Saure Rinse gegen Schuppen: Natürliche Anwendung für gesundes Haar

Umwelt- und hautfreundliche Haarpflege auf natürlicher Basis erfreut sich zunehmend immer größerer Beliebtheit. Eine einfache, natürliche Methode, um Ihr Haar gesund, glänzend und geschmeidig zu halten, ist die Saure Rinse. Die Saure Rinse ist ein bewährtes Hausmittel, das die Haare ganz natürlich wieder zum Strahlen bringt. Sie kann mit jeder Haarspülung und mit jedem Conditioner mithalten. Und es ist so einfach!

Dieser Artikel erklärt, wie eine Saure Rinse bei Schuppen helfen kann und wie Sie diese einfach zu Hause selbst herstellen können.

Was ist eine Saure Rinse?

Als Saure Rinse wird ein Essig-Wasser-Gemisch bezeichnet, das als Haarspülung verwendet werden kann. Eine saure Rinse ist eine Haarspülung, die saure Flüssigkeiten wie Apfel oder Zitronensaft enthält. Diese Säuren werden nach dem Haarewaschen verwendet, um die Haare zu spülen. Die Bezeichnung Saure Rinse leitet sich vom Englischen „to rinse out“ her, was so viel wie ausspülen bedeutet.

Die Saure Rinse ist ein altes Hausmittel für eine einfache aber wirksame Haarspülung, die nach der eigentlichen Haarwäsche angewendet wird.

Warum eine Saure Rinse?

Konventionelle Shampoos und hochdosierte, aggressive Haarpflegeprodukte haben häufig den Effekt, die Schuppenschicht Deiner Haare stark aufzurauen. Doch nicht nur die falschen Haarpflegeprodukte, sondern auch Leitungswasser mit erhöhtem Kalkgehalt schädigt Dein Haar und lässt es schnell ganz schön alt aussehen.

  • Der natürliche pH-Wert der Haare liegt zwischen 4,5 und 5,5. Shampoos, insbesondere solche, die chemische Inhaltsstoffe enthalten, können diesen pH-Wert aus dem Gleichgewicht bringen und zu trockenem, sprödem Haar führen.
  • Die Haarseife hat einen basischen PH Wert, das macht sie sehr verträglich auf der Haut und auch für gefärbte Haare ist dies hilfreich, da das Haar länger die Farbe (be)hält. Die saure Rinse bringt also den PH Wert wieder ins optimale Gleichgewicht, reinigt und ersetzt jede Spülung oder Conditioner.
  • Ohne diese lagert sich Kalk auf dem Haar ab, lässt es stumpf aussehen und erschwert die Kämmbarkeit.

Eine saure Rinse, also kaltes Essigwasser, setzt nun genau an diesem Problem an, indem es nach der Haarwäsche Deine Schuppenschicht wieder schließt und zusätzlich Kalkrückstände effektiv neutralisiert. Zusätzlich gleichst Du noch den pH-Wert Deiner Kopfhaut aus und schenkst Deinem Haar auf einfachem Wege Stabilität und Glätte. Du ersetzt so auf natürlichem Wege silikonhaltige Haarspülungen, die einen ähnlichen kurzfristigen Effekt haben, Deinem Haar allerdings langfristig schaden können.

Wäscht man die Haare mit einer Haarseife oder auch einem basischen Haarshampoo von Greendoor, so werden die Haare sauber und frisch. Die Haaroberfläche besteht aus kleinen Schuppen, ein wenig ähnlich wie bei einem Fisch. Nach der Wäsche stehen die Schuppen etwas ab, dadurch sehen die Haare weniger glänzend aus, weil sie das Licht nicht so stark reflektieren. Die Haarschuppen legen sich wieder an, wenn man sie mit der sauren Rinse spült. Deshalb glänzen sie danach besser und lassen sich auch etwas leichter kämmen.

Die Vorteile einer Sauren Rinse:

  • Erleichterte Kämmbarkeit
  • Mehr Glanz
  • Weniger sprödes Haar
  • Stärkung der Kopfhaut
  • Entfernung von Rückständen

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Wie wirkt Apfelessig gegen Schuppen?

Dass Apfelessig gegen Schuppen hilft, das bestätigt Friseurmeisterin Claudia Kandler-Langer aus Erlangen: "Der Apfelessig stabilisiert den Säureschutzmantel der Kopfhaut und stärkt sie. Wichtig: Apfelessig sollte man auf Haar und Haut immer nur verdünnt anwenden. "Am besten verdünnt man ihn - je nach Konzentration des Essigs - 1:10. Das heißt, man mischt zwei Esslöffel Apfelessig, also 20 ml, mit 200 ml lauwarmem Wasser in einem größeren Becher, spült das nach der Haarwäsche über Haare und Kopfhaut und frottiert", so unsere Expertin. Sie empfiehlt Apfelessig in Bio-Qualität. Wichtig: Man spült den Apfelessig nicht mehr aus.

Durch die häufige Behandlung der Haare mit Shampoo und Wasser, steigt der pH-Wert der Kopfhaut, selbst wenn das Shampoo pH-neutral ist. Der Säureschutzmantel ist unausgeglichen, was häufig raues, trockenes Haar oder Juckreiz und Schuppen mit sich bringt. Die in Apfelessig enthaltene Essigsäure kann dem entgegenwirken, da sie einen niedrigen pH-Wert hat und sauer ist. Dies kann dem höheren pH-Wert entgegengesetzt, somit ausgeglichen und der Säureschutzmantel der Haut stabilisiert und reguliert werden.

DIY: Saure Rinse selber machen

Für die Herstellung einer klassischen sauren Rinse brauchst Du nichts weiter als haushaltsübliche Utensilien. Und schon ist Deine erste selbstgemachte Rinse fertig, die Du einfach nach Deiner regelmäßigen Haarwäsche auf Deinem Kopf auftragen kannst um sie leicht in die Haare und Kopfhaut einzumassieren. Die saure Rinse funktioniert übrigens wie eine Leave-in Spülung, Du musst sie also danach nicht auswaschen. Der Essiggeruch verflüchtigt sich kurze Zeit nach dem Trocknen Deiner Haare ganz von selbst!

Grundrezept für Saure Rinse mit Apfelessig

Die Zutaten sind simpel, günstig und in der Regel in jedem Haushalt vorhanden. Neben Wasser ist Apfelessig eine essentielle Zutat.

Zutaten:

  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 1-2 Esslöffel Apfelessig (bestenfalls Bio)

Anwendung:

  1. Mischen Sie die Rinse am besten in einem Behälter mit praktischem Ausguss.
  2. Waschen Sie Ihre Haare wie gewohnt mit Shampoo oder Haarseife.
  3. Nachdem Sie das Haarwaschmittel gründlich ausgespült haben, verteilen Sie die Wasser-Essig-Mischung sorgfältig in den Haaren.
  4. Dann massieren Sie die Spülung noch leicht an den Haarwurzeln ein.
  5. Nicht ausspülen, sondern im Haar lassen und Haare vorsichtig mit dem Handtuch abtrocknen.

Variationen der Sauren Rinse

Neben der Rinse mit Apfelessig gibt es noch viele weitere Ideen für saure Rinsen, die Du gezielt auf Deine Haarfarbe anpassen kannst.

  • Zitronensaft-Rinse für blondes Haar: 3 EL frischer Zitronensaft zu 500ml Wasser. Diese Rinse kann helfen, blonde Haare aufzuhellen und zu pflegen. Das Vitamin C in der Zitronensäure wirke wie ein Anti-Aging auf die Haare.
  • Essig-Rinse für lockiges Haar: 3EL Apfelessig zu 500 ml Wasser und ein paar Tropfen Kokosöl (optional) - shaken zum kurzzeitigen emulgieren. Diese Rinse kann helfen, Locken zu definieren und Fizz zu reduzieren. Das Kokosöl kann zusätzlich helfen, das Haar zu pflegen und zu befeuchten.
  • Grüner Tee-Rinse für trockenes Haar: 1 Beutel grüner Tee zu 2 Tassen Wasser und 1 Teelöffel Honig. Den grünen Tee mit heißem Wasser aufgießen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Den Tee abkühlen lassen und den Honig hinzufügen und gut rühren, sodass sich der Honig auflösen kann. Die Rinse auf das Haar auftragen und einige Minuten einwirken lassen, bevor sie gründlich ausgespült wird. Diese Rinse kann helfen, trockenes Haar zu pflegen und Feuchtigkeit zu spenden.

Saure Rinse mit Kräutern

Auch Hagebuttentee oder Hibiskustee können verwendet werden. Den Tee mit heißem Wasser aufgießen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Den Tee abkühlen lassen. Die Rinse auf das Haar auftragen und einige Minuten einwirken lassen. Hagebutte wie auch Hibiskus können rötlich färbend wirken, daher beachte das bei Deiner Auswahl. Gib die Tinktur auf das zuvor gewaschene Haar. Die saure Rinse sollte nicht ausgespült werden. Ich benutze es nach jeder Haarwäsche. Die Anwendung ist denkbar leicht. Oder Du tunkst Dein Haar direkt in die Tinktur.

Wann sollte man auf eine Saure Rinse verzichten?

  • Bei frisch gefärbtem Haar: Bei frisch gefärbtem Haar solltest du auf Apfelessig verzichten, da er die Farbe schneller verblassen lassen kann. Falls Du Dir die Haare mit Ammoniak- und silikonhaltigen Mitteln gefärbt hast, solltest Du auf eine Apfelessig-Rinse besser gänzlich verzichten, da die Farbe sonst schneller als gewollt ausgewaschen werden kann. Wenn Du Deine Haare gefärbt hast, solltest du unbedingt bis zum Ende weiterlesen.
  • Bei gereizter Kopfhaut: Eine saure Rinse kann bei empfindlicher oder gereizter Kopfhaut zu Trockenheit, Brennen oder Juckreiz führen - vor allem, wenn der Apfelessig zu hoch dosiert ist. Ebenfalls aufpassen solltest Du, wenn Du merkst, dass Deine Haare nach der sauren Rinse nicht weicher und glänzender, sondern trockener und störrischer werden oder Deine Kopfhaut zu jucken oder brennen beginnt.

Alternativen zur Sauren Rinse

Eine saure Rinse ist Dir zu aufwändig, zu öko oder Du möchtest erst gar nicht auf Conditioner von Pakahi verzichten müssen? Kein Problem, auch unsere Conditioner haben einen ganz ähnlichen Effekt wie eine Rinse. Sie sind zusätzlich super sanft zu empfindlicher Kopfhaut und reizen weniger als eine saure Rinse.

Einige weitere Alternativen sind:

  • Zitronensaft
  • Zitronensäure
  • Kräuteressige wie Rosmarin- oder Lavendelessig

Weitere DIY-Tipps für die Haarpflege

Haare benötigen nicht immer gekaufte Artikel für eine optimale Pflege. Vieles kannst Du Dir zu Hause selbst herstellen. Einiges wirst Du bereits zu Hause haben und kannst es direkt anwenden.

Natronspülung

Du hast stark fettendes Haar? Oder fettet Dein Haar sehr schnell nach? Es kann unterschiedliche Gründe geben, warum das so ist. Beispielsweise kann es sich um Ablagerungen von Silikonen, künstlichen Tensiden oder Duftstoffen auf Haar und Kopfhaut handeln. So kommt der PH-Wert durcheinander und Dein Körper reagiert mit einer übermäßigen Fettproduktion.

Zutaten:

  • 1-4 Teelöffel Natron
  • 200-400 ml handwarmes Wasser

Anwendung:

  1. Rühre das Natron in das Wasser bis es vollständig aufgelöst ist.
  2. Dann Dein Haar einmal nur mit Wasser gut durchspülen.
  3. Danach kannst Du die Natronlösung auf Dein Haar geben und einmassieren. Fange dabei auf Deiner Kopfhaut an und dann in Richtung der Spitzen arbeiten.
  4. Lasse die Tinktur 2-3 Minuten einwirken.
  5. Danach spüle es mit warmem Wasser aus.

Spülung mit Sheabutter

Dein Haar ist trocken und spröde? Die Karitébutter ist der Feuchigkeitsspender für sprödes und trockenes Haar. Es glättet Deine Haarspitzen und macht sie besser kammbar und wunderbar weich. Dabei legt sich das Fett der afrikanischen Nuss schützend um Dein Haar und schließt die Feuchtigkeit ein.

Zutaten:

  • 2 Teile Wasser (handwarm)
  • 1 Teil Sheabutter

Anwendung:

  1. Die Sheabutter ist bei Zimmertemperatur eher hart. Daher das lauwarme Wasser in eine kleine Schüssel geben und die Sheabutter dazu geben und pürieren. (Du kannst die Sheabutter auch in einem Wasserbad schmelzen).
  2. Danach kannst du Deine DIY Spülung in dein zuvor gewaschenes und nun handtuchtrockenes Haar geben und einmassieren. Die Sheabutter kann auch auf den Ansatz gegeben werden, da sie auch der Kopfhaut wunderbar Feuchtigkeit spenden kann. Ansonsten in die Haarlänge.

Spülung mit Spitzwegerich

Der Spitzwegerich soll beruhigende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften haben, die das Haar pflegen und Deinem Haar wunderschönen Glanz verleihen können.

Zutaten:

  • Eine Handvoll frische oder getrocknete Spitzwegerichblätter
  • 500 ml Wasser
  • 1 Esslöffel Apfelessig (optional)

Anwendung:

  1. Fülle das Wasser in den Topf.
  2. Bringe das Wasser in einem Topf zum Kochen.
  3. Füge die Spitzwegerichblätter hinzu und lass sie für etwa 15-20 Minuten köcheln.
  4. Nimm den Topf vom Herd und lasse die Mischung abkühlen.
  5. Sobald die Mischung abgekühlt ist, siebe die Spitzwegerichblätter heraus und fülle die Flüssigkeit in eine Flasche.
  6. Nach dem Haarewaschen kannst du die Spitzwegerichlösung auf das nasse Haar auftragen und sanft einmassieren. Lass die Pflegespülung für ein paar Minuten einwirken. Du kannst sie dann optional mit klarem Wasser ausspülen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist eine saure Rinse gut für die Haare?

Antwort: Ja, saure Rinse kann gut für die Haare sein.

Wie oft sollte man eine saure Rinse anwenden?

Antwort: Die Häufigkeit der sauren Rinse hängt von Ihrem Haartyp ab. Einmal pro Woche kann eine gute Ausgangsbasis sein.

Wie stellt man eine saure Rinse her?

Antwort: Sie können eine saure Rinse herstellen, indem Sie 1 bis 2 Esslöffel Apfelessig oder Zitronensaft mit 1 Liter Wasser mischen.

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