Wer nicht mit Stoppelbart ins Büro will, aber morgens wenig Zeit hat, kann zum Elektrorasierer greifen. Zwar ist das Ergebnis auch 2022 noch nicht so gründlich wie mit einem Nassrasierer, aber glatte Wangen gibt es schon mit Geräten für unter 100 Euro. Wer dann keine Muse mehr hat, sich gründlich mit dem Nassrasierer frisch zu machen, kann auch zum Elektrorasierer greifen. So killt ihr die Stoppeln deutlich schneller, wenn auch nicht mit ganz glatter Haut.
Die gute Nachricht: Es gibt gute und gleichzeitig günstige Elektrorasierer auf dem Markt. Stiftung Warentest hat 12 Elektrorasierer getestet (Ausgabe 10/2021). Preislich liegen die Geräte weit auseinander, bis zu 550 Euro werden für die Barttrimmer aufgerufen. Doch los geht schon ab 45 Euro, die Preisspanne ist also enorm. Achtet gut darauf, welches Gerät ihr kauft, denn die Qualitätsunterschiede sind hoch. Außerdem kommt es stark darauf an, was die Elektrorasierer an Ausstattung mitbringen, wie robust und ausdauernd sie sind.
Ein guter Elektrorasierer zeichnet sich durch eine gründliche und schonende Rasur aus, bei der Hautirritationen minimiert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Nassrasierern bieten Elektrorasierer mehrere Vorteile. Zum einen sind sie sicherer, da die Gefahr von Schnittverletzungen deutlich geringer ist.
Wichtige Eigenschaften, auf die Nutzer achten sollten, sind die Klingenqualität, die Akkulaufzeit, die Handhabung und die Reinigungsmöglichkeiten. Die Klingenqualität ist entscheidend für eine präzise und komfortable Rasur. Eine lange Akkulaufzeit ermöglicht eine flexible Nutzung, ohne ständig aufladen zu müssen. Die Handhabung sollte ergonomisch und komfortabel sein.
Elektrische Rasierer bieten mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Rasierern. Einer der wichtigsten Vorteile ist die Zeitersparnis. Elektrische Rasierer sind schneller und einfacher zu verwenden, da sie in der Regel keinen Rasierschaum oder -gel erfordern. Das macht sie besonders praktisch für Menschen mit einem hektischen Lebensstil oder für alle, die viel unterwegs sind. Zudem sind elektrische Rasierer sicherer, da die Gefahr von Schnittverletzungen geringer ist.
Ein weiterer Vorteil von elektrischen Rasierern ist die Vielseitigkeit und der Komfort, den sie bieten. Viele Modelle sind für die Trocken- und Nassrasur geeignet, was zusätzliche Flexibilität ermöglicht. Elektrische Rasierer sind oft besser für empfindliche Haut geeignet, da sie weniger Hautirritationen verursachen. Sie heben die Haare an und schneiden sie, ohne direkt über die Haut zu gleiten, was Reizungen reduziert.
Ja, viele moderne elektrische Rasierer sind so konzipiert, dass sie sicher unter der Dusche verwendet werden können. Die Rasierer sind vollständig wasserdicht und bieten die Möglichkeit, sowohl nass als auch trocken zu rasieren. Es ist jedoch wichtig, vor der Nutzung die Produktbeschreibung und die Anweisungen des Herstellers zu überprüfen, um sicherzustellen, dass der Rasierer tatsächlich für den Einsatz unter Wasser geeignet ist.
Für die Intimrasur sollten spezielle Rasierer verwendet werden, die für empfindliche Haut und die besonderen Anforderungen des Intimbereichs ausgelegt sind. Diese Rasierer haben in der Regel abgerundete Klingen und einen schmaleren Kopf, um schwer erreichbare Stellen einfacher zu erreichen.
Ja, elektrische Rasierer sind im Allgemeinen für alle Hauttypen geeignet. Sie sind so konzipiert, dass sie sowohl für normale als auch für empfindliche Haut eine komfortable und gründliche Rasur bieten. Viele Modelle verfügen über spezielle Funktionen wie Hautschutzsysteme, hypoallergene Klingen und flexible Scherköpfe, die sich den Konturen des Gesichts anpassen und Hautirritationen minimieren. Darüber hinaus ermöglichen die verschiedenen Einstellungen und Aufsätze vieler elektrischer Rasierer eine Anpassung an individuelle Bedürfnisse und Vorlieben.
Die Wahl des richtigen elektrischen Rasierers hängt von verschiedenen Faktoren ab, die auf individuelle Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt sein sollten. Zunächst sollten Haut- und Haartypen berücksichtigt werden. Bei empfindlicher Haut sind Modelle mit hautschonenden Funktionen wie hypoallergenen Klingen und flexiblen Scherköpfen empfehlenswert.
Weitere Aspekte sind die Funktionalität und zusätzlichen Merkmale des Rasierers. Es sollte überlegt werden, ob ein Rasierer für Nass- und Trockenrasur gewünscht wird und ob das Gerät wasserdicht sein soll, um es unter der Dusche zu verwenden. Modelle mit mehreren Aufsätzen oder Trimmerfunktionen können vielseitiger sein und bieten mehr Stylingoptionen. Auch die Akkulaufzeit und die Ladezeit spielen eine Rolle, besonders für den Einsatz auf Reisen.
Ja, viele elektrische Rasierer sind mit integrierten Trimmern oder speziellen Aufsätzen ausgestattet, die es ermöglichen, den Rasierer auch als Trimmer zu verwenden. Diese Trimmerfunktionen sind besonders praktisch für das Stylen von Bart, Schnurrbart und Koteletten. Es ist jedoch empfehlenswert, die Produktbeschreibung und die mitgelieferten Zubehörteile des Rasierers zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Trimmeraufsätze oder -funktionen enthalten sind. Einige Modelle bieten verstellbare Kammaufsätze, die verschiedene Längeneinstellungen ermöglichen, während andere spezielle Präzisionstrimmer für detaillierte Arbeiten enthalten.
Stiftung Warentest hat 12 Elektrorasierer der großen Marken getestet, von denen die Hälfte gut abschneidet. Hier eine Übersicht der Testsieger:
| Produkt | Preis (ca.) | Gesamtwertung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Braun Series 9 Pro 9465cc | 240 Euro (MediaMarkt) | gut (Note 1,6) | Beste Leistung im Test beim Rasieren, Sehr hautschonend, Sehr einfach zu handhaben, Top bei der Haltbarkeit | Vergleichsweise teuer, Könnte schneller rasieren |
| Braun Series 5 50-B1200s | 90 Euro (MediaMarkt) | gut (1,7) | Günstig und fast so gut wie der Testsieger, Gut beim Rasieren, Sehr hautschonend, Sehr einfach zu handhaben, Gute Haltbarkeit | Akku nicht auswechselbar, Könnte schneller rasieren |
| Philips Series 7000 S7788/55 | 145 Euro (MediaMarkt) | gut (1,8) | Vergleichsweise günstig, Gut beim Rasieren, Sehr hautschonend, Sehr einfach zu handhaben, Gute Haltbarkeit | Akku nicht auswechselbar, Könnte schneller rasieren |
Der Braun Series 9 Pro 9465cc wird zu einem mittleren Onlinepreis von satten 550 Euro verkauft, ist derzeit aber rabattiert für 240 Euro zu haben. Doch auch das ist noch ein stolzer Preis. Dafür kriegt ihr den Testsieger mit der besten Leistung beim Rasieren. Gleichzeitig ist das Gerät mit seinen fünf Scherelementen sehr hautschonend, sehr einfach zu handhaben und auch der Akku hält am längsten.
Als Ausstattungs-Highlight gibt es eine Reinigungsstation. Wer also den Rasierer nicht selbst reinigen will, erhält bei diesem Modell eine praktische Putzhilfe. Die Tester heben hervor, dass sie mit keinem anderen Modell schneller eine gründliche Rasur hingekriegt haben. Viel gibt es nicht zu kritisieren, außer dass es ähnlich gute Rasierer für deutlich weniger Geld gibt.
Der Preistipp bringt alles mit, was für eine gründliche Rasur nötig ist. Auch beim Preistipp gibt es nicht viel zu kritisieren, denn er schlägt sich gut beim Rasieren, arbeitet sehr hautschonend, ist sehr einfach zu handhaben und zeigt eine gute Haltbarkeit.
Im Vergleich zum Testsieger müsst ihr bei der Ausstattung einige Abstriche machen. So gibt es beispielsweise keine Reinigungsstation und der Akku hält nicht ganz so lange durch. Den Aufpreis rechtfertigt das aber nicht wirklich, zumal der Series 5 auch noch einen Tick leichter in der Hand liegt.
Der Philips Series 7000 S7788/55 ist die Empfehlung für alle, die ein Gerät mit rotierenden Scherköpfen suchen. Auch hier stimmt das Gesamtpaket mit einer Note von 1,8. Vor allem den 5-Tage-Bart entfernte das Gerät besonders sanft im Test.
Der Rasierer ist günstig, gut beim Rasieren, sehr hautschonend, sehr einfach zu handhaben und er bietet eine gute Haltbarkeit. Jedoch kritisieren die Tester, dass sich der Akku nicht wechseln lässt. Geht er kaputt, können Sie den kompletten Rasierer wegwerfen. Bedenkt man, dass andere Hersteller wie Braun einen Akku für 20 bis 30 Euro austauschen, sollte man ins Grübeln kommen.
Reinigungsstationen sind teure Extras, die nicht jeder braucht. Die Hälfte des Testfelds erreicht ein gutes Ergebnis beim Rasieren, das ist das A und O. Vor allem die tägliche Rasur kriegen diese Modelle gut hin, beim 5-Tage-Bart wird es schon anspruchsvoller. Doch auch in dieser Disziplin funktioniert die Rasur in der Regel, manchmal müsst ihr aber Abstriche bei der Geschwindigkeit machen.
Aufpreis verlangen die Anbieter für Extras wie Reinigungsstationen, bewegliche Scherköpfe und lange Akkulaufzeiten. Die bekannten Marken setzen sich durch, allen voran Braun, doch auch Panasonic und Philips haben gute Geräte im Test. Braun und Philips arbeiten sehr hautschonend und sind sehr einfach zu bedienen.
Eine glatte tägliche Rasur ist mit mehreren Modellen möglich. Wer das als einziges Kriterium ansetzt, kann viel Geld sparen und unnötigen Luxus weglassen. Bei den Herstellern wird es mit steigenden Modellnummern luxuriöser und teurer.
Im Zweifel solltet ihr prüfen, ob es nicht auch ein abgespeckteres Modell tut. Da regelmäßige Reinigung nach dem Einsatz die Haltbarkeit erhöht, sollte auch die einfach durchführbar sein. Wer dazu keine Lust hat, sollte ein Modell mit Reinigungsstation wählen.
Smarte Extras waren nicht Teil des Tests. 48 Männer rasierten sich im Auftrag von Stiftung Warentest je eine Gesichtshälfte mit einem Rasierer und die andere mit einem anderen Gerät. Neben dem täglichen Test mussten die Elektrorasierer auch 5-Tage-Bärte entfernen.
Rasieren wurde mit 30 Prozent gewichtet, ebenfalls zu 30 Prozent floss die Hautschonung mit ein. Dazu wurde die Handhabung der Geräte geprüft (20%) und die Haltbarkeit (20%) der Geräte und Scherköpfe bewertet.
Für verlässliche Aussagen wurde ein Dauertest von sieben Jahren täglicher Nutzung simuliert. Zum Schluss pfefferten die Tester die Geräte noch aus einer Fallhöhe von 80 Zentimetern auf den Boden. Diesen Härtetest haben nicht alle Rasierer überstanden.
Regelmäßige Reinigung erhöht die Haltbarkeit der Scherköpfe. Manuell funktioniert das in drei Schritten: Scherkopf ausklopfen, restliche Stoppeln mit einer Bürste entfernen und dann kurz mit Wasser abspülen. Drei teure Geräte im Test bieten eine Reinigungsstation an. Die säubert den Scherkopf automatisch.
Die Reinigungsstationen müssen mit einer passenden Reinigungsflüssigkeit gefüllt werden. Hier müsst ihr nochmal Extrakosten von 5 bis 10 Euro für drei Monate einplanen.
Es ist ein leidiges Thema, aber auch bei den Elektrorasieren einen Blick wert, der Akku und wie er sich wechseln lässt. Die schlechte Nachricht: Nur bei den Elektrorasierern von Braun und Panasonic lässt sich der Akku überhaupt wechseln. Bei allen anderen Anbietern könnt ihr den Rasierer wegschmeißen, wenn der Akku kaputt ist.
Der Grund: Die anderen Hersteller verschweißen die Akkus so fest, dass nicht mal der Kundendienst den Akku tauschen kann. Anders bei Braun und Panasonic: Die beiden Hersteller halten auch sieben Jahre nach Verkaufsende noch Ersatzakkus bereit. Für 20 bis 40 Euro lassen die sich vom Kundendienst auswechseln. Das ist gut für die Umwelt und sollte auch euch Geld sparen.
tags: #saturn #elektrischer #rasierer #test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.