Rasieren vor und nach dem Tätowieren: Tipps für eine optimale Hautpflege

Du hast das perfekte Tattoo für dich ausgewählt? Motiv, Größe, Farbe und Platzierung stimmen? Dann zückt der Tattoo Artist den Rasierer, und bei dir regen sich Zweifel: Warum muss die Haut rasiert werden? Und wachsen die Haare auf der tätowierten Stelle eigentlich wieder nach? Keine Sorge, die Haare kommen wieder.

Allerdings heißt das auch, dass früher oder später Man(n) vielleicht auch Körperregionen mit einem Tattoo rasieren will. Hier sind einige Tipps, die du beachten solltest, um deine Haut optimal zu pflegen und dein Tattoo zu schützen.

Warum Rasieren vor dem Tätowieren notwendig ist

An einer Rasur vor dem Tätowieren führt kein Weg vorbei. Die betreffende Körperstelle muss haarlos sein, denn: Werden die Haare nicht entfernt, könnten schmerzhafte Haarwurzelentzündungen entstehen. Tattoo-Neulinge, aufgepasst!

Unser Tipp: Für ein optimales Ergebnis solltest du die betreffende Körperstelle selbst schon am Abend vorm Tätowieren rasieren. Das hat den Vorteil, dass sich die Haut über Nacht von der Rasur erholen kann, falls du zu Hautrötungen neigst.

Musst du dich beispielsweise für dein Tattoo am Bein rasieren, nutze am besten einen Rasierer mit integriertem Trimmer wie den HYDRO 5 Groomer. Damit trimmst du die Haare, bevor du zur eigentlichen Rasur übergehst.

Der Nadelkünstler verewigt sich in deinem Fall auf Rücken, Brust oder Arm?

Sollte man generell die betroffene Stelle vorm Tätowieren selbst rasieren? Das Rasieren übernimmt dein Tätowierer. Es wird auch nicht empfohlen, das vorher selbst zu machen, da die Gefahr besteht, dass du 'Razor burns' bekommst und das kann dazu führen, dass sich das Tattoo entzündet. Einfach alles so lassen, wie es ist.

Schneid die langen Haare 3-4 Tage vor dem Tattoo ab. Dann ist alles wieder verheilt und der Tätowier kann die kurzen Haare selbst rasieren.

Wenn sie ewig lang sind, ist es auch nicht gut, weil es lange dauert.

Vorbereitung auf den Tattoo-Termin

Vor deinem Tattoo-Termin kannst du einiges tun, um dich und deine Haut optimal darauf vorzubereiten. Wichtig ist, dass deine Haut nicht zu trocken ist, deshalb solltest du sie in der Woche davor täglich mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitspflege eincremen.

Achte auch darauf, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst, denn damit verhinderst du, dass deine Haut dehydriert. Trockene Haut nimmt die Tattoo-Farbe nicht so gut auf.

Ideal ist es deshalb, wenn du täglich zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinkst. Verzichte an den Tagen vor deinem Termin auf Alkohol, weil er deine Haut zusätzlich austrocknet.

Schon beim Duschen kannst du den Feuchtigkeitsgehalt deiner Haut unterstützen: Benutze nicht zu heißes Wasser, sondern stelle deine Dusche eher auf lauwarme Temperatur ein.

Zum Tattoo-Termin sollte deine Haut bestenfalls keinerlei Irritationen oder Unreinheiten aufweisen, sonst kann sie sich durch das Stechen entzünden. Achte auch darauf, dass du keinen Sonnenbrand bekommst und creme dich regelmäßig mit Sonnenschutz ein, wenn du dich im Freien aufhältst.

Verzichte auch darauf, die Hautstellen, die tätowiert werden sollen, selbst zu rasieren, das kann ebenfalls zu Hautirritationen führen.

Der Tätowiervorgang

Wenn du dich für ein Studio und ein Motiv entschieden hast, kann es losgehen. Dabei werden mit speziell vibrierenden Nadeln Farbpigmente durch die Oberhaut (Epidermis) in die zweite Hautschicht, die Lederhaut (Dermis), eingestochen.

Bei diesen Stichen wird deine Haut oberflächlich verletzt, was sich durch ein Zwicken oder Brennen äußert. Damit ein Tattoo dauerhaft hält, ist die Tiefe des Einstichs entscheidend.

Wenn dieser zu oberflächlich erfolgt, werden die Farbpigmente durch die natürliche Zellerneuerung schnell wieder abgetragen. Der Einstich sollte aber auch nicht zu tief sein, denn dadurch kann es zu Blutungen kommen, wodurch die Farbpigmente wieder ausgewaschen werden.

Wenn der Tätowierer optimal sticht, werden die Pigmente während des Heilungsprozesses vom Körper umkapselt und bleiben dadurch permanent sichtbar. Deshalb ist es wichtig, dass du vor allem während der Heilungsphase auf eine intensive Tattoo-Pflege achtest, um deine neue Körperkunst für lange Zeit haltbar zu machen.

Nach dem Stechen wird das Tattoo zunächst durch einen Folienverband geschützt. Wenn der Verband entfernt wird, beginnt dein Einsatz! Denn du kannst deine frisch tätowierte Haut bei der Regeneration unterstützen.

6 Unverzichtbare Tipps zur Pflege deines frisch gestochenen Tattoos | DC Tattoo

Die Heilungsphase und richtige Pflege

Jede Tätowierung ist eine Hautverletzung, deshalb braucht die Haut danach ausreichend Zeit und Pflege, um sich zu regenerieren. Heilt die Stelle zu langsam ab, werden mit der Wundflüssigkeit immer mehr Farbpigmente abgesondert.

Das kann zu unschönen Unregelmäßigkeiten und weißen Flecken in der Tätowierung führen. Normalerweise setzt nach dem Stechen der natürliche Wundheilungsprozess unserer Haut ein.

Nach 24 Stunden sollte jedoch kein Wundsekret mehr austreten. Nach spätestens zehn Tagen ist auch die Hautbarriere wiederhergestellt. Um diesen Regenerationsprozess zu unterstützen, solltest du für deine Tattoo-Pflege nach dem Stechen mehrmals am Tag eine parfümfreie und panthenolhaltige Creme verwenden.

Gerade Panthenol, auch als Provitamin B5 bekannt, eignet sich sehr gut, weil der Inhaltsstoff die Wundheilung unterstützt. Achte darauf, dass deine Tattoo-Pflege nicht fettend ist, schnell einzieht und keinerlei Duft- und Farbstoffe enthält.

Was man während der Heilungsphase vermeiden sollte

Nachdem die Wunde, die durch das Stechen entsteht, getrocknet ist, bildet sich auf dem Tattoo zunächst eine Kruste. Sie ist Teil des Selbstheilungsprozesses unserer Haut und dient als natürlicher Wundschutz, der sich nach und nach von alleine lösen wird.

Deshalb Finger weg von der Kruste und auf keinen Fall kratzen! Das verzögert die Heilung deines Tattoos und führt dazu, dass wieder Wundsekret gebildet wird, was die Farbpigmente ausspült und die Brillanz deines Tattoos beeinträchtigen kann.

Für die optimale Tattoo-Pflege nach dem Stechen solltest du für sechs bis acht Wochen auf Sport, Schwimmen und Saunagänge verzichten. Denn eine feuchtwarme Umgebung weicht das Tattoo auf, was übrigens auch bei zu langem Duschen passieren kann.

Salz- und Chlorwasser reizen zudem die Haut, das kann die Heilung des Tattoos verzögern.

Schutz vor der Sonne

In den Wochen direkt nach der Tätowierung ist deine Haut recht empfindlich, du solltest daher am besten alles meiden, was sie zusätzlich reizen könnte. Dazu gehört auch die direkte Sonnenstrahlung, denn der körpereigene UV-Schutz ist unmittelbar nach der Tätowierung beeinträchtigt.

Zudem können die Farbpigmente mit den UV-Strahlen reagieren und zu Irritationen führen Die UV-Strahlen treffen dadurch direkt auf die tieferen Gewebeschichten, was zu Juckreiz und Irritationen auf der tätowierten Haut führen kann.

Als Folge können unscharfe Linien und Vernarbungen des Tattoos auftreten. Deshalb solltest du zwei Wochen nach dem Stechen die Sonne meiden.

Doch die UV-Strahlen strapazieren nicht nur deine Haut direkt nach deinem Tattoo-Termin, sondern sie greifen auch langfristig die Farbpigmente deines Tattoos an. Die Farben können dadurch verblassen und dein Tattoo altert schneller.

Denn die UVA- und UVB-Strahlen dringen bis in die tieferen Hautschichten und wirken nahezu wie ein Laser zur Tattoo-Entfernung. Die Farbpigmente werden aufgespalten und über das körpereigene Lymphsystem abgetragen.

Dadurch verliert dein Tattoo seine Leuchtkraft. Um dein Tattoo vor den UVB-Strahlen zu schützen, empfiehlt es sich, vor jedem längeren Aufenthalt im Freien - sei es vor einem Festivalevent, einem Grillfest oder einem Strandbesuch - deine Haut mit einer Sonnenschutzpflege einzucremen.

Verwende dafür am besten ein Produkt für empfindliche und trockene Haut, so wie die Cetaphil Sun Liposomale Lotion SPF 30 oder Cetaphil Sun Liposomale Lotion SPF 50+. Diese feuchtigkeitsspendende Sonnenschutzlotion bietet sofortigen Sonnenschutz für trockene und empfindliche Haut, lässt sich leicht verteilen und zieht schnell ein.

Sie ist ideal für den Sonnenschutz tätowierter Haut und extra wasserresistent in Süß- und Salzwasser. Neben einem ausreichenden Sonnenschutz ist es auch wichtig, dass du bei deiner Tattoo-Pflege auf eine gute Feuchtigkeitsversorgung deiner Haut achtest, damit diese nicht austrocknet.

Gerade nach dem Aufenthalt in der Sonne braucht deine Haut einen extra Pflegekick. Der gelingt am besten mit einer After Sun Pflege, wie zum Beispiel der Cetaphil After Sun Repair Beruhigenden Liposomalen Lotion.

Langfristige Pflege für strahlende Körperkunst

Für strahlende Körperkunst, die viele Jahre hält, ist es wichtig, dass du deine Haut gesund und geschmeidig hältst. Dafür kannst du einiges tun: Achte vor allem darauf, dass du im Rahmen deiner Tattoo-Pflege die Haut regelmäßig mit ausreichend Feuchtigkeit versorgst.

Denn Kälte, trockene Heizungsluft, häufiges Händewaschen aber auch Stress und Hormonveränderungen können deine Haut austrocknen und das Tattoo fahl erscheinen lassen. Tägliches Eincremen mit einer Feuchtigkeitscreme ist gerade bei tätowierter Haut unverzichtbar.

Deshalb solltest du nicht nur direkt nach dem Stechen deine tätowierte Haut drei- bis fünfmal täglich dünn eincremen, sondern auch langfristig eine Tattoo-Pflege-Routine entwickeln, bei der du deine Haut täglich mindestens einmal, bei Bedarf auch zweimal mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitscreme versorgst.

Dafür eignet sich zum Beispiel die Cetaphil Optimal Hydration Regenerierende Bodylotion oder das Cetaphil Optimal Hydration Erfrischendes Bodyspray. Wenn deine Haut besonders trocken ist, was häufig im Winter vorkommt, dann kann dich eine Intensivpflege dabei unterstützen, dass deine tätowierte Haut wieder weich und geschmeidig wird.

Weitere wichtige Hinweise

  • Kein Alkohol, keine Drogen, keine Betäubungscreme, keine Blutverdünner: Erlaubt sind Wasser und jegliche normale Mahlzeit. Das gehört zu den einfachsten Tattoo Regeln vor dem Stechen.
  • Gut essen: Je länger eine Tattoosession dauert, desto stärker wird der Kreislauf belastet. Vor dem Tätowieren solltest du deshalb gut essen. Wenn die Sitzung über mehrere Stunden verläuft, kannst du zusätzlich Snacks (z.B.
  • Sauberes Rasieren: Achte auf ein sauberes Rasieren vor dem Tattoo, auch an den Stellen, an denen später der Patch haften soll um ein Anbringen und das Anhaften zu erleichtern.
  • Allergietest: Wenn du empfindliche Haut hast oder zu Allergien neigst, bietet sich vor dem ersten Tattootermin ein Allergietest an. Dabei sticht der Tätowierer einen einzelnen Punkt unter die Haut.
  • Vermeide Verletzungen: Verletzungen wie Kratzer oder aufgekratzte Mückenstiche sowie Sonnenbrände machen das Tätowieren ebenfalls unmöglich. Pickel und große Muttermale kann der Tätowierer nicht ohne weiteres überstechen.
  • Genug Zeit: Plane genügend Zeit für deinen Termin ein. Manchmal dauert ein Termin länger als geplant.

Die wichtigsten Punkte zur idealen Vorbereitung auf deinen Tattoo Termin:

  • Stay Hydrated: Trinke ausreichend Wasser, um deinen Körper hydratisiert zu halten. Dies hilft nicht nur, Müdigkeit und Dehydrierung während des Tätowierens zu verhindern, sondern verbessert auch die Hautelastizität und fördert eine schnellere Heilung.
  • Eincremen der Haut: Hydriere deine Haut vor dem Termin, um sie geschmeidig zu halten und ein gleichmäßiges Tätowierungsergebnis zu erzielen.
  • Fuel Your Body: Nähre deinen Körper mit einer ausgewogenen Mahlzeit vor dem Termin, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, die Heilung zu verbessern und Stress abzubauen.
  • Me Time Matters: Nimm dir Zeit, um zu entspannen und Stress abzubauen, um Schmerzen und Unbehagen während des Tätowierens zu reduzieren und eine bessere Heilung zu fördern.
  • Prep Yourself Right: Komm frisch geduscht, nicht eingecremt zum Termin und vermeide Sonnenbrand. Erscheine nüchtern zum Termin und informiere uns über Medikamente.

Tabelle: Tattoo-Heilungsprozess und Pflege

Phase Zeitraum Merkmale Pflegehinweise
Erste Phase 48-72 Stunden Rötung, Schwellung, Empfindlichkeit, Austritt von Blut/Tinte Saubere Hände, sanftes Waschen
Heilungsphase Bis zu einem Monat Schälen, Schuppenbildung, Juckreiz Nicht kratzen, Feuchtigkeitscreme
Langzeitpflege Monate/Jahre Stumpfe Farbe Regelmäßige Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz

Den Anweisungen des Tätowierers zu folgen und nach dem Stechen angemessene Hautpflegeprodukte zu verwenden, ist ebenso wichtig. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, vor dem Tattoo-Termin einen Allergietest durchzuführen.

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