Rizinusöl Shampoo selber machen: Rezepte für gesunde Haare

Rizinusöl wird aus den Samen des Wunderbaumes gewonnen. Der Baum zählt zu den Wolfsmilchgewächsen und kann in tropischen Gebieten bis zu 13 Meter hoch werden. Das Öl, welches aus den Samen des Wunderbaums gewonnen wird, ist schon seit mehreren hundert Jahren als Heilöl bekannt. Es findet in der Medizin und Kosmetik Anwendung.

Als Pflegemittel für die Haare feiert das Rizinusöl zunehmend Erfolge. Ist die Kopfhaut durch Rückstände von Stylingprodukten oder Haarpflegemitteln gereizt, kann das zu einem unangenehmen Jucken führen und endet im Extremfall mit Schuppen. Rizinusöl beruhigt die gestresste Kopfhaut und schenkt ihr Feuchtigkeit.

Da sich das Öl sowohl positiv auf die Kopfhaut auswirkt, wie auch auf die Haarlängen, unterstützt es einen gesunden Haarwuchs und beugt damit indirekt auch Haarausfall vor. Frizz und krauses Haar wird durch das Auftragen von Rizinusöl gebändigt. Es lässt sich besser kämmen und somit auch einfacher stylen. Das pflegende Rizinusöl spendet den Haaren Feuchtigkeit und macht sie widerstandsfähiger. Durch die Anwendung von Rizinusöl erhält Ihre Haarpracht einen wunderschönen, seidigweichen Glanz.

Rizinusöl kann für die Haarpflege vielfältig eingesetzt werden. (Foto: © Julia Tulipan / Utopia)

Leider hat das Rizinusöl einen kleinen Nachteil: Es kann nicht von jedermann angewendet werden, denn es ist auch als Allergieauslöser bekannt. Um festzustellen, ob Sie allergisch reagieren, sollten Sie, bevor Sie zum Öl des Wunderbaumes greifen, einen kleinen Allergietest durchführen: Träufeln Sie sich dazu 1 oder 2 Tropfen auf die Innenseite Ihres Unterarmes und warten Sie eine bis zwei Stunden ab. Tritt an der Stelle eine Rötung auf, sind Sie allergisch und sollten von der Anwendung des Rizinusöls absehen. Bleibt die Haut ohne Reaktion, können Sie mit dem Öl Haare und Kopfhaut pflegen.

Übrigens gibt es beim Rizinusöl sehr große Qualitätsunterschiede. Das kalt gepresste Rizinusöl weist den höchsten Qualitätsstandard auf. Weil die Ölsamen beim kalt gepressten Öl nicht erhitzt werden, bleiben die Vitamine erhalten. Und weil Qualität natürlich immer auch ihren Preis hat, ist es teurer, als das heißgepresste Rizinusöl. Wenn Sie ein teures kalt gepresstes Bio-Rizinusöl erwerben, haben Sie die zusätzliche Gewissheit, dass es nicht pestizidbelastet ist.

Shampoo-Bar mit Rizinusöl selber machen

Dieser Shampoo-Bar eignet sich besonders gut, um gegen trockene Haare vorzugehen. Denn sowohl das Rizinusöl, wie auch das Kokosfett und das Aloe-Vera-Gel spenden der Mähne Feuchtigkeit. Weil sich die Inhaltsstoffe wie ein Film um jedes einzelne Härchen legen, werden die Haare weich und geschmeidig.

Um Ihre Haarpracht mit dem selbst gemachten Shampoo-Bar zu reinigen, benötigen Sie folgende Zutaten:

  • 5 ml Rizinusöl
  • 6 g Kokosfett
  • 40 g SLSA (erhalten Sie im Internet)
  • Aloe Vera Gel
  • Maisstärke

Zubereitung und Anwendung:

  1. Geben Sie das Kokosfett in ein kleines Schüsselchen und erhitzen Sie es im Wasserbad.
  2. Sobald das Fett flüssig ist, nehmen Sie die Schüssel aus dem warmen Wasser und rühren das SLSA unter.
  3. Anschließend mischen Sie das Rizinusöl dazu und zum Schluss das Gel aus der Aloe Vera.
  4. Dann geben Sie unter stetigem Rühren nach und nach kleine Mengen der Maisstärke hinzu.
  5. Erst wenn Sie auf diese Weise einen homogenen, gut knetbaren Teig erhalten haben, ist die Mischung perfekt.
  6. Nun füllen Sie den Teig in kleine Silikonförmchen. Drücken Sie ihn dabei gut fest, damit der Bar nicht zu locker wird und lassen Sie die Förmchen circa eine Woche in Heizungsnähe zum Austrocknen stehen.
  7. Dann können Sie den Shampoo-Bar anwenden. Dazu reiben Sie Ihren nassen Kopf gut mit dem Rizinusöl-Bar ein.
  8. Massieren Sie den Schaum mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut und kneten Sie ihn in die Haarlängen ein.
  9. Nach einer kurzen Einwirkzeit waschen Sie das DIY-Shampoo mit viel lauwarmem Wasser wieder gründlich aus.

Natürliche Haarkur mit Rizinusöl

Am effektivsten kann das Öl des Wunderbaumes wirken, wenn Sie es pur auftragen. Damit sowohl die Kopfhaut, wie auch die Haarlängen von den positiven Eigenschaften des Rizinusöls profitieren können, sollten Sie bei der Anwendung sehr sorgfältig vorgehen.

Für die natürliche Haarkur mit Rizinusöl verwenden Sie folgende Zutaten:

  • 1 Frisörumhang
  • 1 altes Handtuch
  • 1 grobzinkiger Kamm
  • Kalt gepresstes Bio-Rizinusöl, die Menge richtet sich nach Ihrer Haarlänge

Zubereitung und Anwendung:

  1. Da sich Ölflecken schlecht aus der Kleidung entfernen lassen, legen Sie sich, bevor Sie beginnen, einen Frisörumhang um und darüber ein altes Handtuch, das Sie entbehren können.
  2. Dann waschen Sie Kopf und Haare, wie gewohnt mit einem milden Shampoo, das Sie anschließend mit lauwarmem Wasser gut ausspülen.
  3. Trocknen Sie die Mähne mit dem Handtuch ein bisschen ab (nur ausdrücken) und erwärmen Sie nun das Öl des Wunderbaumes im Wasserbad, bis es lauwarm ist.
  4. Kämmen Sie die Haare gut durch.
  5. Träufeln Sie sich ein bis zwei Tropfen Öl auf eine Handinnenfläche und verreiben Sie es leicht mit der anderen Hand.
  6. Nun verteilen Sie das Öl an Ihren Händen auf der ersten Haarsträhne. Beginnen Sie dabei am Haaransatz und streichen Sie die gesamte Haarlänge nach unten, bis in die Haarspitze.
  7. Anschließend beträufeln Sie Ihre Handinnenflächen erneut und verfahren mit der nächsten Haarsträhne auf die gleiche Weise.
  8. Wenn Sie die gesamte Haarpracht auf diese Weise bearbeitet haben, kommt der Kamm zum Einsatz. Kämmen Sie Ihre Mähne mehrmals durch, sodass Sie auch all die Haare erwischen, die beim Einmassieren unberücksichtigt blieben.
  9. Zum Schluss umwickeln Sie Ihren Kopf mit Frischhaltefolie und einem dicken Frotteehandtuch.
  10. Lassen Sie die natürliche Haarkur mindestens 3 bis 4 Stunden einwirken, besser noch über Nacht.
  11. Am nächsten Morgen entfernen Sie die Kopfsauna und waschen das Rizinusöl mit einem milden Shampoo und reichlich lauwarmem Wasser gründlich aus.

Rizinusöl ist sehr fettig. Deshalb müssen Sie wahrscheinlich zwei bis drei Waschgänge vornehmen, bis Sie das Öl endgültig entfernt haben. Sie werden für Ihre Mühe jedoch mit seidenweichem Haar belohnt.

Shampoo selber machen - mit nur 4 Zutaten! 💇

Rizinusöl Haarkur fördert den Haarwuchs

Diese Haarkur ist ein Nährstoffcocktail für Haare und Kopfhaut. Sie erhalten Proteine aus dem Ei, Vitamine aus dem Bienenhonig und viel Feuchtigkeit aus Olivenöl und Rizinusöl. Wenn Sie Rizinusöl Haarkur regelmäßig anwenden, fördern Sie einen gesunden Haarwuchs und beugen somit gleichzeitig dem Haarausfall vor.

Sie benötigen folgende Zutaten:

  • 1 Ei
  • 2 TL Rizinusöl
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Bienenhonig
  • 2 Tropfen ätherisches Rosmarinöl

Zubereitung und Anwendung:

  1. Trennen Sie das Ei. Das Eiweiß benötigen Sie für diese Haarkur nicht und können es im Kühlschrank beiseitestellen.
  2. Dann geben Sie den Honig in ein Schüsselchen und erwärmen ihn im Wasserbad nicht über 40 Grad.
  3. Sobald er flüssig ist, holen Sie das Schüsselchen aus dem warmen Wasser und rühren das Eigelb unter.
  4. Auch das Olivenöl und Rizinusöl wärmen sie im Wasserbad vor und geben anschließend die lauwarme Ölmischung zu der Honig-Ei-Mischung.
  5. Zum Schluss träufeln Sie das Rosmarinöl darüber und rühren es ebenfalls unter.
  6. Die Haarkur ist fertig, Sie können mit der Anwendung beginnen: Tragen Sie die Haarkur von oben nach unten auf.
  7. Massieren Sie die Haarmaske zunächst mit den Fingerspitzen gut in den Haaransatz und kneten Sie sie anschließend in die Haarlängen ein.
  8. Dann stecken sie Ihre Haare hoch und setzen eine Duschhaube auf.
  9. Umwickeln Sie den Kopf zusätzlich mit einem vorgewärmten Frotteehandtuch und lassen Sie die Rizinusöl-Haarkur mindestens 30 Minuten einwirken.
  10. Anschließend wird die selbst gemachte Haarpackung mit einem milden Babyshampoo und viel lauwarmem Wasser gründlich ausgewaschen.

Rizinusöl Haarmaske für weiche Haare

Wenn Ihr Haar schlaff und müde am Kopf herunter hängt, kann das am Proteinmangel und am Vitaminmangel liegen. Ei schenkt der Haarpracht das fehlende Eiweiß und mit dem Honig erhält es die notwendigen Vitamine. Das Rizinusöl sorgt dafür, dass die Wirkstoffe gut in die Kopfhaut eindringen können und pflegt die Haare mit einer Feuchtigkeitsschicht.

Für die Haarmaske verwenden sie folgende Zutaten:

  • 1 Eigelb
  • ½ Zitrone
  • 1 EL Bienenhonig
  • 2 EL kalt gepresstes Bio-Rizinusöl

Zubereitung und Anwendung:

  1. Pressen Sie die Zitronenhälfte aus und fangen Sie den Saft auf.
  2. Dann erhitzen Sie das Rizinusöl im Wasserbad auf circa 35 Grad (nicht über 40 Grad) und rühren anschließend den Bienenhonig unter.
  3. Ist der Honig fest, spielt das keine Rolle, denn durch das warme Öl verflüssigt er sich.
  4. Sobald eine zähflüssige Masse entstanden ist, nehmen sie das Schüsselchen aus dem Wasserbad und mischen nun den frisch gepressten Zitronensaft dazu.
  5. Zum Schluss rühren Sie das Eigelb unter, dann ist die Haarmaske fertig.
  6. Tragen Sie die selbst gemachte Kur portionsweise auf den Kopf auf und massieren Sie sie gründlich sowohl in die Kopfhaut, wie auch in die Haarlängen ein.
  7. Anschließend umwickeln Sie Ihren Kopf mit Frischhaltefolie und wärmen ihn mit einem großen Frotteehandtuch.
  8. Lassen Sie die Haarpackung über Nacht einwirken und nehmen Sie die Kopfsauna am nächsten Morgen wieder ab.
  9. Dann waschen Sie die DIY-Haarmaske mit einem milden Haarshampoo und lauwarmem Wasser wieder aus.

Da das Öl sehr fettig ist, sollten Sie Zeit für zwei bis drei Waschgänge einplanen.

Haaröl gegen Haarausfall selber machen

Dieses natürliche Öl kann dir helfen, den Haarausfall zu bekämpfen und das Haarwachstum effektiv zu fördern. Es ist sowohl für Männer als auch für Frauen geeignet und im Handumdrehen zubereitet!

Zutaten:

  • 60ml Rizinusöl
  • 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl
  • 15 Tropfen ätherisches Rosmarinöl
  • 15 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 1 Esslöffel Olivenöl mit Cayennepfeffer

Zubereitung:

  1. Mischen Sie die Öle einfach in einer dunklen Glasflasche oder einem Einmachglas.
  2. Das Haar anfeuchten und 10-30 Tropfen (1/2 bis 1 Teelöffel) des Öls in die Kopfhaut einmassieren.
  3. Mindestens eine Stunde einwirken lassen und die Haare waschen, am besten mit einem sanften Naturshampoo.
  4. Die Wirkung wird noch besser, wenn Sie das Öl über Nacht in Ihrem Haar lassen.

Bevor Sie das Öl verwenden, testen Sie es an einer kleinen Hautstelle an der Innenseite Ihres Arms.

Die Wirkung der Inhaltsstoffe

Rizinusöl: Stärkt Wimpern und Haare, hilft, den Wimpernverlust zu verringern, und beschleunigt bei regelmäßiger Anwendung das Wimpernwachstum.

Schwarzkümmelöl: Es ist entzündungshemmend, stark feuchtigkeitsspendend und erweichend. Darüber hinaus ist es äußerst wirksam bei der Behandlung von Akne, und da es die Talgproduktion der Haut perfekt ausgleichen kann, ohne sie auszutrocknen, eignet es sich hervorragend zur Behandlung empfindlicher Haut.

Ätherisches Rosmarinöl: Dieses Öl ist für seine großartige Wirkung bekannt, nicht nur für das Haar. Da es die Haut anregt, um das Haarwachstum zu fördern, ist es häufig in Shampoos und anderen Produkten zur Förderung des Haarwachstums enthalten.

Ätherisches Lavendelöl: Hervorragend zur Regeneration der Haut und zur Unterstützung des Haarwachstums. Außerdem ergänzt sein Duft wunderbar den Rosmarin. Das ätherische Lavendelöl beruhigt auch nervöse Spannungen, wirkt antidepressiv und hilft bei Schlaflosigkeit.

Olivenöl mit Cayennepfeffer: Es hilft nicht nur gegen dünner werdendes Haar, sondern fördert auch die Durchblutung, so dass Sie es bei Muskelkater einsetzen können.

Weitere Anwendungen von Rizinusöl

  • Hautreinigung: Du kannst Rizinusöl pur verwenden, um deine Haut zu reinigen.
  • Haarpflege: Nach dem Haarewaschen wenige Tropfen des Öls im Haar verteilen, um es zu pflegen und zum Glänzen zu bringen. Du kannst damit auch eine Haarmaske herstellen, die du über Nacht wirken lässt. Vergiss nicht, das Öl in die Kopfhaut einzumassieren! Am nächsten Tag mit Shampoo waschen und gründlich ausspülen.
  • Schuppen: Die feuchtigkeitsspendenden und entzündungshemmenden Eigenschaften dieses Öls helfen bei Schuppen und Reizungen der Kopfhaut. Massiere das Öl sanft auf die Kopfhaut und lasse es wirken.
  • Wimpernpflege: Fülle das Öl in eine Mascarahülse und pflege damit jeden Abend deine Wimpern.
  • Nagelpflege: Massiere das Öl zur Nagelpflege in die Haut rund um die Nägel ein und lasse es 10 bis 20 Minuten lang wirken.
  • Fußpflege: Trage nach einem Fußbad das Öl direkt auf die trockene und rissige Haut an den Füßen auf und lasse es über Nacht wirken.
  • Lippenpflege: Du kannst Rizinusöl direkt auf deine Lippen auftragen oder in Rezepturen für Lippenpflegestifte verwenden.
  • Narbenpflege: Du kannst es auch zur Narbenpflege verwenden, da dieses Öl deine Haut bei regelmäßiger Anwendung geschmeidig und elastisch macht.
  • Pflege der Augenbrauen: Pflege deine Augenbrauen mit Rizinusöl.
  • Lederpflege: Dieses Öl eignet sich auch zur Lederpflege (Schuhe, Handtaschen...).

In unserem Online-Shop Camassia Naturkosmetik findest du natives Bio-Rizinusöl, raffiniertes Rizinusöl und Türkischrotöl.

Warum Shampoo selber machen?

Besonders Haarpflegeprodukte können viele Inhaltsstoffe enthalten, die nicht jeder in seinem Produkt finden möchte. Aufgrund der oft sehr langen und unverständlichen Zutatenlisten ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass sie sich bei jeder Haarwäsche Silikonen, PEGs und anderen nicht empfehlenswerten Stoffen aussetzen.

Ob Silikone oder künstliche Duftstoffe: Bei Ihrer selbst gemachten Haarpflege verzichten Sie komplett auf potenziell irritierende chemische Zusätze. Das ist ideal, wenn Sie unter empfindlicher Kopfhaut leiden. Sie stimmen die Inhaltsstoffe zudem haargenau auf Ihr Haar ab und kreieren so Ihr ganz individuelles, effektives Mittel gegen Schuppen oder trockene Kopfhaut. Außerdem sparen Sie mit Ihrem DIY-Shampoo Müll. Schließlich lagern Sie das fertige Produkt in einer wiederverwertbaren Glasflasche.

Dieser selbst kreierte Schönmacher hält sich im Kühlschrank übrigens bis zu zwei Wochen.

Das A und O der Haarpflege

Neben belasteten Haarpflegeprodukten und zu heißen Föhnen ist das Verwenden von minderwertigen Bürsten und Kämmen die Hauptursache für abbrechende, stumpfe Haare, sowie Spliss. Insbesondere Produkte aus Kunststoff oder Metall sind oft scharfkantig und schädigen die Haarstruktur beim Kämmen.

Dazu eignet sich besonders eine hochwertige Bürste mit Wildschweinborsten. Großmütter wussten die Wirkung von 100 Bürstenstrichen am Tage zu schätzen und diese Methode hat auch in unserer Zeit nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Durch das intensive Bürsten wird die Kopfhaut besser durchblutet.

Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass die tägliche Haarwäsche ein "unnatürlicher" Prozess ist, der erst in unserer industrialisierten Welt in Mode gekommen ist. Viele Menschen auf der Welt waschen sich die Haare nur mit Wasser und evtl. Wascherde, ohne fettige Haare zu haben.

Es reicht schon, die Haarwäsche ab und zu einmal ausfallen zu lassen und stattdessen ordentlich zu bürsten, bis der Talg in den Haaren verteilt ist. Wer ihn über Nacht oder noch besser z.B. übers Wochenende einwirken lässt, wird nach der nächsten Haarwäsche mit kräftigem, glänzendem und gepflegten Haar belohnt.

Shampoo Bars

Die vielerorts mit dem Umweltgedanken gehypten Bars haben mit Sicherheit ihre Berechtigung. Ja, Plastikmüll wird erheblich reduziert. Zumindest dann, wenn man sein Shampoo nicht selber herstellt und in vorhandene Flaschen abfüllt, sondern jedes Mal eine neue Flasche kauft. Natürlich sind auch die Transportgewichte von Produkten ohne Wasser wesentlich niedriger.

Wer einen Bar kauft, sollte daher auch hier auf die Inhaltsstoffe achten. Denn: "Plastikfrei" und "umweltfreundlich" heißt leider nicht: "frei von schädlichen Inhaltsstoffen". Außerdem wird in vielen Bars ein hoher Anteil an Maisstärke verwendet, welche zum einen keine kosmetische Wirksamkeit hat und zum anderen die Haare stumpf machen, oder juckende Kopfhaut verursachen kann.

Shampoo Bars, oder "Solidshampoos" sind Shampoos (fast) ohne Wasser. Sie enthalten im Wesentlichen die gleichen Inhaltsstoffe, wie flüssige Shampoos und haben einen leicht sauren pH-Wert. Eine saure Spülung ist daher nicht notwendig. Die Bars enthalten immer eine Fettphase, weil sie ansonsten einfach nicht zusammen halten würden. Dadurch schäumen sie nicht so stark, wie flüssige Shampoos und machen oft eine Pflegespülung überflüssig.

Grundstoffe für Shampoo Bars

Fettphase: Da es sich bei Shampoos um sogenannte "Rinse-off" Produkte handelt, müssen hier meiner Meinung nach keine teuren Öle verwendet werden.

Wie auch bei den flüssigen Shampoos können Shampoo Bars zur gesamten Körperpflege genutzt werden. Es ist nicht nötig, extra noch einen anderen Dusch-Bar herzustellen. Wer dies dennoch machen möchte, kann den Wirkstoffanteil etwas verringern und diese Menge stattdessen mit Wasser auffüllen.

Dieser luxuriöse Shampoo Bar entwickelt einen feinen Schaum und ist schneeweiß (natürlich nur, wenn er nicht eingefärbt wird).Die Haare werden sanft und rückfettend gereinigt.

Herstellung eines Shampoo Bars

Trockenphase in einer Rührschüssel zusammen mischen.

Flüssigphase zusammen mischen.

Für die Fettphase zuerst Cetylalkohol (wichtig!) im Öl lösen und dann die Kakaobutter schmelzen.

Fett- und Flüssigphase in die Rührschüssel mit der Trockenphase geben und mit einem Handrührgerät gut verkneten.

Dann mit den Händen und leichtem Druck weiter kneten, bis die Masse homogen wird.

Entweder Kugeln oder Bars mit den Händen formen, oder die Masse in ein Förmchen geben.

Wer seinen Bar aufhängen möchte, kann einfach eine Kordel einarbeiten. Hierzu am besten eine Schlaufe binden und direkt einarbeiten, oder hinterher im feuchten Zustand ein Loch hinein bohren und dann die Kordel einfädeln.

Hinweis: Shampoo Bars können zur gesamten Körperpflege genutzt werden. Es ist nicht nötig, extra noch einen anderen Dusch-Bar herzustellen.

SCI Pulver hat einen höheren Anteil von waschaktiven Substanzen (ca. 80%), als SLSA Pulver (ca. 65%). Daher muss bei der Anteil der Füllstoffe bei der Verwendung von SCI Pulver etwas erhöht werden, damit der Bar das richtige Volumen erhält.

Haarspülung selber machen

Diese Spülung pflegt das Haar und macht es sehr leicht kämmbar. Sie ist recht fest und kann genau so angewendet werden, wie gekaufte Produkte.

Zurerst Cetylalkohol im Öl lösen und dann das Kurquat.

Diese Fettphase und Wasser auf 65-68 °C erhitzen und Wasser unter ständigem Rühren in Fettphase einrühren.

Weitere Tipps zur Haarpflege

  • Einfach einen Schuss Apfelessig in die Hand nehmen und vor dem letzten Ausspülen ins Haar verteilen. Die Spülung hilft den Haarboden gesund zu halten, sie macht das Haar weich und glänzend und wirkt auch gegen Haarausfall.
  • Bier in dunkle Haare einmassieren. Verleiht einen seidigen Glanz und macht die Haare leichter kämmbar.
  • Honigbad wird sanft in die Kopfhaut und ins Haar einmassiert. verleiht dem Haar einen herrlichen Glanz, gute Griffigkeit und Fülle. Dank dem Essig ist es gut kämmbar.

Was tun bei Haarausfall und Schuppen?

Die wichtigste Vorbeugung gegen Haarausfall und Schuppen ist eine gesunde Kopfhaut. Was aber tun, wenn alle Mühe nicht gereicht hat und es trotzdem dazu kommt? Hier heißt es zunächst, nicht zu verzweifeln.

Sowohl Haarausfall als auch Schuppen haben vielfältige Ursachen und können oft behoben oder zumindest gelindert werden. Das gilt vor allem für die Schuppen. Beim Haarausfall sieht es leider manchmal anders aus, da dieser oft hormonell bedingt ist. Trotzdem kann auch hier die richtige Pflege Linderung verschaffen.

Vitamine sind ein gutes Mittel gegen lästige Schuppen, da sie die Kopfhaut stärken.

Dass das klebrige und dickflüssige Rizinusöl gut für die Haarwurzeln ist, war mir bekannt. Aber wie es verarbeiten, damit es gut auf die Kopfhaut aufgetragen, leicht wieder ausgewaschen werden kann und trotzdem seine volle Wirkung entfaltet?

Letztendlich habe ich mich für eine kalt gerührte Lotion mit Lysolecithin entschieden. Das Rizinusöl verteilt sich erstaunlich gut und auch die anderen Inhaltsstoffe bilden eine stabile Lotion, die sich gut verteilen und vor allem hinterher auch leicht auswaschen lässt.

DIY-Shampoos ohne Tenside

  • Roggen-Shampoo: Um das Roggen-Shampoo gegen trockene Kopfhaut selber zu machen, benötigst Du 300 ml lauwarmes Wasser und 4 EL Roggenmehl. Für die Haarwäsche gibst Du etwas Roggen-Shampoo in das feuchte Haar und lässt es 5 Minuten einwirken.
  • Heilerde-Shampoo: Mit Heilerde-Shampoo erhältst Du eine cremige Paste, die für fettiges Haar am besten geeignet ist.

Haltbarkeit von DIY-Shampoos

Wie lange Du Dein selbstgemachtes Shampoo nutzen kannst, hängt zunächst einmal davon ab, welche Art des Shampoos Du verwendest:

  • Flüssiges Shampoo: Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank hält es 1 - 2 Wochen.
  • Festes Shampoo: Das solltest Du kühl und trocken lagern. Es dauert ca. 👍 Tipp: Festes Shampoo ist so ergiebig wie 2-3 Flaschen flüssiges Shampoo.

Sollte sich das flüssige Shampoo zersetzen oder komisch riechen, musst Du es leider im Müll entsorgen.

Tipps für die Anwendung von DIY-Shampoos

  • Besonders wichtig ist, dass Du das selbstgemachte Shampoo vor jeder Anwendung gut schüttelst.
  • Als Ergänzung zum Shampoo kannst Du auch Deine Haarspülung selbst herstellen. Sie sorgt für weiche und glänzende Haare. Mische hierfür 1 Liter Wasser mit 2 EL Apfelessig.
  • Beim Umstieg auf selbstgemachtes Shampoo brauchst Du vor allem Geduld. Ähnlich wie beim Haarewaschen nur mit Wasser dauert es etwas, bis sich Deine Kopfhaut daran gewöhnt hat. Die Haare können sich anfangs stumpf anfühlen. Nach einiger Zeit gibt sich das wieder, sodass Deine Haare glänzend aussehen. Außerdem kann es vorkommen, dass die Haare anfangs fettig sind.

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