Plötzlich auftretende Veränderungen im Erscheinungsbild eines Kindes können Eltern beunruhigen. Eine solche Veränderung ist das Auftreten von weißen Wimpern. Dieses Phänomen kann verschiedene Ursachen haben, von denen einige harmlos, andere jedoch behandlungsbedürftig sind. In diesem Artikel werden die häufigsten Ursachen für plötzlich weiße Wimpern bei Kindern erläutert und mögliche Behandlungsansätze aufgezeigt.
Vitiligo kann zu weißen Flecken auf der Haut und den Haaren führen.
Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Kind plötzlich weiße Wimpern bekommen kann. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Bei einem Verdacht auf die Hauterkrankung sollten sich Betroffene an einen Dermatologen wenden. Dieser kann die Haut begutachten und die Erkrankung zunächst diagnostizieren, als auch etwaige Differentialdiagnosen ausschließen. Zudem können mögliche Ursachen als auch Triggerfaktoren abgeklärt werden.
Es stehen einige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Verlauf verlangsamen beziehungsweise hemmen. Manche Maßnahmen können zudem an den weißen Hautstellen die Melaninproduktion fördern. Da in vielen Fällen in den Vitiligo-Flecken noch ein geringer Anteil an Melanozyten vorhanden ist, raten Mediziner am häufigsten zur Lichttherapie. Die Bestrahlung mit UV-Licht dauert in der Regel zwischen 6 und 12 Monate und wird von Hautärzten durchgeführt. Sie kann dabei helfen, die Pigmentproduktion wieder anzuregen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Lasertherapie, die ebenfalls die Bildung neuer Hautpigmente fördern soll. Hier werden die betroffenen Hautareale mit einem Laser punktgenau bestrahlt. Wenn die Therapie gelingt, bildet sich wieder pigmentierte Haut in den weißen Hautstellen. Die Anzahl und Größe nehmen dann zu, bis die Vitiligo-Flecken bestenfalls nicht mehr zu sehen sind.
Bei leichten Formen der Pigmentstörung, bei der nur vereinzelte Hautstellen betroffen sind, verschreibt der Arzt Cremes und Salben mit Glukokortikoiden (u.a. Cortison) und Calcipotriol. Diese können eine Größenzunahme der Herde hemmen und eine Repigmentierung unterstützen.
Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, werden bestimmte Immunsuppressiva in Tabletten- oder Salbenform verabreicht. Diese sollen das Immunsystem daran hindern, die körpereigenen Zellen weiter anzugreifen. Folglich stoppen Immunsuppressiva die Erkrankung für den Zeitraum der Einnahme.
Auch eine Transplantation von Melanozyten in die betroffenen Hautstellen kann in einigen Fällen infrage kommen. Dies führt unter Umständen zu einer Repigmentierung der betroffenen Hautbereiche.
Wenn sehr große Hautpartien betroffen sind, kann das Bleichen der nicht betroffenen Hautstellen eine Option sein, um den Hautton anzugleichen. Achtung: Das Bleichen sollten Patienten nie ohne Aufsicht eines Arztes durchführen. Außerdem wird die Haut durch Bleichung sehr empfindlich gegenüber Sonnenlicht. Darüber hinaus kann die Depigmentierung nicht rückgängig gemacht werden und das Ergebnis ist nicht immer einheitlich. Mediziner raten daher nur selten zu dieser Methode.
Alopecia Areata kann zu lokalem Haarausfall führen.
Der Einfluss der Weißfleckenkrankheit auf die Psyche ist oft schwerwiegend. Hier ist es wichtig, dass Erkrankte lernen, ihr Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Eine Möglichkeit ist, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Auch eine Psychotherapie kann helfen. Um die weißen Hautareale abzudecken, können Betroffene Spezial-Make-up verwenden.
Betroffene sollten versuchen, den (emotionalen) Stress zu reduzieren, da dies neue Schübe begünstigen kann. Auch ein guter Sonnenschutz ist wichtig, da die weiße Haut schneller zu Sonnenbrand neigt.
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