Läuse erkennen, bekämpfen und vorbeugen: Ein umfassender Leitfaden

Läuse sind lästige Parasiten, die auch vor dem saubersten Kopf nicht zurückschrecken und durch ihre Fähigkeit, Krankheiten zu übertragen, durchaus gefährlich werden können. Mit den richtigen Maßnahmen und Mitteln lassen sie sich jedoch vergleichsweise problemlos und schnell bekämpfen.

Was sind Läuse?

Läuse sind blutsaugende Schädlinge, also äußerliche Parasiten. Je nach Art können sie auf Tiere oder Menschen sowie auf verschiedene Körperbereiche spezialisiert sein. Entgegen der landläufigen Meinung können Läuse jeden befallen. Bereits ein kurzer Kontakt zu bereits befallenen Personen oder von diesen benutzten Textilien reicht aus, um die Schädlinge zu „übernehmen“.

Wie sehen Läuse aus?

Im Durchschnitt sind ausgewachsene Läuse gerade einmal zwei bis drei Millimeter groß, Nissen und Nymphen dementsprechend kleiner. Die Farbe der sechsbeinigen Parasiten reicht von transparent und weißlich bis hin zu bräunlich.

Woher kommen Läuse?

Kopfläuse werden hauptsächlich von Kopf zu Kopf übertragen. Bei Filzläusen erfolgt die Übertragung durch behaarte Körperregionen, bei Kleiderläusen durch die Kleidung.

Wie lange überleben Läuse?

Außerhalb des menschlichen Wirts können erwachsene Läuse etwa ein bis drei Tage überleben, bei regelmäßigen Blutmahlzeiten schaffen es die Männchen hingegen auf ein Alter von zwei, Weibchen sogar auf vier Wochen.

Abgrenzungen zu anderen Hauterscheinungen

Läuse - gleich welcher Unterart sie angehören - machen sich früher oder später durch Juckreiz bemerkbar. Dieser könnte jedoch auch durch andere Insektenstiche oder Allergien entstehen. Einige Läuse-Arten hinterlassen zudem typische Male auf der Haut ihres Wirtes. Deren Erscheinungsbild ist allerdings abhängig von der Läuse-Art, die gesaugt hat.

Deutlich mehr Aufschluss bringt die jeweilig betroffene Stelle. Kopfläuse finden sich beispielsweise auf dem Kopf, Filzläuse hingegen im Intimbereich. Wirklich eindeutig ist ein Läusebefall aber erst dann festzustellen, wenn die Parasiten gesichtet werden.

Lausarten & Läuse Symptome

Wer von einem Läusebefall spricht, meint zumeist Kopfläuse. Doch das ist nicht die einzige Parasiten-Art, die sich auf dem menschlichen Körper finden kann.

Kopfläuse

Kopfläuse sind besonders häufig auf den Köpfen von Kindern anzutreffen. Sie werden in Tagesstätten oder auch Schulen gewissermaßen „weitergereicht“. Die bis zu drei Millimeter langen Parasiten sind in der Regel transparent bis gräulich. Haben sie gerade Blut gesaugt, können sie allerdings auch rötlich erscheinen. Sie verlassen die Sicherheit der behaarten Kopfhaut selten und wenn, dann nur, um den Wirt zu wechseln.

Zu erkennen sind die Schädlinge an:

  • dem Juckreiz, der ausschließlich auf dem Kopf, hinter den Ohren und im Nacken auftritt
  • sichtbaren Kopfläusen, die beim Absuchen der Kopfhaut oder durch den Einsatz eines speziellen Läusekamms auffallen können
  • aufgekratzten und entzündeten Hautstellen
  • eventuell sichtbaren Läuseeiern, die sich im Haar ein bis zwei Millimeter von der Kopfhaut entfernt befinden

Filzläuse

Im Gegensatz zu Kopfläusen finden sich Filzläuse oder Schamläuse, wie diese auch genannt werden, selten auf der Kopfhaut. Sie bevorzugen jedoch ebenfalls behaarte Bereiche, wie die Scham-, Brust-, Bauch- und Achselbehaarung. Sogar rund um den Anus und auf der Innenseite der Oberschenkel finden sich diese Parasiten.

Zu erkennen sind sie an:

  • Juckreiz in den genannten Bereichen
  • kleinen, zunächst roten und später bläulichen Punkten auf der Haut
  • Sichtbaren Filzläusen, die ein bis zwei Millimeter groß sind und gräulich bis rötlich erscheinen

In Europa sind Schamläuse nahezu ausgestorben, sie können aber dennoch auftreten. Da sie vornehmlich beim Geschlechtsverkehr den Wirt wechseln, gelten die Parasiten als sexuell übertragbare Krankheit. Ebenso ist es aber möglich, dass sie durch die gemeinsame Benutzung von Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher von einem Wirt zum nächsten überlaufen.

Kleiderläuse

Kleider- beziehungsweise Körperläuse treten ebenso wie die Filzläuse sehr selten in Europa auf. Bei Auslandsaufenthalten können sie aber aufgenommen und eingeschleppt werden. Diese Parasiten sind ausschließlich auf den Menschen spezialisiert - das Blut anderer Säugetiere vertragen sie nur schlecht. Dazu bevorzugen auch sie behaarte Körperregionen, nicht aber den Kopf.

Zu erkennen sind die Kleiderläuse an:

  • vereinzeltem Juckreiz auf behaarter Haut
  • rote oder bläuliche Male bis hin zu Quaddeln
  • den sichtbaren Schädlingen selbst, die sich am Körper, auf der Kleidung oder auf der Haut finden und bis zu vier Millimetern lang sein können

Vor allem in den Tropen aber auch in anderen Gegenden mit schlechten hygienischen Bedingungen können die Körperläuse gefährliche Krankheiten, wie Fleckfieber, Tularämie oder andere Infektionen übertragen.

Ursachen für einen Befall

Läuse können jeden befallen - unabhängig von der betriebenen Körperhygiene. Die Parasiten sind in der Regel hervorragend an den Menschen angepasst und überstehen sowohl Dusche als auch Wannenbad problemlos, indem sie sich mit ihren kräftigen Beinen an den Haaren festhalten.

Selbst, wenn die Parasiten selbst einmal abgespült oder ausgekämmt werden, ist die Wahrscheinlichkeit zurückbleibender Eier groß. Diese haften fest an den Haaren und direkt in Kopfhautnähe, von gewöhnlichen Kämmen und Bürsten bleiben sie unbeeinträchtigt.

Typische Ursachen für einen Läusebefall sind daher:

  • gemeinsame Nutzung von Textilien, wie Bettwäsche und Handtücher aber auch Kopfbedeckungen, Kleidung und Kostümen
  • Besuch von stark besuchten Einrichtungen oder solchen, in denen ein enger (Körper-)Kontakt gegeben ist; wie Kindertagesstätten, Schulen und Massenunterkünften
  • Kontakt zu bereits von einem Läusebefall betroffenen Personen oder solchen, die diesen nahe stehen; beispielsweise Kinder und deren Eltern
  • sexueller oder anderweitig enger Kontakt zu Menschen mit Kleider- oder Filzläusen
  • der Tausch von Kleidung oder Plüschtieren
  • die gesammelte Aufbewahrung von Bekleidung, beispielsweise in der Garderobe bei einer Großveranstaltung
  • gemeinsam benutzte Kämme und Bürsten

Sogar das Anprobieren von Kleidung und Kopfbedeckungen in Geschäften birgt ein gewisses Risiko, Läuse zu übernehmen - abhängig davon, wer diese im Vorfeld angezogen hat und ob dabei ein Abstreifen oder Abspringen der Läuse auf das Textil stattfand.

Häufig betroffene Personengruppen

Besonders häufig laufen die folgenden Personengruppen Gefahr, mit Läusen in Kontakt zu kommen, beziehungsweise diese von anderen Menschen zu übernehmen:

  • Klein- und Schulkinder sowie deren Familien
  • Kindergärtner/-innen, Erzieher/-innen
  • Grundschullehrer/-innen
  • Frisöre
  • Besucher von Freizeiteinrichtungen, wie beispielsweise Sportvereinen
  • Besucher von Ferienlagern, Ferienspielen oder Ähnlichem

Warum sind Kinder häufiger betroffen?

Mützen werden getauscht, Kämme und Bürsten gemeinsam benutzt, gekuschelte Plüschtiere verliehen und beim Spielen schon mal die Köpfe zusammengesteckt: vor allem kleine Kinder haben häufig einen engeren Körperkontakt zueinander. Die Läuse können dadurch ganz bequem überlaufen.

Gleiches gilt bei der Kleidung, die zumeist direkt nebeneinander aufgehängt oder hin und wieder im Fach eines anderen abgelegt wird.

Mädchen leiden häufiger unter Läusen als Jungen

Mädchen leiden häufiger unter einem Läusebefall als Jungen. Hierzu gibt es zum einen die Erklärungstheorie des langen Haars, das quasi im Vorbeistreifen Parasiten sammelt. Andere Studien widerlegen diese Vermutung aber, da die Haarlänge keine Rolle bei einem Läusebefall spielt. Zum anderen wird vermutet, dass Mädchen einen engeren Körperkontakt pflegen. Hierdurch ist für sie die Gefahr, Läuse zu bekommen schlicht größer.

Meldepflicht bei Läusebefall

Besteht ein Läusebefall oder der begründete Verdacht auf einen solchen, muss dieser tatsächlich in allen regelmäßig besuchten Einrichtungen gemeldet werden. Bei Kindern handelt es sich hierbei in erster Linie um Kindergärten und Schulen. Sinn dieser Meldepflicht ist es, die Ausbreitung der Parasiten zu verhindern und sie schlussendlich auszurotten. Erfolgt keine Meldung, sind die folgenden Nachteile wahrscheinlich:

  • Der Läusebefall bleibt lange Zeit unerkannt, das gibt den Schädlingen Zeit, sich auf vielen Köpfen auszubreiten - auch jenseits der Kindergartengruppe oder Schulklasse
  • Nicht alle Kinder zeigen sofort Juckreiz, fehlen die Kontrollen kommt es daher wieder und wieder zu erneuten Ansteckungen - selbst wenn das eigene Kind erfolgreich behandelt wurde
  • Wiederholte Behandlungen werden nötig, was das Risiko von Nebenwirkungen erhöht und zudem Resistenzen bei den Läusen fördert

Läuse in der Schwangerschaft

Eine Besonderheit stellt der Lausbefall in Schwangerschaft und Stillzeit dar, hier sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Eine Behandlung in Eigenregie - auch wenn es sich um vermeintlich sichere und unbedenkliche Hausmittel handelt - sollte unbedingt unterbleiben. Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln muss der Arzt im Vorfeld über die bestehende Schwangerschaft oder das Stillen informiert werden. Auch sollte nachgefragt werden, welche Hausmittel und Methoden wirklich sicher sind.

Läuse erkennen

Kopfläuse sind zwar mit bloßem Auge sichtbar aber auch schnell. Gerade in dichtem, dunklem Haar fallen sie daher kaum zufällig auf. Zudem lassen sie sich selten außerhalb der behaarten Kopfhaut blicken. Anders bei Filz- und Kleiderläusen. Da sich diese kaum auf dem Kopf aufhalten und zudem deutlichere Male auf der Haut hinterlassen, fällt der Befall schneller auf. Bei Kopfläusen stehen zudem zwei Maßnahmen zur Verfügung, die das Erkennen der Parasiten erleichtern.

Trockenes Auskämmen

Benötigt wird ein Blatt weißes Papier und ein spezieller Läuse- bzw. Nissenkamm:

  1. Das Haar wird kopfüber mit diesem direkt über dem Papier ausgekämmt. Dabei wird Strähne für Strähne erfasst.
  2. Die ausgekämmten Parasiten sind auf dem Papier besonders gut und schnell sichtbar und können sofort zerdrückt werden. Zudem sind auch Eier besser zu erkennen.

Empfehlenswert ist es, beim Kämmen dicht an der Kopfhaut anzusetzen und genau hinzusehen. Läuse sind schnell und können sich noch während des Kämmens in umliegende Bereiche retten.

Auskämmen mit Pflegespülung

Gerade bei langem, besonders dichtem oder lockigem Haar kann sich das trockene Auskämmen mit dem Läusekamm schwierig gestalten oder sogar schmerzhaft sein. Die bessere Wahl ist es dann, das Haar zu waschen und eine milde - weiße - Pflegespülung beziehungsweise einen Conditioner aufzutragen. Im Anschluss wird das Haar erst mit einem breitzinkigen, dann mit dem engzinkigen Läusekamm von der Kopfhaut bis zu den Spitzen ausgekämmt.

Vorteile dieser Maßnahme

Das Haar lässt sich leichter, schneller und vor allem nahezu schmerzfrei auskämmen. Vor allem bei kleinen Kindern sind das entscheidende Faktoren. Hinzukommt, dass die Läuse durch die Pflegespülung in ihren Bewegungen verlangsamt werden - zumindest wenn große Mengen des Conditioners dick auf der Kopfhaut und in jeder Strähne aufgetragen werden.

Mögliche Nachteile des Auskämmens mit Pflegespülung

Große Mengen der Pflegespülung bedeuten auch große Mengen, die herausgekämmt werden. Das Durchsuchen der cremigen Masse kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Zudem sind gerade Läuse, die längere Zeit kein Blut gesaugt haben und daher eher transparent bis leicht gräulich erscheinen, darin schwieriger zu erkennen. Hier ist also genaues Hinsehen - notfalls mit Lupe - gefragt. Gleiches gilt bei Eiern.

Läuse bekämpfen

Larven und erwachsene Läuse halten sich an der Kopf- und Körperbehaarung, aber auch in Textilfasern extrem fest, alleine das Auskämmen oder Waschen mit gewöhnlichen Mitteln bringt also keinen Erfolg. Diese sind also lediglich als unterstützende Maßnahmen oder zum Zwecke der Kontrolle zu verstehen und sinnvoll.

Muss ich zum Arzt?

Bei Kleinkindern und Kindern sollte bereits beim Verdacht auf Läuse - beispielsweise weil ein Befall in Kindergarten, Schule oder Freundeskreis bekannt ist - ein Arzt aufgesucht werden. In diesen Fällen ist die Praxis zudem über den Befall oder die Vermutung zu informieren, damit diese entsprechende Maßnahmen gegen eine Verbreitung der Parasiten ergreifen können. Der Arzt kann zum einen eine entsprechende Kontrolle durchführen, zum anderen verschreibungspflichtige Mittel verordnen.

Manche Einrichtungen verlangen darüber hinaus ein Attest über eine begonnene Behandlung oder Parasitenfreiheit, bevor das Kind sie wieder besuchen kann.

Weiterhin ist ein Arztbesuch immer dann empfehlenswert, wenn der Läusebefall erneut auftritt, der Juckreiz bestehen bleibt, es zu Nebenwirkungen oder Entzündungen kommt.

Mittel gegen Läuse

Lotion, Fluid, Spray, Lösung und Emulsion stehen im Kampf gegen Läuse zur Verfügung. Diese werden - je nach Angaben des Herstellers - im trockenen bis handtuchfeuchten Haar verteilt und für die vorgeschriebene Zeit einwirken gelassen. Danach werden die Mittel ausgespült. Die Behandlung wird nach acht bis zehn Tagen wiederholt, um auch noch vorhandene Larven und Eier wirksam abzutöten.

Fünf Tipps zur Behandlung von Kopfläusen

Physikalisch lokale Behandlung

Dimeticon ist ein Wirkstoff, der bei der Therapie Anwendung findet. Dieses Kettenmolekül hat hervorragende Kriech- und Spreiteigenschaften und kann Oberflächen verschiedener Art besonders gut benetzen. Dimeticone gelangen problemlos in die Atemöffnungen von Läusen, wodurch die Wirkung des Läusemittels sehr schnell einsetzt.

Chemisch, lokale Behandlung

Kopflausmittel mit chemischem Wirkmechanismus haben eine toxische Wirkung auf das Nervensystem der Läuse. In der Regel müssen entsprechende Produkte zweifach angewandt werden. Ein erstes Mal und ein zweites Mal circa acht bis zehn Tage nach der Erstanwendung. Grund dafür ist, dass die Mittel ausschließlich gegen die Läuse, nicht jedoch gegen die Nissen wirken. Nissen schlüpfen innerhalb von bis zu 10 Tagen, was das Intervall der Anwendung begründet.

Des Weiteren hat sich auch der Wirkstoff Permethrin bei der Bekämpfung von Läusen bewährt. Dieser sorgt für ein Absterben der Parasiten.

Zu beachten ist, dass kein Mittel zu 100 Prozent sicher oder frei von Nebenwirkungen ist. Die Parasiten können eine Resistenz entwickeln oder bei vermeintlichen unwichtigen Anwendungsfehlern schlicht nicht alle abgetötet werden.

Müssen alle Familienmitglieder und die Umgebung mitbehandelt werden?

Eine Behandlung von Familienmitgliedern oder Mitbewohnern ist nur dann sinnvoll, wenn die Läuse selbst oder deren Spuren sichtbar sind. Der unnötige Einsatz von Läusemitteln kann Resistenzen begünstigen und bringt zudem keinen vorbeugenden Nutzen.

Am zuverlässigsten spürt man Läuse durch nasses Auskämmen auf: Das Haar wird mit Conditioner befeuchtet, mit einem normalen Kamm in Strähnen gelegt und jede Strähne mit einem speziellen Läusekamm mit engen Zinken durchgezogen - von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen.

Apotheker Dominik Weigl aus Neuburg an der Donau kann Eltern beruhigen: „Richtig behandelt, ist der Spuk nach ein paar Tagen in der Regel vorbei.“ Das bedeutet aber auch: Haben es sich die ungebetenen Gäste auf der Kopfhaut gemütlich gemacht, funktioniert Aussitzen leider nicht: Neben dem regelmäßigen Auskämmen mit einem engzinkigen Läusekamm ist ein Anti-Läusemittel Pflicht, um wirklich alle Tiere, auch die aus den Eiern nachschlüpfenden, zu beseitigen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt folgendes Behandlungsschema:

  • Tag 1: Behandlung mit Läusemittel und anschließend nasses Auskämmen.
  • Tag 5: Nasses Auskämmen, um früh geschlüpfte Läuse zu entfernen.
  • Tag 8, 9 oder 10: Zweite Behandlung mit einem Läusemittel, um spät geschlüpfte Läuse abzutöten; anschließend nasses Auskämmen.
  • Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen.

Weigl rät grundsätzlich eher zu physikalischen Präparaten: „Dimeticone gelten heute als Mittel der Wahl. Im Gegensatz zu chemischen Präparaten sind sie ungiftig und auch schon für kleine Kinder und Schwangere geeignet“, sagt er.

Verschiedene Wirkstoffe im Überblick

Hier ist eine Übersicht über verschiedene Wirkstoffe in Läusemitteln und ihre Eigenschaften:

Wirkstoff Vorteile Nachteile Geeignet für
Dimeticone Ungiftig, keine Farb-, Parfüm- und Konservierungsstoffe, keine Resistenzbildung Kosten werden nicht immer von Krankenkassen übernommen, Zweitbehandlung notwendig, manche Mittel enthalten leicht entzündliche Substanzen Alle Altersgruppen, Schwangerschaft und Stillzeit, Babys
Dickflüssiges Paraffin (White Oil) Kurze Einwirkzeit Kann bei Augenkontakt schwere Reizungen verursachen, enthält Parfüm und entzündliche Stoffe Kinder ab einem Jahr, von Nutzung während Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten
Neem-Extrakt Kurze Einwirkzeit, einmalige Anwendung laut Hersteller ausreichend Kosten werden nicht von gesetzlichen Krankenkassen erstattet -
Permethrin Bessere Verträglichkeit als Pyrethrum-Extrakte, verursacht kaum Brennen auf der Haut, fast geruchlos Haare sollten drei Tage lang nicht gewaschen werden, Allergien möglich, zunehmende Resistenzen bei Kopfläusen Jüngere Kinder nur nach ärztlicher Rücksprache, Schwangeren und Stillenden wird eher abgeraten
Pyrethrum-Blütenextrakt Überschaubare Einwirkdauer Hautreizungen möglich, Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden, Zusatzstoffe können Allergien begünstigen, enthält brennbare Substanzen Kleinkinder ab zwölf Monaten, Schwangere, Stillende und Säuglinge nur nach ärztlicher Rücksprache

Vorbeugung von Läusebefall

Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen und im Kindes- und Jugendalter muss immer mit dem Auftreten von Kopfläusen gerechnet werden. Ihrer Ausbreitung kann dann durch entsprechende Aufmerksamkeit und geeignete Maßnahmen verlässlich entgegengewirkt werden. Erziehende und Betreuende sollten über ein Grundwissen bezüglich des Erkennens von Kopflausbefall und der notwendigen Maßnahmen der Verhütung und Bekämpfung verfügen.

Ein Kopflausbefall hat nichts mit ungenügender persönlicher Hygiene zu tun. Die Kopflaus kann jeden Menschen, egal welcher Ethnie oder sozialen Schicht, befallen. Die kleinen Parasiten krabbeln beim Kopf-zu-Kopf-Kontakt von Mensch zu Mensch und nisten sich auf der Kopfhaut ein.

Indem du dein Gepäck jedoch mit Läusemittel ausstattest, kannst du frühzeitig und effektiv gegen die Plagegeister vorgehen und langanhaltenden Beschwerden durch Kopfläusen vorbeugen.

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