So ziemlich jeder kennt das Problem: Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit beim Rasieren und schon hat man sich geschnitten. Vor allem, wenn es schnell gehen soll, passiert es häufig, dass man abrutscht oder die Klinge schräg hält. Das ist ärgerlich, muss aber nicht sein. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie Schnittverletzungen vermeiden.
Das Wichtigste für eine saubere und verletzungsfreie Rasur ist eine scharfe Klinge. Mit jeder Rasur wird die Klinge stumpfer. Vor allem bei dickeren Haaren oder harten Bartstoppeln kann sich die Klinge schneller abnutzen. Achten Sie daher darauf, die Klinge regelmäßig zu wechseln. Ob die Klinge zupft oder sauber durch die Haare gleitet, ist ein guter Indikator für den Wechselzeitpunkt. Sobald es beginnt zu zupfen und zu ziehen, sollten Sie die Klinge wechseln.
Eine saubere Klinge ist das A und O für eine saubere Rasur. Reinigen Sie die Klinge nach jeder Anwendung sorgfältig. Je mehr Rückstände sich in der Klinge befinden, desto höher ist das Risiko einer Hautverletzung. Werden diese nicht regelmäßig entfernt, steigt zudem das Risiko einer Entzündung, da sich auch Keime und Bakterien in den Rückständen ansammeln können. Achten Sie darauf, dass die Klinge gut und schnell trocknen kann.
Ob im Gesicht, an den Armen oder an den Beinen: Ist die Haut nicht gespannt, steigt das Risiko einer Hautverletzung. Während die Haut an Armen und Beinen in der Regel relativ glatt und gespannt ist, kommt es gerade beim Mann darauf an, dass er seine Haut insbesondere im Bereich von Nase, Mund oder Hals entsprechend anspannt. Dadurch erhalten Sie ein wesentlich besseres Rasurergebnis.
Immer wieder hört man, dass man immer gegen den Strich rasieren soll, da sich dadurch die Haare aufstellen und noch besser abgeschnitten werden können. Tatsächlich führt eine Rasur gegen den Strich mit der Zeit aber zu Hautirritationen und gereizten Haarwurzeln. Zudem steigt dadurch auch das Risiko von Hautverletzungen und Entzündungen. Eine Rasur gegen den Strich sollte daher im Idealfall grundsätzlich vermieden werden, außer, es lässt sich nicht vermeiden.
Rasieren Sie sich am besten immer am Morgen direkt nach dem Aufstehen. Der Grund dafür ist, dass die Haut am Morgen besonders elastisch ist. Verwenden Sie für die Rasur außerdem eine Pre-Shave Creme. Sie versorgt die Haut bereits während der Rasur mit wichtigen Pflegestoffen und beugt außerdem Hautirritationen vor. Gehen Sie aber bei der Verwendung von Pflegemitteln sowohl während als auch nach der Rasur immer sparsam vor, da die Haut durch die Rasur wesentlich empfindlicher ist und daher auch entsprechend überempfindlich reagieren kann.
Auch wenn Sie noch so gut aufpassen, kann es passieren, dass Sie sich schneiden. Zum Glück gibt es ein paar Dinge, die Sie tun können, um die Haut nach einer Schnittverletzung zu versorgen.
Generell sollten Sie dafür sorgen, dass die Blutung umgehend gestoppt wird. Eine große Hilfe ist dann zum Beispiel ein Alaunstift. Dieser Pflegestift hat eine besonders adstringierende Wirkung und sorgt dafür, dass sich das Gewebe zusammenzieht, wodurch die Blutung schneller gestoppt wird. Alternativ kann aber auch einfach nur kaltes Wasser oder etwa ein Eiswürfel auf die Schnittwunde gehalten werden, da sich das Gewebe auch durch Kälte zusammenzieht. Dies ist aber nur bei kleineren Hautverletzungen hilfreich. Bei tieferen Wunden hingegen sollten Sie die Wunde entsprechend mit einem Pflaster oder einer Mullbinde versorgen und im Bedarfsfall auch von einem Arzt untersuchen lassen, was vor allem dann erforderlich ist, wenn Sie im Bereich der Hautverletzung eine gewisse Taubheit verspüren sollten.
Selbst wenn Sie keine offensichtliche Schnittverletzung sehen können, sind sie dennoch in den meisten Fällen vorhanden. Mit einem Aftershave beispielsweise wird die Haut desinfiziert und gereinigt, wodurch eine mögliche Entzündung verhindert wird.
Mit ausreichend Übung ist die Rasur in der Bikinizone mit dem Hobel kein Problem, sondern sogar weitaus hautfreundlicher, als mit wenig scharfen Einweg- oder Systemrasierern immer und immer wieder über die Haut schaben zu müssen. Ein gewisse Übung ist aber unvermeidbar. Nehmen Sie sich vor allem beim ersten Mal ausreichend Zeit und legen Sie sich einen Hand- oder Make-Up-Spiegel parat, damit Sie alles gut im Blick haben. Verwenden Sie bitte neue, saubere Klingen, auch wenn Sie vielleicht fürchten, sich damit zu schneiden. Schnitte entstehen bei der Rasur insbesondere dann, wenn Klingen hängenbleiben und plötzlich etwas zu stark auf die Haut drücken - dieses Risiko ist mit neuen Klingen und einem Rasierhobel geringer, als mit Einweg- und Systemrasierern.
Es gibt einige Mythen über Rasierschnitte, die nicht der Wahrheit entsprechen:
Wasche Dein Gesicht vor der Rasur und befreie Deine Haut von eingeschlossenen oder eingewachsenen Haaren. Auch Dampf kann helfen, deshalb rasieren sich manche Männer gerne unter der Dusche. All das kann helfen, das Risiko, sich zu schneiden beim Rasieren zu verringen.
Einer der häufigsten Gründe für die Entstehung von Pickeln nach der Rasur sind eingewachsene Haare. Denn manchmal wachsen kurz abgeschnittene Haare beim Nachwachsen nicht gerade aus der Haut heraus. Stattdessen wachsen sie unter der Hautoberfläche weiter, worauf der Körper mit einer Entzündung im Haarfollikel reagiert. Besonders anfällig hierfür sind Haare mit einer dicken oder lockigen Haarstruktur. Auch eine sogenannte Hyperkeratose begünstigt das Einwachsen von Haaren.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Schnittverletzungen | Stumpfe Klinge, falsche Technik, ungespannte Haut | Regelmäßiger Klingenwechsel, richtige Technik, Haut spannen |
| Hautirritationen | Rasur gegen den Strich, aggressive Produkte | Rasur mit dem Strich, milde Produkte |
| Rasierpickel | Eingewachsene Haare, Bakterien | Peeling, scharfe Klinge, Desinfektion |
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