Plötzlich lockige Haare in den Wechseljahren: Ursachen und Lösungen

Die Wechseljahre sind eine Zeit großer Veränderungen im Leben einer Frau. Nicht nur der Körper, sondern auch die Haare können sich aufgrund hormoneller Umstellungen verändern. Viele Frauen bemerken während dieser Zeit Veränderungen in der Struktur, dem Volumen und dem allgemeinen Erscheinungsbild ihrer Haare.

Hormonelle Veränderungen und ihre Auswirkungen

In den Wechseljahren lässt die Produktion von Östrogen und Progesteron nach, den beiden wichtigsten weiblichen Sexualhormonen. Dies führt zu Hormonschwankungen und einem unregelmäßigen Eisprung, bis dieser schließlich ganz ausbleibt. Auch die Haarwurzeln reagieren sensibel auf diese hormonellen Veränderungen.

Während in den ersten Lebensjahrzehnten der höhere Östrogenspiegel die Haare länger in der Wachstumsphase hält und diese glänzend und voll aussehen lässt, schwindet dieser Effekt in den Wechseljahren durch den sinkenden Östrogenspiegel. Es kommt zu einem Ungleichgewicht der weiblichen und männlichen Hormone. Die Haarwurzel reagiert darauf sehr empfindlich. Sie verlangsamt den Wachstumsverlauf des Haares und verlängert die Ruhephase. So können deine Haare dünner wirken und haben nicht mehr denselben Glanz wie früher.

Hormone wie Östrogen und Progesteron helfen, die Wachstumsphase des Haarzyklus zu verlängern, sodass Ihr Haar schneller und länger wächst. Wenn diese Hormone jedoch während der Menopause abgebaut werden, verkürzt sich die Wachstumsphase des Haarzyklus erheblich. Aufgrund der Schwankungen im Hormonhaushalt während dieser Zeit verlangsamt sich das Haarwachstum. Diese verlangsamte Wachstumsrate beeinträchtigt die Fähigkeit des Haares, die natürlichen Verluste zu kompensieren, die im normalen Zyklus des Haarwachstums auftreten. Infolgedessen kann das Haar im Laufe der Zeit sichtbar dünner werden oder sogar ausfallen.

Da der Hormonhaushalt der Frau während der Wechseljahre aus dem Lot gerät, können die Haare auch widerborstiger werden. Besonders im zunehmenden Alter benötigen wir einen erhöhten Zufuhr an Vitalstoffen, wodurch es an der Haarwurzel schnell zu einer Unterversorgung kommen kann. In der Folge werden die Haare sichtbar dünner.

Veränderungen der Haarstruktur

Die Struktur der Haare kann sich im Lauf des Lebens verändern. So können glatte Haare mit der Zeit lockig werden oder umgekehrt.

Der Haartyp ist genetisch bedingt und bestimmt die Form der Haarfollikel. Die Follikel bestimmen, ob wir glattes oder lockiges Haar haben. Wenn man sich den Follikel von glattem Haar anschaut, sieht man, dass er perfekt rund ist. Bei lockigem Haar hat der Follikel eine ovale Form. Je flacher das Oval, desto lockiger das Haar.

Viele Menschen mit strukturiertem oder lockigem Haar haben ihre schönen Locken und Wellen geliebt und gepflegt, aber mit dem Alter hat sich einiges verändert.

Einige Frauen beobachten, dass sie in den Wechseljahren plötzlich Locken bekommen.

Weitere Haarveränderungen in den Wechseljahren

  • Dünner werdendes Haar: Dies liegt an der schrittweisen Schrumpfung der Haarfollikel, die mit dem Alter natürlicherweise auftritt.
  • Veränderte Haarfarbe: Oft in Form von früherem Ergrauen, da die Produktion von Melanin abnimmt.
  • Trockenes Haar: Die abnehmende Talgproduktion führt zu einer trockenen Kopfhaut, das Haar wird unter Umständen trockener und brüchiger.
  • Fettiges Haar: Da Androgene die Aktivität der Talgdrüsen anregen, werden die Wechseljahre oft von einer erhöhten Talgproduktion der Kopfhaut begleitet.
  • Brüchiges Haar: Durch einen Mangel an Keratin wird das Haar häufig brüchig.
  • Stumpfes Haar: Nicht selten verliert das Haar während der Wechseljahre an Spannkraft und Glanz.

Haarausfall in den Wechseljahren

Haarausfall ist eine typische Begleiterscheinung der Wechseljahre. Der sinkende Östrogenspiegel sorgt für ein unausgeglichenes Verhältnis zu den Androgenen, was zu einem schnelleren Ablauf des Haarzyklus führt. In der Folge fallen mehr Haare aus.

Grund zur Sorge besteht, wenn deine Haare schlagartig und viel ausfallen. Leider gibt es eine genetisch veranlagte Art der Alopezie (Haarausfall), die sich innerhalb der Wechseljahre verschlimmern kann.

Weitere Ursachen für Haarausfall während der Wechseljahre können ein Mangel an bestimmten Nährstoffen und Vitaminen oder eine Funktionsstörung der Schilddrüse sein.

Im Gesicht kommt es ebenfalls nicht selten zu Haarverlust. Dieser äußert sich zum Beispiel durch Wimpernausfall oder ein Ausfallen der Augenbrauen. Die Härchen in diesen Bereichen fallen meist nicht komplett aus, wirken aber häufig deutlich ausgedünnt.

Es kann zudem sein, dass durch die hormonelle Umstellung auch mehr Haare im Gesicht wachsen.

Häufig wachsen die Achselhaare und die Haare an den Beinen nicht mehr, werden allmählich feiner oder fallen zum Teil aus.

Um die tatsächliche Ursache des Haarverlusts festzustellen, kann ein Bluttest hilfreich sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sowohl die Haarwurzeln als auch die Haardichte mittels einer speziellen Untersuchung überprüfen zu lassen.

Wie lange Haarausfall in den Wechseljahren dauert, lässt sich pauschal nicht beantworten. In einigen Fällen kann der Haarausfall über mehrere Monate oder Jahre andauern. Bei den meisten Frauen ist der Haarausfall jedoch mild und nicht dauerhaft.

Bei starkem Haarausfall während der Wechseljahre kannst du dich an verschiedene Fachärzte wenden.

Umgang mit verändertem Haar in den Wechseljahren

Die Wechseljahre sind aber kein Grund, den Kopf und die Haare in den Sand zu stecken. Dein Profi hat den richtigen Schnitt, um die dünneren Haare zu kaschieren und die optimalen Highlights, um deine tollen neuen Farben zur Geltung zu bringen.

Aufgrund der veränderten Haarstruktur und -gesundheit können Frauen während der Wechseljahre feststellen, dass ihr Haar empfindlicher auf Hitze, Styling und chemische Behandlungen reagiert.

Die 10 besten Tipps bei Haarproblemen in den Wechseljahren 🧚‍♀️

Die richtige Pflege

Wird das Haar dünner, verliert an Kraft und Glanz oder fällt aus, ist die Versuchung groß, jedes scheinbar geeignete Mittel auszuprobieren. Genau das kann jedoch sowohl Haar als auch Kopfhaut schwächen und weiter aus dem Gleichgewicht bringen.

Tipp: Bürste und kämme deine Haare am besten im trockenen Zustand. Ist das Haar nass, neigt es schneller dazu, zu brechen.

Das richtige Shampoo bildet eine wichtige Grundlage für das Erscheinungsbild der Haare. Ein Shampoo sollte das Haar intensiv, aber schonend reinigen und auf dein Haarbedürfnis abgestimmt sein. Bei trockener Kopfhaut sollte das Shampoo zudem Juckreiz mildern und gleichzeitig die sensiblen Haarfasern stärken. Ein Shampoo für empfindliche Kopfhaut und trockene Haare pflegt brüchiges Haar und wirkt Schäden an der Haaroberfläche entgegen und fördert gleichzeitig ein angenehmes Gefühl. Auch bei Haarausfall gibt es spezielles Shampoo.

Tipp: Wasche deine Haare nicht zu häufig. Eine Haarwäsche zwei- bis dreimal pro Woche ist in der Regel ausreichend.

Neben einem geeigneten Shampoo kannst du Haarausfall in den Wechseljahren gezielt mit Kuren für die Kopfhaut entgegenwirken. VICHY hat mit DERCOS Aminexil Clinical 5 Frauen eine Innovation gegen Haarausfall entwickelt. Aminexil ist gegen Haarausfall und das Ergebnis aus 10-jähriger Forschung.

Mit DERCOS hat VICHY eine Haarpflege entwickelt, die gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haare eingeht. DERCOS Nutrients Detox Shampoo pflegt schnell fettendes Haar. Die Formel mit reinigender Spirulina-Alge und absorbierender Aktivkohle erfrischt die Kopfhaut und schützt sie vor Ablagerungen. DERCOS Sensitiv Shampoo beruhigt die Kopfhaut bereits ab der ersten Anwendung. Die Formel mit Sensirine und Panthenol reinigt schonend die Kopfhaut. DERCOS Nutrients Vitamin Glanz-Shampoo revitalisiert glanzloses und stumpfes Haar. Das Haar wird sanft gereinigt und mit Feuchtigkeit versorgt. DERCOS Anti-Schuppen K Tiefenreinigendes Shampoo mit sanfter Peeling-Formel befreit selbst von hartnäckigen Schuppen und Rückständen. DERCOS Vitalshampoo+ mit Aminexil vitalisiert und kräftigt das Haar. DERCOS Aminexil Clinical 5 Frauen pflegt die Haare mit der einmaligen Verbindung von Aminexil und vier zusätzlichen Aktivstoffen. Die innovative Formel der Ampullen-Kur kräftigt die Verankerung in der Kopfhaut.

Die richtige Ernährung

Neben der passenden Pflege spielt auch die richtige Ernährung eine große Rolle für schönes Haar in den Wechseljahren.

Mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung schützt du deinen Körper vor einem Nährstoffmangel. Integriere daher überwiegend frisches Obst und Gemüse in deine Ernährung. Auch Nüsse, mageres Fleisch und Fisch tragen zu einer ausgewogenen Nährstoffversorgung bei, ebenso wie ungesättigte Pflanzenöle. Eine sehr zuckerhaltige Ernährung und ein erhöhter Insulinspiegel dagegen können das Wachstum der Haare auf Dauer beeinträchtigen.

Während der Wechseljahre kommt es häufig zu einem Mangel an Mikronährstoffen, da sich der Stoffwechsel mit zunehmendem Alter verlangsamt. Nährstoffe werden so zum Teil weniger effektiv aufgenommen.

Wichtige Nährstoffe für die Haargesundheit:

  • Eisen: Eisenmangel ist sehr weit verbreitet und Studien sehen einen Zusammenhang zwischen zu wenig Eisen und Haarausfall.
  • Biotin: Biotin ist auch als Vitamin H oder Vitamin B7 bekannt. Es wird vom Körper unter anderem zur Herstellung des Proteins Keratin benötigt.
  • Zink: Zink ist ein unverzichtbares Spurenelement, das an zahlreichen Prozessen des Körpers beteiligt ist. Eine Aufnahme über die Nahrung ist hierbei notwendig, da der Körper nur geringe Mengen Zink speichert. Kommt es allerdings zu einem Mangel, kann dieser langfristig zu Haarverlust beitragen. Hohe Zinkwerte befinden sich beispielsweise in Fleisch und Käse.
  • Vitamine:
    • Vitamin A: Vitamin A ist an der Fettsynthese der Haarfollikel beteiligt.
    • B-Vitamine: Die Gruppe der B-Vitamine ist groß.
    • Vitamin C: Vitamin C regt die Durchblutung der Kopfhaut an und stimuliert unter anderem die körpereigene Kollagenproduktion.
    • Vitamin D: Vitamin D kann laut Studien den Zyklus des Haarwachstums beeinflussen.

Thermalwasser gilt aufgrund seiner Mineralstoffe seit jeher als wertvolles und vielseitiges Pflegeprodukt. Das Thermalwasser von VICHY stammt aus der Auvergne in Frankreich und ist sehr mineralreich.

Weitere Tipps für eine gesunde Lebensweise

Generell gilt: Eine gesunde Lebensweise hat positiven Einfluss auf unseren Körper. Besonders während der Wechseljahre kann sich das auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Regelmäßige Bewegung etwa kurbelt die Durchblutung an und hebt zugleich die Laune. Versuche, Stress und Hektik so gut es geht von deinem Alltag fernzuhalten. Gönne dir wohlverdiente Auszeiten zum Entspannen. Darüber hinaus ist ein möglichst geringer Konsum von Alkohol und Nikotin empfehlenswert.

Die Wechseljahre gehen mit großen Veränderungen einher, die sowohl den Körper als auch das seelische Wohlbefinden beeinflussen.

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