Rasierer richtig reinigen und desinfizieren: So geht's!

Eine blitzsaubere Klinge und ein hygienisch reiner Scherkopf sind das A und O für eine sichere, gesunde Haarentfernung. An den Klingen setzen sich Keime und Schmutz fest und können bei der nächsten Sitzung über winzige Verletzungen in die Haut eindringen.

Die Folgen: Pickelchen, Rötungen und Reizungen bis hin zu schmerzhaften Entzündungen. Die unliebsamen Effekte lassen sich einfach vermeiden - unter anderem, indem du zwischendurch die Rasierklinge reinigst und auf einige weitere Kniffe berücksichtigst.

Warum sollte ich meinen Rasierer reinigen?

Ob du einen Elektro- oder einen Nassrasierer bevorzugst: Bei jeder Haarentfernung bleiben Rückstände auf der Klinge. Reste vom Rasierschaum, winzige Hautschüppchen, Bakterien und Feuchtigkeit setzen ihr jedoch mit der Zeit zu.

Sie stumpft schneller ab und das hat mitunter unangenehme Folgen: Die Rasur gelingt weniger gründlich, zudem reizt eine stumpfe Klinge die Haut stärker als eine messerscharfe. So kann es zu winzigen Verletzungen und in der Folge zu Rasurbrand und Pickelchen kommen.

Gelangen Keime von der Klinge in die Haut, sind Entzündungen bis zu Abszessen möglich. Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Rasierer zu reinigen, idealerweise nach jeder Anwendung.

Wie Rasierer reinigen? Nassrasierer und Elektro-Modelle sicher säubern

Es gibt viele Optionen, einen Rasierer zu reinigen. Wie du genau vorgehst, hängt auch davon ab, ob du einen klassischen Nassrasierer oder ein Elektro-Modell nutzt. Außerdem verraten wir, wie Rasierklingen zu reinigen sicher funktioniert.

Einfach und schnell: Rasierer mit Wasser reinigen

Fließendes Wasser und ein wenig Flüssigseife - mehr brauchst du nicht, um deinen Nassrasierer zu reinigen.

TIPP: Bei vielen Damenrasierern spendet ein spezielles Pad beim Rasieren Pflege. Achte darauf, dass auch dieses frei von Rückständen bleibt. Schrubbe es jedoch nicht zu stark mit der Bürste ab, damit die Pflegemittel erhalten bleiben.

Viele Elektrorasierer erlauben ebenfalls die Reinigung unter fließendem Wasser.

WICHTIG: Die Scherfolie, über die viele Elektro-Shaver verfügen, sollte nicht in Kontakt mit der Bürste kommen.

Die gründliche Methode: Rasierer mit Ultraschall reinigen

Ultraschallreiniger kennst du womöglich aus dem Fachhandel. Die cleveren Reinigungshelfer gibt es auch für den privaten Gebrauch - und sie eignen sich ausgezeichnet dafür, deinen Rasierer zu reinigen.

Der Clou: In einer speziellen Reinigungsflüssigkeit werden hochfrequente Schallwellen erzeugt. In der Folge entstehen winzige Vakuumbläschen, die eine enorme Reinigungskraft entwickeln.

AUFGEPASST: Die Methode eignet sich nur für Nassrasierer und wasserfeste Elektrorasierer.

Rasierer reinigen mit Alkohol und Desinfektionsmittel

Um hartnäckige Keime zuverlässig zu entfernen, bietet es sich an, den Rasierer zu desinfizieren. Dafür eignen sich handelsübliche Mittel, die du vorsichtig auf die Klinge beziehungsweise den Scherkopf aufträgst.

TIPP: Du hast kein Desinfektionsmittel im Haus? Dann bietet es sich an, den Rasierer mit Hausmitteln zu desinfizieren. Spüle den Nassrasierer nach der Nutzung gründlich mit Wasser ab und lege ihn für rund zehn Minuten in ein Glas Wodka. Der hochprozentige Alkohol macht Keime und Co. schnell den Garaus. Auf dieselbe Weise lässt sich ein Rasierhobel desinfizieren.

Möchtest du einen Elektrorasierer mit Alkohol desinfizieren, gibst du etwas Wodka auf ein Tuch und ein Wattestäbchen und wischst damit über Scherkopf und Gehäuse.

Natürlich sauber: Rasierer reinigen mit Essig

Den Rasierer mit Essig zu reinigen, funktioniert ähnlich wie die Putzaktion mit Desinfektionsmitteln. Nassrasierer legst du vollständig für etwa fünf Minuten in eine Lösung aus Wasser und einem Schuss Essig.

Ist eine Rasierer-Reinigungsstation sinnvoll?

Manche Elektrorasierer verfügen über Reinigungsstationen, die die Putzarbeit automatisch für dich erledigen.

Dafür klickst du das Beautytool nach jeder Anwendung mit dem Rasierkopf nach unten in die Reinigungsstation. In der Station befindet sich eine alkoholhaltige Reinigungsflüssigkeit, die Hautschüppchen, Haarspuren, Schaumreste und Keime zuverlässig entfernt.

Rasierer-Reinigungsstationen verlängern die Lebensdauer des Geräts und helfen effektiv dabei, Hautirritationen zu vermeiden.

Pro-Tipp: Rasierer ölen für eine längere Lebensdauer

Der Scherkopf eines Elektrorasierers bleibt länger scharf, wenn du ihm hin und wieder einen Tropfen Öl gönnst. So verhinderst du eine zu starke Reibung, die der Klinge zusetzt.

Wann du Rasierer ölen solltest, ist individuell: Sobald du bemerkst, dass die Schneidleistung nachlässt, ist es Zeit für die Pflege. Im Durchschnitt ist das etwa alle sechs Monate angesagt.

Welches ist Öl für Rasierer geeignet?

Am besten greifst du zu speziellen Rasierer-Ölen. Sie sind extraleicht und schonen die empfindlichen Bauteile. Nicht geeignet sind hingegen Speiseöle wie Sonnenblumen- oder Kokosöl, da sie die Teile verstopfen können. Den Rasierer mit Hausmitteln zu ölen, ist somit keine gute Idee.

Und aufgepasst: Bevor du das Öl verwendest, ist es ratsam, den elektrischen Rasierer zu reinigen.

Rasierer reinigen: So pflegst du Elektro- und Nassrasierer

Mit einer regelmäßigen Reinigung stellst du sicher, dass dein Rasierer auch in Zukunft alle Härchen erwischt.

Zudem verhindern saubere, scharfe Klingen Hautirritationen wie Rasurbrand und Rasierpickelchen.

Wie du deinen Rasierer genau säuberst, hängt davon ab, ob du einen Elektro- oder einen Nassrasierer verwendest.

Elektrorasierer reinigen: So geht’s

Wenn du einen Elektrorasierer besitzt, solltest du zur Sicherheit immer einen Blick in die Gebrauchsanweisung werfen, um Schäden am Gerät zu verhindern. Achte zudem darauf, den Rasierer vor der Reinigung unbedingt vom Stromnetz zu trennen.

Falls dein Rasierer über Batterien verfügt, solltest du diese entfernen, bevor du mit dem Reinigen beginnst.

Wie du den Elektrorasierer von Rückständen befreist, kommt auf die Funktionsweise deines Modells an. Folgende Tipps erleichtern dir die Reinigung und Pflege deines Geräts:

  • Scherfolie abnehmen: Für eine gründliche Reinigung empfiehlt es sich, den Rasieraufsatz des Rasierapparats soweit wie möglich auseinanderzunehmen. Entferne nach Möglichkeit die Scherfolie, um an die darunter liegenden Klingen zu gelangen. Nutze eine feine Bürste, um Rückstände zu entfernen, und puste oder klopfe die Scherfolie aus.
  • Auffangbehälter leeren: Manche Modelle verfügen direkt am Scherkopf über einen speziellen Behälter für die Haarstoppel. Klopfe diesen Auffangbehälter nach jeder Rasur über dem Waschbecken aus.
  • Mit Wasser spülen: Falls dein Rasierer es zulässt, kannst du den Scherkopf unter fließendem Wasser ausspülen. Bei Bedarf intensivierst du die Reinigung mit Flüssigseife oder einem speziellen Scherkopf-Reiniger. Lasse diese Mittel kurz einwirken, um hartnäckige Verschmutzungen zu entfernen, und orientiere dich an den Anweisungen des Herstellers.
  • Desinfizieren: Die Klingen des Elektrorasierers befreist du mit herkömmlichem Desinfektionsmittel oder Alkohol von Bakterien. Am besten trägst du die Mittel mit einem Wattestäbchen auf die freiliegenden Teile auf.
  • Trocknen lassen: Bevor du deinen Rasierer wieder zusammenbaust und verstaust, solltest du ihn gut trocknen lassen. Das beugt Rost und stumpfen Klingen vor.
  • Elektrorasierer ölen: Damit die Klingen nicht an der Scherfolie reiben, lohnt es sich, den Elektrorasierer etwa ein Mal pro Woche zu ölen. Die Pflege verlängert die Lebensdauer der Klingen.

Wusstest du schon? Einige Rasierer verfügen über eine Selbstreinigungsfunktion. Das Reinigungsprogramm wird automatisch ausgewählt und reinigt, ölt, pflegt und trocknet den Rasierapparat.

Nassrasierer reinigen: Anleitung und Pflegetipps

Die Reinigung des Nassrasierers ist etwas unkomplizierter. Das liegt daran, dass kein Strom fließt und die Klingen von vornherein freiliegen. Mit diesen Tipps sorgt der Rasierer auch weiterhin für optimale Ergebnisse:

  • Vor der Rasur anfeuchten: Die Pflege des Nassrasierers beginnt schon vor dem ersten Zug: Feuchte die Klingen unter laufendem Wasser an. So werden eventuelle Rückstände von der letzten Rasur entfernt und die Klingen gleiten besser über die Haut.
  • Klingen abspülen: Damit die Klingen scharf bleiben, solltest du den Nassrasierer nach jedem Zug abspülen. Nach der Rasur solltest du den Rasierer besonders gründlich unter fließendem Wasser reinigen. Fasse dabei nicht direkt auf die Klingen, du könntest dich verletzen! Um die Zwischenräume zu säubern, kannst du stattdessen beispielsweise eine kleine, weiche Bürste verwenden oder den Rasierer leicht am Waschbeckenrand ausklopfen.
  • Trocknen lassen: Wenn alles sauber ist, solltest du den Rasierer an der Luft trocknen lassen, bevor du ihn verstaust. Achte besonders darauf, dass sich keine Pfützen unter den Klingen bilden. Das beugt Rost und stumpfen Klingen vor.
  • Desinfizieren: Wie beim Elektrogerät kannst du auch beim Nassrasierer ein wenig Alkohol oder Desinfektionsmittel auftragen, um Bakterien zu entfernen. Nutze am besten ein Wattestäbchen oder ein Spray. Beim Reiben mit einem Tuch besteht aufgrund der scharfen Klingen Verletzungsgefahr.
  • Rasierklingen wechseln: Tausche die Rasierklingen deines Nassrasierers regelmäßig aus. Empfohlen wird der Wechsel alle zwei Wochen beziehungsweise nach circa zehn Anwendungen. Nur so erhältst du glatte Ergebnisse und minimierst das Verletzungsrisiko. Der Wechsel erfolgt in der Regel unkompliziert durch ein Klick-System.

Tipp: Auch wenn du deinen Rasierer regelmäßig säuberst und desinfizierst, solltest du ihn nicht mit anderen Personen teilen. Es besteht Infektionsgefahr.

Für eine gründliche Reinigung und saubere Ergebnisse spülst du den Nassrasierer nach jedem Zug ab.

Sollte man Scheren und Messer im Geschirrspüler oder besser mit der Hand spülen? Und was tun bei Rost auf Messern?

Körperpflege Rasierer und Epilierer reinigen und pflegen: Tipps für eine lange Lebensdauer marie eidtmann - 07.07.2020

Damit dein Rasierer auch in Zukunft gute Ergebnisse liefert, solltest du ihn regelmäßig reinigen.

Ein wichtiges Bewerbungsgespräch steht an und der Bart muss ab?

Vor dem Sommerurlaub epilierst du dir noch schnell deine Beine?

Und täglich entfernst du die Haare unter den Achseln?

Rasierer und Epilierer sorgen schnell für glatte Haut. Doch Rückstände wie Seife, Rasierschaum und Haare beeinträchtigen die Funktion der praktischen Helfer.

Damit das Resultat makellos bleibt und du dich bei der nächsten Anwendung nicht verletzt, solltest du die Geräte regelmäßig saubermachen und pflegen. Bei UPATED erfährst du, wie du Rasierer und Epilierer richtig reinigst, desinfizierst und pflegst.

Rasierklingen wechseln: Wie oft?

Beim Elektrorasierer werden Klingenblock und Scherfolie alle anderthalb bis zwei Jahre gewechselt.

Bei einigen Elektro-Modellen sind diese zwei Komponenten in einem Bauteil verbunden, das du als entsprechendes Ersatzteil erhältst.

Für den Austausch wird es Zeit, wenn das Ergebnis weniger gründlich ausfällt und du mehrmals über eine Stelle fahren musst, um alle Haare zu entfernen.

Zusätzliche Anzeichen sind rostige Stellen, ein leichtes Ziepen während der Rasur und vermehrte Hautreizungen.

Die Scherfolie solltest du zudem wechseln, sobald du Beschädigungen erkennst.

Braun Series 9 elektrischer Rasierer Reinigung unter fließendem Wasser und Pflege mit WD40 Anleitung

Die Sache mit dem Alkohol

Die Haut ist, mikroskopisch gesehen, stark zerklüftet durch Talgdrüsen, Haarbälge und Falten etc.

Um den Bakterien, die sich in all den Spalten und in den Hornschichten bei allen Menschen ständig und immer befinden, mit Alkohol beizukommen, muss man da schon mit Nachdruck rangehen.

Und auch nach dieser Prozedur erwartet niemand eine sterile Haut, sondern eher oberflächliche Keimarmut.

Also, mit etwas Alkohol kurz ins Gesicht tötet man allenfalls die oberflächlich sitzenden, meist harmlosen Bakterien ab, die kaum Wundinfektionen auslösen.

Die Aknebakterien sitzen in den Talgdrüsen und lachen sich da kaputt, genauso die wirklich unangenehmen Bakterien, die schwere Hautinfektionen verursachen.

Normale Hygiene reicht der Haut im Normalfall, mit Keimen fertigzuwerde, speziell bei oberflächlichen, offenen Wunden wie beim rasieren.

Und die ist durch das Einseifen und Abwaschen auf jeden Fall gegeben.

Zusammenfassung

Damit du möglichst lange Freude an deinen Haarentfernungsgeräten hast, solltest du sie regelmäßig reinigen und bei Bedarf pflegen.

Den Elektrorasierer befreist du zum Beispiel mit einer Bürste von Bartstoppeln, einige Modelle spülst du unter fließendem Wasser aus. Ein Tropfen Öl verhindert, dass die Klingen an der Scherfolie kratzen.

Den Nassrasierer spülst du nach jeder Anwendung gründlich mit Wasser ab und lässt ihn an der Luft gut trocknen. Die Klingen wechselst du am besten regelmäßig, um glatte Ergebnisse zu erhalten und Verletzungen und Irritationen zu vermeiden.

Den Epilierer zerlegst du für die Reinigung so gut wie möglich in seine Einzelteile. Härchen entfernst du mit einer sanften Bürste. Mit Wasser solltest du nur arbeiten, wenn der Epilierer wasserfest ist.

Alle Geräte solltest du nach der Reinigung gut trocknen lassen. Zudem kannst du Klingen und Co. mit etwas Alkohol oder Desinfektionsmittel desinfizieren. So wird die nächste Anwendung besonders hygienisch.

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