Schuppen gehen trotz Schuppenshampoo nicht weg – Ursachen und Lösungen

Viele Menschen sind von Schuppenbildung betroffen. Ein großes Problem sind Kopfschuppen heute selten: In den meisten Fällen genügt ein passendes Anti Schuppen Shampoo, um das lästige Thema wieder loszuwerden. Doch was tun, wenn die Schuppen trotz der Verwendung von Anti-Schuppen-Shampoos nicht verschwinden wollen? Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen und bietet Lösungsansätze.

Was sind Schuppen überhaupt?

Auch wenn es nicht schön klingt, handelt es sich bei Schuppen schlichtweg um abgestorbene Hautzellen. Die Antwort auf die erste Frage ist leicht: Auch wenn es nicht schön klingt, handelt es sich bei Schuppen schlichtweg um abgestorbene Hautzellen. Wenn Sie vermehrt unter Schuppenbildung leiden, dann kann das zum einen Veranlagung sein, für die weder Sie noch die äußeren Umstände verantwortlich zeichnen.

Schuppen rieseln nicht ohne Grund aus den Haaren, weshalb Sie genau hinschauen sollten, wenn Sie vermehrt unter Kopfschuppen zu leiden haben. Neben den bereits genannten Ursachen für Kopfschuppen gehören aber auch spezielle Krankheiten sowie Allergien zu möglichen Auslösern.

Die meisten Männer und Frauen schämen sich dafür, wenn sie Schuppen in ihrem Haar entdecken - in den meisten Fällen sind sie zwar nur das Ergebnis einer zu trockenen oder zu fettigen Kopfhaut, stören aber das optische Erscheinungsbild. Nicht selten fürchten die Betroffenen, dass andere Menschen sie für ungepflegt halten könnten. Ein Grund mehr, schnellstmöglich die Ursachen aufzudecken und eine gezielte Behandlung einzuleiten!

Arten von Schuppen

Um die richtige Behandlung auszuwählen, muss allerdings zunächst die Art der Schuppen bestimmt werden.

  • Fettige Schuppen: Fettige Schuppen rühren oft von einer erhöhten Talgproduktion der Kopfhaut her. Eine juckende und empfindliche Kopfhaut kann schnell zu viel Talg produzieren; die daraus resultierenden Schuppen fühlen sich ölig und auch etwas klebrig an und besitzen eine leicht gelbliche Färbung.
  • Trockene Schuppen: Trockene Schuppen haben häufig mit den unmittelbaren Umgebungsbedingungen und einem Mangel an Feuchtigkeit zu tun. Es gilt die Formel: Trockene Luft bringt trockene Schuppen hervor, das ist besonders im Winter ein Problem, wenn die Heizung die Luft nicht nur erwärmt, sondern eben auch austrocknet.

Ursachen von Schuppen

Schuppen entstehen durch eine beschleunigte Zellerneuerung der Kopfhaut. Üblicherweise erneuert sich die Haut alle vier Wochen. Bei Schuppenbetroffenen passiert dies jedoch schneller. Es werden zu viele abgestorbene Zellen abgestoßen, die sich auf der Kopfhaut ansammeln. Diese Hautpartikel verklumpen und zeigen sich als sichtbare Schuppen.

Die Entstehung von Schuppen auf der Kopfhaut hat verschiedene Ursachen. Ein häufiger Auslöser ist trockene oder fettige Kopfhaut. Auch andere Hauterkrankungen wie Schuppenflechte können Schuppen verursachen. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel, insbesondere an Zink oder Omega-3-Fettsäuren, kann ebenfalls zu Schuppenbildung führen. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit der Kopfhaut.

Bei fettiger Kopfhaut ist oft ein Hefepilz namens Malassezia (Pityrosporum ovale) beteiligt. Dieser vermehrt sich und führt zu Reizungen, die eine schnellere Zellerneuerung fördern. Trockene Kopfhaut hingegen entsteht oft durch Umwelteinflüsse wie Kälte oder die Verwendung von aggressiven Haarpflegeprodukten.

Spezifische Ursachen

  • Trockene Schuppen: Sie entstehen, wenn die Kopfhaut nicht genug Feuchtigkeit halten kann. Dies liegt häufig an äußeren Faktoren wie kalter Luft, Heizungsluft oder aggressiven Haarpflegeprodukten, die die natürlichen Fettschichten der Haut schädigen.
  • Fettige Schuppen: Die Hauptursache ist eine übermäßige Talgproduktion. Häufig ist der Hefepilz Malassezia für die Entstehung fettiger Schuppen verantwortlich. Dieser Pilz ernährt sich von den Ölen der Kopfhaut und fördert die Schuppenbildung.

Weitere mögliche Ursachen

  • Hormonschwankungen
  • Falsche Haarpflege
  • Ungünstiges Klima
  • Erbliche Veranlagung
  • Stress
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
  • Kontaktallergien

Warum Anti-Schuppen-Shampoos nicht immer helfen

Es ist ein Mythos, dass Anti-Schuppen-Shampoos noch mehr Schuppen verursachen. Bei Head&Shoulders zum Beispiel ist es so, dass die Produkte ihre Wirkung auf Dauer nicht verlieren und auch keinesfalls Schuppen begünstigen. Die meisten Schuppenprobleme entstehen durch einen natürlich vorkommenden Mikroorganismus, ein Hefepilz namens Malassezia globosa.

Dieser befindet sich natürlicherweise auf jeder Kopfhaut und ernährt sich vom Talg. Dabei entsteht als Nebenprodukt die sogenannte Ölsäure, auf die manche Menschen empfindlicher reagieren als andere. In diesem Fall kommt es zu einer zu schnellen Hauterneuerung, wobei zu viele Hautzellen an die Hautoberfläche transportiert werden.

In der Regel bekommt man solch ein Schuppenproblem durch ein zinkhaltiges Anti-Schuppen-Shampoo in der Griff. Die Head&Shoulders Produkte zum Beispiel, enthalten die spezielle Zinkpyrithion-Formel, diese hilft den Pilz dauerhaft in Schach zu halten. Denn der Pilz auf der Kopfhaut, der ja natürlicherweise vorkommt, lässt sich nicht von jetzt auf gleich für immer entfernen.

Bei einem Anti-Schuppen-Shampoo ist es wichtig, dass Shampoo regelmäßig und über einen längeren Zeitraum angewendet wird, denn unsere Kopfhaut braucht immer erst eine Weile um sich an ein Produkt zu gewöhnen. Nach ca. Du sagst, dass du das Gefühl hattest dass dein Schuppenproblem schlimmer wurde anstatt besser nachdem du ein Anti-Schuppen-Shampoo verwendest hast. Das kann eventuell daran liegen, dass deine Kopfhaut empfindlich reagiert hat, oder durch einen Inhaltstoff des Shampoos gereizt wurde.

Ein Anti Schuppen Shampoo kann Schuppen bekämpfen, eignet sich normalerweise aber nicht als langfristige Lösung. Ein- bis dreimal pro Woche können Sie ein Anti Schuppen Shampoo für maximal einen Monat verwenden, um die unerwünschte Neubildung von Schuppen zu verhindern - mehr aber nicht.

Was tun, wenn Anti-Schuppen-Shampoos nicht wirken?

Haarschuppen? So wirst du sie los!

Die gute Nachricht lautet: Niemand ist Kopfschuppen hilflos ausgeliefert. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen können, mit denen Sie Schuppen im Haar schnell wieder loswerden.

  1. Richtige Anwendung von Anti-Schuppen-Shampoos: Bei fettiger Kopfhaut und Schuppen sorgen Anti-Schuppen-Shampoos schnell für Erleichterung. Lassen Sie das Anti-Schuppen-Shampoo vor dem Auswaschen 1-2 Minuten einwirken. Anfangs können Sie das Shampoo täglich verwenden, später reicht es einmal pro Woche. Nach etwa einem halben Jahr können Sie dann auf ein normales Shampoo umsteigen.
  2. Öl-Therapie: Viele Experten raten bei Schuppen, die durch trockene Kopfhaut verursacht werden, zu einer Öl-Therapie: Dazu geben Sie vor dem Schlafen einfach einige Tropfen Olivenöl auf die Kopfhaut und massieren diese ein.
  3. Sanfte Behandlung der Kopfhaut: Egal, ob trockene oder große fettige Schuppen: Seien Sie sanft zu Ihrer Kopfhaut. Bei trockener Kopfhaut die Haare möglichst nicht täglich und nur kurz waschen. Achten Sie zudem darauf, wenig Shampoo zu verwenden. Nach der Haarwäsche sollten Sie allzu kräftiges Trockenrubbeln vermeiden, um die schuppige Kopfhaut nicht noch zusätzlich zu reizen. Ebenso hilfreich ist es, Ihr Haar so oft es geht an der Luft trocknen zu lassen. Achten Sie beim Föhnen darauf, Ihr Haar mit kalter Luft oder auf mittlerer Heizstufe mit höchster Gebläsestufe, am besten kopfüber, zu föhnen. Das schont die Kopfhaut.
  4. Vermeidung von Styling-Produkten am Haaransatz: Generell sollten Sie Styling-Produkte bei Schuppen im Haar nur in kleinen Mengen und nicht am Haaransatz einarbeiten. Und: Je milder sie sind, desto weniger trocknen sie die Kopfhaut aus. Bei fettiger Kopfhaut und Haaren kann hingegen kurzfristig ein Trockenshampoo oder ein Trockenshampoo-Schaum helfen, falls Sie nicht mehr zum Haarewaschen kommen.
  5. Frisurwahl: Wenn Sie gerne mit Frisuren experimentieren, dann können Schuppen auf der Kopfhaut auch eine Gelegenheit sein, etwas Neues auszuprobieren. So ist die Haarpflege zum Beispiel bei Shortcuts wesentlich unkomplizierter. Weil glatt gezogene Haare und strenge Scheitel oft den Blick auf schuppende Kopfhaut freigeben, eignen sich Locken, Wellen sowie lockere Top-Knots oder messy Hochsteckfrisuren besser, um Schuppen zu kaschieren.

Hausmittel gegen Schuppen

Viele Personen setzen bevorzugt auf natürliche Produkte und möchten daher keine speziellen Anti Schuppen Shampoos oder ähnliche Haarpflege-Produkte verwenden, sofern diese auch chemische Inhaltsstoffe enthalten. Neben diesen Artikeln gibt es auch einige natürliche Hausmittel, die dafür bekannt sind, Haare und Kopfhaut auf natürliche Weise zu pflegen und den störenden Juckreiz wirksam zu behandeln.

  • Gesunde Ernährung: Als eins der gängigsten Hausmittel kann eine gesunde Ernährung genannt werden. Dazu gehört, dass Ihr Speiseplan möglichst wenig Alkohol, Zucker, Koffein und raffinierte Mehle umfasst. Diesen Nahrungsmitteln wird nachgesagt, dass sie ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen auf der Haut bilden. Außerdem wird eine fettarme Ernährung empfohlen, um die Talgproduktion der Haut nicht zusätzlich durch eine Fettzufuhr anzukurbeln.
  • Vitamine: Besonders wichtig für Ihre empfindliche Haut sind ausreichende Mengen der Vitamine A, B (Biotin) und E. Diese Vitamine gelten als Hautvitamine, pflegen Haut und Haare und können auch beim Thema Schuppen vorbeugend und lindernd wirken.
  • Olivenöl: Olivenöl veredelt nicht nur so manche Speise, sondern kann auch eine wunderbare natürliche Ergänzung zu einem milden Anti Schuppen Shampoo sein. Bevor Sie Ihr Haar am nächsten Tag waschen, können Sie eine kleine Menge Olivenöl in Ihre Kopfhaut einmassieren und über Nacht einwirken lassen. Das soll der Beanspruchung der Kopfhaut durch das Shampoo entgegen wirken und Ihrer Haut auf natürliche Weise die dringend benötigte Feuchtigkeit spenden.
  • Sonnenschutz: Zu viel Sonne kann der Haut schaden und vor allem bei lichtem Haar auch zu einer trockenen Kopfhaut führen, was wiederum die Bildung von Schuppen begünstigt. Oft schützt schon eine luftige Kopfbedeckung, sodass Sie sich keine Sonnencreme auf Kopf und Haare geben müssen.

Wann zum Arzt?

Anhaltende Schuppen können Symptome für Hauterkrankungen wie die Schuppenflechte sein. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der die exakten Ursachen ermitteln und Ihnen die richtige Behandlung verordnen kann. Auch Schuppenflechte lässt sich heute gut behandeln, wenn rechtzeitig eine passende Diagnose gestellt wird.

Unter Umständen wird Ihnen Ihr Arzt auch ein Shampoo mit einem Antipilzmittel empfehlen, sollte es sich bei dem Auslöser der Schuppen um einen Hefepilz handeln.

In folgenden Fällen ist es wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Der Arzt entnimmt für die Diagnose entweder eine Gewebeprobe oder untersucht die Hautschuppen. „Es ist meistens nicht so, dass Leib und Leben in Gefahr sind. Aber Vernarbungen oder dauerhafter Haarverlust sind möglich“, sagt Babilas.

Vorbeugende Maßnahmen

Die gute Nachricht lautet: Niemand ist Kopfschuppen hilflos ausgeliefert. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen können, mit denen Sie Schuppen im Haar schnell wieder loswerden. Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen. Das strapaziert die Kopfhaut und trocknet sie aus.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen. Haargel und -schaum verschließen beispielsweise die Kopfhaut - was förderlich für eine Schuppenbildung ist.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten. So vermeiden Sie Schuppen im Winter.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Kopfschuppen sind ein weit verbreitetes, aber gut zu behandelndes Problem. In vielen Fällen genügen Anti Schuppen Shampoos, um die fettige Plage wieder loszuwerden. Das tägliche Waschen der Haare sollte vor allem bei trockener und empfindlicher Kopfhaut vermieden werden und bei jeder Haarwäsche sollte möglichst ein mildes Shampoo zum Einsatz kommen.

Föhnen sollten Sie Ihre Haare so kurz wie möglich und auf zusätzliche Haarpflege- und Beauty-Produkte wie Spülungen, Spray und Schaumfestiger verzichten, wenn diese die Kopfhaut unnötig reizen. Setzen Sie stattdessen auf eine kleine Menge Olivenöl, die Sie über Nacht einwirken lassen, und achten Sie auf eine gesunde Ernährung sowie einen adäquaten Sonnenschutz.

Mit diesen Maßnahmen können Sie Schuppen effektiv bekämpfen und einer erneuten Bildung vorbeugen.


Zusammenfassung der Behandlungsmethoden bei Schuppen
Art der Schuppen Behandlungsmethoden Zusätzliche Hinweise
Trockene Schuppen
  • Feuchtigkeitsspendende Shampoos
  • Öl-Therapie (z.B. Olivenöl)
  • Vermeidung von heißem Föhnen
  • Luftbefeuchtung in Innenräumen
Milde Shampoos verwenden, die speziell für trockene Kopfhaut entwickelt wurden.
Fettige Schuppen
  • Anti-Schuppen-Shampoos mit antimykotischen Wirkstoffen (z.B. Zinkpyrithion)
  • Regelmäßige Haarwäsche (2-3 Mal pro Woche)
  • Vermeidung von fettigen Pflegeprodukten
Shampoos sollten den Hefepilz Malassezia bekämpfen und die Talgproduktion regulieren.
Hartnäckige Schuppen (z.B. durch Schuppenflechte)
  • Dermatologische Behandlung
  • Spezielle Shampoos und Lösungen (z.B. mit Ketozolin)
  • Vermeidung von Stress
Ein Arzt sollte die Ursache abklären und eine individuelle Therapie verordnen.

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