Lästige Schuppen machen vor keinem Alter halt. Nicht nur Erwachsene leiden unter Schuppen: Auch bei Babys, Kindern und Jugendlichen kann es vorkommen, dass die Kopfhaut juckt und schuppt. Dann ist es wichtig, Schuppen von Erkrankungen wie Kopfgneiß und Milchschorf zu unterscheiden. Herkömmliche Kopfschuppen sind bei jungen Kindern selten. Meist ist eine Erkrankung der Kopfhaut die Ursache dafür, dass die Kopfhaut sich schuppt. Vorsicht: Juckende Kopfhaut kann auch auf einen Kopflausbefall hindeuten. Es ist nicht immer auf den ersten Blick festzustellen, ob es sich um Läuse oder Schuppen handelt. Schuppen, wie wir sie von Erwachsenen kennen, treten üblicherweise vornehmlich bei älteren Kindern auf. Besonders bei Jugendlichen sind fettige Schuppen keine Seltenheit. Die hormonelle Veränderung in der Pubertät und die dadurch gesteigerte Talgproduktion ist häufig der Auslöser.
Hautveränderungen wie gelbe Schuppen und Verkrustungen auf der Kopfhaut von Neugeborenen und Babys werden von vielen Eltern allgemein als Milchschorf bezeichnet. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um Kopfgneis. Dieser Begriff wird seltener genutzt und ist daher um einiges unbekannter. Kopfgneis und Milchschorf haben allerdings unterschiedliche Merkmale. Der meist harmlose Kopfgneis kommt häufiger vor und ist unkomplizierter als echter Milchschorf. Der Milchschorf hingegen kann ein Anzeichen für eine spätere Neurodermitis sein.
Milchschorf und Kopfgneis werden häufig verwechselt. Doch während es sich beim Kopfgneis um eine harmlose Überproduktion der Talgdrüsen handelt, die meist schnell von alleine wieder verschwindet, ist bei Milchschorf meist eine Behandlung notwendig. Kopfgneis tritt oft bereits in den ersten drei Lebensmonaten auf und klingt meist innerhalb eines Jahres wieder ab. Milchschorf entwickelt sich hingegen erst nach dem dritten Lebensmonat. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Milchschorf kann sich im weiteren Verlauf zu einer Neurodermitis (atopisches Ekzem) entwickeln. Die gelblichen Schuppen sind fest, die darunter liegende Haut gerötet und entzündet. Durch den starken Juckreiz sind Babys oder Kleinkinder mit Milchschorf oft sehr reizbar und schlafen schlecht. Sie versuchen die Schuppen abzukratzen.
Für die Pflege einer gesunden Kopfhaut ist es wichtig, Kopfgneiß von Milchschorf unterscheiden zu können.
Um die Unterschiede besser zu verstehen, hier eine Übersicht der wichtigsten Symptome:
| Merkmal | Kopfgneis | Milchschorf |
|---|---|---|
| Zeitpunkt des Auftretens | In den ersten vier Lebenswochen | Ab dem dritten Lebensmonat |
| Erscheinungsbild | Fettige, weiche und gelbbraune Schuppen, manchmal unangenehmer Geruch | Harte Schuppen und Verkrustungen, gerötete Kopfhaut, entzündete Stellen können nässen |
| Betroffene Stellen | Vordere Kopfhaut bis zur Stirn, mittig des Vorderkopfes | Stirn- und Wangenpartie, manchmal auch Windelbereich |
| Kopfhaut | Kaum gerötete Stellen | Stark ausgeprägte rote Stellen |
| Juckreiz | Keine Beschwerden | Mäßiger bis starker Juckreiz möglich |
| Verlauf | Verschwindet in der Regel von selbst innerhalb des ersten Lebensjahres | Abklingen erst nach mehreren Monaten beziehungsweise Jahren, kann Anzeichen für beginnende Neurodermitis sein |
Etwa bei jedem 10. Säugling tritt nach den ersten 3 Lebensmonaten Milchschorf auf - eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine schuppige Hautveränderung bei Babys und Kleinkindern. Zunächst treten beim Baby trockene Stellen der Haut auf. Später zeigen sich feste gelb-braune Schuppen und Krusten, die vor allem an der Kopfhaut, im Gesicht, Nacken und im Windelbereich, aber auch am Rumpf und den Gliedmaßen auftreten können. Unter der Kruste ist die Haut gerötet und entzündet. Aufgrund der ähnlich aussehenden Hautveränderungen wird Milchschorf oft mit dem häufigeren, aber harmloseren Kopfgneis verwechselt.
Die Ursache für die übermäßige Talgproduktion sind vermutlich Geschlechtshormone, die vor der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen wurden. Diese Hormone können vorübergehend eine erhöhte Talgproduktion insbesondere an der Kopfhaut beim Baby auslösen und damit zu Kopfgneis führen.
Die genaue Ursache für Milchschorf ist bisher nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass neben der Vererbung auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen: So können Infektionen, Zigarettenrauch, ein Pilzbefall der Haut oder Lebensveränderungen, die beim Kind zu Stress führen, an der Entstehung von Milchschorf beteiligt sein. Bei Babys und Kindern, die Milchschorf als Vorbote einer Neurodermitis entwickeln, reagiert das Immunsystem des Körpers überempfindlich. Eigentlich harmlose Umweltstoffe werden nicht toleriert, sondern attackiert. Das führt zu einer Entzündung der Haut.
Kopfgneis ist ein kosmetisches Problem und bedarf grundsätzlich keiner Behandlung. Ist eine Entfernung aus kosmetischen Gründen oder wegen des Geruchs angedacht, sollte die Kopfhaut des Babys vorher mit Öl eingerieben werden. Dafür eignen sich zum Beispiel gut Baby- oder Mandelöl. Nach kurzer Einwirkzeit können die Schuppen mithilfe einer weichen Bürste ausgekämmt werden.
Die Behandlung von Milchschorf ist immer notwendig. Insbesondere wenn Juckreiz die Kinder plagt und sich durch das Kratzen Entzündungen verschlimmern. Ohne Vorbehandlung sollten Schuppen niemals von der Kopfhaut abgekratzt werden, da die Verletzungsgefahr zu hoch ist. Es können sich Narben bilden und die Entzündung verschlimmern. Die Schuppen werden mit speziellen Öl- und Gel-Präparaten aufgeweicht. Das Rezept für diese Präparate erhalten Eltern nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt.
Versuche auf keinen Fall, die Schuppen durch starkes Rubbeln oder Schrubben der Kopfhaut zu entfernen. Das könnte insbesondere bei einer Frühform der Neurodermitis die Entzündungen auf der schon belasteten Haut verstärken.
LOYON® ist ein Medizinprodukt, das die Haut von der vermehrten Ansammlung von Schuppen bei Milchschorf und Kopfgneis auf rein physikalischem Wege befreit. Damit greift die Lösung nicht in körperliche Prozesse ein. Diese Eigenschaft, sowie der Verzicht auf Konservierungs- und Farbstoffe, macht es zu einem besonders verträglichen, schuppenlösenden Mittel, das auch bei Babys und Kleinkindern eingesetzt werden kann. LOYON® ist zudem leicht anwendbar, klebt oder brennt nicht und ist vollkommen geruchslos.
Eltern sollten den Kinderarzt aufsuchen, wenn die Hautveränderungen dauerhaft bestehen oder Hautschuppen erst nach dem dritten Lebensmonat auftreten. Verschlimmert sich der Juckreiz, entstehen Entzündungen auf der Kopfhaut oder breitet sich das Milchschorfekzem im Gesicht aus, ist unbedingt eine medizinische Abklärung notwendig. Kommen zusätzlich Windeldermatitis oder Fieber hinzu, sollten Eltern unverzüglich die Kinderärztin oder den Kinderarzt aufsuchen.
Einige Empfehlungen können helfen, die Beschwerden bei Ihrem Kind zu lindern. Wir haben Ihnen verschiedene Tipps zusammengestellt.
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