Rosmarinöl für die Haare: Anwendung, Wirkung und Tipps

Die sozialen Medien sind voll davon: Rosmarinöl gegen Haarausfall und für gesunde Haare. Doch was steckt wirklich hinter diesem Trend? Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung von Rosmarinöl auf Haare und Kopfhaut, gibt Anleitungen zur richtigen Anwendung und zeigt, worauf du achten solltest.

Was ist Rosmarinöl?

Bei Rosmarinöl handelt es sich um ein natürliches Öl, das auf der Kräuter- und Heilpflanze Rosmarinus officinalis basiert und aus den Blättern und Blüten gewonnen wird. Es ist ein duftendes ätherisches Öl, das aus den Blättern der Rosmarinpflanze gewonnen wird. Das ätherische Öl ist jedoch nicht zuletzt wegen des viralen Hypes auf Social Media so gefragt - als Booster für das Haarwachstum, für eine gesunde Kopfhaut und gegen Schuppen und Haarausfall - und neuerdings auch auf Augenbrauen und Wimpern.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Rosmarinöl hat eine Reihe an gesunden Inhaltsstoffen. Unterschiedliche Vertreter der Flavonoide, Bitterstoffe, Saponine, Gerbstoffe und Glycolsäure sind enthalten. Diesen schreibt man in der Naturheilkunde unterschiedliche positive Eigenschaften zu, wobei entzündungshemmende, antioxidative und durchblutungsfördernde Eigenschaften am wichtigsten sind.

Die wichtigsten Vorteile des Kräuter-Elixiers:

  • Es wirkt durchblutungsfördernd.
  • Es stärkt und stimuliert die Haarfollikel und die Haarwurzeln.
  • Es wirkt entzündungshemmend und kann so bei schuppiger, juckender Kopfhaut helfen.
  • Es wirkt regulierend und ausgleichend auf die Talgproduktion der Haut.
  • Es wirkt antioxidativ und bietet somit Schutz vor freien Radikalen.
  • Es regt das Haarwachstum an und lindert Haarausfall.
  • Es wirkt vorbeugend auf Pilzerkrankungen der Kopfhaut.

Rosmarinöl für die Haare: Die wichtigsten Anwendungsbereiche

Rosmarinöl bietet vielseitige Vorteile für die Haare.

  • Haarwachstum: Die regelmäßige Anwendung dieses ätherischen Öls kann die Blutzirkulation deiner Kopfhaut verbessern und so ein optimales Umfeld für neues Haarwachstum schaffen.
  • Stärkung der Haare: Rosmarinöl ist reich an Nährstoffen, die die Haarfollikel von der Wurzel bis in die Spitzen versorgen. Das kann dazu beitragen, den Haarschaft zu stärken und Haarbruch vorzubeugen.
  • Beruhigung der Kopfhaut: Dank der entzündungshemmenden Eigenschaften kann die regelmäßige Anwendung von Rosmarinöl dazu beitragen, Reizungen zu beruhigen, Schuppen zu reduzieren und Juckreiz zu lindern.
  • Schutz vor freien Radikalen: Rosmarinöl wird als Antioxidans betrachtet, das dazu beiträgt, freie Radikale abzuwehren, die deinem Haar den Glanz nehmen können.

Wie wendet man Rosmarinöl richtig an?

Um Ihren Haaren einen Wachstumsboost zu geben, die Kopfhaut zu beruhigen und für eine stärkere Haarstruktur zu sorgen, können Sie das Rosmarinöl entsprechend auf Haut und Haar anwenden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du Rosmarinöl in Deine Haarpflege-Routine integrieren kannst. Wichtig ist, dass Du das Rosmarinöl regelmäßig und über einen längeren Zeitraum anwendest, mindestens über 6 Monate.

1. Reines Rosmarinöl mit einem Trägeröl mischen

Da Rosmarinöl meist in hoch konzentrierter Form dosiert ist, wird empfohlen, es vor der Anwendung auf Haut und Haar mit einem sogenannten Trägeröl (neutrales, pflanzliches Öl, das zum Verdünnen ätherischer Öle genutzt wird) zu mischen. Nutzen Sie geruchsneutrales, verträgliches Öl (beispielsweise Kokosöl, Mandelöl, Jojobaöl oder Arganöl) und bringen Sie dieses in einer kleinen Schale bei Zimmertemperatur zum Schmelzen. Hinsichtlich des Mischungsverhältnisses ist zu beachten, dass das neutrale Öl in höherer Dosierung verwendet wird als das Kräuteröl; ein paar Tropfen Rosmarinöl reichen daher vollkommen aus. Geben Sie diese dem neutralen Öl hinzu und vermengen Sie die Mischung gut. Anschließend kann das Rosmarinöl auf die Haare und die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert werden.

Anwendung auf der Kopfhaut: Trage die Mischung auf deine Kopfhaut auf. Du kannst deine Finger, ein Wattepad oder spezielle Vorrichtungen zum Auftragen von Öl auf die Haare verwenden. Massiere das Öl in kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut ein, um die Haarwurzeln zu erreichen.

Einwirkzeit: 30 Minuten bis 60 Minuten gelten als ideal. Alternativ kannst Du das Rosmarinöl auch kurz vor dem Schlafengehen in die Kopfhaut einmassieren und über Nacht einwirken lassen.

Rosmarinöl auswaschen: Wasche deine Haare, bestenfalls mit einem milden Shampoo.

Welches Öl ist am besten für die Haare?

Wenn Sie das Rosmarinöl mit einem Trägeröl mischen wollen, sollten Sie dieses auf die Bedürfnisse und Ihre Haarstruktur abstimmen. Grundsätzlich empfehlen sich die folgenden Öle für die entsprechenden Haartypen:

  • Für trockenes, strapaziertes Haar: Kokosöl, Olivenöl, Avocadoöl, Sesamöl, Amla-Öl, Klettenwurzelöl, Mandelöl
  • Für feines, dünnes Haar: Jojobaöl, Arganöl
  • Für normales Haar: Kokosöl, Jojobaöl, Mandelöl, Arganöl

2. Rosmarinöl in Kombination mit Haarpflege auftragen

Das ätherische Öl lässt sich auch direkt in die Haarpflege mischen: Geben Sie hierfür ein paar Tropfen des Öls in Shampoo und Conditioner, bevor Sie die Haare damit waschen und pflegen. Im Anschluss wie gewohnt ausspülen und die Anwendung in regelmäßigen Abständen fortsetzen.

3. Rosmarin-Haarpflegeprodukte verwenden

Im Handel gibt es jedoch auch spezielle Shampoos und Conditioner, die bereits mit Rosmarin angereichert sind. So können Sie das Kräuter-Elixier ganz mühelos in Ihre Haarpflegeroutine integrieren. Die folgenden Produkte sorgen obendrein für Glanz, Volumen und einen frischen Duft.

Wenn Du kein Fan von dem Gefühl leicht öliger Haare bist, kannst Du das Rosmarinöl auch als Shampoo-Zusatz anwenden.

4. Rosmarinwasser für die Haare selbst machen

Auch als Rosmarin-Haarwasser kann das Kraut seine besonderen Eigenschaften entfalten: Mischen Sie hierfür wenige Tropfen des Kräuteröls mit Wasser. Geben Sie das Ganze in eine Sprühflasche und schütteln Sie diese. Im Anschluss auf das Haar und die Kopfhaut sprühen, mit kreisenden Bewegungen einmassieren und schon sind Sie fertig! Stattdessen können Sie Rosmarinwasser aber auch mit Rosmarinzweigen ansetzen. Schneiden Sie dafür ein paar Zweige von Ihrem Rosmarin-Bäumchen ab, waschen Sie diese gut ab und kochen oder übergießen Sie diese mit heißem Wasser, das Sie in einem Topf auffangen und eine Weile ziehen lassen. Gut abkühlen lassen, die Rosmarinzweige abschütten und das DIY-Rosmarinwasser in eine sterile Sprühflasche abfüllen - et voilà!

Da Rosmarinwasser die Haare weniger fettig aussehen lässt, ist es zudem noch etwas einfacher, es spontan in den Alltag zu integrieren.

Rosmarinöl oder Rosmarinextrakt musst Du nicht unbedingt kaufen. Wir verraten Dir, wie Du Rosmarinöl ganz einfach selbst herstellen kannst:

  1. Einmachglas (ca. 200 ml
  2. Dunkle Glasflasche (z.B. Setze ein Wasserbad auf und stelle das Einmachglas hinein.
  3. Das Glas sollte für mindestens eine Stunde in dem Wasserbad bleiben.

5. Kopfhautmassage mit Rosmarinöl, Serum oder Tonikum

Für die direkte Anwendung ohne Vorbereitungsschritt gibt es entsprechende Haarseren, Öle und Tonika, die Extrakte oder Öl der Kräuterpflanze enthalten. Diese werden direkt auf Kopfhaut und Haare aufgetragen und können anschließend mit kreisenden Bewegungen oder einer entsprechenden Massagebürste leicht einmassiert werden.

Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, ist es ratsam das Produkt mithilfe einer Kopfhautbürste in die Haut einzuarbeiten. So gelangen die Wirkstoffe auch in tiefere Hautschichten und können ihre Wirkung am besten entfalten - und Sie fördern obendrein die Durchblutung der Kopfhaut.

Anwendungsfehler, die du vermeiden solltest

Daher sollten Sie die sechs folgenden Anwendungsfehler unbedingt vermeiden:

  • #1 Reines ätherisches Öl auftragen: Bei der Anwendung von Rosmarinöl ist es wichtig, dass das Öl nicht in reiner Form, sondern in Mischform aufgetragen wird. Reines Rosmarinöl ist meist hoch konzentriert und daher zu stark für Haut und Haar, was Reizungen und den gegenteiligen vom gewünschten Effekt erzeugen könnte.
  • #2 Minderwertiges Öl verwenden: Greifen Sie zu einem hochwertigen Öl auf Bio-Qualität, das frei von Zusatzstoffen ist, die die Haut schlimmstenfalls reizen könnten. Noch besser sind vorgefertigte Haaröle oder Seren mit Rosmarin, die sich optimal für die Haarpflege eignen.
  • #3 Kontinuität vernachlässigen: Für die Rosmarinöl-Anwendung ist es wichtig, dass Sie das Elixier regelmäßig auftragen und in Ihre Routine integrieren. Nur bei kontinuierlichem Auftragen lassen sich beste Erfolge verzeichnen.
  • #4 Zu schnell steigern: Steigern Sie die Anwendung bei guter Verträglichkeit langsam, um Ihr Haar besser und dicker wachsen zu lassen. So beginnen Sie beispielsweise mit zwei bis drei Tropfen und erhöhen nach zwei Wochen auf vier bis sechs Tropfen - je nach Haarbeschaffenheit, Verträglichkeit und Kopfhaut.
  • #5 Ungeduldig sein: Seien Sie geduldig und erwarten Sie nicht nach nur wenigen Tagen einen Vorher-Nachher-Effekt. Das Öl braucht eine gewisse Zeit, um zu wirken.
  • #6 Verträglichkeits-Test auslassen: Achten Sie darauf, das Kräuteröl vor der großflächigen Anwendung auf einer kleinen Hautstelle auszuprobieren, um eine mögliche Unverträglichkeit auszuschließen.

Wissenschaftliche Studienlage

Es gibt bereits mehrere wissenschaftliche Studien, bei denen positive Effekte von Rosmarinöl auf das Haarwachstum festgestellt werden konnten.

Eine Studie aus dem Jahr 2015 verglich über einen Zeitraum von einem halben Jahr die Wirksamkeit von Rosmarinöl und Minoxidil bei Proband:innen mit androgenetischer Alopezie. Nach der Hälfte des Beobachtungszeitraums wurden keine Unterschiede festgestellt. Nach sechs Monaten wurde bei beiden getesteten Gruppen ein Anstieg des Haarwachstums bemerkbar, was einerseits die Wirkung von Rosmarinöl auf das Haarwachstum bestätigt und andererseits zeigt, dass eine kontinuierliche Anwendung über eine Dauer von mehreren Wochen bis Monaten unabdingbar ist.

Eine Studie aus dem Jahr 2015 [1] hat etwa untersucht, wie sich Haarausfall bei androgenetischer Alopezie mit herkömmlichen Minoxidil-Präparaten im Vergleich zu Rosmarinöl behandeln ließ. Hier haben die Forscher festgestellt, dass der Gebrauch von Minoxidil ähnliche Ergebnisse erzielen konnte, wie das Rosmarinöl in der Vergleichsgruppe. Es könnte also tatsächlich sein, dass Rosmarinöl gegen Haarausfall hilft.

So wurde bereits in einer Studie getestet, inwiefern ätherische Öle, wie Rosmarin- oder Lavendelöl, bei kreisrundem Haarausfall helfen können.

In einer Studie von 2015 wurde an einer Gruppe von 100 Männern die Wirkung von Rosmarinöl im Vergleich zu Minoxidil, einem gängigen Mittel gegen Haarausfall, getestet. Die Männer litten an veranlagungsbedingtem Haarausfall. Nach der Studienlaufzeit von 6 Monaten konnte bei beiden Versuchsgruppen eine signifikant höhere Haardichte festgestellt werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Die regelmäßige Anwendung von Rosmarinöl auf den Haaren kann zu Nebenwirkungen führen. Hautreaktionen können bspw. eintreten, wobei du dieser Nebenwirkung schnell und einfach mit einem kleinen Hauttest vorbeugen kannst.

Aufpassen solltest du darauf, dass Rosmarinöl nicht in deine Augen oder Schleimhäute gelangt, da dort starke Irritationen auftreten können.

In der oben erwähnten Studie aus dem Jahr 2015 wurde beobachtet, dass eine juckende Kopfhaut beim Gebrauch von Rosmarinöl öfter eingetreten ist, als bei einer Vergleichsgruppe, welche keinerlei Mittel verwendet hat. Mit dieser Nebenwirkung solltest du also ggf.

Da es sich bei Rosmarinöl um ein Naturöl handelt, kann dieses bei empfindlichen, allergischen Hauttypen oder auch bei zu Neurodermitis oder Rosazea neigender Haut zu Reizungen, Rötungen oder allergischen Reaktionen führen. Erproben Sie daher unbedingt die Verträglichkeit, bevor Sie es auf Kopfhaut und Haare auftragen.

Rosmarinöl kann bei falscher Anwendung allergische Reaktionen, Reizungen oder Irritationen hervorrufen.

Wie oft Rosmarinöl anwenden?

Du solltest Rosmarinöl bis zu dreimal die Woche auf Deine Haare auftragen.

Bei der Anwendung von Rosmarinöl auf dem Haar ist es wichtig, Geduld mitzubringen. Denn das Elixier wirkt nicht von heute auf morgen, sondern benötigt etwas Zeit, um erste Ergebnisse zu erzielen. Daher ist es zu empfehlen, das Rosmarinöl in die tägliche Haarpflege zu integrieren, sodass es nachhaltig wirken kann. Finden Sie die für Sie passende Anwendungsmöglichkeit und integrieren Sie sie in Ihre tägliche Routine. Bei regelmäßiger Anwendung werden Sie nach einigen Wochen einen Vorher-Nachher-Effekt des Rosmarinöls auf Haaren und Kopfhaut bemerken.

Rosmarinöl für die Augenbrauen

Neben der Anwendung auf dem Kopfhaar ist auch die Anwendung von Rosmarinöl auf Augenbrauen und Wimpern beliebt - und macht dem Rizinusöl Konkurrenz. Um eindeutige Aussagen über die Wirkung zu treffen, ist das Thema jedoch noch nicht weit genug erforscht. Daher empfiehlt es sich, in diesen Fällen auf spezielle Wachstumsseren für Wimpern und Augenbrauen zu setzen, um tatsächliche Erfolge zu verzeichnen. Falls Sie nun neuigierig geworden sind und den Trend ausprobieren möchten, können Sie das Öl wie folgt auf den Augenbrauen anwenden.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Aspekt Details
Inhaltsstoffe Flavonoide, Bitterstoffe, Saponine, Gerbstoffe, Glycolsäure
Wirkung Durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, antioxidativ
Anwendung Mit Trägeröl mischen, in Haarpflegeprodukte geben, als Rosmarinwasser verwenden
Häufigkeit Bis zu dreimal pro Woche
Studienlage Positive Effekte auf Haarwachstum und Haardichte
Nebenwirkungen Hautreizungen, allergische Reaktionen möglich


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