Ursachen und Hausmittel gegen Haarausfall und Schuppen

Haarausfall und Schuppen sind weit verbreitete Probleme, die viele Menschen betreffen. Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, von genetischer Veranlagung bis hin zu hormonellen Veränderungen und Stress. Schuppen hingegen entstehen oft durch eine gestörte Balance der Kopfhaut, die zu einer übermäßigen Erneuerung der Hautzellen führt. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Haarausfall und Schuppen und stellt effektive Hausmittel vor, die zur Linderung der Beschwerden beitragen können.

Hausmittel gegen Haarausfall

Ursachen von Haarausfall

Je nachdem, in welcher Form sich der Haarausfall zeigt, liegen unterschiedliche Ursachen zugrunde. Es ist wichtig zu verstehen, dass Haarausfall nicht nur ein ästhetisches Problem ist, sondern auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Psyche einer Person haben kann. Man spricht von Haarausfall, wenn die betroffene Person mehr als 100 Haare am Tag verliert und diese nicht wieder nachwachsen. Hier sind einige typische Ursachen für Haarausfall:

  • Genetik: Erblich bedingter Haarausfall folgt einem spezifischen Muster, bei dem sich zuerst Geheimratsecken bilden, bis nur noch der typische Haarkranz steht.
  • Hormone: Hormonelle Schwankungen, insbesondere bei Frauen während der Schwangerschaft, Geburt, den Wechseljahren oder durch die Einnahme der Pille, können zu diffusem Haarausfall führen.
  • Stress: Andauernder Stress kann ebenfalls Haarausfall verursachen.
  • Autoimmunerkrankungen: In diesem Fall greift der eigene Körper die Haarfollikel an, was zu kreisrundem Haarausfall führt.
  • Medikamente: Einige Medikamente können Haarausfall als Nebenwirkung haben.
  • Mangelernährung: Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen kann das Haarwachstum beeinträchtigen.
  • Krankheiten: Schilddrüsenfehlfunktionen und andere Krankheiten können ebenfalls Haarausfall verursachen.

Im Folgenden eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Haarausfall:

Arten von Haarausfall

Beim Thema Haarausfall ist es wichtig zu verstehen, um welche Art des Haarverlusts es sich im einzelnen Fall handelt, da es große Unterschiede in Sachen Ursache, Verlauf, Reversibilität und Behandlungsmöglichkeiten gibt.

  • Hormonell bedingter Haarausfall: Mit einer Häufigkeit von circa 90% ist der hormonell bedingte Haarausfall die häufigste aller Formen von Haarausfall. Eine über Generationen vererbte Überempfindlichkeit gegen Dihydrotestosteron, ein Abbauprodukt von Testosteron, ist die Ursache. Das typischste Merkmal dieser Form von Haarausfall sind die sogenannten Geheimratsecken.
  • Diffuser Haarausfall: Bei dieser Form fallen die Haare relativ gleichmäßig am ganzen Kopf aus, wodurch das Haupthaar „dünner“ wird. Durch das Stillen eines Neugeborenen hervorgerufener Haarausfall ist meist diffuser Haarausfall. Aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten können zu diffusem Haarausfall führen ebenso wie verschiedene Krankheiten.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Bezeichnet kreisrunde, kahle Stellen, die je nach Größe und Ausprägung, häufig mit dem verbleibenden Haupthaar versteckt werden können. Autoimmunerkrankungen und Erbfaktoren stehen im Verdacht die Auslöser zu sein. Ebenso gilt Stress und dadurch entstehende Entzündungen im Körper als einer der wichtigsten Faktoren für diese Art des Haarausfalls.
  • Vernarbender Haarausfall: Wer unter dieser Form leidet, hat es besonders schwer, da sich an den Stellen, an denen die Haare ausgefallen sind, Narben, Schuppen und Pusteln bilden, die ein kaschieren des Haarausfalls besonders erschweren. Besonders schlimm ist vernarbender Haarausfall auch, weil an den betroffenen Stellen keine Haare mehr nachwachsen können.

Haarausfall kann viele Ursachen haben, die in jedem Einzelfall genau untersucht werden sollten. Der Haarverlust kann eine Folge hormoneller Störungen sein, eine Frage der Veranlagung oder des Lebensstils, bei dem Stress, Rauchen, Bewegung und Ernährung die zu beachtenden Faktoren sind. Auch Krankheiten oder deren Behandlung können Haarausfall verursachen.

Art des Haarausfalls Ursachen Merkmale
Hormonell bedingt Überempfindlichkeit gegen Dihydrotestosteron Geheimratsecken, Haarkranz
Diffus Hormonelle Schwankungen, Medikamente, Krankheiten Gleichmäßiges Ausdünnen des Haares
Kreisrund Autoimmunerkrankungen, Stress, Erbfaktoren Kreisrunde, kahle Stellen
Vernarbend Entzündungen, Narbenbildung Narben, Schuppen, Pusteln

Ursachen von Schuppen

Schuppen sind ein Anliegen, das ebenso verbreitet wie unangenehm ist. Sie entstehen, wenn die natürliche Balance der Kopfhaut gestört wird, was zu einer übermäßigen Erneuerung der Hautzellen führt. Die Ursachen hierfür können von trockener Kopfhaut bis hin zu Entzündungen oder Erkrankungen variieren.

  • Trockene Kopfhaut: Eine trockene Kopfhaut kann durch äußere Einflüsse wie kaltes Wetter, Heizungsluft oder aggressive Pflegeprodukte entstehen. Sie verliert Feuchtigkeit, wird empfindlicher und beginnt, Hautschüppchen abzuwerfen.
  • Fettige Kopfhaut: Eine übermäßige Talgproduktion fördert das Wachstum von Mikroorganismen wie der Hefeart Malassezia globosa. Diese Hefe ernährt sich von den Lipiden auf der Kopfhaut und setzt dabei Fettsäuren frei, die die Haut reizen können.
  • Chronische Hautanliegen: Chronische Hautanliegen wie seborrhoische Dermatitis oder Psoriasis können schwer behandelbare Schuppen verursachen. Seborrhoische Dermatitis äußert sich durch entzündliche, schuppige Flecken, oft begleitet von Rötungen und Juckreiz.
  • Stress: Psychischer Stress wirkt sich direkt auf den Zustand der Haut aus, da er Entzündungsprozesse und die Talgproduktion fördert.
  • Falsche Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung, die arm an essentiellen Nährstoffen wie Zink, Biotin oder Omega-3-Fettsäuren ist, kann die Kopfhaut schwächen.

Hausmittel gegen Haarausfall

Auch Haarausfall kann dank bestimmter Hausmittel vermindert werden, vorausgesetzt, es liegt keine Erkrankung vor und man führt einen gesunden Lebensstil. Besonders dann, wenn der Kopfhaut Nährstoffe fehlen, die die Haarfollikel für das Wachstum benötigen, gibt es Wunderwaffen aus der Küche. Hier sind einige bewährte Hausmittel:

  • Kaffee: Lauwarmer aufgebrühter Kaffee kann als Wachstums-Booster wirken, wenn er in die Kopfhaut einmassiert wird.
  • Knoblauch: Wirkt nicht nur desinfizierend, sondern soll für eine Gefäßerweiterung und somit für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut sorgen.

Knoblauch-Haarkur:

Einfach 4 TL Quark mit 3 TL Olivenöl vermischen. 2 ausgepresste Knoblauchzehen hinzugeben und die Mixtur in die Kopfhaut einmassieren. Anschließend mit einem Kamm in die Längen der Haare ziehen und mit Frischhaltefolie umwickeln. Nach circa einer halben Stunde sollten die Nährstoffe eingezogen sein, sodass das Haar mit lauwarmem Wasser und etwas Zitrone ausgespült werden kann. Dadurch soll der Knoblauchgeruch vermindert werden.

Hausmittel gegen Schuppen

Hausmittel können auch hier eine schonende, aber effektive Wirkung entfalten - vorausgesetzt, eine Erkrankung kann ausgeschlossen werden. Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden.

  • Teebaumöl: Wirkt antiseptisch und kann Schuppen vorbeugen. Einreiben der Kopfhaut mit Teebaumöl kann ein Verstopfen der Talgdrüsen verhindern, was zusätzlich zu einem gesunden Haarwachstum beiträgt.
  • Apfelessig: Chemische Haarprodukte haben den pH-Wert der Kopfhaut stark verändert, sodass diese basisch ist. Biologischer Apfelessig wirkt hier entgegen und versorgt dank der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe zusätzlich mit Pflege und kann auch gesunden Haarwuchs fördern.

Hausmittel gegen trockene Schuppen

Um trockene Schuppen loszuwerden, braucht die Kopfhaut Feuchtigkeit. Hier sind einige Hausmittel, die helfen können:

  • Kokosöl: Ein natürlicher Feuchtigkeitsspender. Massieren Sie das Öl wie eine Kur ein und waschen Sie diese nach etwa 30 Minuten aus.
  • Olivenöl: Eine Massage mit einer kleinen Menge Olivenöl macht die Kopfhaut geschmeidig. Am besten lassen Sie das Öl über Nacht einwirken und waschen es dann erst aus.

Hausmittel gegen fettige Schuppen

Wenn Sie eine fettige Kopfhaut haben, sollten Sie auf keinen Fall zu einer Öl-Kur greifen. Probieren Sie bei dieser Art von Schuppen auf der Kopfhaut folgende Möglichkeiten aus:

  • Teebaumöl: Ein beliebtes Mittel gegen ölige Schuppen ist Teebaumöl. Es verfügt über starke antimykotische Eigenschaften. Geben Sie ein bis vier Tropfen ätherisches Teebaumöl zu einem milden Shampoo dazu.
  • Apfelessig: Für ein Haarwasser mischen Sie jeweils eine halbe Tasse Apfelessig und destilliertes Wasser. Massieren Sie das Haarwasser gegen Schuppen zwischen den Haarwäschen gut in die Kopfhaut ein. Es fördert die Durchblutung.
  • Birkenwasser: Der Inhaltsstoff Betulin regt die Durchblutung der Kopfhaut an und fördert die Wundheilung.
  • Backpulver: Massieren Sie einen Teelöffel Pulver nach der Haarwäsche in die feuchte Kopfhaut ein. Kurz einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
  • Zitrone: Pressen Sie sie aus und massieren Sie den Saft gut in die Kopfhaut ein. Etwa zehn Minuten einwirken lassen, dann mit einem milden Shampoo auswaschen.
  • Thymian: Eine Thymian-Zinnkraut-Spülung hemmt die Fettproduktion der Talgdrüsen und wirkt außerdem entzündungshemmend.

Wichtig: Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie sich immer ärztlich untersuchen lassen.

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