Rasierer Herren Test Vergleich: Welcher ist der Beste für Sie?

Bart, Schnauzer oder glatt rasiert? Die Gesichtsbehaarung bleibt vielfältig: Der Drei-Tage-Bart und der Stoppel-Look liegen weiterhin klar im Trend, doch die klassische Glattrasur feiert ein Comeback. Genau in diese Entwicklung passt der aktuelle Vergleich verschiedener Rasierer.

Ein Rasierapparat begleitet Männer täglich - zumindest alle, die sich nass rasieren. Die Nassrasur ist sehr viel gründlicher, aber auch aufwändiger. Vor allem dauert sie mit Einschäumen und Zwischenspülen des Rasierers meist auch länger. Männer mit sehr unreiner und unebener Gesichtshaut bevorzugen hingegen die Trockenrasur, weil kleine Verletzungen im Gesicht damit nahezu ausgeschlossen sind. Nachteil: Eine tägliche Anwendung ist eigentlich ein Muss, wenn man stets gut rasiert aussehen möchte. Denn das Rasieren mit dem elektrischen Gerät ist oberflächlicher.

Rasieren ist eine höchst individuelle Angelegenheit: Die Beschaffenheit der Haut, die Stärke der Barthaare, die Form des Gesichts, die gewünschte Bartfrisur - all das ist bei jedem Mann unterschiedlich.

Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Arten von Rasierern und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Nassrasierer vs. Trockenrasierer

Stiftung Warentest hat insgesamt 20 Nassrasierer unter die Lupe genommen, darunter 16 moderne Systemrasierer und 4 klassische Rasierhobel. Einwegrasierer wurden in den aktuellen Test nicht aufgenommen. Zum einen spielten Nachhaltigkeitsgründe eine Rolle, zum anderen hatten frühere Prüfungen gezeigt, dass die günstigen Wegwerfmodelle schnell stumpf werden und die Haut stärker reizen.

Im Gesamtergebnis erhielten alle vier Premiummodelle - Gillette Fusion 5, Gillette Labs, Wilkinson Hydro 5 und Wilkinson Hydro 5 Ultimate - die Note „gut (1,8)“. Unterschiede zeigten sich jedoch in den Einzelkategorien. Besonders in der „Rasurgründlichkeit“ konnten die Markenrasierer mit Bestnoten zwischen 1,6 und 1,7 die Spitzenplätze sichern. Der günstige Aldi Lacura Men 4-Klingen-Rasierer kam hier auf „gut (1,8)“ und lag damit nur knapp dahinter. Interessant ist, dass auch einige weitere günstige Eigenmarken in der Rasurgründlichkeit sich auf Augenhöhe mit den Premiumprodukten von Gillette und Wilkinson positionieren.

Hier ist eine Übersicht der Testkriterien von Stiftung Warentest:

  • Rasurgründlichkeit (30 Prozent): Probanden rasierten sich im Halbseitentest, auch beim Drei-Tage-Bart; Expertinnen bewerteten die Ergebnisse unabhängig.
  • Hautschonung (30 Prozent): Geprüft wurden Hautgefühl, Ziepen, Brennen sowie Rötungen oder Schnitte.
  • Haltbarkeit der Klingen (20 Prozent): Männer nutzten jede Klinge so lange, bis sie stumpf wurde.
  • Handhabung (15 Prozent): Beurteilt wurden Handlichkeit, Reinigung, Klingenwechsel und Anleitung.
  • Verpackung (5 Prozent): Bewertet wurden Aufwand, Öffnung und Entsorgung.

Quelle: test.de

Warum sind die Preisunterschiede bei Nassrasierern so groß?

Gillette sieht sich als Marktführer in der Nassrasur, insbesondere durch seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Der Ansicht, dass gute Qualität zwangsläufig teuer sein müsse, widerspricht Aldi Süd. „Aldi Süd steht seit jeher für gute Qualität zum besten Preis. Das belegen unabhängige Tests wie die der Stiftung Warentest oder von Öko-test immer wieder.

Doch auffällig ist: Trotz der hohen Preise der Gillette-Modelle halten deren Klingen nicht länger. Viele günstigere Eigenmarken erwiesen sich in der Kategorie „Haltbarkeit der Klingen“ als gleichwertig.

Elektrorasierer: Folien- vs. Rotationsrasierer

Es gibt zwei Arten von Elektrorasierern: Folien- und Rotationsrasierer. Am weitesten verbreitet sind Folienrasierer mit ihren länglichen Scherköpfen. Hier gibt es mindestens eine, häufig aber mehrere perforierte Scherfolien. Bei den Rotationsrasierern kommen dagegen drei Schereinheiten mit je einer runden Klinge zum Einsatz. Sie sind in einem Dreieck zueinander angeordnet und oft einzeln flexibel gelagert.

Die Flexibilität der Rotationsköpfe und die dreieckige Form des Scherkopfs bieten den Vorteil, dass sich die Schereinheiten besser an die Gesichtsform anschmiegen. Vor allem die kantigen Kinn- und Unterkieferbereiche lassen sich damit oft besser rasieren. Viele Nutzer heben zudem hervor, dass sie mit Rotationsrasierern schneller sind, weil sie großflächiger rasieren.

Folienrasierer wirken dagegen etwas kraftvoller, was sich auch durch lauteres Summen und stärkere Vibration ausdrückt. Sie sind vor allem für Konturen wie an den Koteletten und für kleinflächige Bereiche wie unter der Nase besser geeignet. Die Rotationsrasierer haben uns beim Versuch, diese Stellen sauber zu bearbeiten, viel Zeit und viele Nerven gekostet.

Allein anhand der Bauform lässt sich die Qualität eines Elektrorasierers aber nicht beurteilen - gerade vor dem Hintergrund, dass jeder Nutzer aus individuellen Gründen das eine oder das andere System bevorzugt.

Quelle: rasierer-tests.de

Trockenrasur vs. Nassrasur mit Elektrorasierer

Der Trend geht schon seit einigen Jahren ganz klar zum Elektrorasierer, mit dem man sich auch mit Schaum oder Gel und unter der Dusche rasieren kann. Ob die Hersteller versuchen, damit Anhänger des traditionellen Nassrasierens von ihren Produkten zu überzeugen?

Zwar fanden die Tester, dass sich die Rasur mit Schaum oder unter Wasser angenehmer anfühlt, allerdings benötigt man mehr Zeit zum Einschäumen und zur anschließenden Reinigung, wenn man Schaum benutzt. Bei all dem Aufwand kann man dann auch gleich zur Klinge greifen, die nicht nur gründlicher rasiert, sondern auch leichter zu reinigen ist.

Neben den Klingen kann auch die Möglichkeit nützlich sein, das Gerät nicht nur bei einer Trockenrasur zu nutzen. Wer besonders empfindliche Haut hat oder insbesondere Reizungen vermeiden möchte, kann nach einem Modell für die Nass- und Trockenrasur Ausschau halten. Ist die Nassrasur möglich, kann Rasierschaum oder Rasiergel aufgetragen werden, wodurch sich die Gefahr für Reizungen und Schnittwunden erheblich reduzieren lässt.

Damit die Reinigung im nassen Zustand gelingt und das Gerät keinen Schaden durch aufgetragenes Wasser nimmt, sollten sie gegen Wasser geschützt sein. So lässt sich nicht nur ein Defekt während der Rasur verhindern, sondern auch die Reinigung vereinfachen.

Die Nassrasur mit dem Elektrorasierer klingt nach einem tollen Kompromiss, tatsächlich steigert das aber nur den Komfort. Die Rasur mit Schaum oder unter der Dusche ist zwar hautschonender und wird oft als angenehmer empfunden, fällt jedoch...

Reinigung von Elektrorasierern

Das Thema „Reinigung“ ist bei einem Hygieneprodukt, wie der Rasierapparat eines ist, besonders wichtig. Das wissen natürlich auch die Hersteller, die vor allem ihre Spitzenmodelle oft im Paket mit einer Reinigungsstation anbieten: Das Gerät kommt kopfüber hinein, wird dann mit einer desinfizierenden Reinigungsflüssigkeit gesäubert, getrocknet und - je nach Modell - noch geölt.

Prinzipiell ist das auch eine nette Sache, weil sie gut funktioniert und einfach zu benutzen ist. Allerdings gehen die Reinigungsflüssigkeit, die in speziellen Kartuschen geliefert wird ordentlich ins Geld. Wer den Rasierapparat erst manuell reinigt, um ihn dann in die Station zu stellen, verlängert die Lebensdauer er Reinigungskartuschen, büßt aber einen Großteil des Komforts ein.

Wir sind der Meinung, dass man auf eine Reinigungsstation gut verzichten kann. Denn die Scherköpfe der meisten Rasierapparate auf dem Markt (und aller Geräte in unserem Test) lassen sich auch gut unter fließendem Wasser sauber machen. Wer zusätzlich noch etwas Flüssigseife nimmt, bekommt den Rasierer mehr als ordentlich sauber.

Empfehlungen und Testsieger

Im großen Elektrorasierer-Test wurden aktuelle Modelle aller Preisklassen ausführlich geprüft. Unsere Experten testeten jedes Gerät über mehrere Wochen hinweg an verschiedenen Gesichtspartien, um Gründlichkeit, Hautschonung und Handhabung realistisch zu bewerten.

Hier sind einige der Empfehlungen aus dem Rasierer-Test:

  • Panasonic ES-LV6U: Gründlich, reizarm und hochwertig. Ein Lehrstück, wie man einen exzellenten Rasierer baut.
  • Braun Series 9 Pro+ 9577cc: Ein exzellenter Rasierapparat, der ganz klar in die Top-Riege der Rasierer gehört.
  • Philips S9987/55: Strotzt nur so vor Features. Auch die Qualität der Rasur hat uns voll überzeugt.
  • Philips Series 9000 Prestige (SP9840/32): Ein rundum toller Elektrorasierer.
  • Panasonic Series 900+ (ES-LS6A): Ein richtig starker Folienrasierer.

Elektrorasierer im Test: Wie gründlich rasieren Philips, Braun und Co.? | 2025 | Kassensturz | SRF

Die Stiftung Warentest hat bereits mehrfach elektrische Rasierer unter die Lupe genommen und sowohl die Noten „gut“ bis „mangelhaft“ vergeben. Im letzten Test aus dem Jahr 2021 duellieren sich 11 Geräte. Dabei sichert sich der Braun Series 9 Pro 9465cc den Titel des Testsiegers.

In den Tests können sich Braun und Panasonic die Testsiege sichern. Ein bei Kundinnen und Kunden besonders beliebtes und gutes Modell ist der Braun Series 9 9325s, der über eine Ladestation sowie ein Reiseetui verfügt.

Weitere Modelle im Überblick

Hier ist eine Tabelle mit einigen der getesteten Modelle und ihren Eigenschaften:

Modell Typ Besonderheiten
Braun Series 9 Pro+ Folienrasierer Reinigungsstation, Reiseetui mit Powerbank
Philips S9987/55 Rotationsrasierer OLED-Display, App-Anbindung
Panasonic ES-LV6U Folienrasierer Flexibler Scherkopf, Bartdichtesensor
Philips Series 5000 (S5898/35) Rotationsrasierer USB-Ladefunktion, lange Akkulaufzeit
Remington F8 Ultimate (Xf8705) Folienrasierer Kompakt faltbare Ladeschale, günstiger Preis

Worauf Sie beim Kauf eines Rasierers achten sollten

Beim Kauf eines Rasierers spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle, um das passende Modell für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden:

  • Akku-Technologie: Modelle mit Lithium-Ionen-Akkus bieten längere Laufzeiten und lassen sich besonders schnell aufladen - ideal für den täglichen Einsatz.
  • Folgekosten: Planen Sie die regelmäßigen Ausgaben für Ersatzteile wie Rasierklingen ein, denn nur mit scharfen Klingen bleibt die Rasur gründlich und hautschonend.
  • Zusatzfunktionen: Geräte wie der Braun Series 7 verfügen über einen Präzisionstrimmer, der sich ideal für das Konturieren von Koteletten eignet. Wer längere Haare stylen möchte, ist mit einem Haarschneidegerät besser beraten.
  • Sensorik & Technik: Der Bartdichten-Sensor des Panasonic ES-LV67 A803 passt sich automatisch der Bartlänge an und ermöglicht so eine besonders sanfte Rasur - auch bei Dreitagebart.
  • Wasserfestigkeit: Modelle wie der Braun Series 3 ProSkin sind vollständig wasserdicht und unterstützen die Wet&Dry-Anwendung, also Rasur unter der Dusche oder mit Rasierschaum.

Quelle: heimwerker.de

Fazit

Die Auswahl des richtigen Rasierers hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Ob Nass- oder Trockenrasierer, Folien- oder Rotationsrasierer - es gibt für jeden Mann das passende Modell. Achten Sie auf die Testberichte und Empfehlungen, um die beste Wahl zu treffen.

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