Schuppen in den Augenbrauen können unangenehm sein und verschiedene Ursachen haben. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Ursachen und bietet Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugenden Maßnahmen.
Als schuppige Haut werden im Allgemeinen großflächige schuppenartige Hautpartien beschrieben, die sich trocken und rau anfühlen. Dieses Erscheinungsbild geht häufig mit einem Schälen der Haut, Juckreiz, Hautverfärbung, erhöhter Empfindlichkeit oder sogar Schmerzempfindlichkeit einher.
Trockene, schuppige Haut ist oft das Ergebnis einer Kombination verschiedener Faktoren. Häufig ist sie verbunden mit einer gestörten Hautschutzbarriere, die Feuchtigkeit entweichen lässt. Wenn der natürliche Erneuerungsprozess der Haut gestört ist, kann eine Ansammlung abgestorbener Zellen zu schuppiger Haut führen. Der natürliche Alterungsprozess, das Klima, längerer Kontakt mit Wasser und andere externe Reize können ebenfalls zu trockener oder gar schuppiger Haut führen.
Schuppige Haut kann sowohl im Gesicht als auch am ganzen Körper, vor allem aber an Beinen, Händen und Füßen auftreten. In diesen Bereichen können schuppige Hautpartien die Folge von extrem trockener Haut sein. Daneben gibt es aber auch Hauterkrankungen, die schuppige Haut verursachen, wie z.B. Ekzeme, Psoriasis, Seborrhoische Dermatitis, Aktinische Keratose oder Ichthyosis vulgaris.
Wenn du vermutest, dass deine trockene, schuppige Haut durch eine dieser Hauterkrankungen verursacht wird, solltest du am besten einen Dermatologen aufsuchen, damit er dir die passenden Behandlungsmöglichkeiten empfehlen kann.
Insgesamt gibt es viele Ursachen, die Schuppen in den Augenbrauen begünstigen, von Hauterkrankungen bis hin zu äußeren Einflüssen:
Das seborrhoische Ekzem bzw. die seborrhoische Dermatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut bei Erwachsenen. Das äußere Erscheinungsbild sieht wie ein Hautausschlag aus und ähnelt dem Kopfgneis bei Säuglingen (seborrhoisches Säuglingsekzem). Im Gegensatz zum Kopfgneis kehrt das seborrhoische Ekzem in Schüben immer wieder und bleibt ein Leben lang bestehen.
Typische Symptome des seborrhoischen Ekzems sind meist klar begrenzte Rötungen der Haut, die mit talgigen, weißlich-gelblichen Schuppen oder Krusten bedeckt sind. Die Schuppen fühlen sich oft fettig an und treten meist auf der behaarten Kopfhaut auf. Daher wird diese Form der Dermatitis manchmal auch als „Kopfgneis des Erwachsenen“ beschrieben. Neben der Kopfhaut können auch das Gesicht, z. B. die Augenbrauen, betroffen sein.
Das seborrhoische Ekzem kann unterschiedliche Ausprägungen haben. Die mildeste Form ist das seborrhoische Ekzematid. Es ist meist geprägt von einer starken Talg- und häufig auch Schweißproduktion. Die fettig-gelblichen Schuppen sind oft das einzige Anzeichen. Sie bilden sich in erster Linie im Gesicht, oft an den Augenbrauen und um die Nase.
Dein Hautarzt erkennt das seborrhoische Ekzem in erster Linie am Aussehen der Hautveränderungen und daran, wo diese am Körper auftreten. Wichtig bei der Diagnose ist, sie von anderen Erkrankungen der Haut zu unterscheiden. So kann insbesondere die Schuppenflechte (Psoriasis) zu ähnlichen Symptomen führen.
Die genauen Ursachen und Risikofaktoren des seborrhoischen Ekzems sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass mehrere Aspekte, die sich gegenseitig beeinflussen, bei der Entstehung eine Rolle spielen. Bei der Hauterkrankung ist der Erneuerungsprozess der Haut gestört.
Auch eine Fehlfunktion der Talgdrüsen wird als eine der Ursachen diskutiert. Bei Menschen mit seborrhoischem Ekzem kann die übermäßige Talgproduktion zu einer vermehrten Besiedelung von Malassezia-Hefepilzen führen. Viele Menschen mit seborrhoischem Ekzem stellen fest, dass sich die Erkrankung bei Stress verschlechtert. Auch das Klima kann sich offenbar auf das seborrhoische Ekzem auswirken. Auch der genetischen Veranlagung wird eine Rolle beim seborrhoischen Ekzem zugeschrieben.
Das Immunsystem wird beim seborrhoischen Ekzem zu den Ursachen gezählt. Malassezia-Hefepilze gehören zur normalen Hautflora und ernähren sich vom Talg der Haut.
Ein seborrhoisches Ekzem ist meist harmlos und nicht ansteckend. Die Hauterkrankung ist jedoch häufig wiederkehrend und kann durch den sichtbaren Hautausschlag im Gesicht und an der Kopfhaut sehr belastend sein. Mit einer wirksamen Behandlung kann es gelingen, die lästigen Symptome des seborrhoischen Ekzems auch langfristig in Schach zu halten.
Die Krankheit kann ab der Pubertät auftreten. Meist tritt sie um das 40. Lebensjahr auf. Man vermutet heute, dass bei vielen Betroffenen eine erbliche Veranlagung für eine Fehlfunktion des Immunsystems besteht, die das Auftreten der Erkrankung fördert. Hierfür spricht auch, dass Menschen, deren Immunsystem durch eine Erkrankung oder Stress stark geschwächt ist, sehr viel häufiger am seborrhoischen Ekzem erkranken als die Normalbevölkerung.
Die betreffenden Hautregionen verändern bei einem seborrhoischen Ekzem typischerweise ihr Aussehen: Die Haut ist fleckig, gerötet und besetzt mit gelblichen, fettig glänzenden Schuppen. Auf dunkler Haut erscheinen die Hautentzündungen weniger rötlich, sondern eher hell.
Die nicht juckenden Ekzeme können an diesen Körperbereichen auftreten:
Noch ist nicht vollständig geklärt, was zu einer seborrhoischen Dermatitis führt, Forschende nehmen an, dass verschiedene Faktoren die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, erhöhen. Ein möglicher Auslöser ist ein Hefepilz namens „Malassezia furfur“. Dieser ist Teil der normalen Hautflora, bei Erkrankten kann er aber übermäßig vorkommen. Wahrscheinlich sind auch die Talgdrüsen besonders aktiv, dadurch bilden sie mehr Talg als üblich.
Es ist denkbar, dass Hormone am Krankheitsgeschehen beteiligt sind: Durch einen erhöhten Androgenspiegel kann die Talgproduktion aus dem Takt geraten. Auch können Bakterien und Stress die Erkrankung auslösen. Die familiäre Veranlagung scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen. Nicht zuletzt können Medikamente die Wahrscheinlichkeit für eine seborrhoische Dermatitis erhöhen, etwa das Antidepressivum Lithium oder auch spezielle Neuroleptika.
Wie das seborrhoische Ekzem genau behandelt wird, richtet sich nach der Ausprägung der Hauterkrankung und danach, welche Beschwerden im Vordergrund stehen. Wenn du mit der Behandlung deines seborrhoischen Ekzems beginnst, denke daran, dass es häufig ein wenig Geduld braucht, bis alle Beschwerden zurückgehen. Durch die Entfernung der Schuppen (Keratolyse), wird das Hautbild verbessert. Das ist besonders dann wichtig, wenn die Schuppen an gut sichtbaren Stellen, wie dem Gesicht, der Kopfhaut oder den Händen auftreten.
Die sichtbaren Schuppen des seborrhoischen Ekzems werden - neben möglichem Juckreiz - oft als besonders unangenehm empfunden, können zu Scham führen und sehr belastend sein. Die Haut von den lästigen Schuppen zu befreien, trägt dazu bei, sich wieder wohl in seiner Haut zu fühlen.
Zur Keratolyse eignet sich LOYON® sehr gut. Es entfernt die Schuppen wirksam und schonend, auf rein physikalische Weise, wobei es weder klebt noch unangenehm riecht. LOYON® wird einfach in die betroffenen Hautareale einmassiert, wo es mindestens drei Stunden verbleiben sollte.
Weitere Mittel, die ebenfalls zur Keratolyse auf betroffenen Hautpartien verwendet werden können, sind z. B. Shampoos oder Cremes mit Harnstoff oder Salicylsäure. Auch auf Hausmittel, z. B. Apfelessig greifen manche Menschen zurück. Sie sind jedoch nicht für jeden geeignet. So kann etwa Harnstoff auf der Haut Rötungen und Brennen verursachen oder der Geruch von Apfelessig als unangenehm empfunden werden. Salicylsäure darf bei eingeschränkter Nieren oder Leber-Funktion nicht angewendet werden, da der Wirkstoff sich im Körper ansammeln und zu Vergiftungen führen kann. Außerdem sollte Salicylsäure auch bei gesunden Menschen nicht großflächig über einen längeren Zeitraum angewendet werden.
Um das Wachstum der am seborrhoischen Ekzem beteiligten Malassezia-Pilze zu hemmen, werden zur Therapie meist Cremes oder Shampoos mit speziellen Wirkstoffen wie z. B. Ketoconazol und Ciclopirox verwendet. Darüber hinaus eignen sich auch Shampoos mit Zinkpyrithion oder Seleniumsulfid.
Zur Linderung der Entzündungen, die mit dem seborrhoischen Ekzem einhergeht, können Kortisonpräparate eingesetzt werden. Auf der behaarten Kopfhaut werden sie als Shampoo oder Schaum aufgetragen, auf der übrigen Haut in Form von Cremes oder Salben. Bei längerer Anwendung können Kortikoide zu einem Ausdünnen der Haut führen. Gerade im Gesicht sollten daher alternativ Wirkstoffe aus der Gruppe der Calcineurin-Inhibitoren eingesetzt werden (z. B. Pimecrolimus, Tacrolimus).
Wer auffällige Hautstellen bei sich entdeckt, kann sich zunächst an die hausärztliche Praxis wenden. Sie stellt bei Bedarf eine Überweisung zu einem Dermatologen oder einer Dermatologin aus. Für die Diagnose seborrhoisches Ekzem reichen in der Regel die Angaben zur Krankengeschichte und ein geschulter Blick auf die Haut. So grenzen Medizinerinnen und Mediziner auch das seborrhoische Ekzem von einer Schuppenflechte oder einer Neurodermitis ab. Bei einer Neurodermitis ist die Haut in der Regel an anderen Stellen auffällig und die entzündeten Hautstellen jucken typischerweise.
Ist die Diagnose trotz körperlicher Untersuchung unklar, kann der Arzt oder die Ärztin einen Abstrich ins Labor schicken, um eine Infektion auszuschließen. Steht fest, dass es sich, etwa im Gesicht, um ein seborrhoisches Ekzem handelt, existieren verschiedene Behandlungen. Oral einzunehmende Medikamente sind nicht nötig, stattdessen wird die Hautstelle lokal therapiert:
Je nachdem, wie stark die Entzündungen ausfallen und um welches Produkt es sich handelt, dauert die Behandlung mehrere Tage bis wenige Wochen.
Neben medizinischen und kosmetischen Produkten können Hausmittel Ihre Haut auf natürliche Weise unterstützen:
Ganz gleich, welches Hausmittel Sie ausprobieren: Testen Sie dieses immer zuerst an einer kleinen Hautstelle, um allergische Reaktionen auszuschließen.
Reinigen Sie Ihre Augenbrauen und die umliegende Haut regelmäßig, um überschüssigen Talg und Schmutz zu entfernen. Denn beides kann die Schuppenbildung begünstigen. Verwenden Sie milde Reinigungsprodukte, die die Haut nicht austrocknen.
Um das Erscheinungsbild trockener, schuppiger Haut zu verbessern, solltest du feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte wie die Feuchtigkeitscreme von CeraVe verwenden. Inhaltsstoffe wie Ceramide, die in allen Produkten von CeraVe enthalten sind, und Hyaluron sind hierbei besonders förderlich, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und die natürliche Hautschutzbarriere zu stärken.
Auch eine auf das Hautbild abgestimmte Reinigung kann sich positiv auswirken. Achte darauf, milder Reinigungsprodukte zu verwenden, die deine Haut nicht austrocknen.
Ein regelmäßiges Peeling hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Haut glatt und geschmeidig zu halten.
Schuppige Haut kann unangenehm sein und teilweise lässt sie sich nicht mit der normalen Pflege in den Griff bekommen. Wenn du trotz aller Bemühungen weiterhin von schuppiger Haut betroffen bist, scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In manchen Fällen kann schuppige Haut nämlich auf eine ernsthafte Hauterkrankung hinweisen.
In folgenden Fällen ist ein Arztbesuch ratsam:
Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:
Schuppen in den Augenbrauen können verschiedene Ursachen haben, von trockener Haut über Pilzinfektionen bis hin zum seborrhoischen Ekzem. Eine gute Hautpflege, gegebenenfalls unterstützt durch medizinische Behandlungen oder Hausmittel, kann helfen, die Symptome zu lindern und die Hautgesundheit zu verbessern. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.
| Ursache | Symptome | Behandlung |
|---|---|---|
| Trockene Haut | Trockene, weiße Schuppen | Feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte, Vermeidung aggressiver Reinigungsmittel |
| Pilzinfektion | Fettige, gelbliche Schuppen, Juckreiz | Antimykotische Cremes oder Shampoos |
| Seborrhoisches Ekzem | Rötungen, fettige Schuppen, Juckreiz | Keratolytische Mittel, Antimykotika, Kortisonpräparate |
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