Wenn die Haarwurzeln schmerzen, spricht man von Trichodynie. Rund jeder fünfte Mensch leidet hin und wieder oder sogar ständig unter Haarschmerzen, vermuten Dermatologen. Im Folgenden werden die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von schmerzenden Haarwurzeln erläutert.
Haare sind eigentlich totes Material. Doch dort, wo sie im Kopf verwurzelt sind - genau, an den Haarwurzeln - können sie, genauer gesagt kann die Kopfhaut unangenehm schmerzen. Manchmal ist es ein Graus: Die kleinste Bewegung der Haare verursacht Schmerzen. Wenn jede einzelne Haarwurzel zu schmerzen scheint, spricht man auch von Trichodynie.
Unsere Kopfhaut ist ein sehr empfindliches Gebilde. Jede Menge Nervenenden liegen hier, noch dazu ist sie stark durchblutet. Daneben sind auch juckende Kopfhaut, ein Kribbeln oder Brennen sowie Spannungskopfschmerzen und Haarausfall Zeichen von Trichodynie. Manche Patienten leiden über Tage oder Wochen an den Symptomen, die wiederum Stress auslösen können - der eine der Ursachen für Trichodynie sein kann.
Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig und oft nicht vollständig erforscht. Es gibt verschiedene Faktoren, die zu schmerzenden Haarwurzeln führen können:
Die Trichodynie beschreibt die Missempfindung der Kopfhaut beziehungsweise des Haarapparats. Typische Symptome sind:
Um die Ursache der schmerzenden Haarwurzeln zu ermitteln, ist eine gründliche Untersuchung durch einen Hautarzt erforderlich. Der Arzt wird das Aussehen von Haaren und Kopfhaut beurteilen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen wie Allergietests oder eine Kopfhautbiopsie durchführen.
Die Therapie der Trichodynie richtet sich nach der Ursache. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:
Es gibt einige Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um die Beschwerden zu lindern:
Wenn eine Entzündung die Ursache für Haarausfall ist, ergibt sich häufig ein diffuses oder fleckenartiges Ausfallmuster. Die empfindliche Kopfhaut ist meist sichtbar angegriffen, eine Behandlung muss mit größter Sorgfalt erfolgen. Bei Haarverlust, der auf Kopfhautentzündungen zurückgeht, sind Hautärzte oder Allgemeinmediziner gewöhnlich die ersten Ansprechpartner.
Wird der Haarausfall durch eine entzündliche Erkrankung verursacht, können die Anzeichen recht unterschiedlich sein. Oft ist nicht nur der Kopf, sondern auch die Haut in anderen Körperbereichen betroffen. Je nach Ausprägung ist das Leidensniveau recht unterschiedlich. Häufiger kommt es an betroffenen Stellen zu Vernarbungen. Bei einer vernarbenden Alopezie sind Haarfollikel und Haarwurzeln ein für alle Mal zerstört.
Zu den Ursachen können Stress, falsche Pflege oder Neurodermitis gehören. Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Haarfollikel und Haarwurzelzellen. Bei manchen Ausprägungen spielen Viren, Bakterien oder Pilze eine Rolle. Sie besiedeln die Kopfhaut oder dringen in offene Haarwurzelkanäle ein. Der Körper reagiert darauf mit entzündlichen Abwehrvorgängen.
Eine gründliche Diagnose ist Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung einer Kopfhautentzündung. Die Behandlungsmaßnahmen richten sich nach dem individuellen Verlauf. Starker Juckreiz soll ebenso unterbunden werden wie optische Beeinträchtigungen.
In den meisten Fällen hat Haarausfall andere Ursachen als eine Kopfhautentzündung. Hier eine kurze Übersicht:
Es gibt verschiedene Erkrankungen der Kopfhaut, die zu Juckreiz, Schuppung, Rötung und Schmerzen führen können:
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Informationen zusammen:
| Erkrankung | Symptome | Ursachen | Behandlung |
|---|---|---|---|
| Trichodynie | Kopfhautschmerzen, Jucken, Brennen | Vielfältig, oft unklar | Symptomatisch, Ursachenbekämpfung |
| Schuppen | Weiße/gelbe Flocken | Trockene Haut, Pilzinfektion | Antischuppen-Shampoos |
| Ekzeme | Entzündungen, Schuppung | Allergien, Reizstoffe | Cortison, Feuchtigkeitscremes |
| Psoriasis | Schwere Flocken | Autoimmunerkrankung | Spezielle Medikamente |
| Follikulitis | Eiterköpfe | Bakterien | Antibiotika |
| Tinea capitis | Juckende, schuppige Bereiche | Pilzinfektion | Antimykotika |
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