Rote Flecken und schuppige Stellen auf der Haut können das Wohlbefinden beeinträchtigen und auf ein seborrhoisches Ekzem hindeuten. Die seborrhoische Dermatitis, wie das seborrhoische Ekzem auch genannt wird, bildet sich vor allem dort, wo sich viele Talgdrüsen befinden. Patienten und Patientinnen entwickeln das Ekzem beispielsweise im Gesicht oder auf dem Kopf.
Etwa drei bis zehn von 100 Personen sind davon betroffen, Männer öfter als Frauen. Auch wenn das seborrhoische Ekzem in jedem Alter auftreten kann, entdecken Personen die auffälligen Hautstellen meist zum ersten Mal im jungen Erwachsenenalter oder ab dem 50. Lebensjahr - allerdings können auch Säuglinge ein seborrhoisches Ekzem entwickeln.
Während sich der Ausschlag bei Babys innerhalb weniger Monate ohne Behandlung zurückbildet und nicht wieder auftritt, verläuft das seborrhoische Ekzem bei Erwachsenen chronisch. Es kehrt also in unregelmäßigen Abständen zurück oder besteht dauerhaft, mit mehr oder weniger ausgeprägten Hautveränderungen. Bei der Diagnose ist die Unterscheidung von anderen Hauterkrankungen wichtig - das seborrhoische Ekzem ist nicht das gleiche wie Schuppenflechte, auch wenn es hier ebenfalls zu schuppigen Hautveränderungen kommt.
Die betreffenden Hautregionen verändern bei einem seborrhoischen Ekzem typischerweise ihr Aussehen: Die Haut ist fleckig, gerötet und besetzt mit gelblichen, fettig glänzenden Schuppen. Auf dunkler Haut erscheinen die Hautentzündungen weniger rötlich, sondern eher hell.
Die nicht juckenden Ekzeme können an diesen Körperbereichen auftreten:
Bei Menschen mit einem seborrhoischen Ekzem sind die Rötungen und Schuppungen auf der Kopfhaut oder an anderen Körperstellen mal mehr und mal weniger ausgeprägt - spielt der Lebensstil hier eine Rolle? Laut einiger Theorien wirkt sich die Ernährung auf ein seborrhoisches Ekzem aus. Derzeit gibt es aber keine anerkannten Ernährungsempfehlungen für Betroffene.
Ein stressiger Alltag kann jedoch eine Verschlechterung bewirken. In vielen Fällen bessert sich der Hautauschlag durch regelmäßige Sonnenbäder. Dabei ist der Sonnenschutz wichtig. Herkömmliche Sonnenschutzmittel reichen aus, um sich gemäß dem eigenen Hauttyp vor UV-Strahlen zu schützen.
Noch ist nicht vollständig geklärt, was zu einer seborrhoischen Dermatitis führt, Forschende nehmen an, dass verschiedene Faktoren die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, erhöhen. Ein möglicher Auslöser ist ein Hefepilz namens „Malassezia furfur“. Dieser ist Teil der normalen Hautflora, bei Erkrankten kann er aber übermäßig vorkommen.
Wahrscheinlich sind auch die Talgdrüsen besonders aktiv, dadurch bilden sie mehr Talg als üblich. Es ist denkbar, dass Hormone am Krankheitsgeschehen beteiligt sind: Durch einen erhöhten Androgenspiegel kann die Talgproduktion aus dem Takt geraten. Auch können Bakterien und Stress die Erkrankung auslösen. Die familiäre Veranlagung scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen.
Nicht zuletzt können Medikamente die Wahrscheinlichkeit für eine seborrhoische Dermatitis erhöhen, etwa das Antidepressivum Lithium oder auch spezielle Neuroleptika.
Wer auffällige Hautstellen bei sich entdeckt, kann sich zunächst an die hausärztliche Praxis wenden. Sie stellt bei Bedarf eine Überweisung zu einem Dermatologen oder einer Dermatologin aus. Für die Diagnose seborrhoisches Ekzem reichen in der Regel die Angaben zur Krankengeschichte und ein geschulter Blick auf die Haut.
So grenzen Medizinerinnen und Mediziner auch das seborrhoische Ekzem von einer Schuppenflechte oder einer Neurodermitis ab. Bei einer Neurodermitis ist die Haut in der Regel an anderen Stellen auffällig und die entzündeten Hautstellen jucken typischerweise. Ist die Diagnose trotz körperlicher Untersuchung unklar, kann der Arzt oder die Ärztin einen Abstrich ins Labor schicken, um eine Infektion auszuschließen.
Steht fest, dass es sich, etwa im Gesicht, um ein seborrhoisches Ekzem handelt, existieren verschiedene Behandlungen. Oral einzunehmende Medikamente sind nicht nötig, stattdessen wird die Hautstelle lokal therapiert: Die Kopfhaut profitiert von teerhaltigen Shampoos und Waschlösungen mit pilzhemmenden Eigenschaften. Außerdem steht eine große Bandbreite an Cremes bereit.
Medizinerinnen und Mediziner beraten, welche Creme gegen das seborrhoische Ekzem hilft - infrage kommen auch salicylsäurehaltige Cremes oder solche mit Antipilzmitteln. Manchmal sind auch entzündungshemmende Cremes und Kortison-Gele notwendig. Je nachdem, wie stark die Entzündungen ausfallen und um welches Produkt es sich handelt, dauert die Behandlung mehrere Tage bis wenige Wochen.
Doch was können Betroffene selbst tun, gibt es Hausmittel gegen ein seborrhoisches Ekzem?
Führen seborrhoische Ekzeme zu einem hohen Leidensdruck, bietet sich eine Verhaltenstherapie an.
Typisch für ein seborrhoisches Ekzem sind schuppige Flecken im Gesicht und am Kopf. Der Hautausschlag ist nicht ansteckend, tritt bei Erwachsenen aber immer wieder auf. Cremes und Shampoos können die Beschwerden lindern. Bei Säuglingen ist keine Behandlung nötig.
Ein roter Ausschlag am Haaransatz kann verschiedene Ursachen haben, darunter:
Es ist wichtig, die genaue Ursache des Ausschlags zu ermitteln, um eine geeignete Behandlung zu finden. Ein Arzt oder eine Ärztin kann eine sichere Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung verschreiben.
Es ist wichtig zu wissen, dass Hautausschlag ein Symptom vieler verschiedener Erkrankungen sein kann. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige häufige Arten von Hautausschlag, ihre Ursachen und Symptome:
| Art des Ausschlags | Ursachen | Symptome |
|---|---|---|
| Kontaktdermatitis | Allergische Reaktion auf Substanzen wie Duftstoffe, Metalle (Nickel) oder Kosmetika | Juckende Haut, Rötungen, Schwellungen, Bläschenbildung |
| Nesselsucht (Urtikaria) | Allergische Reaktion auf Nahrungsmittel (Erdbeeren), äußere Reize (Kälte, Druck) | Rote Erhebungen (Quaddeln), starker Juckreiz |
| Sonnenallergie | Reaktion auf Sonnenlicht in Kombination mit Kosmetika | Juckender Hautausschlag, Bläschen- oder Quaddelbildung |
| Scharlach | Infektion mit Streptokokken | Hautausschlag mit kleinen Rötungen in den Beugefalten, Ausbreitung über den Körper |
| Masern | Virusinfektion | Rote Flecken hinter den Ohren und an der Halsseite, Ausbreitung über den Körper |
| Windpocken | Varizella-Zoster-Viren | Juckender, roter Hautausschlag, Bläschenbildung, Ausbreitung über den Körper |
| Borreliose | Übertragung durch Zecken | Roter Fleck um die Einstichstelle, der sich vergrößert (Wanderröte) |
Diese Tabelle dient nur zur allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
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