Römische Frisuren prägen nach wie vor heutige Frisuren. Locken-Türme, Schleifen in den Haaren, geflochtene Zöpfe oder Hochsteckfrisuren: Der Ursprung findet sich in der Antike.
In der Antike waren Haarpflege und Frisurenkunst enorm wichtig. Zur damaligen Zeit galten Haare als ein Statussymbol und deswegen war es auch nicht verwunderlich, dass nur die Oberschicht sich mit Frisuren und der Pflege der Haare auskannte. Wenn Sie die damaligen Frisuren betrachten, werden Sie überrascht sein, wie viel sich davon in der heutigen Zeit wiederfindet. Es mag nur ein simpler, tief sitzender Dutt, oder geflochtene Zöpfe sein. Diese Epoche prägte die Frisuren-Welt ungemein.
So wissen wir heute, was für kunstvolle Frisuren die Römerinnen unter ihrem Schleier verbargen. Trotz all der Mühen, um schönes Haar, bedeckte die vornehme Römerin ihren Kopf in der Öffentlichkeit mit einem Schleier: Sonst hätte man ihr vorgeworfen, schamlos zu sein.
Unter Römerinnen war es üblich, die Frisur zu tragen, die auch die Kaiserin gerade trug. So setzten die Damen des Palastes den Frisurentrend. Sie besaßen Sklavinnen, von denen sie sich ihre Haare zu aufwändigen Frisuren hoch türmen ließen. Doch wehe, eine Haarsträhne saß mal nicht am rechten Platz: Die römischen Kaiserinnen sind für ihre Wutausbrüche bekannt!
Die Römerinnen hatten eine raffinierte kosmetische Kultur, außerdem hatte eine Dame der Gesellschaft ihre Sklavinnen, die ihnen die Haare aufdrehen konnten. Sie hatten auch Lockenscheren, die über dem Feuer erhitzt wurden - sowas war ja auch noch bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch. Die Moden wechselten zwischen elaboriert und gelockt oder eher schlicht geflochten.
Vielleicht etwas ot - aber da ich keine Sklavinnen habe *g*, schütte ich mir im Sommer zur Erfrischung unter der Dusche ab und an selbst Wasser über den Kopf. Am liebsten aus einem Gefäß, ohne Duschkopf. Das fühlt sich so herrlich urwüchsig, biblisch und steinzeitlich an. Ein schöner Tonkrug fehlt mir noch dafür. Aber der findet sich sicher auch irgendwann.
Ein tiefer Dutt kann immer und überall getragen werden.
Wenn Sie Ihre Haare zurückgenommen haben und tief im Nachen zu einem Dutt bearbeitet haben, können Sie eine Strähne heraustrennen, diese flechten und dann um den Dutt bzw. um das Haargummi legen und unauffällig mit einer Klemme im Dutt feststecken. Fertig ist der römische Dutt!
Anleitung:
Eine weitere klassische Variante sind Flechtfrisuren.
Wer sich noch nicht soviel traut, kann sich ganz einfach zwei Zöpfe flechten.
Nehmen Sie die vordere Haarpartie über dem Ohr zusammen und ziehen Sie diese streng nach hinten. Nun nehmen Sie eine weitere Strähne Ihrer Haare und legen diese über die andere. Diesen Vorgang wiederholen Sie von Strähne zu Strähne und nehmen immer wieder eine neue dazu, bis Sie beim anderen Ohr angelangt sind. Dort stecken Sie Ihre Haare mit zwei Haarklammern hinter dem Ohr unauffällig fest.
Anleitung:
Nun teilen Sie Ihre Haare in zwei Strähnen auf, um einen Ährenzopf zu flechten. Dazu nehmen Sie von außen eine sehr dünne Strähne und legen sie quer über die eine Strähne. Von der anderen Seite ziehen Sie dann eine feine Strähne hinüber. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis Sie unten angekommen sind.
Sie sollten die Strähnen leicht festziehen, damit der Zopf sich nicht nach ein paar Stunden schon wieder löst. Jetzt müssen Sie den Zopf nur noch mit einem Haargummi befestigen. Legen Sie den Zopf an den Kopf und klappen das untere Ende des Zopfes ein. Das Ganze muss dann noch festgesteckt werden. Mit einem bunten Clip kann das besonders hübsch aussehen.
Anleitung:
Wenn Sie die Dutt- oder Flechtfrisur noch ein wenig auffälliger haben wollen, können Sie zusätzlich noch ein paar Strähnen um den Haaransatz heraustrennen und diese mit einem Lockenstab in Form bringen.
Außergewöhnliche FrisurenWenn Ihnen einfache Flechtzöpfe zu langweilig sind, können Sie bunte Bänder in die Zöpfe flechten. Das ist besonders römisch und kommt im Alltag vielleicht nicht ganz so gut an, aber auf einer Verkleidungsparty bestimmt.
Für Frauen mit mittellangem bis langen Haaren haben wir eine römische Hochsteckfrisur. Sie beginnen, indem Sie sich einen Mittelscheitel ziehen und mit einem Kamm eine breite Strähne abtrennen. Diese Strähne drehen Sie von der Stirn an nach hinten ein und steckt Sie mit einer Haarnadel fest. Nun teilen Sie eine weitere Strähne ab und wiederholen das Ganze. Das machen Sie dann mit jeweils drei Strähnen auf jeder Seite. Anschließend sollte alles mit Haarspray fixiert werden.
Anleitung:
Mit dieser kunstvollen Haartracht "krönte" sich Kaiserin Livia. Das war so. Auffallend bei all den Frisuren finde ich, dass gerne mal rausgezupfte Kringellöckchen den Haaransatz umspielen.
Ich war letzens in einer Ausstellung zur Varus-Schlacht und da waren auch verschiedene römische Statuen ausgestellt. Eine Statue hatte einen aus vielen verschiedenen Strängen geflochtenen Zopf und vorn vom Scheitel aus führten zwei (wohl eingedrehten oder geflochtenen) Strähnen zum Zopf. Die zweite Figur hatte eine Art tiefen Sockendutt, um den ein geflochtener Zopf lag (konnte ich leider nicht fotografieren).
Hm, wie wäre es mit einer römischen Kaiserin als Vorbild oder Inspiration? Da kannst Du vielleicht was draus basteln, das aus verschiedenen Ideen zusammengesetzt ist. Das wäre sogar historisch korrekt, denn keine Kaiserin übernahm einfach die Frisur ihrer Vorgängerin. Und feine Römerinnen frisierten sich wie ihre Kaiserin. Nach der Frisur lassen sich weibliche Porträts exakt datieren....
Die folgenden Tabelle zeigt eine Übersicht über verschiedene römische Kaiserinnen und ihre charakteristischen Frisuren:
| Kaiserin | Charakteristische Frisur | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Livia | Hochgesteckte Frisur mit Knoten | Gilt als eine der ikonischsten römischen Frisuren |
| Julia Domna | Wellenförmige Frisur mit Mittelscheitel | Oft mit Diadem oder Perlen geschmückt |
| Plotina | Einfache, zurückgekämmte Frisur | Betont Natürlichkeit und Eleganz |
Ich könnte mir vorstellen, dass Bänder viel Volumen hinzuschummeln können, und dazu noch gut aussehen. Also kurz gesagt: Tips? Und zwar habe ich nicht die geringste Ahnung, wie die Bänder halten sollen (bei mir würden sie auch rutschen), aber ich würde auch gerne wissen, wie diese Frisur hält, da sie echt super schön ist! Vielleicht gibt es ein paar Geschichtsexperten, die da helfen können? Die Bänder müsste man doch feststecken können...
Wenn Sie die damaligen Frisuren betrachten, werden Sie überrascht sein, wie viel sich davon in der heutigen Zeit wiederfindet. Es mag nur ein simpler, tief sitzender Dutt, oder geflochtene Zöpfe sein. Diese Epoche prägte die Frisuren-Welt ungemein.
Wenn Ihnen einfache Flechtzöpfe zu langweilig sind, können Sie bunte Bänder in die Zöpfe flechten. Das ist besonders römisch und kommt im Alltag vielleicht nicht ganz so gut an, aber auf einer Verkleidungsparty bestimmt.
tags: #römische #frisuren #frauen #anleitung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.