Rosen Shampoo selber machen: Rezept für glänzende Haare

Viele Frauen lieben Haarshampoos in jeglichen Variationen. Sie bringen die Haare besonders zum Glänzen, bändigen die wirren Enden, verzaubern mit ihrem Duft und reparieren brüchige Spitzen. Doch wissen Sie auch, wie gesund Ihr Shampoo wirklich ist?

Um versteckte und ungesunde Inhaltsstoffe aus der Chemie zu vermeiden, ist es sinnvoll, zu selbst gemachten Bio-Haarshampoos statt zu herkömmlichen Shampoos zu greifen. Hier erfahren Sie, wie Sie ein Rosen Shampoo selber machen können, um Ihrem Haar einen unwiderstehlichen Glanz zu verleihen.

Warum Shampoo selber machen?

Herkömmliche Shampoos aus dem Drogeriemarkt enthalten viele Inhaltsstoffe, die der Haarpracht und der Umwelt gleichermaßen schaden. Silikone, Parabene, Tenside und Mikroplastik sind nur einige Beispiele für umweltschädliche Stoffe in herkömmlichen Haarshampoos.

Naturkosmetik-Shampoos bieten eine ausgezeichnete Alternative. Sie sind frei von künstlichen Inhaltsstoffen und setzen sich stattdessen aus rein natürlichen Zutaten zusammen. Ein Bio-Shampoo können Sie in nur wenigen Schritten selbst machen - ganz im Sinne von Zero Waste im Alltag!

Bestes No Poo Shampoo für Haare & Wäsche DIY * Rezept * Tutorial Natürliche Möglichkeit zu waschen

Grundrezept: Shampoo selber machen ohne Seife

Tatsächlich können Sie Ihre Haare auch mit seifenfreiem Shampoo waschen. Die gängigsten Methoden sind Roggenmehl und Heilerde, Lavaerde und Tonerde.

Roggenmehl

Je nach Haarlänge 4-5 EL Roggenmehl mit warmen Wasser zu einer gelartigen Masse verrühren. Die Mischung in die Haare und die Kopfhaut einmassieren und etwa 30 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich ausspülen. Bei langem Haar, anschließend im trockenen Zustand nochmal durchbürsten.

Wichtig: Verwenden Sie nur Roggenmehl! Alle anderen Mehlsorten enthalten das Klebeeiweiß Gluten, welches die Mischung zusammenklebt und schwer aus den Haaren zu bekommen ist. Außerdem sollte das Shampoo immer frisch hergestellt werden, da es bei Lagerung gärt.

Heilerde, Lavaerde und Tonerde

Diese Erde-Sorten eigenen sich für fettiges Haar. Mischen Sie für das Shampoo 1-2 EL mit Wasser. Je flüssiger die Mischung, desto besser lässt sie sich im Haar verteilen. Die Erde-Mischung im Haar und auf der Kopfhaut verteilen und fünf bis zehn Minuten einwirken lassen. Anschließend gut ausspülen. Das Shampoo kann für mehrere Anwendungen vorbereitet werden.

DIY: Shampoo selber machen - die Zutaten

Um Shampoo auf Seifenbasis herzustellen, brauchen Sie Naturseife oder Olivenseife. Alternativ funktioniert auch Sheabutter oder Kernseife. Für die Flüssigseife als Basisshampoo 15 Gramm Seife raspeln und mit 250 Milliliter kochendem destillierten Wasser mischen. Solange vorsichtig rühren, bis sich die Seifenflocken aufgelöst haben. Ist die Mischung auf 35 °C abgekühlt, können Sie Öle und Kräuter dazugeben und das selbst gemachte Haarshampoo in eine Shampoo-Flasche füllen.

Rezept für glänzende Haare: Rosen Shampoo

Duftend nicht nur betörend, sondern schenkt Ihrem Haar einen unwiderstehlichen Glanz: Rosen-Shampoo.

Zutaten für das Shampoo:

  • 25 g getrocknete Rosenblüten
  • 375 ml Wasser
  • 15 g Kernseife
  • 25 ml Rosenblütentinktur
  • 10 Tropfen ätherisches Rosenöl

Zubereitung:

  1. Die Rosenblüten mit 125 ml kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen.
  2. Rosenblütenauszug abseihen und die restlichen 250 ml Wasser zum Kochen bringen.
  3. Kernseife reiben und nach und nach zum kochenden Wasser geben.
  4. Wenn sich die Kernseife mit dem Wasser gemischt hat, Topf von der Herdplatte nehmen und etwas abkühlen lassen.
  5. Rosenblütenauszug zur Kernseifenmischung geben.
  6. Ätherisches Öl in der Rosenblütentinktur auflösen und bei ca. 40° C dazu mischen.
  7. Das Shampoo in eine verschließbare Flasche füllen.

Tipp: Nach dem Waschen die Haare mit Apfelessig spülen, um alle Seifenrückstände zu entfernen!

Weitere DIY-Shampoo-Rezepte

Neben dem Rosen Shampoo gibt es viele weitere Rezepte für selbstgemachtes Shampoo, die auf die Bedürfnisse verschiedener Haartypen zugeschnitten sind:

  • Für trockene Haare: Bio-Haarshampoo mit Kokosmilch
  • Für dünner werdendes Haar: Brennnessel-Haarshampoo
  • Für blondes Haar: Kamillen-Shampoo
  • Für plattes Haar: Zitronen-Ei-Shampoo
  • Für empfindliche Kopfhaut: Lavendel-Shampoo
  • Bei Schuppen: Pfefferminz-Shampoo
  • Für normales Haar: Roggenmehl Shampoo

Für trockene Haare: Bio-Haarshampoo mit Kokosmilch

Selbstgemachte Shampoos mit Kokosmilch versorgen trockene Haare mit Feuchtigkeit.

Zutaten für das Shampoo:

  • 100 ml Kokosmilch
  • 100 ml Flüssignaturseife
  • 1 Teelöffel Honig

Zubereitung:

  1. Rühren Sie die Flüssigseife und die Kokosmilch zusammen.
  2. Fügen Sie einen Teelöffel Honig hinzu. Tipp: Honig wirkt entzündungshemmend und beruhigend für die Kopfhaut.
  3. Geben Sie alles in eine leere und ausgewaschene Flasche, verschließen Sie diese und schütteln Sie kräftig.

Die Haarpflege wird kühl aufbewahrt, verbrauchen Sie diese binnen drei Wochen.

Für dünner werdendes Haar: Brennnessel-Haarshampoo

Brennnessel Shampoo kann das Haarwachstum auf natürliche Weise anregen.

Zutaten für das Shampoo:

  • 370 ml Wasser
  • 1 naturreine Olivenölseife
  • 1 Handvoll Brennnesseln

Zubereitung:

  1. Bringen Sie für die Seifenlauge 250 ml Wasser zum Kochen.
  2. Geben Sie die Brennnesseln in eine Kanne und übergießen diese mit dem heißen Wasser.
  3. Lassen Sie den Tee im geschlossenem Topf für eine Viertelstunde ziehen.
  4. Erwärmen Sie die restlichen 120 ml Wasser und gießen diese anschließend in eine Schüssel.
  5. Reiben Sie die Naturseife mithilfe einer Küchenreibe. Es sollten dabei so viele Seifenstückchen geraspelt werden, dass in der Schüssel mit dem Wasser eine kräftige Lauge entsteht.
  6. In der Zwischenzeit müsste der Kräutertee gut durchgezogen sein, sodass Sie ihn durch ein Sieb gießen können. Warten Sie noch ein paar Minuten ab, bis der Tee nur noch lauwarm ist, um ihn zuletzt mit der Seifenlauge zu mischen.

Für blondes Haar: Kamillen-Shampoo

Blondinen können ein selbstgemachtes Kamillen-Shampoo mal ausprobieren.

Zutaten für das Shampoo:

  • 25 ml Kamillenblütentinktur
  • 25 g getrocknete Kamillenblüten
  • 350 ml destilliertes Wasser
  • 15 g geschabte Kernseife
  • 10 Tropfen ätherisches Kamilllenöl

Zubereitung:

  1. Bringen Sie die Hälfte des Wassers zum Kochen und übergießen Sie damit die getrockneten Kamillenblüten.
  2. Lassen Sie die Flüssigkeit für mindestens 3 Stunden ziehen.
  3. Sieben Sie sie durch und fangen Sie die Flüssigkeit dabei auf.
  4. Erhitzen Sie in der Zwischenzeit die andere Hälfte des Wassers und lösen Sie darin die Kernseife auf.
  5. Lassen Sie die Kernseife ca. 15 Minuten köcheln und anschließend abkühlen.
  6. Vermischen Sie den Sud mit der Kamille und rühren Sie sie gut um.

Für plattes Haar: Zitronen-Ei-Shampoo

Unser Zitronen-Ei-Shampoo verleiht Ihrem Haar Volumen.

Zutaten für das Shampoo:

  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Eigelb
  • 1 paar Spritzer Cognac oder Rum

Zubereitung:

  1. Verrühren Sie alle Zutaten miteinander. Tipp: Sollte Ihr Haar etwas Volumen fehlen, dann können Sie der Mischung zusätzlich einen guten Schluck Bier untermischen.
  2. Füllen Sie die Mischung in einen Behälter und schütteln Sie alles ordentlich durch.

Für empfindliche Kopfhaut: Lavendel-Shampoo

Wer zu einer sensiblen Kopfhaut neigt, kann mal selbstgemachtes Lavendel-Shampoo ausprobieren.

Zutaten für das Shampoo:

  • 350 ml destilliertes Wasser
  • 25 ml Lavendelblütentinktur
  • 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 25 g getrocknete Lavendelblüten
  • 15 g geschabte Kernseife

Zubereitung:

  1. Bringen Sie 175 ml destilliertes Wasser zum Kochen und übergießen Sie damit die Lavendelblüten.
  2. Lassen Sie alles für ca. drei Stunden ziehen, gießen das Wasser über ein Sieb ab und fangen die Flüssigkeit in einer Schüssel auf.
  3. Erhitzen Sie die andere Hälfte des Wassers und lösen hierin die geschabte Kernseife auf.
  4. Lassen Sie es für etwa acht Minuten köcheln.
  5. Jetzt heißt es: Abkühlen lassen!
  6. Verrühren Sie beide Flüssigkeiten miteinander und gießen diese in eine Flasche.

Bei Schuppen: Pfefferminz-Shampoo

Bei Schuppen eine gute Wahl: unser selbstgemachtes Shampoo mit Pfefferminze.

Zutaten für das Shampoo:

  • 25 ml Pfefferminztinktur
  • 350 ml destilliertes Wasser
  • 25 g getrocknete Pfefferminz-Blätter
  • 15 g geschabte Kernseife
  • 10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl

Zubereitung:

  1. Bringen Sie die Hälfte des Wassers zum Kochen und übergießen Sie damit die Pfefferminz-Blätter.
  2. Lassen Sie die Flüssigkeit für mindestens drei Stunden ziehen.
  3. Sieben Sie sie durch und fangen die Flüssigkeit dabei wieder auf.
  4. In der Zwischenzeit können Sie die andere Hälfte des Wassers erhitzen, die Seife darin auflösen und die Mischung 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
  5. Lassen Sie den Sud abkühlen und anschließend mit der Pfefferminze vermischen. Gut umrühren und in eine Flasche umfüllen. Fertig!

Für normales Haar: Roggenmehl Shampoo

Nicht nur in der Küche, sondern auch im Badezimmer für die Haarpflege beliebt: Roggenmehl

Zutaten für das Shampoo:

  • 250 ml Wasser
  • 4 EL Roggenmehl oder Roggenvollkornmehl

Zubereitung:

  1. Das Mehl mit dem Wasser in einer Schüssel verrühren oder im Schüttelbecher mixen, bis eine glatte, geleeartige Konsistenz entstanden ist.
  2. Wenn Sie Vollkornmehl verwenden, lassen Sie es ein bis zwei Stunden stehen, damit sich die Inhaltsstoffe lösen und die groben Kornanteile nicht verkleben.
  3. Den Mehlbrei nun ins feuchte Haar massieren, fünf Minuten einwirken lassen und anschließend mit warmen Wasser ausspülen.

Wichtig: Verwenden Sie für diese Art Shampoo nur Roggenmehl. Andere Mehle wie Weizen oder Dinkel enthalten zu viel Gluten, welches dafür sorgt, dass die Masse später wie Zement in den Haaren kleben bleibt.

Haare mit Natron waschen? Das müssen sie beachten

Eine weitere Alternative zu herkömmlichen Shampoos ist Natron. Das Hausmittel hat eine antibakterielle Wirkung und kann den pH-Wert der Kopfhaut ausbalancieren. Allerdings kann es die Kopfhaut auch stark entfetten und Ihre Haare austrocknen, deshalb sollten Sie Ihre Haare höchstens ein- bis zweimal die Woche mit Natron waschen. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Haar gründlich ausspülen, um alle Rückstände zu entfernen. Natron kann sonst das Haar stumpf aussehen lassen. Nach dem Waschen mit Natron können Sie eine saure Spülung wie Apfelessig oder Zitronensaft verwenden, um den pH-Wert Ihrer Haare wieder auszugleichen und ihnen Glanz zu verleihen.

Lagerung und Haltbarkeit von selbst gemachtem Haarshampoo

Shampoos auf Ölbasis sind bis zu 6 Monate haltbar. Verwenden Sie jedoch zusätzlich leicht verderbliche Lebensmittel wie Milch oder Eigelb, sollten Sie das Shampoo im Kühlschrank und nicht länger als 7-10 Tage aufbewahren. Shampoos mit Kräutern und Kräuterauszügen, Tee oder Kaffee sollten Sie ebenfalls innerhalb einer Woche verbrauchen.

Shampoo selber machen ohne Seife: Das sind die Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
Vermeidung von schädlichen Chemikalien Kürzere Haltbarkeit
Umweltfreundlich und nachhaltig Aufwand für die Herstellung
Individuelle Anpassung an die eigenen Bedürfnisse Erfordert etwas Experimentierfreude
Kostengünstiger als Naturkosmetik-Shampoos Nicht immer sofort perfekte Ergebnisse

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