Rasierpickel in den Achseln: Ursachen und effektive Behandlungen

Viele Menschen kennen das Problem: Nach der Rasur treten unangenehme Rasierpickel auf, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch Juckreiz und Schmerzen verursachen können. Besonders häufig betroffen sind empfindliche Bereiche wie die Achseln und der Intimbereich. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Rasierpickeln in den Achseln und bietet umfassende Informationen zur Vorbeugung und Behandlung.

Was ist Rasurbrand?

Unter einem Rasurbrand sind die unangenehmen Begleiterscheinungen zu verstehen, die mit der regelmäßigen Rasur einhergehen. Typisch sind vor allem Rötungen, die direkt nach dem Rasieren an den betroffenen Hautstellen auftreten. Darüber hinaus kann die gereizte Haut nach der Rasur auch brennen oder jucken. Außerdem können einige Tage später weitere Hautirritationen wie etwa Pusteln oder kleine Pickel entstehen. Rasurbrand kann generell überall dort auftreten, wo rasiert wird. Besonders anfällig dafür ist aber die Haut im Intimbereich, denn diese ist besonders empfindlich.

Ursachen von Rasierpickeln in den Achseln

Die Haut unter den Armen ist dünn und empfindlich. Rasierpickel oder deren Entzündung können durch verschiedene Faktoren verursacht werden:

  • Mikroverletzungen: Ursache für diese Hautreaktionen sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Dort können Schmutz und Krankheitserreger besonders gut eindringen und so Entzündungen auslösen.
  • Haarfollikelinfektionen: Eine Schädigung der Haut, die meistens durch eine Infektion mit Staphylococcus aureus oder einer übermäßigen Ansammlung von abgestorbener Haut in der Achselhöhle verursacht wird.
  • Reibung: Jedes Mal, wenn die Achselhaut gerieben wird, kann dies zu Schäden, Reizungen oder sogar einer Hautinfektion führen. Reibung kann zu Entzündungen, verstopften Poren und Talgausbrüchen beitragen. Die Haut unter den Armen kann beim Tragen enger Kleidung, beim Tragen der Träger einer Handtasche oder beim Tragen eines Rucksacks abgerieben werden.
  • Falsche Rasurtechnik: Das Rasieren unter den Armen kann manchmal zu einem roten Ausschlag, rauer Haut und Hautreizungen führen. Dies kann zu Juckreiz auf der Haut führen, hält jedoch normalerweise nur wenige Tage an. Wenn Sie einen alten oder schlecht gereinigten Rasierer verwenden, kann es leicht zu Rasurbrand kommen.
  • Eingewachsene Haare: Wenn Sie die Achselhaare falsch zupfen, können Löcher in der Haut entstehen. Eingewachsene Haare sind Haare, die aus dem Haarfollikel herausgewachsen sind und sich dann zusammenrollen, um wieder in die Haut einzuwachsen.
  • Follikulitis: Follikulitis ist eine Infektion des Haarfollikels, die normalerweise wie eine rote Beule im oder in der Nähe des Haares aussieht und Eiter oder Blut enthalten kann.
  • Allergische Kontaktdermatitis: Allergische Kontaktdermatitis tritt auf, wenn die Haut mit einem Stoff oder Inhaltsstoff in Kontakt kommt, auf den die Haut allergisch reagiert. Im Achselbereich kann dies auf den Kontakt mit Deodorant, Antitranspirant, Seife oder dem Duft von Waschmitteln zurückzuführen sein. Dieser Zustand kann einen roten, rauen Ausschlag verursachen und Ihre Haut jucken lassen.
  • Hefeinfektionen: Ständig feuchte Hautpartien sind gefährdet, eine durch Candida-Bakterien verursachte Hefeinfektion zu entwickeln.
  • Eitrige Schweißdrüsen: Eitrige Schweißdrüsen sind eine häufige Hauterkrankung, die die Achselhöhlen und die Leiste betrifft, aber auch in anderen Hautbereichen auftreten können. Diese Krankheit beginnt normalerweise mit der Entwicklung roter Beulen, und wenn sie unbehandelt bleiben, kann sich der Zustand verschlimmern, wenn sich die Pickel allmählich ausdehnen und in die Haut vertiefen.

Wie kann man Rasierpickeln vorbeugen?

Rasurbrand muss nicht sein. Ein paar einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Rötungen und Pickelchen vorzubeugen. Sofern einige wichtige Punkte beachtet werden, können Sie einem Rasurbrand problemlos vorbeugen. Hier sind einige Tipps:

  • Die richtige Rasurtechnik: Generell gelingt eine Rasur nach dem Baden oder Duschen besser. Das warme Wasser macht die Haare weicher, sodass sie sich einfacher abrasieren lassen. Ein spezieller Rasierschaum weicht die Haare zusätzlich auf und lässt den Rasierer noch schonender über die Haut gleiten. Dabei ist es nötig, in die Wuchsrichtung der Haare zu rasieren, ohne dabei fest aufzudrücken. Menschen, die sehr empfindliche Haut haben oder zu Rasurbrand neigen, sollten eher auf eine Trockenrasur setzen. Diese ist zwar nicht so gründlich wie die Nassrasur, aber schonender. Am besten eignen sich dazu Elektrorasierer.
  • Beachtung von Hygiene: Sauberkeit ist ein absolutes Muss, um Hautausschlag nach der Rasur zu vermeiden. Dies gilt nicht nur für die Haut selbst, sondern auch für die verwendeten Rasierklingen und Handtücher. Dort befinden sich oft besonders viele Keime, die über kleine Verletzungen in die Haut eindringen. Dies fördert Entzündungen in der Haut. Aus diesem Grund ist es wichtig, frisch gewaschene Handtücher zu verwenden und die benutzten Klingen nach jeder Rasur zu säubern und eventuell sogar zu desinfizieren. Das Wechseln der Rasierklinge hängt davon ab, wie oft Sie diese verwenden. Bei einer täglichen Rasur sollten Sie die Klingen alle ein bis zwei Wochen wechseln.
  • Hautpflege nach der Rasur: Nach der Rasur ist die Haut angegriffen und benötigt besonders viel Pflege. Bestens dafür geeignet sind Cremes, die weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten. Diese verstärken nämlich unangenehme Reaktionen wie ein Brennen auf der Haut und reizen diese zusätzlich. Die Pflegeprodukte sollten idealerweise nicht zu viel Fett enthalten. Denn dies kann die Poren verstopfen und Entzündungen fördern.
  • Die richtige Kleidung: Neben der richtigen Pflege nach der Rasur schont auch die richtige Kleidung die gestresste Haut. Insbesondere im Intimbereich und an den Beinen können Sie die Entstehung von Rasurbrand vermeiden. Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide sind hautfreundlich und eignen sich somit bestens. Auf Materialien wie Polyester oder Mikrofaser sollten Sie dagegen verzichten. Diese sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen der Entzündungen erschweren. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kleidungsstücke nicht zu eng sitzen und an den rasierten Hautstellen reiben.

Erste Hilfe bei Rasurbrand

Ist es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Rasurbrand gekommen, kann mit einigen Tipps und Tricks Abhilfe geschaffen werden. Mit folgenden Hilfestellungen können Sie die entstandenen Hautirritationen nach der Rasur behandeln:

  • Kühlen: Kühlen Sie die brennende, gerötete Haut mithilfe von kaltem Wasser oder kalten Umschlägen.
  • Quark: Ein beliebtes Hausmittel bei Rasurbrand ist Quark. Tragen Sie diesen bei Bedarf dünn auf die betroffenen Hautstellen auf. Dadurch werden Rötungen und Juckreiz gelindert.
  • Rasierpause: Bei starken Entzündungen halten Sie unbedingt eine Rasierpause ein, damit die Haut eine Chance hat zu verheilen.
  • Wundsalben: Verwenden Sie bei besonders gereizter Haut spezielle Wundsalben. Diese fördern die Heilung.
  • Babypuder oder Zinksalbe: Bei Bedarf können die Rasierpickel auch mit einer dünnen Schicht Babypuder oder Zinksalbe betupft werden.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Rasierpickeln zusammen:

Maßnahme Beschreibung
Richtige Rasurtechnik Rasur nach dem Duschen, Rasierschaum verwenden, in Wuchsrichtung rasieren, Trockenrasur bei empfindlicher Haut
Hygiene Saubere Klingen und Handtücher verwenden, Klingen nach jeder Rasur reinigen und desinfizieren
Hautpflege Feuchtigkeitsspendende Cremes ohne Alkohol und Duftstoffe verwenden
Kleidung Hautfreundliche Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide tragen, enge Kleidung vermeiden
Erste Hilfe Kühlen mit kaltem Wasser oder Umschlägen, Quark auftragen, Rasierpause einlegen, Wundsalben verwenden

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Weitere Tipps und Hausmittel

  • Zinksalbe: Der Nr. 1 Tipp unserer Gynäkologinnen: Zinksalbe! Die Salbe wirkt entzündungshemmend und beruhigt die Haut sofort. Am besten kannst Du die Salbe gezielt mit einem Wattestäbchen auftragen. Lasse sie gut einziehen, bevor Du Dich wieder anziehst.
  • Zugsalbe: Übrigens: Bei eingewachsenen Haaren oder bei entzündeten Pusteln empfehlen Demratologen Zugsalbe. Sie wird bei lokalen Hautentzündungen eingesetzt, weil sie Eiter aus Wunden zieht, den Druck reduziert und bei eingewachsenen Haaren eine Entzündung vorbeugt.
  • Kältekompressen: Wenn Deine Haut nach der Rasur brennt, kannst Du eine kalte Kompresse oder ein Kühlpack (in einem Handtuch eingewickelt) auflegen. Dadurch kannst Du Schwellungen und Juckreiz lindern und Deine Haut kann sich beruhigen.

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