Die Bedeutung und Herkunft des Augenbrauenschlitzes (Eyebrow Cut)

Der Augenbrauenschlitz, auch bekannt als "Eyebrow Cut", ist ein modisches Detail, bei dem eine oder mehrere kleine Lücken in die Augenbraue rasiert werden. In diesem Artikel werden wir die Bedeutung und Herkunft dieses Trends untersuchen und auch einen Blick auf die verschiedenen Bezeichnungen für den Ohrwurm in deutschen Dialekten werfen.

Der Eyebrow Cut: Ein persönliches Statement

Viele Menschen entscheiden sich für einen Cut in der Augenbraue, weil sie ihn einfach ästhetisch ansprechend finden. Die Bedeutung, die dem Augenbrauenschlitz beigemessen wird, ist oft sehr persönlich.

Einige tragen ihn, um eine Narbe zu betonen oder zu kaschieren, während andere ihn als modisches Statement sehen. Es gibt keine allgemeingültige Interpretation, und die Entscheidung für oder gegen einen solchen Cut sollte immer eine individuelle sein.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Eyebrow Cut nicht zwangsläufig eine bestimmte Aussage transportieren muss. Viele Träger sehen ihn einfach als eine Möglichkeit, ihren persönlichen Stil auszudrücken, ohne eine tiefere Bedeutung dahinter zu vermuten.

Die Reaktionen auf den Eyebrow Cut sind oft gemischt. Während manche Menschen ihn ablehnen oder negativ bewerten, finden andere ihn attraktiv und stilvoll. Freunde und Bekannte reagieren oft positiv, während Familie möglicherweise kritischer eingestellt ist.

Lass dich nicht von den Meinungen anderer beeinflussen. Wenn dir der Look gefällt, probiere ihn aus! Und falls er dir doch nicht gefällt, wachsen die Haare ja wieder nach.

Verschiedene Variationen des Augenbrauenschlitzes (Eyebrow Cut)

Exkurs: Der Ohrwurm und seine dialektalen Bezeichnungen

Neben dem modischen Aspekt des Augenbrauenschlitzes wollen wir einen Blick auf ein ganz anderes Thema werfen: die vielfältigen Bezeichnungen für den Ohrwurm in deutschen Dialekten. Dieses kleine Insekt, wissenschaftlich bekannt als Forficula auricularia, hat im Volksmund viele Namen, die oft auf irrigen Annahmen beruhen.

Die Verbindung zum Ohr

Die meisten dialektalen Bezeichnungen für den Ohrwurm enthalten das Wort "Ohr", wie z. B. Ohrwurm, Ohrenzwicker oder Ohrlaus. Dieser Bezug zum Ohr hat zwei Gründe:

  1. Früher wurde der getrocknete und pulverisierte Ohrwurm als Heilmittel gegen Ohrenleiden eingesetzt.
  2. Der Volksglaube besagt fälschlicherweise, dass das Insekt in den Gehörgang schlafender Menschen eindringt und mit seiner Zange das Trommelfell zerstört.

Dialektale Vielfalt

In Rheinhessen, der Pfalz und dem Saarland dominieren quantitativ drei Worttypen mit arealspezifischer Verteilung:

  1. Ohrlaus in Rheinhessen und der Vorderpfalz
  2. Ohrschlubber in der Südpfalz
  3. Ohrschliwwer in der übrigen Pfalz

Diese Worttypen setzen sich jeweils aus Varianten zusammen, die sich hinsichtlich Verfugung (z. B. Ohrlaus und Ohrenlaus) und/oder Lautung unterscheiden (z. B.

Die Kompositumskomponente ‑schlüpfer/‑schlupfer (in den Dialekten als ‑schlibber/schlubber u. ä. belegt) ist ein Nomen Agentis zu dem Verb schlüpfen/schlupfen. Dieses ist eine Intensivbildung zu der oben bei schlie­fen genannten germanischen Wurzel.

Das Bild des ins Ohr kriechenden Tieres ist auch bei den nachfolgend zu behandelnden Bezeichnungen prägend gewesen. Ohrschlinger, Ohrschlin­geler und die anderen Ausdrücke mit ‑schling(‑), die der Kartenlegende ent­nommen werden können, bilden das Grundwort auf der Basis des Verbs schlingen bzw. der Iterativform schlingeln.

Bei Ohr­schlingel muss wohl mit Anlehnung an Schlingel ‘frecher Kerl, Tunichtgut’ gerechnet werden. Das Verb schlingen steht im heutigen Standarddeutschen für ‘winden, (ver)flechten, (ver)knüpfen’.

Das Ohrschlinger und seinen Varianten entsprechende Bildungsmotiv liegt auch bei Ohreglanger vor. Das vom Explorator gemäß der Dialekt­aussprache transkribierte Kompositum lautet verhochsprachlicht Ohren­klanker.

Die sprachhistorische Analyse von Ohrringeler lässt zwei Deutungs­möglichkeiten zu. Die erste: Das ‑ringeler zugrundeliegende Wort könnte ringen sein.

Die zweite Deutungsmöglichkeit des Grundworts ‑ringeler setzt nicht bei ringen, sondern bei ringeln an. Das Verb ringeln, das im refle­xiven Gebrauch die Bedeutung ‘sich kräuseln, sich krümmen’ trägt, ist eine Bildung zu dem Substantiv Ringel, das ein Diminutiv zu Ring darstellt.

Ohreschleicher und ‑schlicher sind Ableitungen von dem Verb schlei­chen. Ein Parallelfall liegt im Dialekt z. B. bei Schliffer ‘Schleifer’ vor.

Speziell auf die schnelle Fortbewegungsart des Ohrwurms zielt die Be­nennung Ohrewussel ab. Das Pfälzische kennt die Substantive Wusel und Wuseler, die einen geschäftig hin und her laufenden Menschen bezeichnen.

Ohrenschlitzer und Ohrschlitz (verhochsprachlicht: Ohrschlitze) lassen sich bezüglich des Grundwortes nicht eindeutig bestimmen. Drei Deutungs­möglichkeiten sind zu erwägen:

  1. Die Ableitung könnte vom Verb schlitzen in der Dialektbedeutung ‘sausen, rennen, schleichen, gehen’ erfolgt sein.
  2. Das Grundwort könnte auf schlitzen in der Bedeutung ‘der Länge nach aufschneiden, aufreißen’ zurückführen, motiviert durch den Volksglauben, dass der Ohrwurm im Ohr das Trommelfell zerstört.
  3. Das Grundwort könnte auf der umgelauteten Form des Verbs schlutzen, also schlützen basieren, was ‘saugen, lutschen, schlürfen’ bedeutet und auf die Vorstellung anspielt, dass der Ohrwurm Blut saugt.

Auf die (vermeintlich) zerstörerische Wirkung des Insekts im Men­schenohr bezieht sicht auch die Bildung Ohre(n)zwicker. Das Nomen Agen­tis ‑zwicker ist abgeleitet vom Verb zwicken ‘kneifen, zupfen’, dem althochdeutsch zweckōn ‘sich entzweien, rupfen, zupfen’ vorausgeht.

Das Grundwort in Ohr(e)klammer, Ohrenklammer(er), Ohrenklemmer weist auf die klammerähnliche Zange des Insekts oder auf die Tätigkeit, die mit dieser Zange vollzogen wird, hin. Zum Typus Ohrklammer gehört vom Bildungsmotiv her Ohrzang.

Das mit dem standardsprachlichen Ausdruck zusammenfallende Ohr­wurm ist im Arbeitsgebiet lediglich einmal bei Oppenheim belegt. Das Nomen Wurm ‘kriechendes, wirbelloses Tier’ bezeichnete ursprünglich im Deutschen und den anderen germanischen Sprachen jedes sich kriechend fortbewegende Tier.

Zusammenfassung der Dialektalen Bezeichnungen

Die folgende Tabelle fasst die verschiedenen dialektalen Bezeichnungen für den Ohrwurm zusammen und erklärt ihre Bedeutung:

Bezeichnung Bedeutung
Ohrlaus Ohr + Laus (ähnlich wie Kopflaus, Blattlaus)
Ohrschliwwer Ohr + Schlüpfer (jemand, der ins Ohr schlüpft)
Ohreschlibber/‑schlipper Variante von Ohrschliwwer
Ohreschlubber Variante von Ohrschliwwer
Ohrschlinger/Ohrschlingeler Ohr + Schlingen/Schlingeln (sich winden)
Ohreglanger Ohr + Klanken (mittelhochdeutsch für schlingen, flechten)
Ohrringeler Ohr + Ringeln (sich kräuseln, krümmen) oder Ringen (sich winden)
Ohreschleicher/‑schlicher Ohr + Schleichen (gleiten, rutschen)
Ohrewussel Ohr + Wuseln (sich flink hin und her bewegen)
Ohrenschlitzer/Ohrschlitz Ohr + Schlitzen (sausen, rennen, schleichen, aufschneiden oder saugen)
Ohre(n)zwicker Ohr + Zwicken (kneifen, zupfen)
Ohr(e)klammer/Ohrenklammer(er)/Ohrenklemmer Ohr + Klammer/Klemmen (hinweisend auf die Zange des Insekts)
Ohrzang Ohr + Zange (hinweisend auf die Zange des Insekts)

Ein Ohrwurm (Forficula auricularia)

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