Pickel in der Bikinizone nach dem Epilieren oder Rasieren: Ursachen und Behandlung

Viele Frauen kennen das Problem: Nach der Haarentfernung in der Bikinizone treten juckende und unschöne Pickelchen auf. Doch wie entstehen diese und was kann man dagegen tun? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsmaßnahmen.

Was sind Rasierpickel?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass Rasierpickel mit Rasurbrand verwandt, aber nicht identisch sind. Während Rasurbrand einer großflächigen "Verletzung" der Haut gleicht, zeigen sich Rasierpickel als kleine, rote Schwellungen, die jucken und piksen können.

Ursachen von Rasierpickeln

Rasierpickel können zwei verschiedene Ursachen haben:

  • Entzündete Haarfollikel: Bakterien dringen in die durch die Rasur gereizten oder verletzten Haarfollikel ein und verursachen Entzündungen. In den Achseln oder der Bikinizone ist das Klima für Bakterien besonders günstig.
  • Eingewachsene Haare: Nach dem Rasieren kann sich das gekürzte Haar zu weit in die Haut zurückziehen und beim Nachwachsen in die Hautoberfläche einwachsen.

Vorbeugung von Rasierpickeln

Gegen das Auftreten von Rasierpickeln hilft die richtige Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Rasur.

Vorbereitung

  • Reinigen Sie die Haut vor der Rasur mit einem milden Duschgel, um Keime zu entfernen.
  • Duschen Sie vor dem Rasieren ein paar Minuten warm, um die Haut weicher und feuchter zu machen. Alternativ können Sie das Rasiermittel einwirken lassen, damit es die Haut befeuchten kann.

Durchführung

  • Verwenden Sie immer ein Rasiermittel, um die Haut vor Verletzungen zu schützen.
  • Nutzen Sie möglichst parfümfreie Rasiermittel, um die Haut nicht zusätzlich zu irritieren.
  • Wechseln Sie regelmäßig die Rasierklingen und spülen Sie diese vor und nach dem Rasieren gründlich heiß ab.
  • Rasieren Sie in Haarwuchsrichtung, um das Einwachsen von Haaren zu minimieren.

Nachbereitung

  • Spülen Sie den enthaarten Bereich nach der Rasur kurz mit lauwarmem Wasser ab, um die Hautporen zu verschließen.
  • Tragen Sie eine feuchtigkeitsspendende Intimpflegecreme auf, um die Haut zu beruhigen und Reizungen vorzubeugen.
  • Peelen Sie die Haut am Tag nach dem Rasieren sanft, um die Gefahr von eingewachsenen Haaren zu verringern.

Was tun bei bereits vorhandenen Rasierpickeln?

Auch wenn Sie bereits Rasierpickel haben, gibt es Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern:

  • Kühlen: Kühlen Sie die betroffenen Stellen mit kaltem Wasser oder kalten Umschlägen, um Rötungen und Juckreiz zu lindern.
  • Spezielle Pflege: Verwenden Sie eine Wund- und Heilsalbe oder eine Intimpflegecreme mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen.
  • Nicht kratzen: Vermeiden Sie Reibung und Kratzen, auch wenn der Juckreiz unangenehm ist.

Epilieren als Alternative

Viele Frauen ziehen das Epilieren der Rasur vor, da es langanhaltendere Ergebnisse liefert. Beim Epilieren werden die Haare mit der Wurzel aus der Haut entfernt, was zu einer längeren Zeitspanne bis zum Nachwachsen führt.

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Tipps für schmerzarmes Epilieren

  • Bereiten Sie die Haut einige Tage vor dem Epilieren mit Peelings und rückfettenden Cremes vor.
  • Epilieren Sie möglichst kurze Haare (5 mm ist die obere Grenze).
  • Nassepilieren ist oft weniger schmerzhaft, da warmes Wasser die Haut weicher macht.
  • Nutzen Sie Massage-Aufsätze für das Epiliergerät, um die Durchblutung zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren.
  • Kühlen Sie die Haut vor und nach dem Epilieren.
  • Epilieren tut mit jedem Mal weniger weh, da weniger Haare entfernt werden müssen.

Richtige Epilationstechnik

  • Straffen Sie die Haut mit Ihrer freien Hand.
  • Epilieren Sie gleichmäßig und ohne Druck.
  • Machen Sie langsame Bewegungen, um alle Haare zu erfassen.
  • Epilieren Sie gegen die Haarwuchsrichtung und im 90-Grad-Winkel zur Haut.

Was tun gegen Pickel und Rötungen nach dem Epilieren?

  • Cremen Sie die Haut mit einer antibakteriellen After-Shave-Creme ein.
  • Verwenden Sie eine milde, feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Creme oder Lotion.

Vergleich: Epilieren vs. andere Haarentfernungsmethoden

Methode Schmerz Haltbarkeit Hautverträglichkeit
Epilieren Unangenehm bis schmerzhaft Mehrere Wochen Kann reizen, bei richtiger Anwendung gut
Waxing Kurzer, starker Schmerz Mehrere Wochen Kann reizen
Sugaring Weniger schmerzhaft als Waxing Mehrere Wochen Schonender für die Haut
Rasieren Schmerzfrei (sofern man sich nicht schneidet) Kurz (1-3 Tage) Kann reizen
Enthaarungscreme Schmerzfrei Kurz (einige Tage) Kann reizen

Mythen rund um das Epilieren

  • Epilieren schadet dem Baby in der Schwangerschaft: Dies ist ein Gerücht. Einzig im Brust- und Intimbereich sollte man während der Schwangerschaft aufs Epilieren verzichten, da diese Bereiche stärker durchblutet werden.
  • Haare wachsen dicker nach: Dermatologische Tests haben bewiesen, dass eher das Gegenteil der Fall ist.

Eingewachsene Haare vs. Pickel: Was ist der Unterschied?

Oft ähneln sich eingewachsene Haare und Pickel, darum ist es schwierig, sie zu unterscheiden.

Merkmal Eingewachsenes Haar Pickel
Was ist es? Haar, das unter der Haut kräuselt. Entzündung der Haut durch verstopfte Poren.
Aussehen Kleine, erhöhte Höcker. Manchmal ist das Haar sichtbar. Rötliche Höcker, mit oder ohne Eiter.
Symptome Juckreiz, Ziehen, entzündete Beulen. Rötungen, Schmerzen, Eiterbildung.
Ursachen Haarentfernung, unzureichende Techniken. Verstopfte Poren mit Talg und Bakterien.

Behandlung von eingewachsenen Haaren und Pickeln

  • Eingewachsene Haare: Sanftes Peeling, um das Haar zu befreien. Wenn das Haar hervortritt, vorsichtig mit einer Pinzette herausziehen.
  • Pickel: Nicht ausdrücken. Kalte Kompresse verwenden. Produkte mit Salicylsäure oder Benzoylperoxid verwenden.

Vorbeugung von eingewachsenen Haaren und Pickeln

  • Regelmäßiges Peeling.
  • Scharfe, saubere Rasierklingen verwenden.
  • Haut vor und nach der Rasur reinigen.
  • Rasiergel verwenden.
  • In Haarwuchsrichtung rasieren.
  • Enge Kleidung vermeiden.

Fazit

Mit der richtigen Vorbereitung, Technik und Pflege können Sie Rasierpickel und eingewachsene Haare in der Bikinizone effektiv vermeiden. Sollten dennoch Probleme auftreten, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern.

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