Ein Schmerz wie ein Hammerschlag oder ein Druck wie mit dem Schraubstock - Beschwerden am Kopf können sich sehr unterschiedlich anfühlen. Diese Beschwerden kennen Sie bestimmt: Ein drückender oder ziehender Schmerz an der Stirn oder an den Schläfen, der es Ihnen schwer macht, sich zu konzentrieren. Woher kommt dieser Kopfschmerz, und was können Sie dagegen tun? Es gibt mehrere mögliche Kopfschmerz-Typen, die hier in Frage kommen können.
Es sind unspezifische Kopfschmerzen, die nicht die Blutgefäße betreffen und nicht mit organischen Erkrankungen zusammenhängen. Bei Spannungskopfschmerzen klagen die Betroffenen über leichte bis mittelstarke Schmerzen, die meist an beiden Seiten des Kopfes liegen. Sie strahlen vom Hinterkopf und den Schläfen zur Stirn und oft auch hinter die Augen aus. Typisch ist ein dumpfer Druck am Kopf, der nicht pulsiert. Einige Patienten haben zudem leichte Empfindlichkeit gegen Lärm oder Licht. Auslöser der Beschwerden sind häufig Stress oder Angst, aber auch eine schlechte Körperhaltung, die eine Verspannung der Muskeln verursachen. Oft wird diese Kopfschmerzart deshalb auch als Stresskopfschmerz bezeichnet. Am verbreitetsten ist die episodische Form. Sollten Sie allerdings länger als drei Monate lang an mindestens 15 Tagen pro Monat Beschwerden haben, leiden Sie unter der chronischen Form.
Wenn Sie den ganzen Tag vorm Screen gesessen haben, kennen Sie diese Probleme bestimmt: Der Nacken und die Schultern sind verspannt und tun weh und selbst die Augen sind gereizt, trocken oder tränen. Das kann daran liegen, dass die Augen überbeansprucht wurden, oder aber an einem falsch eingestellten Bildschirm, Schreibtisch oder Stuhl. Auch schlechtes Licht kann dafür verantwortlich sein.
Bei einer Erkältung spüren Sie meist Kopfschmerzen in Schläfen und Stirn, oft auch zwischen den Augenbrauen. Denn die Nasennebenhöhlen, vor allem die Stirnhöhlen, sind dann oft entzündet. Das Nasensekret kann nicht mehr abfließen, was Druck verursacht. Wenn Sie sich nach vorne beugen, wird es noch schlimmer. Auch die Augen schmerzen.
Heftige Kopfschmerzen an Schläfen und Stirn, die meist auf einer Seite liegen, aber auch auf die andere Seite wechseln können, sind Anzeichen für eine Migräne. Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzen verschlimmert Bewegung die Beschwerden noch, Licht und Lärm ebenfalls. Zu den Symptomen gehören außerdem Kribbeln in den Armen und Beinen sowie Sehstörungen. Betroffene können pulsierende, hämmernde und starke Kopfschmerzen an Stirn, Schläfen und sogar den Augenbrauen haben. Das liegt daran, dass hier ein Teil des Trigeminus-Nervs durch den sogenannten Corrugator-Muskel verläuft (er reguliert das Zusammenziehen der Brauen). Bei einer Form der Krankheit, der Vestibulären Migräne, gehören außerdem Schwindel-Anfälle zu den Symptomen.
Sie sind selten und durch sehr starke Beschwerden kaum zu ertragen, und anders als bei der Migräne sind vor allem Männer statt Frauen betroffen: Clusterkopfschmerzen sind extrem heftige Kopfschmerzen, die sich anfühlen, als würde eine glühende Nadel durchs Auge gestoßen. Typisch ist, dass die Krankheit episodisch auftritt - manchmal auch mit größeren Intervallen. Eine Attacke dauert 15 bis 180 Minuten. Die Schmerzen beginnen einseitig im Bereich der Augen und strahlen bis zur Schläfe aus. Die Ursachen sind noch nicht ganz erforscht, aber die Gene spielen eine Rolle und offenbar auch eine höhere Aktivität im Zwischenhirn. Bestimmte Nahrungsmittel mit Histamin bzw. Tyramin (z.B.
Bei dieser Krankheit tut das Gesicht weh. Das liegt am Drillingsnerv (Nervus trigeminus), der die Empfindungen der beiden Gesichtshälften weiterleitet. Bei der Neuralgie ist meist nur eine Gesichtshälfte betroffen. Die Schmerzen kommen plötzlich und sind zwar kurz, aber sehr heftig, sie fühlen sich an wie elektrische Schläge.
Wenn ein Patient ständig unter Kopfschmerzen an den Schläfen leidet und schon das Berühren der Schläfen wehtut, könnte das auch eine Riesenzellenarteriitis sein (RZA, früher auch als Morbus Horton bzw. als Arteriitis temporalis bekannt). Das ist eine Entzündung der Schläfenarterien auf beiden Seiten des Kopfes. Der Schmerz ist stark, pochend und brennend, meist liegt er auf einer Seite des Kopfes. Manche Patienten klagen auch über leichtes Fieber, Müdigkeit, Appetit- oder Gewichtsverlust oder eine empfindliche Kopfhaut. RZA ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper die Blutgefäßwände angreifen. So entsteht eine Schwellung, die die betroffenen Gefäße verengen und den Blutfluss verringern kann. In schweren Fällen können die Arterien vollkommen blockiert werden. Das kann gefährlich sein, wenn die Arterie, die das Gehirn versorgt, betroffen ist - das kann zu einem Schlaganfall führen. Wenn es die Arterie betrifft, die die Netzhaut versorgt, ist die Sicht gefährdet.
Kopfschmerzen an Schläfe oder Stirn sind meist harmlos. Aber es gibt Fälle, bei denen Sie sofort zum Arzt gehen sollten.
Wenn Sie nicht genau wissen, woher Ihre Kopfschmerzen kommen ist ein Kopfschmerztagebuch sehr hilfreich. In manchen Fällen können Sie Ihre Kopfschmerzen mit Hausmitteln lindern. Das gilt vor allem für leichte Schmerzen. Manchem Betroffenen, der nach langem Sitzen am Schreibtisch der Kopf wehtut, hilft aber auch eine Kälteanwendung. Probieren Sie mal aus, ob Ihnen ein kalter Waschlappen, auf Stirn oder Schläfen gelegt, bei Spannungskopfschmerzen Linderung bringt. Hilfreich könnte auch Pfefferminzöl sein, das Sie auf Stirn oder Schläfen auftragen und sanft einmassieren können. Kopfschmerzen und Migräne können Sie gut mit Schmerztabletten behandeln. Wenn Sie unter Migräne leiden, können Sie bei den ersten Anzeichen ein Medikament nehmen. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat sogar eine hervorgehobene Empfehlung für die Wirkstoffkombination aus ASS, Paracetamol und Coffein als Mittel der ersten Wahl ausgesprochen. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke dazu beraten.
Eine Nasennebenhöhlenentzündung - auch Sinusitis genannt - bildet sich oft auf der Grundlage einer Erkältung. Die Nase ist verstopft, oft kommen Kopfschmerzen und Fieber dazu: Die Sinusitis ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales). Eine akute Sinusitis bildet sich oft auf der Grundlage einer Erkältung, wenn die feinen, mit Schleimhaut ausgekleideten Verbindungskanäle zwischen Nasenhöhle und den verschiedenen Nebenhöhlen verstopfen. Normalerweise transportieren winzige Flimmerhärchen ständig Sekret mit eingeatmeten Staubkörnchen, Schmutzteilchen oder Krankheitserregern aus den Nebenhöhlen Richtung Nase und Rachen ab. Entzünden sich die Schleimhäute und schwellen an, gerät dieser Abfluss jedoch ins Stocken.
Eine akute Rhinosinusitis wird meist von Kopfschmerzen begleitet, die je nach Befall unterschiedlich lokalisiert sein können: hinter der Stirn bei Befall der Stirnhöhle, der Siebbeinzellen und der Kieferhöhle. Wenn eine akute Rhinosinusitis nicht richtig ausheilt, wird sie verschleppt. Dann besteht die Gefahr, dass sie in eine chronische Rhinosinusitis übergeht.
Abhängig davon, welcher Teil sich entzündet hat, wird der Begriff „Sinusitis“ weiter konkretisiert:
Eine Stirnhöhlenentzündung äußert sich beispielsweise durch pulsierende oder bohrende Kopfschmerzen, die direkt hinter der betroffenen Stirnseite lokalisiert sind.
Einer Stirnhöhlenentzündung geht oft eine Infektion mit Erkältungsviren voraus. Die Nasenschleimhaut bildet dann vermehrt Sekret, um die Krankheitserreger wieder auszuspülen, und schwillt an. Sowohl die Schwellung als auch die vermehrte Sekretbildung führen dazu, dass sich die Verbindungsgänge zwischen Nase und Stirnhöhlen verschließen und sich infolgedessen Sekret staut. "Dieser Sekretstau bildet einen Nährboden für Krankheitserreger, die über den Nasenraum aufsteigen können", erklärt der Präsident des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Dr. Dirk Heinrich.
Außerdem entzünden sich häufig die Stirnhöhlen bei Menschen mit allergischer Rhinitis - besser bekannt als Heuschnupfen. Zudem begünstigen anatomisch bedingte Engstellen in der Nasenhöhle eine Entzündung der Stirnhöhlen - etwa eine verkrümmte Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln oder Nasenpolypen. "Diese verlegen die Eingänge zu den Nebenhöhlen und verursachen zunächst akute Infekte, die schnell chronisch werden können", sagt Heinrich.
Ziel der Behandlung ist es die Schleimhäute zum Abschwellen zu bringen, um so die Belüftung der Nebenhöhlen wieder herzustellen. Um das zu erreichen, muss das gestaute Sekret abfließen können. Zusätzlich zu einer medikamentösen Behandlung empfiehlt es sich, alle potenziell auslösenden Faktoren der Entzündung zu vermeiden. Die Behandlung einer Sinusitis mit Medikamenten erfolgt je nach Alter und Krankheitsstatus. Die erforderlichen Medikamente werden durch Ihren Arzt verordnet.
Der Vorteil von Hausmitteln ist, dass sie zum großen Teil sowohl von Erwachsenen, als auch von Kindern genutzt werden können. Wir haben für Sie einige Beispiele zusammengetragen:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen.
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