Die 1950er Jahre brachten nicht nur Rock ’n’ Roll-Musik und Fashion-Trends hervor, sondern auch richtig coole Hairstyles für Männer. Der Rockabilly-Look ist gerade nämlich wieder richtig angesagt. Egal, ob eher schlicht oder extravagant: Der Style sieht immer aufregend und lässig zugleich aus.
Mit dem coolen Rockabilly-Look können Männer ihr Leben und ihren Hairstyle rocken. Die gute Nachricht vorweg: Dieser spezielle Kurzhaarschnitt steht wirklich jedem und macht aus einem Mann einen echten Rocker. Die einzige Voraussetzung für den Style ist, dass das Deckhaar lang genug ist.
Das Deckhaar ist länger als die Seitenpartien und sollte eine Länge von circa acht bis zehn Zentimetern haben. Je nachdem, welche Gesichtsform du hast, stylst du die Frisur nach oben oder unten. Die Rockabilly-Frisur steht Männern mit einem runden, länglichen oder sehr markanten Gesicht. Das macht die Entscheidung für diesen Haarschnitt supereinfach: Denn er steht - wie bereits erwähnt - nahezu jedem.
Der erste Schritt in Richtung der perfekten Frisur ist natürlich der Besuch beim Frisör: Er muss das Haar perfekt schneiden, damit du es zu Hause ruckzuck stylen kannst. Grundlage von klassischen Rockabilly-Frisuren wie Elvis-Tolle und Ducktail ist jeweils ein Faconschnitt mit etwas längerer Frontpartie. Um einen Ducktail zu frisieren, sollten die Haare von der Stirn bis zum Nacken sauber immer kürzer werden. Hier gibt es einen gleichmäßigen Übergang der Haarlängen.
Oftmals tragen Rockabillies jedoch einen Faconschnitt mit deutlicher geschnittener Kante. Hierbei werden die seitlichen Partien sowie die Haare im Nacken mit der Maschine kurz getrimmt.
Wenn es dann ans Frisieren geht, legst du den Grundstein für den perfekten Look schon beim Waschen: Im Idealfall verwendest du ein Volumenshampoo. Das bringt Fülle ins Haar und es bekommt dadurch automatisch mehr Stand. Das Haar fühlt sich außerdem griffiger an und lässt sich viel leichter stylen. Bevor du föhnst (am besten kopfüber), solltest du einen Schaumfestiger gleichmäßig im Haar verteilen.
Wenn du die Frisur nach oben stylen möchtest, verteilst du zunächst Haargel oder Pomade im gesamten Haar. Kämme dann die obere, längere Haarpartie locker nach hinten. Die kurzen Seiten kannst du nach unten kämmen. Dieser Look sieht am besten aus, wenn die Seiten ganz kurz sind.
Jetzt wird’s extravagant! Bei der Retro-Haartolle liegt der Fokus auf dem Pony. Dieser muss nach dem Föhnen antoupiert und dann mit Haargel fixiert werden. Wenn du die perfekte Rockabilly-Frisur gestylt hast, solltest du sie abschließend noch mit Haarspray fixieren, damit sie auch wilden Rock ’n’ Roll-Tagen (und -Nächten) standhält.
Ihr wichtigstes Utensil dabei ist sicher die Pomade. Alternativ können Männer für den Rockabilly-Stil Haargel oder Haarwachs verwenden. Wichtig ist, dass das Haar fest fixiert ist und schön glänzt. Daher stammt auch der Begriff Grease oder Greaser Look, der häufig synonym für die Frisuren der Elvis-Fans verwendet wird. Die deutsche Übersetzung von „to grease“ lautet „einfetten“, „schmieren“.
Neben diesen Termini wird dieser Stil auch als Pompadour-Frisur bezeichnet, die auf Madame de Pompadour Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Sie trug die Frontpartie ihrer Haare stehts hoch aufgetürmt. In Verbindung mit der Elvis-Tolle etablierte sich auch der sogenannte Ducktail. Auch Duck’s Tail, Duck’s Ass oder kurz D.A. genannt, beschreibt er die seitlichen Haarpartien, die nach hinten frisiert und am Hinterkopf leicht eingeschlagen werden, sodass mit der mittig verlaufenden Kante die Optik eines Enten-Hinterteils entsteht. Die Frisur wurde unter anderem von Frank Sinatra getragen.
Mit dem Ducktail lässt sich der Hairstyle des Elephant’s Trunk (zu deutsch: „Elefantenrüssel“) gut kombinieren. Dabei werden die vorderen Haarpartien nach oben gekämmt und über die Stirn als Locke nach unten gezogen.
Eine besonders unter farbigen Männern beliebte Frisur war in den 50er Jahren außerdem der sogenannte Conk. Der Begriff leitet sich von „Congolene“ ab, dem Namen eines Haargels, das in dieser Zeit verbreitet war. Bei diesem Hairstyle wurden die üblicherweise krausen Haare mit chemischen Hilfsmitteln geglättet und dann zum Beispiel zu Pompadours frisiert.
Der Terminus „Greaser“ bezeichnet nicht nur eine bestimmte Rockabilly-Männerfrisur, sondern bezieht sich auch auf die ganze Rock’n’Roll-Jugendkultur, die sich in den 50er Jahren in den USA entwickelte. Sie war von der Musik und vom Styling der Rock’n’Roll Größen geprägt. Allen voran Elvis Presley, aber auch Chuck Berry, Little Richard und Richie Valens etablierten den markanten Look mit der Tolle, der auch in den 70er Jahre immer noch bzw. wieder beliebt war und sich auch unter anderen Subkulturen verbreitete.
Neben der typischen, nach hinten gelegten Frisur, zeichnete sich der Greaser-Look durch bunte T-Shirts oder Baseball-Shirts mit hochgekrempelten Ärmeln sowie Jeans- oder Lederjacken aus.
Rockabilly ist allgemein gesagt eine Spielart des Rock 'n' Roll. In den 1950er Jahren vermischten junge Musiker aus Amerika den Blues mit Country-Musik. Das Ergebnis dieser musikalischen Liaison war Rockabilly. Soweit zur Geschichte.
Passend zur Musik gab es natürlich auch Mode und Frisuren, die das neu geschaffene Lebensgefühl verkörperten. Wild, lässig und bunt: ob Petticoats und Pencil-Skirts, üppige Locken oder kunstvolle Hochsteckfrisuren - dass Rockabilly-Frisuren und der passende Stil auch heute noch cool sind, beweisen Designer, Models und Promis weltweit, wie zum Beispiel Burlesque-Tänzerin Dita von Teese.
Generell gilt für die Frisuren im Sixties-Look: je länger die Haare, desto besser. Aber keine Sorge: Auch bei kurzen Haaren gibt es ein paar coole Tricks. Das wohl wichtigste Accessoire für Frauen mit kurzem Haar ist das Bandana. Ein rechteckiges Tuch, das zu einem schmalen Haarband gefaltet wird. Klassisch für eine Rockabilly-Frisur ist es, wenn das Bandana so gebunden wird, dass der Knoten oben auf dem Kopf oder seitlich sitzt. Die breite Seite wird also in den Nacken gelegt.
Befestigen solltest du das Tuch immer mit Bobbypins - sonst kann es schnell verrutschen. Das Tuch im Retrolook kannst du nicht nur auf dem Kopf, sondern auch als Armband am Handgelenk tragen. Übrigens: Die Bandana-Variante gehört auch zu den beliebtesten Rockabilly-Frisuren für Männer.
Charakteristisch für den Rockabilly-Look sind rote Lippen und geschwungene Lidstriche. Diese beiden Elemente bilden sozusagen das Grundgerüst eines jeden Make-ups und erinnert uns wieder an den Look von Dita von Teese. Für einen schönen und vor allem ebenmäßigen Teint solltest du zunächst ein flüssiges Make-up auftragen. Anschließend mit losem Puder fixieren. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Look am Ende möglichst lange hält, sondern zaubert auch das typische und makellose Puppengesicht. Rouge wird beim Rockabilly-Style nur sehr wenig verwendet. Schließlich sollen deine Lippen umso mehr strahlen.
Für den Lidstrich am Besten zu einem flüssigen und wasserfesten Eyeliner greifen - damit lassen sich besonders akkurate Striche ziehen. Wer dagegen zu einem Kajalstift greift, riskiert, das die Farbe verwischt und so nicht mehr Rockybilly-like wirkt.
Abgerundet wird der Look durch rote Lippen. Dabei ist es wichtig, den perfekten Rotton für seinen Hauttyp zu finden. Generell gilt: Frauen mit heller Haut und blonden Haaren greifen am besten zu einem Himbeerton, während bei Frauen mit gebräunter Haut und hellen Haaren ein schönes Korall-Rot passt. Mit dunklen Haaren kann man kräftige Farbnuancen wie Bordeaux und Kaminrot gut tragen.
Die Rockabilly-Frisur des Mannes sind weniger aufwendig als die Frisuren der Frauen, aber auch deutlich leichter. Trotzdem gibt es für die Männer unter euch eine Voraussetzung: das Deckhaar muss deutlich vorhanden sein. Es ist nämlich deutlich länger, als die Seitenpartien, um entsprechende Rockabilly-Frisuren zaubern zu können. Wenn Du also Haare wie James Dean, Buddy Holly, Elvis & Co möchtest, musst Du auf Dein Deckhaar achten und es pflegen.
Wichtig ist, um hier mit Vorurteilen aufzuräumen, die Frisur macht noch lange keine Rockabella und noch lange keinen Rockabilly aus Dir. Ohne die passende Bekleidung wird Deine Frisur kaum zur Geltung kommen oder auch vollkommen untergehen. Rockabilly ist ein Lebensgefühl, ein Vintage-Look, der stets auffällt. Wenn Du darauf stehst, muss neben der Frisur von Kopf bis Fuß alles stimmen.
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