Philips Series 9000: Der ultimative Test für elektrische Rasierer

Um sich an die Spitze der Bestenliste setzen zu können, muss ein Rasierer der Spitzenklasse ordentlich rasieren, aber auch einige Komfortfunktionen bieten. Unser CHIP Testcenter hat daher über mehrere Wochen zehn Elektro-Rasierer auf Herzen und Nieren geprüft. Der Philips Series 9000 ist derzeit der beste Elektro-Rasierer auf dem Markt und lässt damit Konkurrenten wie Braun, Panasonic und Co. hinter sich. Im Test besticht er mit Bestnoten in den Kategorien Rasieren, Komfort und Akku und schnappt sich damit Platz 1 unserer Bestenliste.

Rasur und Komfort

Der Philips Series 9000 rasiert aber nicht nur äußerst sanft und präzise sondern auch lange: Bis zu 90 Minuten schafft der Rasierer im Dauertest. Nach rund 60 Minuten ist der Akku wieder vollgeladen. Für den Preis von rund 280 Euro könnte die Ausstattung allerdings üppiger ausfallen.

Der Testsieger mit rundem Rotationskopf rasiert zur vollsten Zufriedenheit unserer Tester, allerdings erfordert die Oberlippenrasur etwas Übung und Geschick. Auch die Bedienung geht einfach von der Hand, um die Akkulaufzeit brauchen Sie sich ebenfalls nicht zu sorgen. Dafür könnte die Reinigung einfacher sein und auch der Lieferumfang entspricht nicht dem hohen Preis.

Alternativen im Vergleich

Die 5 besten Elektro-Rasierer im Test finden Sie in der folgenden Liste. Sie sind wuchtig und teuer, messerscharf und doch sanft zur Haut. Welcher Rasierer überzeugt im Vergleich der Topmodelle von Braun und Philips?

Ich vergleiche die zwei Topmodelle der bei uns meistverkauften Brands und vergebe in jeder Kategorie einen bis fünf Punkte. Dabei stehen die Rasur und das Handling im Alltag im Vordergrund, Zubehör und Extras sind für diesen Vergleich sekundär.

Da sind die zwei getesteten Geräte von ganz anderem Kaliber. Beide kosten über 400 Franken, werden aber mit Zubehör wie einer Reinigungsstation geliefert.

Preisvergleich

Braun Series 9 PRO+: Das Topmodell kostet zum Testzeitpunkt rund 415 Franken bei uns im Shop. Das Gerät ist zwar teuer, aber immerhin etwas günstiger als das Konkurrenzmodell. Hergestellt wird es in Deutschland.

Philips Shaver Series i9000 Prestige Ultra: Mit fast 500 Franken zum Testzeitpunkt gehört der Philips zu den teuersten Rasierapparaten im Sortiment. Er wird in den Niederlanden gefertigt.

Wer von der Nassrasur her kommt, wird von Elektrorasierern im ersten Moment enttäuscht sein. Die Topkandidaten sind deutlich besser als einfacher konstruierte Modelle, zum Beispiel die getesteten Reiserasierer.

Aber sowohl der Braun als auch der Philips haben es nicht geschafft, am Hals konsequent alle Stoppeln zu entfernen. Immer wieder sind an einzelnen Stellen Haare länger gewachsen, die ich dann mit dem Nassrasierer entfernen musste. Das ist nur bei flach anliegenden Barthaaren ein Problem.

Rasurtechnik im Detail

Braun Series 9: Dieses Modell ist ein Folienrasierer. Das heisst: Mehrere Klingen bewegen sich geradlinig unter einer dünnen Metallfolie mit Löchern hin und her. Damit kann ich gut gerade Kanten schneiden, allerdings brauche ich jeweils etwas länger, bis wirklich alle Stoppeln weg sind.

Philips i9000: Auf den Flächen komme ich mit dem Rotationsrasierer von Philips schneller zum Ziel. Der Hersteller setzt auf drei kreisförmig rotierende Klingen, die sich einzeln den Gesichtskonturen anpassen. Der Nachteil: Ich kann damit nicht ganz so einfach exakte Linien schneiden, etwa beim Übergang zu den Kopfhaaren (was bei mir weniger ein Problem ist …).

Braun Series 9: Der Scherkopf lässt sich zwar stark anwinkeln, mit den breiten Klingen komme ich aber schlechter in die seitlichen Kinnmulden. Am Kinn brauche ich im Schnitt einen Zug mehr als mit dem Modell von Philips.

Philips i9000: In den schwierigen Gesichtsbereichen kann der Rasierer des niederländischen Herstellers seine Stärken ausspielen. Jede der runden Klingen passt sich individuell den Konturen an. So bringe ich einfacher und ohne grosse Verrenkungen fast alle Stoppeln weg. Perfekt ist aber auch der Philips nicht, da beide Testkandidaten, wie schon erwähnt, schräg wachsende Haare am Hals schlecht schneiden.

Philips i9000 Prestige Ultra vs. Braun Series 9 Pro+ – Warum dieser Vergleich nicht fair ist

Komfort und Akku

Ich finde es unangenehm, trocken zu rasieren. Zum Glück kann ich beide Geräte auf nasser Haut oder gar mit Schaum nutzen. Zweiteres macht mir eine zu grosse Sauerei am Scherkopf, ich wasche also vor der Rasur einfach das Gesicht mit warmem Wasser und trockne mich nicht ab. Immerhin: Beide Modelle gehören zu den angenehmsten Elektrorasierern, die ich bisher getestet habe.

Braun Series 9: Der Braun sorgt für mehr Hautirritationen, weil ich tendenziell fürs gleiche Resultat etwas öfter über die Haut fahren muss. Zudem wirken die Klingen härter und stumpfer. Allerdings: Was mich wirklich stört, ist die Lautstärke. Ich messe 76 Dezibel im normalen Modus. Das ist so laut wie ein Staubsauger oder Strassenlärm - und an der Grenze dazu, was ich als unangenehm empfinde.

Philips i9000: Der Philips ist hörbar leiser. Ich messe Werte unter 70 Dezibel; das stört mich nicht bei der täglichen Rasur. Auf der Haut wirkt dieses Modell deutlich angenehmer. Der Scherkopf fühlt sich angenehm gedämpft an.

Sowohl Braun als auch Philips setzen auf einen proprietären Stecker statt auf das weitverbreitete USB-C. Das gibt für beide Punktabzug.

Braun Series 9: Das Modell aus Deutschland hat nicht nur einen eigenen Stecker, auch ist das Kabel des Ladegeräts fix mit dem Charger verbunden. Du musst also immer alles mitschleppen. Im Akkulauftest habe ich 57 Minuten gemessen. Das ist weniger als bei Philips, aber immer noch ausreichend lang. Schliesslich dauert eine Rasur maximal fünf Minuten.

Philips i9000: 73 Minuten messe ich beim i9000. Damit schlägt der Rasierer die direkte Konkurrenz deutlich. Beim Anschluss hat der Hersteller eine andere Variante gewählt. Zwar ist auch hier der Stecker nur mit Philips kompatibel, aber das Kabel kann an jedes Ladegerät mit USB-A-Anschluss angeschlossen werden. Schade nur, dass ich mir das selber besorgen muss.

Reinigung

Beide Rasierer kannst du nicht nur unter dem Wasserhahn abwaschen, sondern auch gleich mit einer Reinigungslösung ganz sauber putzen. Das ist vorbildlich gelöst.

Braun Series 9: Hier wird sogar eine ganze Reinigungsstation mitgeliefert. Darin kannst du den Rasierer laden und hygienisch mit einer Reinigungsflüssigkeit auf Alkoholbasis putzen. Dazu musst du Pods kaufen, die jeweils rund zwei Monate halten. Eine Jahrespackung mit sechs Stück kostet knapp 28 Franken. Willst du nur die Stoppeln ausschütten oder abwaschen, kannst du den Scherkopf mit zwei Klicks ganz abnehmen.

Philips i9000: Auch der Philips wird in einer speziellen Flüssigkeit gereinigt. Die mitgelieferte Station dient aber nur zum Aufladen, die Pods müssen separat genutzt werden. Das ist etwas mühsamer, aber machbar. Eine Jahrespackung mit sechs Stück kostet knapp 36 Franken. Der Scherkopf dieses Geräts lässt sich nur aufklappen, nicht ganz abnehmen. Das geht zwar einfacher und schneller als beim Braun, ist aber beim Ausklopfen der Stoppeln nicht ganz so praktisch.

Ausstattung des Philips S9000 Prestige

Der Philips Series 9000 Prestige wird mir mit einem umfangreichen Set an Zubehör geliefert. Neben dem eigentlichen Rasierer mit seinem Standard-Aufsatz bekomme ich ein hochwertiges Etui, das im klassischen Grau Platz für das restliche Zubehör bietet. Dazu kommt nämlich noch ein Nasen- und Ohrhaartrimmer-Aufsatz, ein Bartstyler-Aufsatz und ein kleiner Pinsel zum Reinigen der Aufsätze. Für den Philips Shaver selbst gibt es außerdem eine Reinigungsstation, den Quick Clean Pod, und eine zugehörige Kartusche mit Reinigungslösung. Die soll für eine einfache und hygienische Pflege des Rasierers zwischen den Rasuren sorgen. Als letztes bekomme ich ein stylisches Qi-Ladepad, das ein kabelloses und komfortables Aufladen ermöglicht.

Die 360-Grad-Scherköpfe mit Ultraflex-Federung sollen sich perfekt den Konturen des Gesichts anpassen und die Barthaare aus jeder Richtung erfassen. Das ist tatsächlich bei meinen Wirbeln im Bart besonders hilfreich und sorgt dafür, dass hier nichts ziept. Die selbstschärfenden NanoTech Dual Precision Klingen sorgen dazu in Kombination mit dem patentierten Lift & Cut Rasiersystem für eine extrem glatte Rasur ohne Hautirritation. Dabei werden die Haare nämlich zuerst sanft angehoben und dann hautnah abgetrennt, ohne dass die Klingen direkt die Haut berühren.

Ein weiteres innovatives Feature ist der Power Adapt Sensor, der die Haardichte laut den technischen Daten 500-mal pro Sekunde misst und die Schneideleistung automatisch anpasst. Dadurch ist eine gleichmäßige Rasur mit minimalem Druck möglich, was insbesondere wieder für empfindliche Haut ein echter Vorteil ist.

Vorteile bei Nass- und Trockenrasuren

Der Philips S9000 Prestige kann als Nass- und als Trockenrasierer eingesetzt werden. Die Hydro SkinGlide-Beschichtung mit bis zu 500.000 Mikrotechnikperlen pro Quadratzentimeter sorgt laut Hersteller für eine um 50 % bessere Gleitfähigkeit und maximalen Hautkomfort. Tatsächlich merke ich, dass die spezielle Beschichtung die Reibung reduziert und auch dazu beiträgt, dass meine Haut weniger gereizt ist. Zu Beginn fühlt sich die Beschichtung auf der trockenen Haut dennoch erstmal ein wenig komisch an. Das lässt mit der Zeit aber nach und während der nassen Rasur ist mir kein unangenehmes Gefühl aufgefallen.

Zusätzlich lässt sich die Rasur individuell anpassen: Die Geschwindigkeit des Rasierers kann in drei Stufen (niedrig, mittel, hoch) eingestellt werden, was auch auf einer digitalen Anzeige übersichtlich dargestellt wird. Dadurch kann ich die Rasur auf meine eigenen Bedürfnisse einstellen und sowohl langsam und sanft als auch hektisch am Morgen rasieren. Dank des mitgelieferten Qi-Ladepads kann ich den Li-Ionen-Akku innerhalb von 20 Minuten schon einmal kabellos aufladen und kurz antesten. Für die längere Rasur lasse ich da Gerät auf dem Ladepad in etwa drei Stunden vollständig aufladen. Eine volle Akkuladung reicht mir dann tatsächlich für mehrere Rasuren, sodass ich mir keine Sorgen um einen plötzlich leeren Akku machen muss.

Reinigung des Philips Rasierers

Der Quick Clean Pod erleichtert die gründliche Reinigung des Rasierers erheblich. Nach der Rasur wird der Rasierer einfach in die Station eingesetzt, wo er automatisch gereinigt und gepflegt wird. Der Clean Pod erledigt die Aufgabe innerhalb einer Minute und kontrolliert die Reinigung selbst. Dadurch bleibt der Rasierer hygienisch sauber und die Klingen behalten länger ihre Schärfe.

Je nach Modell unterscheiden sich Ausstattung und Zubehör leicht. Einige Versionen enthalten beispielsweise ein zusätzliches Reiseetui oder erweiterte Trimm-Aufsätze. Wer vor dem Kauf steht, sollte daher überlegen, welches Zubehör für die persönlichen Bedürfnisse sinnvoll ist.

Fazit

Unsere Einschätzung:Der Philips Series 9000 schlägt im Test alle anderen Konkurrenten und sichert sich mit Bestnoten in drei Kategorien den ersten Platz. Abgesehen davon ist der Philips-Rasierer zurecht Platz 1 der Bestenliste - wer einen starken, hochwertig verarbeiteten und präzisen Elektro-Rasierer sucht, der sanft zur Haut ist, ist hiermit bestens bedient.

Fazit: Nach Adam Riese erzielt der Braun Series 9 18 Punkte, der Philips i9000 19 Punkte. Ein knapper Sieg für den Hersteller aus den Niederlanden, der mit meinem Bauchgefühl übereinstimmt. Müsste ich ein Gerät wählen, würde ich mich täglich mit dem Philips rasieren.

Rasierer sind aber auch etwas sehr Individuelles. Der geringe Punkteunterschied zeigt, dass du mit dem Braun nichts falsch machst. Und vielleicht passt so ein Folienrasierer besser zu deinen Gesichtskonturen und deinem Bartwuchs als bei mir. Oder dir ist das Reiseladecase wichtig, das bei Braun inklusive ist.

Mich überzeugt der Philips, weil er sanfter zur Haut ist und ich schnell und einfach zu einer sauberen Rasur komme. Wenn ich das Gesicht nicht anfeuchte, habe ich danach zwar einige trockene Stellen, aber weniger als bei allen anderen bisher getesteten Elektrorasierern. Trotzdem werde ich nicht umsatteln. Ich finde Nassrasierer angenehmer und gründlicher. Die ein oder zwei Minuten Mehraufwand nehme ich gerne in Kauf.

Merkmal Philips Series 9000 Braun Series 9 Pro+
Rasurtechnik Rotierend Folien
Hautschonung Sehr gut Gut
Akkulaufzeit 73 Minuten 57 Minuten
Reinigungsstation Separat Integriert
Preis (ca.) 500 Franken 415 Franken

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