Ganze Fische zu verarbeiten bietet viele Vorteile:
Vielleicht haben Sie im Urlaub das Glück, frischen Fisch direkt vom Fischer zu kaufen. Das ist natürlich die allerfrischeste und beste Qualität. Doch wie geht man vor, wenn ein ganzer Fisch vor einem liegt, der weder ausgenommen noch geschuppt oder gar filetiert ist? Keine Sorge, hier finden Sie eine detaillierte Anleitung.
Bevor Sie beginnen, ist es wichtig, die richtige Ausrüstung bereitzulegen und den Arbeitsbereich vorzubereiten.
Ressentiments und Ängste über Bord, Ärmel aufkrempeln, Hände waschen und los geht´s.
Das Schuppen von Fisch kann eine Herausforderung sein, da die Schuppen gerne in alle Richtungen fliegen. Hier sind einige Tipps, um den Prozess sauberer und einfacher zu gestalten:
Nachdem Sie die Rücken- und Bauchflossen abgeschnitten haben, halten Sie den Fisch an der Schwanzflosse fest und schaben die Schuppen vom Schwanz in Richtung Kopf mit dem Messer ab.
Trick für eine saubere Küche: Den zu entschuppenden Fisch einfach in der geschützten "Höhle" einer großen Plastiktüte entschuppen, die Küche bleibt sauber und der Haussegen gerade!
Nach dem Schuppen folgt das Ausnehmen des Fisches. Hierbei ist es wichtig, vorsichtig vorzugehen, um die inneren Organe nicht zu beschädigen.
Wird beispielsweise die Galle angeschnitten, tritt die bittere Gallenflüssigkeit aus und kann den Geschmack des Fischs ruinieren. Geschieht dies doch einmal, so waschen Sie den Fisch umgehend sorgfältig unter fließendem Wasser aus.
Der Fisch sollte ausgenommen und geschuppt sein. Auf das Schneidebrett ein sauberes Küchentuch legen, damit der Fisch beim Filetieren nicht rutscht. Den Fisch mit dem Rücken zum eigenen Körper legen.
Wenn beim Filetieren - gerade am Anfang - mal etwas mehr Fleisch an der Gräte zurück bleiben, dieses Fischfleisch von der Gräte schneiden und einfrieren. Das Fischfleisch kann später z.B. zu einer Farce verarbeitet werden oder es kann zum Ansetzen eines Fischfonds verwendet werden.
Jetzt befinden sich entlang der Mittellinie des Filet bis zum Ende des Bauchraumes noch Gräten, die mit einer Grätenzange gezogen werden. Wenn man mit dem Finger über die Mittellinie von der Kopfseite in Richtung Schwanz fährt, fühlt man die Gräten. Je frischer der Fisch ist, desto schwerer lassen sich die Gräten ziehen und es besteht die Gefahr mit den Gräten Teile des Fischfilets herauszureißen.
Besonders beachtet werden muss, dass sich häufig im vorderen Anschnitt des Filets noch eine Gräte steckt, die von oben nicht zu fühlen ist. Das ist eine Gräte, die beim Schnitt entlang der Brustflosse und Bauchflosse durchtrennt wurde.
Ich bevorzuge allerdings den so genannten Keilschnitt aus drei Gründen: Erstens, weil man dann tatsächlich alle Gräten erwischt. Für den Keilschnitt zunächst ertasten bis wohin die Gräten gehen und dann links und rechtes der Mittellinie keilförmig mit nur leichtem Winkel bis auf die Haut einschneiden. Die beiden Schnitte sollten sich auf der Fischhaut treffen. Hier unbedingt sehr vorsichtig schneiden, um die Fischhaut nicht zu verletzen.
Extrem Vorsichtig muss man bei Fischen mit sehr dünner und empfindlicher Haut, wie z.B. Makrelen vorgehen. Den Keilschnitt können Sie allerdings nicht verwenden, wenn Sie hinterher noch die Haut vom Fischfilet schneiden möchten, weil das Fischfilet dann am Keilschnitt nicht mehr zusammenhalten würde.
Zum Abschluss wird das Fischfilet noch etwas zurechtgeschnitten, indem man an der Rückenlinie eventuell noch vorhandene Gräten von den Rückenflossen wegschneidet und möglicherweise vorhandene dunkle, gelbliche oder rot-blutige Stellen vorsichtig abschneidet, um nicht zuviel Filet zu verlieren. Und schon ist es geschafft! Ihr habt Euer erstes, selbst ausgelöstes Fischfilet vor Euch liegen! Wunderbar!
Und selbst wenn es noch nicht so ganz perfekt wie beim Fischhändler aussieht, macht das nichts!
Aus den Fisch-Karkassen wurde früher eine Fischsuppe oder ein Fischfond angesetzt. Flossen und Fischkopf ergeben jedoch geschmacklich keine besonders gute Grundlage. Lediglich die reinen Gräten (ohne Kopf und Flossen) können Sie zum Ansetzen eines Fonds mit verwenden.
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die Ihnen bei der Zubereitung von Schleie helfen können:
Ausgenommene und geschuppte Fische können schon in vielfältiger Weise zubereitet werden: Gebraten, Gebacken, Gegrillt oder im Salzteig gegart ein Genuss.
Schleie = leckerste Fischfrikadelle die ich je gegessen habe!
Hinweis: Die Schleie hat sowieso ein sehr festes Fleisch. Dem sollte man gerecht werden.
Übrigens: Aus allen Fischresten lässt sich ein hervorragender Fischfond herstellen! Er gibt eine herrliche Grundlage für Suppen und Soßen.
Fisch ist ein wertvolles und leckeres Lebensmittel, das jederzeit verfügbar sein sollte. Allerdings hat Fisch eine relativ kurze Haltbarkeit, die je nach Art und Größe des Fisches variieren kann.
Frischer Fisch sollte am besten im Kühlschrank unter 4°C gelagert werden, um das Bakterienwachstum zu verhindern und die Haltbarkeit zu maximieren. Wenn das Produkt längere Zeit gelagert werden soll, kann es auch tiefgefroren werden. Damit der Fisch jedoch nicht den Geschmack verliert, muss er ordnungsgemäß konserviert werden. Hierzu gibt es verschiedene Methoden: Salzlake herstellen, Räuchern oder Einfrieren.
| Fischart | Haltbarkeit im Kühlschrank | Haltbarkeit im Gefrierschrank (-18°C) |
|---|---|---|
| Magerfische (z.B. Dorsch, Kabeljau) | 1-2 Tage | 2-5 Monate |
| Fettfische (z.B. Hering, Makrele) | 1 Tag | Max. 2 Monate (besser nicht einfrieren) |
| Süßwasserfische (z.B. Wels, Zander, Forelle) | 1-2 Tage | Bis zu 6 Monate |
Um die Haltbarkeit von Fischen optimal auszunutzen ist es daher empfehlenswert die richtige Lagerung sowie Konservierungsmethoden anzuwenden.
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