Salbe gegen Haarausfall: Wirkung und natürliche Hilfe

Haarverlust betrifft etwa 80% der Männer und 40% der Frauen im Laufe ihres Lebens. Diese Herausforderung kann das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden stark beeinflussen, denn volles, gesundes Haar gilt oft als Spiegelbild von Gesundheit und Attraktivität. Bereits bei übermäßigem Haarverlust - mehr als 100 Haare täglich über längere Zeit - gerät das Gleichgewicht zwischen Haarwachstum und Haarausfall aus der Balance, das Haar wird zunehmend lichter. Um zu verstehen, wie es zum Haarausfall kommt, ist es wichtig, den normalen Zyklus des Haarwachstums zu verstehen. Jedes einzelne Haar hat seinen eigenen Wachstumszyklus, unabhängig von dem eines jeden anderen Haares.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Der normale Zyklus des Haarwachstums besteht aus drei Phasen:

  • Die Wachstumsphase (Anagenphase): Diese Phase dauert ca. 3-6 Jahre.
  • Die Übergangsphase (Katagenphase): Die Zellteilung der Haarwurzel wird vorübergehend eingestellt, wodurch das Haar nicht mehr wächst und sich von der Wurzel löst. Etwa 1% aller Haare befinden sich in dieser Phase, die circa 2 Wochen dauert. 1-3 % aller Haarfollikel der Kopfhaut befinden sich in dieser Phase.
  • Die Ruhephase / Ausfallphase (Telogenphase): Sie dauert ca. 4 - 6 Monate. Bedingt durch die erhöhte UV-Strahlung in den Sommermonaten ist diese Phase vermehrt im Spätsommer und Herbst. Die Stoffwechselaktivität des Haarfollikels wird reduziert, wodurch das Haar immer schlechter versorgt wird und letztlich abgestoßen wird, weil ein neues Haar nachwächst. Etwa 8 - 14 % aller Kopfhaare sind ca. 3 Monate lang in dieser Phase.

Ursachen von Haarausfall

Haarverlust kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Genetische Veranlagung: Erblich bedingter Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt, tritt oft schon im jungen Erwachsenenalter auf. Ein genetisch bedingter, erhöhter Spiegel des Hormons Dihydrotestosteron (DHT) verkürzt den Haarwachstumszyklus, was zu dünneren Haaren und schrumpfenden Haarfollikeln führt. Bei Männern zeigt sich dies häufig durch zurückweichende Haaransätze und lichte Stellen am Hinterkopf; bei Frauen wird das Haar am gesamten Oberkopf lichter.
  2. Äußere Einflüsse und Stress: Umweltgifte oder Schadstoffe im häuslichen Umfeld sowie Dauerstress können die Gesundheit der Haare beeinträchtigen. Stress kann zu einer übermäßigen Anregung der Talgproduktion führen, weshalb die Haarwurzeln ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Bei starkem Stress können die Haare in Büscheln ausfallen.
  3. Nährstoffmangel: Eine unausgewogene Ernährung führt oft zu einem Mangel an wichtigen Mikronährstoffen, die das Haar benötigt.
  4. Ungeeignete Haarpflege: Aggressive Haarpflegeprodukte wie Shampoos mit harschen Tensiden können die Kopfhaut reizen und Haarausfall fördern. Vermeiden Sie eine übermäßige Belastung des Haars! Verzichten Sie auf aggressive Produkte oder überlassen Sie Colorationen und Haarglättungsbehandlungen lieber dem Fachmann. Ziehen Sie nicht zu stark an den Haaren (Vorsicht bei Haarbändern, Haargummis, usw.) und verwenden Sie geeignete Bürsten. Wenn Sie sich die Haare gerne glätten oder föhnen, vermeiden Sie zu hohe Temperaturen! Tragen Sie nährende Öle auf, um die Haarfaser zu schützen und zu reparieren, tauschen Sie Ihr klassisches Shampoo gegen eine Waschcreme zur Bekämpfung von Haarspliss ein.
  5. Haarausfall kann auch hormonelle Ursachen haben - in diesem Fall ist er vorübergehend und wird beispielsweise durch eine Schwangerschaft oder durch einen Jahreszeitenwechsel ausgelöst.

Medizinische Behandlung von Haarausfall

Zur medizinischen Behandlung von Haarausfall werden Wirkstoffe wie Finasterid oder Minoxidil eingesetzt. Finasterid hemmt Testosteron, kann jedoch Nebenwirkungen wie Potenzstörungen verursachen. Minoxidil wird äußerlich angewendet, birgt aber ebenfalls Nebenwirkungen, darunter trockene und juckende Kopfhaut sowie Herzrasen.

Stiftung Warentest hat freiverkäufliche Präparate unter die Lupe genommen und bewertet. Das ernüchternde Ergebnis: Ohne Einschränkung ist kein Wirkstoff zu empfehlen. Am ehesten helfen noch Produkte mit Minoxidil.

Minoxidil

Der Wirkmechanismus von Minoxidil bei Haarausfall ist nicht genau bekannt. Möglicherweise wird die Haarwurzel besser durchblutet. Denkbar ist auch, dass die Neubildung von Blutgefäßen gefördert wird, wodurch diese durchlässiger werden und mehr Wachstums-Faktoren im Gewebe vorhanden sind. Beides kommt auch dem Wachstum der Haarwurzel zugute.

Frauen sprechen nach diesen Ergebnissen besser auf den Wirkstoff an, bei ihnen genügen schon geringere Mengen an Minoxidil. Minoxidil kann den Haarausfall verlangsamen, sodass sich eine Glatze nur verzögert ausbildet und regt zudem den Haarwuchs wieder an. Ein kosmetisch akzeptables Ergebnis findet sich allerdings nur bei etwa 10 bis 20 von 100 Behandelten.

Wird das Mittel weggelassen, setzt der Haarausfall unvermindert wieder ein. Über eine Langzeitbehandlung (Zeiträume von mehr als einem Jahr) liegen keine aussagekräftigen Daten vor.

Bei etwa einem von hundert Behandelten kann die Haut an der Stelle, an der das Mittel aufgetragen wurde, jucken, schuppen, sich röten oder entzünden. Minoxidil kann sich eventuell nachteilig auf Herz und Kreislauf auswirken, was insbesondere bei einer Langzeitbehandlung bedeutsam ist. Wenn das Mittel den Blutdruck senkt und Brustschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl auftreten oder sich der Herzschlag beschleunigt, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Bei bis zu einem von 1000 Behandelten können sich auch an anderen Körperstellen vermehrt Haare bilden (zum Beispiel im Gesicht).

Minoxidil darf bei Männern nur im Alter zwischen 18 und 49 Jahren angewendet werden. Minoxidil wird auch als blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt. Wenn Sie es dafür bereits angewendet und nicht vertragen haben, sollten Sie es auch als Haarwasser nicht einsetzen.

17-alpha-Estradiol

17-alpha-Estradiol gehört zu den Östrogenen, wirkt aber nur sehr schwach hormonell. Es hemmt vielmehr das Enzym 5-alpha-Reduktase. Durch dieses entsteht aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron das wirksamere Dihydrotestosteron. Dieses ist bei Männern und Frauen gleichermaßen vorhanden und kann den Haarwuchs an den Haarwurzeln behindern und so Haarausfall fördern.

Bisher ist die therapeutische Wirksamkeit von 17-alpha-Estradiol bei Haarausfall aber nicht ausreichend nachgewiesen. Die Mittel mit diesem Wirkstoff sind deshalb wenig geeignet. Der Alkoholanteil in dem Haarwasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut sich rötet und brennt. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sollten Sie die Mittel nicht anwenden.

Finasterid

Neben Minoxidil kann Stiftung Warentest auch Finasterid gegen Haarausfall empfehlen. Der Wirkstoff ist nur für Männer zugelassen, bei Frauen zeigt er keinen Effekt. In höherer Dosierung wird er auch in Medikamenten gegen Prostatabeschwerden eingesetzt. Mittel mit diesem Wirkstoff sind rezeptpflichtig, etwa Finasterid Aurobindo oder Propecia.

Die Tabletten wirken gegen Haarausfall, indem sie ein Enzym hemmen, das Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt. So bewirkt Finasterid, dass das Hormon nicht in die Haarfollikel eindringt und diese schrumpfen lässt. Indem es bestehende Follikel stabilisiert, soll das Mittel den Haarausfall verlangsamen und zudem den Haarwuchs anregen - allerdings erst nach mehreren Monaten der Anwendung.

Stiftung Warentest betont, dass sowohl Finasterid als auch Minoxidil lediglich „mit Einschränkungen geeignet“ seien, um Haarausfall zu bekämpfen. Zudem könne aufgrund fehlender Daten noch nicht abschließend beurteilt werden, ob eine Langzeitanwendung gesundheitliche Risiken berge.

Inzwischen weiß man, dass Finasterid eine Reihe von Nebenwirkungen hervorrufen kann. Zu den häufigsten gehören sexuelle Störungen wie Libidoverlust und Erektionsprobleme, besonders in der Anfangszeit der Anwendung. Bei einer von hundert Personen kann es zudem zu einer Brustvergrößerung und Ejakulationsstörungen kommen.

Selbst auf die Psyche kann sich Finasterid auswirken: Eine Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat ergeben, dass Anwender der Tabletten Depressionen und suizidale Gedanken entwickeln können. Von den über 300 registrierten Fällen hat den Angaben nach ein Großteil der Betroffenen eine Tagesdosis von einem Milligramm eingenommen.

Die EMA ist jedoch der Ansicht, dass der Nutzen des Wirkstoffs die möglichen Risiken überwiegt - allerdings nur bei einer korrekten Einnahme und ausreichenden ärztlichen Aufklärung.

Natürliche Hilfe bei Haarausfall

Neben den medizinischen Behandlungen gibt es auch natürliche Ansätze, um Haarausfall entgegenzuwirken:

  1. Hirseextrakt (Miliacin) für gestärkte Haarwurzeln: Hirse ist reich an Mikronährstoffen und unterstützt durch den Inhaltsstoff Miliacin das Zellwachstum der Haarwurzeln.
  2. Koffein für verbesserte Durchblutung: Koffein regt die Kopfhautdurchblutung an und verlängert die Wachstumsphase der Haarfollikel, was den Haarverlust reduziert.
  3. Klettenwurzel-Extrakt für bessere Haarqualität: Der Extrakt der Klettenwurzel reguliert die Talgproduktion und stärkt die Haarwurzeln.

Es gibt auch Produkte, die diese natürlichen Inhaltsstoffe kombinieren, um die Haarwurzeln zu stärken und das Haarwachstum zu fördern. Zum Beispiel das myrto Kopfhautserum H, das Hirseextrakt, Koffein, Klettenwurzel, Sandelholz, Rosmarin und Zedernöl enthält, die die Haarwurzeln mit essenziellen Nährstoffen versorgen. Auch das sanfte Sandelholz Hirse Bio Shampoo von myrto eignet sich für den täglichen Gebrauch und stärkt das Haar von der Wurzel. Die Grundlage bilden hautschonende, waschaktive Aminosäuren, die Haar und Kopfhaut pflegen.

Vorbeugung von Haarausfall

Um Haarausfall vorzubeugen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung.
  • Vermeidung von Stress.
  • Schonende Haarpflege mit milden Produkten.
  • Regelmäßige Kopfhautmassage zur Förderung der Durchblutung.

Weitere Tipps und Produkte

Testen Sie unseren Haarbooster zur Bekämpfung von Haarausfall; verwenden Sie sie täglich morgens und abends an sauberem (trockenem oder feuchtem) Haar. Sprühen Sie das Produkt mit Hilfe der Präzisionsspitze auf die am stärksten betroffenen Zonen der Kopfhaut. Massieren Sie die Kopfhaut rund eine Minute lang mit den Fingerspitzen in Zickzackbewegungen. Nicht ausspülen und das Haar wie gewohnt frisieren.

„Die Rezeptur unseres Haarboosters zur Bekämpfung von Haarausfall enthält den Keraboost-Komplex, eine Kombination aus drei leistungsstarken Wirkstoffen zur Bekämpfung von Haarausfall. Diese Pflege unterstützt die Mikrozirkulation und regt die Dermis an, beruhigt winzige Entzündungen der Haarzwiebel und versorgt die Kopfhaut mit den für das Haarwachstum wichtigen Vitaminen. Massieren Sie es mit den Fingerspitzen im Zickzack ein (ca. 1 Minute).

Hilfreich können auch speziell entwickelte Shampoos sein. Das pflegende Priorin® Shampoo enthält einen Wirkstoffkomplex aus Hirseextrakt, Glykoproteinen und Provitamin B5, der kraftlosem, dünner werdendem Haar mehr Glanz und Volumen verleiht. Es erhöht die Widerstandskraft gegen Haarbruch und ist gleichzeitig sanft zur Kopfhaut.

Priorin® Liquid kannst Du unterstützend zur Haarausfall-Behandlung*einsetzen. Durch seinen pflanzlich basierten Wirkstoffkomplex Baicapil® fördert das Liquid das Haarwachstum. Außerdem enthält es Pro-Vitamin B5 (Dexpanthenol), welches das Haar mit Feuchtigkeit versorgt und die Kopfhaut pflegt.

Um das Haar auch von innen zu nähren, eignen sich die Priorin® Kapseln. Sie sind ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) und wurden speziell für Frauen mit hormonell erblich bedingten Haarwachstumsstörungen und Haarausfall entwickelt.

Dank der enthaltenen Mikronährstoffe verleihen sie dem Haar mehr Fülle und Kraft. Eine Laboruntersuchung an der RWTH Aachen ergab, dass die Kombination aus L-Cystin, Pantothensäure (Vitamin B5) und dem aus Hirse gewonnenen Phytoöstrogen Miliacin das Zellwachstum steigert. Frauen, die Priorin Kapseln® bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall einnahmen, konnten bereits nach 3 Monaten gegenüber dem Placebo Präparat eine signifikante Steigerung der Anzahl der Haare, die sich im Wachstum befinden, feststellen.

Wirkstoff Wirkung Nebenwirkungen
Minoxidil Fördert die Durchblutung der Kopfhaut, regt Haarwachstum an Juckende, schuppende, gerötete oder entzündete Haut, Herz-Kreislauf-Probleme, vermehrte Körperbehaarung
Finasterid Hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) Sexuelle Störungen (Libidoverlust, Erektionsprobleme), Brustvergrößerung, Ejakulationsstörungen, Depressionen, suizidale Gedanken
Hirseextrakt (Miliacin) Unterstützt das Zellwachstum der Haarwurzeln Keine bekannt
Koffein Regt die Kopfhautdurchblutung an, verlängert die Wachstumsphase der Haarfollikel Keine bekannt
Klettenwurzel-Extrakt Reguliert die Talgproduktion, stärkt die Haarwurzeln Keine bekannt

Es ist wichtig zu beachten, dass Geduld entscheidend ist - das Haar wächst nur etwa 1 cm pro Monat. „Nach drei Monaten Anwendung sehe ich einen deutlichen Effekt. Der Haarausfall hat stark nachgelassen, und an kahlen Stellen wachsen viele Babyhaare nach.

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