Sandelholz Shampoo selber machen: Ein umfassender Ratgeber

Das eigene Shampoo selber zu machen, kann eine gute Alternative für all jene sein, die auf chemische Zusätze in herkömmlichen Shampoos verzichten möchten. In diesem Artikel erhalten Sie eine Anleitung für ein Basis-Rezept mit Seife und Rezeptempfehlungen für verschiedene Haartypen.

Warum Shampoo selber machen?

Es gibt mehrere Gründe, warum es sich lohnen kann, Shampoo selber zu machen:

  • Vermeidung chemischer Zusätze: Oft sind die DIY-Produkte auf Pflanzen-Basis.
  • Bekannte Inhaltsstoffe: Du weißt genau, welche Zutaten in Deinem Shampoo enthalten sind und nur mit denen wäschst Du Deine Haare.
  • Weniger Verpackungsmüll: Die gewählte Shampoo-Flasche kannst Du immer wieder verwenden.

Warum Shampoos ohne Silikone nehmen?

Auf Silikone in Shampoos solltest Du verzichten, weil sie sich wie ein Film um Deine Haarsträhnen legen. Dieser verhindert, dass Inhaltsstoffe, die Deinem Haar guttun, wirken können. Es kann dann zu trockenem oder fettigem Haar kommen. In selbst gemachten Haarpflegeprodukten verzichtest Du komplett auf diese Art der chemischen Inhaltsstoffe.

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Grundrezept für DIY-Shampoo mit Seife

Um Dein Shampoo mit Hausmitteln selber zu machen, kannst Du Dich an das folgende Grundrezept halten. Das ist auf Basis von Seife.

Hinweis: Die Kernseife kann tierische Fette enthalten. Das erkennst Du an der Bezeichnung Sodium tallowate. Viele Alternativen enthalten Palmöl.

  1. Um Dein Shampoo selber zu machen, reibst Du die Kernseife fein. Das gelingt beispielsweise gut mit einer Käsereibe oder ähnlichem.
  2. Hast Du die benötigte Menge fein gerieben, gibst Du alles in warmes Wasser.
  3. Anschließend rührst Du die beiden Bestandteile so lange mit einem Schneebesen um, bis eine homogene Masse entstanden ist.

Shampoo für verschiedene Haartypen

Möchtest Du ein Shampoo selber machen, stellst Du am besten flüssiges Shampoo her. Um ein Shampoo für Deinen Haartyp zu erhalten, bieten sich eine Reihe von Zutaten an.

Normales Haar

Um Shampoo für normales Haar herzustellen, benötigst Du 150 ml des Grundrezepts:

  • 10 g getrocknete Blüten oder Kräuter (z. B. Lavendel, Kamille)
  • 10 Tropfen ätherisches Öl (z. B. Sandelholz)
  1. Bringe das Wasser zum Kochen und übergieße die getrockneten Blüten damit.
  2. Das Ganze lässt Du 3 Stunden ziehen.
  3. Nach der Ziehzeit kannst Du das Wasser durch ein Sieb abgießen.
  4. Anschließend gibst Du die Seifenlauge und das ätherische Öl dazu und vermischst alles gut.

Fettiges Haar

Willst Du Shampoo für fettiges Haar selber machen, eignet sich dieses Rezept für Dich:

  • 150 ml des Grundrezepts
  • 10 g Brennnesselblätter
  • 3 Tropfen ätherisches Öl (z. B. Zitrone, Teebaumöl)
  1. Lasse die Brennnesselblätter kurz im Wasser aufkochen.
  2. Anschließend solltest Du sie 5 Stunden ziehen lassen.
  3. Das Wasser gießt Du mittels eines Siebs ab und gibst ein Öl Deiner Wahl hinzu.

Tipp: Diese Mischung eignet sich ebenfalls als Rezept für Shampoos gegen schuppige Kopfhaut.

Trockenes Haar

Du kannst auch für trockenes Haar Shampoo selber machen. Dieses Rezept eignet sich ebenfalls für brüchige, strohige und gefärbte Haare:

  • 150 ml des Grundrezepts
  • 50 ml Kokosmilch

Verquirle die Seifenlauge und die Kokosmilch miteinander und fülle das Gemisch in Gefäß Deiner Wahl ab.

Helle Haare

Hast Du blondes oder rotes Haar und möchtest es aufhellen?

  • 150 ml des Grundrezepts
  • 20 g Kamillenblüten
  1. Lass die Kamillenblüten im Wasser kurz aufkochen und danach 2 Stunden ziehen.
  2. Gieße das Wasser durch ein Sieb ab.

Dunkle Haare

Genauso wie für helle Haare gibt es auch für dunkle Haare ein geeignetes Rezept, dass Du zum Shampoo selber machen nutzen kannst:

  • 150 ml des Grundrezepts
  • 2 Teebeutel schwarzen Tee
  1. Übergieße den schwarzen Tee mit kochendem Wasser und lass ihn 20 Minuten ziehen.

Shampoo ohne Tenside selber machen

Du möchtest kein Haarpflegeprodukt auf Basis von Seife herstellen? Dann bieten wir Dir mit den folgenden Rezepten zwei Alternativen, mit denen Du ein Shampoo ohne Tenside selber machen kannst.

Roggen-Shampoo

Mit Roggen-Shampoo kannst Du Deine Kopfhaut schonend reinigen. Um das Roggen-Shampoo gegen trockene Kopfhaut selber zu machen, benötigst Du 300 ml lauwarmes Wasser und 4 EL Roggenmehl. Für die Haarwäsche gibst Du etwas Roggen-Shampoo in das feuchte Haar und lässt es 5 Minuten einwirken.

Heilerde-Shampoo

Mit Heilerde-Shampoo erhältst Du eine cremige Paste, die für fettiges Haar am besten geeignet ist.

Festes Shampoo selber machen (Shampoo-Bar)

Möchtest Du lieber ein festes Haarpflegemittel oder ein Shampoo-Bar selber machen? Kein Problem, das kannst Du ebenfalls selbst herstellen:

  1. Nimm Dir jetzt eine geeignete Silikonform und fülle die Flüssigkeit hinein.
  2. Es dauert ca. 2 Tage, bis das feste Shampoo vollständig ausgehärtet ist.

Tipp: Festes Shampoo ist so ergiebig wie 2-3 Flaschen flüssiges Shampoo.

Rezept für festes Shampoo

Zutaten:

  • 125 g Speisestärke (Maisstärke)
  • 120 g SLSA Tensid
  • 60 g Sheabutter
  • 10 Tropfen ätherisches Teebaumöl
  • 6 Tropfen ätherisches Rosenöl

Zubereitung:

  1. Vermischt in einer Schüssel das Tensid und die Maisstärke gut miteinander.
  2. Dann gebt Ihr die Sheabutter in eine Schüssel oder Tasse und lasst sie auf dem Herd in einem Topf mit Wasser (also im Wasserbad) schmelzen.
  3. Ist die Sheabutter komplett flüssig, gebt Ihr einige wenige Tropfen Lebensmittelfarbe hinzu.
  4. Nun noch die ätherischen Öle zufügen und das Ganze zu den Pulverzutaten kippen.
  5. Verrührt es gründlich mit einem Löffel und knetet es anschließend noch einmal gut von Hand durch. Es sollte eine nicht allzu krümelige, feste Masse entstanden sein.
  6. Diese Masse füllt Ihr nun in Eure Seifenform. Immer wieder fest andrücken. Nehmt dafür ruhig einen Löffel oder Ähnliches zu Hilfe. Das feste Andrücken ist überaus wichtig, damit Euer Shampoo später nicht auseinander bröselt.
  7. Jetzt solltet Ihr Eure “Seifen”-Stücke über Nacht trocknen und fest werden lassen. Wenn Ihr ganz ungeduldig seid, könnt Ihr die Seifenform auch für eine Stunde in den Gefrierschrank stellen. Danach die Shampoo Stücke vorsichtig aus der Form holen.
  8. Fertig ist Euer selbstgemachtes festes Shampoo, das Ihr sofort verwenden könnt!

Anwendung von festem Shampoo

Beim festen Shampoo wird das Shampoo-Stück nicht etwa in der Hand aufgeschäumt, sondern direkt im nassen Haar. Einfach mit dem Shampoo Bar in der Hand in kreisenden Bewegungen über das Haar gehen. Danach wie gewohnt den Schaum einmassieren und gründlich ausspülen.

Haltbarkeit von DIY-Shampoo

Wie lange Du Dein selbstgemachtes Shampoo nutzen kannst, hängt zunächst einmal davon ab, welche Art des Shampoos Du verwendest:

  • Flüssiges Shampoo: Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank hält es 1 - 2 Wochen.
  • Festes Shampoo: Das solltest Du kühl und trocken lagern.

Hinweis: Sollte sich das flüssige Shampoo zersetzen oder komisch riechen, musst Du es leider im Müll entsorgen.

Zusätzliche Tipps

  • Besonders wichtig ist, dass Du das selbstgemachte Shampoo vor jeder Anwendung gut schüttelst.
  • Als Ergänzung zum Shampoo kannst Du auch Deine Haarspülung selbst herstellen. Sie sorgt für weiche und glänzende Haare. Mische hierfür 1 Liter Wasser mit 2 EL Apfelessig.
  • Beim Umstieg auf selbstgemachtes Shampoo brauchst Du vor allem Geduld. Ähnlich wie beim Haarewaschen nur mit Wasser dauert es etwas, bis sich Deine Kopfhaut daran gewöhnt hat. Die Haare können sich anfangs stumpf anfühlen. Nach einiger Zeit gibt sich das wieder, sodass Deine Haare glänzend aussehen. Außerdem kann es vorkommen, dass die Haare anfangs fettig sind.

Fazit

Das Selbermachen von Shampoo ist eine großartige Möglichkeit, die Kontrolle über die Inhaltsstoffe zu übernehmen und die Umwelt zu schonen. Mit den richtigen Rezepten und etwas Geduld können Sie ein Shampoo herstellen, das perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

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