Der normale Zyklus des Haarwachstums besteht aus drei Phasen:
Haarverlust kann verschiedene Ursachen haben:
Zur medizinischen Behandlung von Haarausfall werden Wirkstoffe wie Finasterid oder Minoxidil eingesetzt. Finasterid hemmt Testosteron, kann jedoch Nebenwirkungen wie Potenzstörungen verursachen. Minoxidil wird äußerlich angewendet, birgt aber ebenfalls Nebenwirkungen, darunter trockene und juckende Kopfhaut sowie Herzrasen.
Stiftung Warentest hat freiverkäufliche Präparate unter die Lupe genommen und bewertet. Das ernüchternde Ergebnis: Ohne Einschränkung ist kein Wirkstoff zu empfehlen. Am ehesten helfen noch Produkte mit Minoxidil.
Der Wirkmechanismus von Minoxidil bei Haarausfall ist nicht genau bekannt. Möglicherweise wird die Haarwurzel besser durchblutet. Denkbar ist auch, dass die Neubildung von Blutgefäßen gefördert wird, wodurch diese durchlässiger werden und mehr Wachstums-Faktoren im Gewebe vorhanden sind. Beides kommt auch dem Wachstum der Haarwurzel zugute.
Frauen sprechen nach diesen Ergebnissen besser auf den Wirkstoff an, bei ihnen genügen schon geringere Mengen an Minoxidil. Minoxidil kann den Haarausfall verlangsamen, sodass sich eine Glatze nur verzögert ausbildet und regt zudem den Haarwuchs wieder an. Ein kosmetisch akzeptables Ergebnis findet sich allerdings nur bei etwa 10 bis 20 von 100 Behandelten.
Wird das Mittel weggelassen, setzt der Haarausfall unvermindert wieder ein. Über eine Langzeitbehandlung (Zeiträume von mehr als einem Jahr) liegen keine aussagekräftigen Daten vor.
Bei etwa einem von hundert Behandelten kann die Haut an der Stelle, an der das Mittel aufgetragen wurde, jucken, schuppen, sich röten oder entzünden. Minoxidil kann sich eventuell nachteilig auf Herz und Kreislauf auswirken, was insbesondere bei einer Langzeitbehandlung bedeutsam ist. Wenn das Mittel den Blutdruck senkt und Brustschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl auftreten oder sich der Herzschlag beschleunigt, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Bei bis zu einem von 1000 Behandelten können sich auch an anderen Körperstellen vermehrt Haare bilden (zum Beispiel im Gesicht).
Minoxidil darf bei Männern nur im Alter zwischen 18 und 49 Jahren angewendet werden. Minoxidil wird auch als blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt. Wenn Sie es dafür bereits angewendet und nicht vertragen haben, sollten Sie es auch als Haarwasser nicht einsetzen.
17-alpha-Estradiol gehört zu den Östrogenen, wirkt aber nur sehr schwach hormonell. Es hemmt vielmehr das Enzym 5-alpha-Reduktase. Durch dieses entsteht aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron das wirksamere Dihydrotestosteron. Dieses ist bei Männern und Frauen gleichermaßen vorhanden und kann den Haarwuchs an den Haarwurzeln behindern und so Haarausfall fördern.
Bisher ist die therapeutische Wirksamkeit von 17-alpha-Estradiol bei Haarausfall aber nicht ausreichend nachgewiesen. Die Mittel mit diesem Wirkstoff sind deshalb wenig geeignet. Der Alkoholanteil in dem Haarwasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut sich rötet und brennt. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sollten Sie die Mittel nicht anwenden.
Neben Minoxidil kann Stiftung Warentest auch Finasterid gegen Haarausfall empfehlen. Der Wirkstoff ist nur für Männer zugelassen, bei Frauen zeigt er keinen Effekt. In höherer Dosierung wird er auch in Medikamenten gegen Prostatabeschwerden eingesetzt. Mittel mit diesem Wirkstoff sind rezeptpflichtig, etwa Finasterid Aurobindo oder Propecia.
Die Tabletten wirken gegen Haarausfall, indem sie ein Enzym hemmen, das Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt. So bewirkt Finasterid, dass das Hormon nicht in die Haarfollikel eindringt und diese schrumpfen lässt. Indem es bestehende Follikel stabilisiert, soll das Mittel den Haarausfall verlangsamen und zudem den Haarwuchs anregen - allerdings erst nach mehreren Monaten der Anwendung.
Stiftung Warentest betont, dass sowohl Finasterid als auch Minoxidil lediglich „mit Einschränkungen geeignet“ seien, um Haarausfall zu bekämpfen. Zudem könne aufgrund fehlender Daten noch nicht abschließend beurteilt werden, ob eine Langzeitanwendung gesundheitliche Risiken berge.
Inzwischen weiß man, dass Finasterid eine Reihe von Nebenwirkungen hervorrufen kann. Zu den häufigsten gehören sexuelle Störungen wie Libidoverlust und Erektionsprobleme, besonders in der Anfangszeit der Anwendung. Bei einer von hundert Personen kann es zudem zu einer Brustvergrößerung und Ejakulationsstörungen kommen.
Selbst auf die Psyche kann sich Finasterid auswirken: Eine Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat ergeben, dass Anwender der Tabletten Depressionen und suizidale Gedanken entwickeln können. Von den über 300 registrierten Fällen hat den Angaben nach ein Großteil der Betroffenen eine Tagesdosis von einem Milligramm eingenommen.
Die EMA ist jedoch der Ansicht, dass der Nutzen des Wirkstoffs die möglichen Risiken überwiegt - allerdings nur bei einer korrekten Einnahme und ausreichenden ärztlichen Aufklärung.
Neben den medizinischen Behandlungen gibt es auch natürliche Ansätze, um Haarausfall entgegenzuwirken:
Es gibt auch Produkte, die diese natürlichen Inhaltsstoffe kombinieren, um die Haarwurzeln zu stärken und das Haarwachstum zu fördern. Zum Beispiel das myrto Kopfhautserum H, das Hirseextrakt, Koffein, Klettenwurzel, Sandelholz, Rosmarin und Zedernöl enthält, die die Haarwurzeln mit essenziellen Nährstoffen versorgen. Auch das sanfte Sandelholz Hirse Bio Shampoo von myrto eignet sich für den täglichen Gebrauch und stärkt das Haar von der Wurzel. Die Grundlage bilden hautschonende, waschaktive Aminosäuren, die Haar und Kopfhaut pflegen.
Um Haarausfall vorzubeugen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Testen Sie unseren Haarbooster zur Bekämpfung von Haarausfall; verwenden Sie sie täglich morgens und abends an sauberem (trockenem oder feuchtem) Haar. Sprühen Sie das Produkt mit Hilfe der Präzisionsspitze auf die am stärksten betroffenen Zonen der Kopfhaut. Massieren Sie die Kopfhaut rund eine Minute lang mit den Fingerspitzen in Zickzackbewegungen. Nicht ausspülen und das Haar wie gewohnt frisieren.
„Die Rezeptur unseres Haarboosters zur Bekämpfung von Haarausfall enthält den Keraboost-Komplex, eine Kombination aus drei leistungsstarken Wirkstoffen zur Bekämpfung von Haarausfall. Diese Pflege unterstützt die Mikrozirkulation und regt die Dermis an, beruhigt winzige Entzündungen der Haarzwiebel und versorgt die Kopfhaut mit den für das Haarwachstum wichtigen Vitaminen. Massieren Sie es mit den Fingerspitzen im Zickzack ein (ca. 1 Minute).
Hilfreich können auch speziell entwickelte Shampoos sein. Das pflegende Priorin® Shampoo enthält einen Wirkstoffkomplex aus Hirseextrakt, Glykoproteinen und Provitamin B5, der kraftlosem, dünner werdendem Haar mehr Glanz und Volumen verleiht. Es erhöht die Widerstandskraft gegen Haarbruch und ist gleichzeitig sanft zur Kopfhaut.
Priorin® Liquid kannst Du unterstützend zur Haarausfall-Behandlung*einsetzen. Durch seinen pflanzlich basierten Wirkstoffkomplex Baicapil® fördert das Liquid das Haarwachstum. Außerdem enthält es Pro-Vitamin B5 (Dexpanthenol), welches das Haar mit Feuchtigkeit versorgt und die Kopfhaut pflegt.
Um das Haar auch von innen zu nähren, eignen sich die Priorin® Kapseln. Sie sind ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) und wurden speziell für Frauen mit hormonell erblich bedingten Haarwachstumsstörungen und Haarausfall entwickelt.
Dank der enthaltenen Mikronährstoffe verleihen sie dem Haar mehr Fülle und Kraft. Eine Laboruntersuchung an der RWTH Aachen ergab, dass die Kombination aus L-Cystin, Pantothensäure (Vitamin B5) und dem aus Hirse gewonnenen Phytoöstrogen Miliacin das Zellwachstum steigert. Frauen, die Priorin Kapseln® bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall einnahmen, konnten bereits nach 3 Monaten gegenüber dem Placebo Präparat eine signifikante Steigerung der Anzahl der Haare, die sich im Wachstum befinden, feststellen.
| Wirkstoff | Wirkung | Nebenwirkungen |
|---|---|---|
| Minoxidil | Fördert die Durchblutung der Kopfhaut, regt Haarwachstum an | Juckende, schuppende, gerötete oder entzündete Haut, Herz-Kreislauf-Probleme, vermehrte Körperbehaarung |
| Finasterid | Hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) | Sexuelle Störungen (Libidoverlust, Erektionsprobleme), Brustvergrößerung, Ejakulationsstörungen, Depressionen, suizidale Gedanken |
| Hirseextrakt (Miliacin) | Unterstützt das Zellwachstum der Haarwurzeln | Keine bekannt |
| Koffein | Regt die Kopfhautdurchblutung an, verlängert die Wachstumsphase der Haarfollikel | Keine bekannt |
| Klettenwurzel-Extrakt | Reguliert die Talgproduktion, stärkt die Haarwurzeln | Keine bekannt |
Es ist wichtig zu beachten, dass Geduld entscheidend ist - das Haar wächst nur etwa 1 cm pro Monat. „Nach drei Monaten Anwendung sehe ich einen deutlichen Effekt. Der Haarausfall hat stark nachgelassen, und an kahlen Stellen wachsen viele Babyhaare nach.
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