, also ein mildes Shampoo könnte dann besser für Dich geeignet sein, sofern die Kopfhaut schnell spannt und juckt

Zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die gegen Schuppen helfen können, gehören Leinsamenöl und Zink. Es ist bekannt, dass Stress und negative Emotionen bei Hautkrankheiten wie Schuppen eine Rolle spielen, daher können Entspannungstechniken hilfreich sein.

Dabei ist zu beachten, dass trockene Schuppen und fettige Schuppen aufgrund entsprechender Symptome unterschiedlich behandelt werden sollten:

  • Trockene Schuppen können aufgrund von trockener Haut oder einer Kopfhauterkrankung wie durch die atopische Dermatitis auftreten. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von speziellen Haarpflegeprodukten (milde Shampoos und Conditioner) mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Panthenol, die die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen und Schuppenbildung reduzieren. Es ist auch wichtig, regelmäßig eine milde Kopfhautpflege durchzuführen und nicht zu oft heißes Wasser zu verwenden, um die Kopfhaut nicht weiter auszutrocknen. Ein Tipp wozu ein Gang in die Küche reicht: Massiere - bei einer trockenen Kopfhaut - einmal wöchentlich einen Tropfen Olivenöl in Dein Haar und lasse es auf der Kopfhaut einziehen. Zur richtigen Pflege sollte bei trockener Kopfhaut darauf verzichtet werden, die Haare täglich und mit zu heißem Wasser zu waschen.
  • Fettige Schuppen können durch die erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut verursacht werden, die zu einer Ansammlung von öligen Schuppen führt. Eine mögliche Behandlung umfasst die Verwendung von Shampoos, die gegen Schuppen und fettige Kopfhaut wirken und Zutaten wie Salicylsäure, Schwefel oder Zinkpyrithion enthalten, um überschüssiges Öl und Schuppen zu entfernen. Es ist dazu auch wichtig, die Haare regelmäßig zu waschen. Shampoos, die sich auch gegen den Hefepilz richten, können zusätzlich helfen. Auch eine ausgewogene Ernährung spielt bei der Schuppenbildung eine Rolle, sowie das Aufrechterhalten einer guten Hygienepraxis. Ein von uns erprobter Tipp: Fettiges Haar profitiert oft von einer Spülung mit frischem Zitronensaft oder in Wasser verdünntem Apfelessig! Dazu reichen 2 Esslöffel Apfelessig in einem Liter Wasser.

Was hilft gegen Schuppen? Hausmittel gegen Schuppen

Oft lassen sich Schuppen an Körper oder Kopfhaut schnell in den Griff bekommen, wenn sie durch eine missverstandene Pflege verursacht sind. Sinnvoll ist es, auf zu langes und häufiges Duschen oder Haarewaschen zu verzichten. Auch ist es ratsam, weniger von dem Hygieneprodukt zu verwenden und Peelings zu vermeiden, um den von den Schweiß- und Talgdrüsen gebildeten Hydrolipidfilm und die obere Hornschicht nicht zu entfernen. Der Hydrolipidfilm besteht aus einem Wasser- und Fettgemisch, der auch Säureschutzmantel der Haut genannt wird. Beide Schichten schützen die Haut davor auszutrocknen. Außerdem verhindern sie, dass sich Keime wie Pilze und Bakterien hier übermäßig stark vermehren.

Immer häufiger enthalten moderne Anti-Schuppen-Produkte neben Wirkstoffen gegen Hefepilze oder Verhornung auch feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Ceramide oder Hyaluronsäure. Für Menschen, die länger und häufiger duschen, ist es sinnvoll, die Haut einzucremen und beim Duschen und Föhnen auf große Hitze zu verzichten.

Ebenfalls sinnvoll ist es, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und Stress zu vermeiden. Eine zuckerreiche, stark verarbeitete oder fettreiche Ernährung kann das Gleichgewicht der Hautflora zusätzlich beeinträchtigen. Studien zeigen, dass bestimmte Nahrungsmittel die Talgproduktion fördern und das Wachstum entzündungsfördernder Mikroorganismen begünstigen können.

Liegt den Schuppen eine Erkrankung zugrunde, ist es wichtig, die verschriebenen Medikamente - wie ärztlich empfohlen - einzunehmen beziehungsweise anzuwenden.

Wann sollte man bei Schuppen ärztlichen Rat einholen?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Bei Beschwerden an der Haut ist die dermatologische Praxis/Hautarztpraxis in der Regel die erste Anlaufstelle. Zunächst erkundigt sich der Arzt oder die Ärztin bzw. der Hautarzt oder die Hausärztin, welche Hautareale betroffen sind und ob relevante Vorerkrankungen bestehen. Das können zum Beispiel Neurodermitis oder Allergien sein. Auch das Vorliegen weiterer Symptome und Informationen zur gewohnten Körperhygiene können Hinweise auf die Ursache der Schuppen geben. Oft lässt sich die Ursache bereits an der Art der Schuppen erkennen.

Ist bereits bekannt, dass die eigene Kopf- oder Körperhaut zu Trockenheit und damit auch Schuppen neigt, hilft es oft bereits auf ein milderes, pH-hautneutrales (pH 5,5) Shampoo oder Duschgel zurückzugreifen. Sind die Schuppen eher auf eine fettige Kopfhaut zurückzuführen, könnte ein Anti-Schuppen-Shampoo Abhilfe schaffen.

Verbessern sich die Beschwerden nicht und kommt ein starker Juckreiz hinzu, ist ein Arztbesuch ratsam: Denn durch heftiges und häufiges Kratzen können die eingetragenen Keime der natürlichen Hautflora Entzündungen auslösen.

Untersuchungen beim Arzt

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dabei fragt er zum Beispiel:

  • Seit wann haben Sie Schuppen?
  • Haben Sie schon verschiedene Mittel (z. B. Anti-Schuppen-Shampoo) probiert? Mit welchem Erfolg?
  • Leiden Sie unter starkem Juckreiz?

Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Hautveränderungen an anderen Körperstellen liefern dem Arzt unter Umständen entscheidende Anhaltspunkte. Oft äußern sich Hauterkrankungen auf der Kopfhaut anders als an den weniger behaarten Körperpartien.

Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob es sich um trockene oder fettige Kopfschuppen handelt. Gerade bei entzündeter Kopfhaut zeigt ein Erregernachweis, ob ein Pilzbefall, eine bakterielle Infektion oder ein Parasitenbefall vorliegen. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.

Steht schließlich fest, was die Schuppen verursacht, schlägt der Arzt Ihnen eine geeignete Therapie vor.

Je nach Spezifität der Symptomatik kann ausgehend von einem Gespräch mit Ihrem Arzt eine weitere detaillierte Diagnostik bei verschiedensten Fachmedizinern erfolgen.

Bevor Ihr Arzt für Dermatologie mit einer Untersuchung beginnt, findet ein einführendes Gespräch (Anamnese) über Ihre aktuellen Beschwerden statt.

Ihr Facharzt für Dermatologie benötigt eine Übersicht der Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen. Stellen Sie schon vor dem Arztbesuch bei Ihrem Hautarzt eine Übersicht über die Medikamente, die Sie einnehmen, in einer Tabelle zusammen.

Wie werden Schuppen behandelt?

Je nach Ursache der Hautschuppen kommen unterschiedliche Therapien infrage. die topische Behandlung mit einem PDE-4-Hemmer wie Roflumilast (z. B.

Der Facharzt für Dermatologie wird Schuppen in der Regel lokal behandeln. Welches Mittel dafür geeignet ist, entscheidet der Hautarzt individuell. Das hängt sowohl von der Kopfhaut als auch von der Ursache ab. Ist die Kopfhaut zusätzlich entzündet, kommen noch andere Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz.

Die Behandlungsschritte des Dermatologen können sehr komplex sein.

Wichtig ist aus Sicht des Dermatologen, die Haare richtig zu pflegen und sie zu schützen. Über geeignete Pflegeprodukte berät der Hautarzt Sie individuell. Denn die Wahl des richtigen Schuppenshampoos kann schwierig sein. Manche sind zu aggressiv für Ihre empfindliche Kopfhaut, andere enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können.

Schuppen: Vorbeugung

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen. Das strapaziert die Kopfhaut und trocknet sie aus.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen. Haargel und -schaum verschließen beispielsweise die Kopfhaut - was förderlich für eine Schuppenbildung ist.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten. So vermeiden Sie Schuppen im Winter.

Waschen Sie die Haare nicht mit zu heißem Wasser und halten Sie beim Trocknen der Haare den Fön nicht zu dicht an die Kopfhaut. Etwa 30 cm Abstand werden von Dermatologen empfohlen. Wählen Sie eine niedrige Temperatur. Meiden Sie äußere Reizungen der Kopfhaut. Wenn Sie Mützen, Helme oder Hüte tragen, raten Fachärzte für Dermatologie, dass diese nicht zu eng anliegen sollten.

Schuppen sind heilbar. Um sie wirksam zu bekämpfen, muss die Kopfhaut wieder in ihr natürliches Gleichgewicht gebracht werden.

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