Glatzenrasierer im Test: Welcher Rasierer sorgt für eine perfekte Glatze?

Wer sich regelmäßig den Kopf rasiert, sucht nach einer schnellen, gründlichen und hautschonenden Alternative zur klassischen Nassrasur der Glatze.

Elektrische Glatzenrasierer im Detail

Ein elektrischer Glatzenrasierer ist vor allem mal eins: praktisch. Mit einer flotten Rasur an jedem oder jedem zweiten Tag erhält man die erwünschte Optik und fühlt sich in seiner Haut einfach wohler. Jeder gute Glatzenrasierer ist wasserfest, was zum einen die Reinigung erleichtert, zum anderen auch einen Einsatz unter der Dusche erlaubt.

Maxgroom 7D Pro im Test

Hier will der Maxgroom 7D Pro punkten. Der Glatzen-Rasierer kommt in einer kompakten, schwarzen Box. Ein Netzteil fehlt, wie mittlerweile üblich. Allerdings könnt ihr aufgrund des USB-C-Anschlusses auch einfach das Smartphone- oder Laptop-Netzteil verwenden.

Optisch trägt der Maxgroom 7D Pro in der goldenen (oder eher bronze-farbenen) Farbe schon stark auf. Es gibt auch eine dezentere Version in Schwarz, die nicht den Beinamen „Pro“ trägt und weniger Motorleistung bietet. Das golden-bronzene Design ist jedenfalls durchaus gewöhnungsbedürftig und wirkt, zugegebenermaßen, ein bisschen „too much“.

Das Gerät liegt dank seiner ergonomischen Form gut in der Hand. Bei der Haptik relativiert sich der Premium-Eindruck allerdings schnell. Das gesamte Gehäuse besteht aus glänzendem Kunststoff, der sich zwar zweckmäßig, aber auch etwas billig anfühlt. Hier merkt man den Unterschied zu teureren Markengeräten.

Oben auf der Oberseite sitzt der große Power-Button, der auch das LED-Display aktiviert, das den Akkustand in Prozent und die Motorgeschwindigkeit anzeigt. Der Scherkopf selbst ist magnetisch befestigt. Geladen wird modern per USB-C. Der Anschluss liegt offen an der Seite. Trotz IPX6-Zertifizierung fehlt hier eine Gummikappe als Schutz.

Was bedeutet "7D"?

Doch was bedeutet „7D“ eigentlich? Hierbei handelt es sich primär um einen Marketingbegriff. Er setzt sich daraus zusammen, dass der Rasierer sieben einzelne Scherköpfe besitzt und diese „flexibel“ gelagert sind (das „D“ steht für Dimension). In der Praxis funktioniert das erstaunlich gut.

Normalerweise nutze ich einen klassischen Elektrorasierer, um die Glatze zu schneiden, und bin es gewohnt, dass mir meine Frau danach die Stellen zeigen muss, an denen noch Stoppeln stehen. Beim Maxgroom 7D Pro war ihr Fazit bereits nach den ersten 5 Minuten: „Da ist alles ab.“ - und das ist eine tolle Sache.

Dank der großen Auflagefläche und der flexiblen Köpfe erwischt ihr fast alle Stellen intuitiv, indem ihr das Gerät in kreisenden Bewegungen über den gesamten Kopf führt. Das Gerät bietet zwei Geschwindigkeitsstufen (7500 & 8800 RPM). Die höhere Stufe ist ideal für dichteres Haar. Im Test zeigte sich jedoch, dass der Motor an Leistung verliert, wenn ihr zu fest aufdrückt.

Bei der Trockenrasur musste ich teils mehrfach über dieselben Stellen fahren, um alle Haare zu erwischen. Nass oder mit Rasierschaum funktionierte es im Test etwas besser. Ein großer Vorteil dabei: Während der Rasur fallen keine Haare heraus. Alle Stoppeln sammeln sich sauber im Inneren des Scherkopfs.

Die Reinigung ist dadurch ein Kinderspiel. Dank des magnetischen Scherkopfs zieht man diesen einfach ab und spült den gesammelten Inhalt unter fließendem Wasser aus. Im Inneren steckt ein 1400mAh großer Akku. Der Hersteller verspricht 140 Minuten Laufzeit, was mir übertrieben erscheint.

Im Test hält der Rasierer aber gut eine Stunde bei voller Leistung durch. Eine Kopfrasur verbrauchte nur etwa 5-8% Akku. Bei täglicher Nutzung sollte eine Akkuladung also problemlos deutlich über eine Woche reichen. Das ist ein solider Wert für den Alltag.

Der Maxgroom 7D Pro erweist sich im Test als ein fähiger Glatzenrasierer, der vor allem in seiner Kerndisziplin überzeugt: Er liefert eine schnelle, gründliche und hautschonende Kopfrasur. Abstriche müsst ihr bei der Haptik machen. Das viele Hochglanz-Plastik wirkt nicht besonders hochwertig und fühlt sich, wie eingangs erwähnt, etwas billig an.

Ein wichtiger Punkt sind die laufenden Kosten: Wie bei allen Rasierern dieser Art müssen auch hier die Scherköpfe irgendwann gewechselt werden.

All-in-One Series 7 von Braun im Test

Braun bringt mit dem All-in-One Series 7 einen neuen Rasierer auf den Markt, der für jede Körperregion den optimalen Aufsatz und die richtige Klinge haben soll. Schon vor der ersten Rasur fällt auf, dass das Gerät sehr leicht sowie relativ klein ist und auch sehr gut in der Hand liegt.

Da ich plane, mir damit auch den Kopf zu rasieren, gibt es dafür direkt Pluspunkte. In diesem Zusammenhang machen auch die gerillte Rückseite und der gummierte Griff auf der Vorderseite einen guten Eindruck.

In der Vergangenheit habe ich bereits verschiedene Haarschneidemaschinen benutzt, die teilweise recht schwer waren und ein glattes Gehäuse aus Plastik hatten. Mehr als einmal sind mir deswegen verschiedene Geräte bei der Kopfrasur aus der Hand gefallen.

Das Kabel des Ladegeräts ist circa einen Meter lang. Bei mir reicht die Länge problemlos, um die Ladestation im freigeräumten Badregal aufzustellen. Ein nettes Detail ist, dass ein Lichtsignal und ein kurzer Ton beim Einstecken auf der Ladestation den Kontakt zum Stromkreis anzeigen. Das reduziert das Risiko, eines Morgens mit entladenem Rasierer vor dem Spiegel zu stehen.

Der Rasierer hat auf der Ladestation relativ viel Spiel. Dadurch gleitet der Rasierer schnell und einfach in seine Position. Allerdings wackelt der Unterbau immer ein kleiner wenig, wenn ich den Rasierer einstecke. Da bei mir die Waschmaschine direkt unter dem Regal steht, war ich anfangs skeptisch, ob der Rasierer in diesem Aufbau auch stabil genug steht. Erfreulicherweise wackeln Rasierer und Station auch beim Schleudergang meiner Waschmaschine nicht.

Im Lieferumfang ist auch ein Reiseetui enthalten. Das ist praktisch für die Aufbewahrung der verschiedenen Aufsätze und macht die Mitnahme auf Reisen einfach. Dabei fällt jedoch direkt auf, dass nicht alle Aufsätze plus Ladegerät darin Platz finden. Für einen kurzen Urlaub ist das sicherlich kein Problem. Wer aber jeden einzelnen Aufsatz zur Sicherheit dabeihaben möchte, sollte einen größeren Kulturbeutel wählen.

Neben dem begrenzten Platz im Reiseetui stört auch die Tiefe der Taschen auf der linken Seite. Es ist mitunter etwas umständlich, einzelne Aufsätze herauszuholen. Hier wäre ein Stecksystem wie auf der rechten Seite besser.

Gut ist hingegen die Reisesicherung des Rasierers: Wenn man die Starttaste drei Sekunden lang gedrückt hält, lässt sich der Rasierer nicht mehr durch kurzes Drücken einschalten. So besteht keine Gefahr, dass sich das Gerät im Gepäck einschaltet und der Akku entlädt.

In der Regel schneide ich Kopf- und Gesichtsbehaarung auf die gleiche Länge: zwei Millimeter. Dafür gibt es einen passenden Kammaufsatz, der sich problemlos auf die ProBlade-Klinge aufsetzen lässt.

Die ProBlade-Klinge wird sehr gut mit Bart- und Kopfhaaren fertig. Besonders gut gefällt mir als Mann mit kahlem Kopf, dass auch die feinen spärlichen Haare auf dem Scheitel mit der Klinge und dem Zweimillimeteraufsatz erfasst werden. Denn während andere Rasierer in der Regel gut mit den noch dichten kurzen Haaren des Kranzes fertig werden, scheitern sie häufig an einzelnen Haaren, sodass diese wie unschöne kleine Stacheln auf dem Kopf emporschießen. Die AutoSense-Technologie funktioniert hier sehr gut.

Im Gegensatz zu typischen Haarschneidemaschinen ist die ProBlade-Klinge des Rasierers allerdings etwas schmaler, sodass ich für den Kopf mehr Rasurbahnen als mit einer Haarschneidemaschine ziehen muss. Mit dem geringen Gewicht des Rasierers ist das aber kein Problem.

Wirklich positiv überrascht bin ich vom Körpertrimmer und dem Sensitive-Aufsatz. Gerade im Intimbereich ist die Haut sehr dünn und empfindlich. Die runden Zacken des Sensitive-Aufsatzes glätten die Haut erstaunlich gut und halten sie auf Abstand zur Klinge. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rasierern trimmt der All-in-One 7 sehr gut und risikoarm. Aufs Glattziehen der Haut sollte man aber trotzdem nicht verzichten.

Wer es vollkommen glatt möchte, kann mit dem Präzisionsscherkopf die letzten Stoppeln abrasieren. Im Vergleich zu einem reinen Bodygroomer ist die Fläche des Scherkopfs allerdings etwas klein. Falls es schnell und effizient glatt werden soll, empfiehlt sich für den Intimbereich ein eigener Bodygroomer.

Seine eigentliche Stärke spielt der Präzisionsscherkopf beim Bart aus. An den Übergängen zwischen längerem und kürzerem Bart schneidet er zuverlässig nur die Stoppeln und lässt längere Haare auf der gewünschten Länge.

So lassen sich konturierte Bärte einfach in Form halten. Allerdings tut er sich auch bei kurzen Stoppeln ein wenig mit den wechselnden Wuchsrichtungen der Barthaare am Übergang zum Hals schwer. Das Rasurergebnis ist trotzdem sehr gut, dort braucht es aber mehr Züge als an anderen Stellen.

Im Lieferumfang sind auch ein Nasen- und Ohrhaartrimmer sowie ein Trimmer für Feinkonturen enthalten. Beide erledigen zuverlässig ihre Aufgabe, ohne die Haut zu verletzen. Gerade der Detailtrimmer ist sehr praktisch, um einzelne Stellen beim Bart genau in Form zu bringen. Er bietet sich auch für die Stelle zwischen den Augenbrauen an.

Die Reinigung ist vergleichsweise unkompliziert. Nach dem Ausbürsten der Haare und Stoppeln mit der mitgelieferten Bürste lassen sich der wasserdichte Rasierer und die Aufsätze bequem unter dem Wasserhahn ausspülen.

Laut Hersteller reicht der Akku für 120 Minuten Betrieb. Im Test reichte der Akku problemlos für eine Rasur von Kopf, Gesicht und Körper, drei weitere Rasuren des Gesichts und eine erneute Rasur von Kopf, Gesicht und Körper. Das entspricht meinem wöchentlichen Nutzungsverhalten. Da der Rasierer nun seinen festen Platz auf der Ladestation im Badregal gefunden hat, muss ich mir um die Akkulaufzeit aber ohnehin keine Sorgen machen.

Der All-in-One Series 7 schlägt sich in allen Körperregionen gut bis sehr gut. Vor allem für die gemeinsame Rasur von Gesicht und Kopf ist er ideal. Zudem überzeugt er mit seinem Fokus auf Sicherheit beim Trimmen auf empfindlicher Haut. Der Präzisionsscherkopf ist gut geeignet, um konturierte Bärte mit längeren und kürzeren Haarlängen in Form zu halten. Für den Intimbereich ist er hingegen etwas klein. Zudem tut er sich im Gesicht am Übergang zum Hals etwas schwer.

Ich empfehle den neuen Ganzkörperrasierer von Braun allen, die für eine gute und sichere Rasur an jeder Körperstelle nur ein Gerät nutzen möchten und mit leichten Abstrichen beim Glattrasieren leben können. Wer im Intimbereich nicht nur trimmt, sondern auch perfekte Glätte wünscht, sollte aus Effizienzgründen zu einem reinen Bodygroomer greifen. Gleiches gilt für das Gesicht.

Vergleich von Glatzenrasierern

Rasierer Typ Akkulaufzeit Besonderheiten
Maxgroom 7D Pro Elektrisch ca. 60 Minuten 7 flexible Scherköpfe, USB-C Ladeanschluss
Braun All-in-One Series 7 Multifunktionsrasierer 120 Minuten Viele Aufsätze für verschiedene Körperbereiche, Reisesicherung

Tipps für die perfekte Körperrasur

  1. Duschen: Eine warme Dusche macht Haut und Haare weich.
  2. Den richtigen Rasierer wählen: Verwende einen speziellen Körperrasierer.
  3. Schaum oder Gel auftragen: Schützt die Haut vor Irritationen.
  4. Rasieren: In Richtung des Haarwuchses rasieren.
  5. Kalt abspülen und trocken tupfen: Schließt die Poren.
  6. Pflege auftragen: Beruhigende, alkoholfreie Aftershave-Lotion verwenden.

Warum einen extra Rasierer für den Körper?

  • Mehr Hygiene: Vermeidet die Übertragung von Bakterien.
  • Weniger Abnutzung: Schont die Klingen des Rasierers.
  • Besseres Ergebnis: Spezielle Rasierer für die Körperrasur sind effektiver.

Fazit: Passen Technik und Tools, klappt es mit der Körperrasur. Ob klassischer Rasierer, Trimmer, Groomer oder Kombi-Geräte mit unterschiedlichen Aufsätzen: Auf dem Markt gibt es für jede haarige Herausforderung das passende Tool.

RASIERHOBEL 🪒 Tipps: ALLES was Du wissen musst | Alternative zum Systemrasierer und Plastikrasierer

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