Wenn schlappe, fettige Strähnen trotz aller Bemühungen zum Dauerzustand werden und auch das aufwändigste Styling keine Wirkung mehr zeigt, sorgt das oft für verzweifelte Gesichter. Fettiges Haar wirkt ungepflegt und wird von vielen als Schönheitsmakel gesehen. Dabei ist es eigentlich das Ergebnis eines ganz natürlichen Vorgangs: Die Haarwurzel ist mit Talgdrüsen ausgestattet, die Fett (auch Talg oder Sebum genannt) produzieren. Produzieren die Drüsen zu viel Talg, ist fettiges Haar die Folge. Dadurch können Schuppenbildung und eventuell auch Haarausfall begünstigt werden.
Mögliche Ursachen für fettige Haare sind eine erbliche Veranlagung, eine ungesunde Ernährung, die Einnahme von Medikamenten oder eine unsachgemäße Pflege der Haare.
Fettige Haare entstehen, wenn zu viel Talg auf der Kopfhaut produziert wird und die Kopfhaut nicht mehr dazu in der Lage ist, die produzierte Menge an Talg aufzunehmen.
Diese hohe Produktion von Talg führt dazu, dass sich Schuppen bilden und die Poren auf der Kopfhaut verschlossen werden. In extremen Fällen kann fettiges Haar daher dazu führen, dass die Wurzeln der Haare regelrecht „ersticken“.
Da die Haare dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt werden können, fallen sie mit der Zeit aus. Wenn die Kopfhaut nicht mehr atmen kann, verkümmern die Follikel mit der Zeit und das Haar fällt sprichwörtlich mit der Wurzel aus.
Fettige Haare und Haarausfall gehen häufig miteinander einher. Zuerst bemerken Sie eine höhere Talgbildung auf der Kopfhaut und stellen fest, dass Sie das Haar viel häufiger als früher waschen müssen. In dieser Phase stellt sich meist auch der Haarschwund ein, den Sie zuerst am Scheitel, am Haaransatz und im Bereich der Geheimratsecken sowie auf dem Oberkopf bemerken.
Die Folge ist, dass die Haare mit der Zeit ausfallen. Fettiges Haar und Haarausfall stehen demnach in Zusammenhang. Um Haarverlust zu verhindern, sollte die Talgproduktion in den Griff bekommen werden.
Hormonelle Veränderungen und ihr Einfluss auf fettiges Haar und Haarausfall sind äußerst komplex. Die Bedeutung von Testosteron und Östradiol für die Talgproduktion ist gut erforscht. Besonders bei Frauen zeigt sich die Auswirkung dieser hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus. Viele Frauen bemerken, dass ihre Haare in bestimmten Phasen des Zyklus fettiger erscheinen. Dies ist auf die natürlichen Schwankungen von Östradiol zurückzuführen.
Die Rolle des Hormons Testosteron ist bei Männern und Frauen gleichermaßen bedeutsam. Ein erhöhter Testosteronspiegel kann die Talgdrüsen stimulieren, was zu fettigem Haar führt. Dieses hormonelle Ungleichgewicht kann im Laufe der Zeit dazu führen, dass die Haarfollikel verstopfen und die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.
Es ist ratsam, bei anhaltender übermäßiger Talgproduktion und erhöhter Schweißproduktion einen Dermatologen aufzusuchen. Ein umfassendes Blutbild kann dabei helfen, mögliche Hormonstörungen und deren Ursachen zu identifizieren.
Neben hormonellen Einflüssen spielt auch Stress eine bedeutende Rolle in Bezug auf fettiges Haar und Haarausfall. Anhaltender Stress über einen längeren Zeitraum kann das hormonelle und vegetative Gleichgewicht stören, was wiederum zu übermäßig fettigem Haar führen kann. Besonders der mentale Stress steht im Fokus und wird als äußerst schädlich für die körperliche Gesundheit angesehen.
Wenn Sie unter anhaltendem Stress leiden, ist es von entscheidender Bedeutung, die Stressfaktoren zu identifizieren und die Ursachen zu bekämpfen. Sobald Sie Maßnahmen ergreifen, um Stress abzubauen und innere Ruhe zu finden, wird sich auch Ihr Haar von den Strapazen erholen. Die Haare wachsen wieder gesünder und kräftiger nach.
Nicht nur Hormone und Stress, sondern auch mechanische Einflüsse können zu einer übermäßigen Talgproduktion der Kopfhaut führen und somit fettiges Haar begünstigen. Eine gleichbleibend hohe Kopfhauttemperatur, beispielsweise durch das Tragen von Mützen oder ähnlichen Kopfbedeckungen, kann dazu führen, dass die Haare übermäßig fettig werden.
Wenn Sie Ihre Kopfhaut übermäßig beanspruchen, beispielsweise durch das dauerhafte Tragen von Basecaps in Innenräumen, kann dies die Talgproduktion erhöhen und zur Verstopfung der Talgdrüsen führen. Es ist wichtig zu verstehen, dass mechanische Reizungen der Kopfhaut oft die häufigste Ursache für Haarausfall aufgrund von übermäßigem Fett auf der Kopfhaut sind.
Talg spielt eine wesentliche Rolle im Schutz unserer Haare und Kopfhaut. An jeder Haarfollikelwurzel befinden sich Talgdrüsen, die eine wichtige Aufgabe erfüllen. In angemessenen Mengen ist Talg von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit unserer Haare, da er sie vor dem Austrocknen und anderen Umwelteinflüssen schützt.
Allerdings gilt auch in diesem Fall, dass zu viel des Guten nicht empfehlenswert ist. Wenn die Talgproduktion übermäßig ist, können sich die Poren verstopfen und die Haarwurzeln regelrecht „ersticken“.
Insbesondere wenn die übermäßige Talgproduktion der Kopfhaut ihre Ursache in einer genetischen Veranlagung hat, lässt sich das extreme fetten der Haare kaum verhindern. Doch oftmals sind Stress oder eine falsche Haarpflege die Ursache für fettiges Haar.
Wenn Sie ständig fettige Haare haben, sollten Sie auf spezielle Pflegeprodukte für fettiges Haar zurückgreifen. Sie enthalten oft Meerestang oder Kräuter wie Schachtelhalm, Rosmarin, Huflattich, Brennnessel, Kamille oder Salbei. So wird die Fettbildung reguliert und die Kopfhaut beruhigt. Auch medizinische Teer-Shampoos können den Fettgehalt regulieren.
Neben der richtigen Pflege kommt es jedoch auch auf das Know-how für die Anwendung an. Ein weitverbreiteter Irrglaube: Häufiges Waschen rege die Neubildung von Fett an. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Fettiges Haar sollte häufiger gewaschen werden - bei Bedarf sogar täglich. Denn mit jeder Haarwäsche werden die Talgdrüsen nahezu „ausgequetscht“ und verlieren so Stück für Stück etwas mehr Fett.
Wenn die Haarwurzeln irreversibel geschädigt sind, kann an den betroffenen Stellen kein neues Haarwachstum mehr entstehen. Die Kahlstellen bleiben dauerhaft. Wenn Sie auf Grund von fettigen Haaren unter Haarverlust leiden, ist eine Haarverpflanzung die einzige wirklich dauerhafte Lösung.
Fettige Kopfhaut schränkt das Ergebnis der Haartransplantation nicht ein. Dennoch sollten Sie auf Ursachenforschung gehen und herausfinden, warum Sie zu viel Talg produzieren. Das Behandlungsteam der Haarklinik gibt Ihnen Tipps für eine Regulierung der Produktion von Talg und berät Sie darüber, wie Sie das Haar postoperativ am besten pflegen.
Schuppen, fettige Haare und Haarausfall können einzeln und auch in Kombination auftreten. Eines der drei Probleme allein ist schon ärgerlich genug, doch wenn sich die Faktoren verbinden, ist guter Rat oft teuer. Ölig und unsauber aussehendes Haar hat einen Grund, den Sie in Erfahrung bringen sollten.
Sowohl fettiges Haar und Haarausfall, sowie Schuppen nehmen ihren Ursprung auf der Kopfhaut. Das Haar selbst ist totes Gewebe, das kein Öl bilden und daher ohne ein Problem auf der Kopfhaut nicht fetten kann.
Für jeden Menschen ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wichtig. Ist bereits eine Entzündung entstanden, gehören entzündungshemmende Wirkstoffe zu den Behandlungsmöglichkeiten. Sie können Bestandteil spezieller Shampoos und Lotionen sein oder in selteneren Fällen auch eingenommen werden.
Das Spurenelement Zink ist für ein gesundes Haarwachstum wichtig. Es ist an der Bildung der Haarstrukturen in Form von Keratin und Kollagen beteiligt. Besonders wichtig ist auch Biotin. Biotin ist Bestandteil des Eiweißstoffwechsels und damit auch an der Bildung der Eiweißstruktur des Haares beteiligt. Es ist ein wasserlösliches Vitamin, das vor allem in Milch und Milchprodukten, Eiern, Vollkornprodukten sowie Hülsenfrüchten enthalten ist.
Außerdem benötigt Ihr Körper ausreichend Eiweiß. Ein gesunder Mensch sollte pro Tag 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht mit der Nahrung aufnehmen. Eiweißreiche Lebensmittel sind beispielsweise Fleisch, Milch, Milchprodukte, Fisch und Hülsenfrüchte.
Dass eine Entzündung der Kopfhaut mit Haarausfall einhergehen kann, erscheint auch dem Laien naheliegend. Doch Entzündungen spielen bei allen Haarausfall-Formen eine wesentliche Rolle - vor allem auch die unsichtbaren Entzündungsreaktionen. Eine Haarentzündung oder Haarfollikelentzündung kann häufig unbemerkt bleiben und teilweise ohne weitere Symptome auftreten.
Grundsätzlich sind Entzündungen normale Abwehrreaktionen des Körpers, wenn sie aber aus dem Ruder laufen, können sie auch zu Haarausfall führen: Sie werden chronisch, stören für das Haarwachstum wichtige Prozesse oder richten sich sogar gegen körpereigene Zellen (Autoimmunreaktion). So steckt hinter jeder Haarausfallerkrankung auch eine Entzündungsreaktion.
Es gibt offen sichtbare Entzündungen der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen (z.B. mit Rötung, Schuppung und Juckreiz, Seborrhoische Dermatitis), aber auch weniger sichtbare Entzündungen, die die Abläufe im Körper stören.
Um Haarausfall zu stoppen, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Entzündungsreaktionen können durch Ernährung, geeignete Haarpflegeprodukte und eventuell Medikamente vermindert werden.
Aber auch verborgene Entzündungen an den Haarwurzeln, deren umliegenden Gefäße und Nerven wirkt sich auf das Haarwachstum aus. Prozesse werden gestört, die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff behindert.
Im Randbereich der Kahlstellen finden sich kurze, abgebrochene Härchen. Die betroffenen Stellen können wechseln und die Erkrankung verschwindet unter Umständen von selbst wieder.
Die Ursachen für Entzündungsreaktionen im Körper und auf der Kopfhaut können sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich spielen aber auch andere Entzündungen im Körper eine Rolle und können die primären Ursachen verstärken.
Hat die Entzündung bereits die Haarwurzeln und das umliegende Gewebe erreicht, kann sie sich dort festsetzen und chronisch werden. Man spricht dann von einer Chronifizierung der Entzündung. Unsere Patienten berichten oft von einem "Kribbeln" auf der Kopfhaut, als würden Ameisen darüber laufen. Dies ist die Folge einer Entzündungsreaktion des Gewebes und einer Nervenreaktion auf die Entzündung.
Nicht in jedem Fall ist die Entzündungsreaktion anhand ihrer typischen Symptome erkennbar. Kommt es zu einem Haarausfall oder anderen Beschwerden an der Kopfhaut, ist daher zunächst eine sorgfältige Diagnostik erforderlich.
Beobachten Sie: Wie viele Haare fallen aus (beim Duschen, Haare auf Kissen)? Gibt es Veränderungen auf Ihrer Kopfhaut? (Schuppen, Jucken der Kopfhaut, Kribbeln, fettiges Haar).
Egal aus welchem Grund - im Rahmen der Immunreaktion wandern verschiedene Immunzellen aus dem Blut und den umliegenden Geweben ein. So wird eine ganze Kaskade an Ereignissen angestoßen, an der letztlich eine ganze Reihe von Immunzellen und Stoffen beteiligt sind.
Die Funktion des betroffenen Gewebes kann aber bereits bei schwächeren Reaktionen beeinträchtigt sein, etwa bei chronischen Entzündungen. Die Reaktion lässt sich dann oft nur histologisch unter dem Mikroskop, durch die Anwesenheit von Entzündungszellen im Gewebe, nachweisen.
Dennoch kann auch in diesen Fällen die gesamte Versorgung des Follikels gestört sein (Nährstoff, Sauerstoff).
Betrachten wir den Haarfollikel, kann es zunächst zu vorübergehenden Störungen kommen: Das Haar fällt aus, weil es nicht mehr ausreichend versorgt wird und die Haarbildung des Haarfollikels ist gestört.
Eine anhaltende Entzündungsreaktion behindert das Haarwachstum, stört den Wachstumszyklus und zerstört langfristig den Haarfollikel.
Die Kopfhaut kann gerötet sein und jucken. Dabei kann sie entweder besonders trocken oder fettig sein - oder auch das Haar.
Schuppen können fest haften oder locker aus dem Haar fallen. Bei den Haaren fällt auf, dass sie ausdünnen, nicht mehr glänzen und sich schwieriger frisieren lassen. Sie können trocken und brüchig werden.
Ein solches "miniaturisiertes" Haar erreicht in der Konsequenz nicht mehr die Länge eines normalen Haares und betroffene Follikel treten früher in die Ruhephase ein.
Kommen wir zu der für Betroffene spannendsten Frage: Was kann man gegen Entzündungen der Kopfhaut, vor allem gegen die Entzündung der Haarfollikel und damit gegen drohenden Haarausfall tun? Tatsächlich sind wir dagegen nicht machtlos.
Ansprechpartner können im ersten Schritt Hausärzte oder Dermatologen sein. Jedoch sind diese nicht voll auf Haarausfall spezialisiert, daher kann nicht immer eine optimale Beratung gewährleistet werden.
| Ursache | Behandlungsmöglichkeit |
|---|---|
| Erbliche Veranlagung | Medikamente gegen erblichen Haarausfall |
| Entzündungen | Entzündungshemmende Shampoos und Lotionen, Antibiotika |
| Hormonelle Störungen | Hormontherapie nach Diagnose durch einen Arzt |
| Nährstoffmangel | Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel |
| Stress | Stressmanagement-Techniken, Entspannungsübungen |
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