Schnell, gründlich und sanft - so soll ein elektrischer Rasierapparat seine tägliche Arbeit verrichten. Viele Geräte am Markt versprechen das in verschwurbelten Worten. Die Stiftung Warentest hat Elektrorasierer getestet, darunter die Geräte der dominierenden Marken, die sich seit Jahren einen Kampf der Schersysteme liefern. Die Noten reichten von «gut» bis «mangelhaft».
Was hinter den Versprechungen steckt, hat die Stiftung Warentest untersucht. Zum einen wurden die zwölf Elektrorasierer im Labor auf Haltbarkeit und technische Ausstattung geprüft. Zum anderen durften sich 48 Männer mit den Geräten ihre Gesichtsbehaarung entfernen, die einen täglich, die anderen alle fünf Tage. Die Geräte waren durch Überkleben der Markenlogos unkenntlich gemacht worden, wie es im Testbericht heisst.
Den Testsieg holte der Braun Series 9 Pro - das teuerste Gerät, das allerdings auch mit Ladestation und automatischer Reinigungsstation die beste Ausstattung bot. In der Test-Kategorie «Rasieren» erreichte er die Note 2.0, bei «Hautschonung», «Handhabung» und «Haltbarkeit» jeweils ein «sehr gut». Das schaffte kein anderes Rasierer. Die Gesamtnote für den Series 9 Pro war damit die 1.6.
Die Abstände bei den Noten in der Spitzengruppe sind klein. Hersteller Braun sicherte sich dank des zweitplatzierten Series 5 (Note 1.7) einen Doppelsieg. Kleine Abstriche gibt es für diesen Elektrorasierer bei der Akkuleistung und dem Entfernen einzelner längerer Haare.
Auf den Plätzen 4 und 5 landen zwei Philips-Modelle. Diese sind nicht wie zum Beispiel bei Braun als Vibrationsrasierer konzipiert, sondern setzen auf rotierende Scherköpfe.
Für die Benotung der Rasierleistung machte die Systemfrage keinen grossen Unterschied. Sowohl der S9000 Prestige (Platz 4; Note 1.8) als auch der Series 7000 (Platz 5; ebenfalls Note 1.8) schnitten die Stoppeln «gut» ab.
Das Feld der «guten» Elektrorasierer komplettiert das dritte Braun-Modell in der Auswahl: das Modell Series 7. Es sicherte sich mit der Note 1.9 Platz sechs.
Philips präsentiert mit dem S7788/55 einen Nass/Trockenrasierer, der auch höheren Ansprüchen gerecht wird. Die innovativen Features ermöglichen Ihnen eine auf Sie abgestimmte Rasur, die Ihre Haut schont und gründliche Ergebnisse liefert. Unter anderem verhindert eine Schutzschicht mit Mikroperlen zwischen den Scherköpfen Hautirritationen. Haarführungskanäle in den Scherköpfen sorgen für eine noch präzisere Erfassung Ihrer Haare.
Als weiteres Highlight analysiert der „Motion Control Sensor“ Ihr Rasierverhalten und verhilft zu optimalen Ergebnissen bei wenigen Rasierzügen. Wenn Sie das Gerät mit der „Groom Tribe App“ koppeln, wird zusätzlich Ihre Hautentwicklung gemessen und Sie erhalten personalisierte Tipps für noch mehr Effizienz.
Der erste Eindruck vom Philips series 7000 ist gut. Der Rasierer liegt angenehm in der Hand und vor allem der Scherkopf fällt ins Auge. Er ist sehr flexibel und nicht nur der Kopf an sich ist neigbar, auch jedes der 3 Scherelemete ist einzeln beweglich. Dies soll dafür sorgen, dass der Rasierer sich bei der Rasur besonders gut an die Gesichtskonturen anpasst.
Schalten wir den Philips series 7000 zum ersten Mal an, so fällt sofort die geringe Lautstärke und Vibration auf.
Neben der App bietet der Philips series 7000 weitere Funktionen. Hier ist vor allem die Wasserdichtigkeit zu nennen, weshalb ihr den Rasierer auch mit Rasierschaum verwenden könnt. Darüber hinaus ist ein Lithium-Ionen-Akku verbaut, der eine Stunde benötigt, um voll aufgeladen zu werden und danach Energie für 60 Minuten Rasieren liefert. Hiermit befindet sich der Philips Rasierer auf dem Niveau anderer Elektrorasierer im selben Preissegment. Neben diesen Funktionen bietet der Rasierer von Philips eine spezielle Technologie, die euren Bart 125 Mal die Sekunde misst und entsprechend die Leistung anpasst.
Kommen wir als nächstes zum Zubehör. Der Philips ist in unterschiedlichen Bundles erhältlich. Hier sind vor allem die Farbe des Rasierers, die Anzahl der Ersatzkartuschen sowie ein wichtiges Detail ausschlaggebend: der Bart-Styler für längere Haare. Dieser ist nicht in jedem Bundle enthalten. Grundsätzlich macht das Zubehör einen guten ersten Eindruck, hier fehlt es wirklich an nichts. Besonders interessant ist vor allem das Konzept der Reinigungsstation.
Auffällig ist vor allem der Bart-Styler, der sich mit zwei einfachen Handgriffen montieren lässt und zuverlässig auf dem Gerät sitzt. Die Länge des Aufsatzes lässt sich in 5 Stufen über einen kleinen Hebel an der Rückseite regulieren. Das ist nicht nur interessant für Menschen, die sich ab und zu einen 3-Tage-Bart rasieren möchten, sondern vor allem, wenn die Barthaare einmal länger geworden sind und vor der Glattrasur getrimmt werden müssen. Wir raten immer zu solchen Aufsätzen, denn besonders Elektrorasierer haben Probleme mit langen Barthaaren.
Kommen wir nun zur Reinigungsstation. Hier arbeitet Philips mit einem anderen Konzept als Braun und liefert nicht Reinigungs- und Ladestation in einem, sondern trennt die beiden Systeme voneinander. Dieses Konzept hat Vor- und Nachteile. Bei der Reinigungsstation des Braun Series 7 hat uns beispielsweise sehr gestört, dass der Reinigungsvorgang immer gestartet wurde, sobald wir den Rasierer hineingestellt haben - auch dann, wenn wir das Gerät eigentlich nur laden wollten. Beim Philips series 7000 entfällt dieses Problem und wir können vor allem teure Reinigungsflüssigkeit einsparen. Der Nachteil der Aufteilung in zwei Geräte liegt allerdings auf der Hand, denn es wird grundsätzlich etwas mehr Platz benötigt, um Ladesockel und Reinigungsstation unterzubringen.
Nun steht der eigentliche Test der Reinigungsstation an. Um diese zu befüllen, wird sie aufgeschraubt, die Kartusche eingesetzt und wieder verschlossen. Um den Reinigungsvorgang zu beginnen, wird der Rasierer lediglich hineingesteckt und das Gerät eingeschaltet. Dann startet automatisch der Reinigungsprozess, welcher nur eine Minute dauert. Das Ergebnis ist ein gereinigter Rasierer, der angenehm riecht und dazu sogar noch geölt wird. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden!
Die Reinigungsstation erleichtert die Pflege des Geräts.
Auch nach den Maßstäben der Stiftung Warentest ist der Rasierer eine Empfehlung wert.
Ein Rasierer, der sich mit eurem Handy verbindet, eure Rasur analysiert sowie Informationen über das Gerät liefert? Genau diesen Assistenten verspricht Philips mit seiner neuesten Rasierer-Generation.
Auch wenn wir am Anfang sehr skeptisch waren, so haben wir uns die App näher angesehen und waren angenehm überrascht. Nicht nur, dass sie sehr intuitiv bedienbar war, gerade für Anfänger, die Rotationsrasierer noch nicht gewohnt sind, bietet sie tatsächlich einen Mehrwert und hilft, besser mit dem Gerät zurecht zu kommen. Darüber hinaus wird keine Registrierung benötigt, was uns ebenfalls sehr gut gefällt. Alles in allem hat uns die App wirklich überzeugt und auch wenn sie vermutlich nur am Anfang Verwendung findet, um besser mit dem Gerät klarzukommen, so macht sie wirklich Spaß.
Die Möglichkeit der Personalisierung per App empfanden wir als modernen Zugang, um das Rasurerlebnis individuell zu gestalten.
Kommen wir nun zum Praxistest. Anfängern, die noch nie mit einem Philips Rasierer gearbeitet haben, wird sofort das Rotations-Scherkopf-System auffallen. Es dauert ein bis zwei Minuten, bis man sich daran gewöhnt hat. Hat man sich einmal an die Bewegung gewöhnt, so rasiert der Philips 7000 wirklich sehr gut und vor allem der überaus bewegliche Scherkopf sticht heraus. Er schmiegt sich nah an die Konturen der Haut an und auch an schwierigen Stellen wie der Halspartie werden die Haare zuverlässig abrasiert. Wo das System Schwächen zeigt, ist die Oberlippe. Hier kommt man mit den einzelnen Elementen schwieriger zurecht und kreisende Bewegungen sind fast unmöglich.
Was Konturen anbelangt, hat der Rotations-Scherkopf aufgrund seiner Bauweise einen kleinen Nachteil, denn gerade Linien sind mit einem klassischen Scherkopf besser hinzubekommen. Was den Unterschied zwischen Trocken- und Nassrasur anbelangt, so hat die Trockenrasur das bessere Ergebnis geliefert. Hier werden die Haare sehr gut gegriffen und schön nah an der Haut abrasiert. Aber Achtung: Ihr solltet bei der Reinigung unter fließend Wasser nicht den Scherkopf öffnen - uns ist dabei leider ein Rasiermesser aus dem Kopf gespült worden und im Abfluss verschwunden.
Sind die Barthaare einmal länger (ab 4 bis 5 Tagen), so kommt der wechselbare Bart-Styler zum Einsatz. Dieser gefällt uns bei den Philips Geräten besonders gut. Er ist schnell montiert und kürzt die Haare sehr zuverlässig. Das ist nicht nur vor der Rasur wichtig, sondern ermöglicht einem auch mal, einen 3-Tage-Bart zu rasieren. Alles in allem fanden wir die Rasur mit dem Philips 7000 sehr gut.
Der Rasierer bietet eine gute Rasurleistung sowohl bei Nass- als auch bei Trockenrasur.
Der Philips 7000 hat uns im Rasierer-Test überzeugt. Das Rasurergebnis war spitze und der Scherkopf schmiegt sich schön an die Haut an. Besonders schwierige Stellen wie am Hals lassen sich mit dem Rotationsrasierer sehr gut bearbeiten und die Haare werden nah an der Haut abrasiert. Kleine Schwächen zeigt das System allerdings an der Oberlippe, wo kreisende Bewegungen schwieriger sind. Hier dauert es ein wenig länger, bis alle Haare abrasiert sind. Darüber hinaus sind gerade Konturen mit dem Gerät schwieriger und bei den Koteletten muss der ausfahrbare Trimmer auf der Rückseite ran.
Was das Rasurergebnis angeht, so sind wir vom Philips 7000 begeistert.
Was das Zubehör anbelangt, so haben wir uns vor allem über den Bart-Styler-Aufsatz gefreut. Er ist sehr schnell montiert und nicht nur, dass ihr euch mal einen 3-Tage-Bart rasieren könnt, darüber hinaus könnt ihr die Barthaare auch vor der Glattrasur kürzen, wenn ihr nicht alle 1 bis 3 Tage rasiert - wie bei allen Elektrorasierern sind sehr kurze Haare auch beim Philips 7000 Pflicht. Für den Bart-Styler gab es also im Test viele Pluspunkte.
Was die Reinigungsstation anbelangt, so gibt es Vor- und Nachteile. Sie ist nicht so luxuriös wie die von Braun, erledigt ihren Job allerdings zuverlässig.
Alles in allem hat uns der Philips 7000 im Test begeistert. Er liefert ein sehr gutes Rasurergebnis mit geringen Hautirritationen und kann auch mit schwierigen Stellen gut umgehen.
Neben dem S7000 gibt es noch weitere interessante Modelle von Philips, die sich in Preis und Ausstattung unterscheiden. Hier eine kleine Übersicht:
| Modell | SkinGlide-Ringe | Anzahl der Scherköpfe | Besondere Features | Fazit der Redaktion |
|---|---|---|---|---|
| S9975/54 | Ja | 3 | ||
| S3145/00 | Nein | 3 | Ausklappbarer Trimmer | Vielseitig und präzise |
| S5466/18 | Nein | 3 | Steel-Precision-Schersystem | Leistungsstark und sanft |
| S7886/55 | Ja | 3 | 360 Grad drehbare Köpfe, App-Personalisierung | Besonders schonend und gründlich |
| X3001/00 | Nein | 3 | Hautverträglich und vielseitig | |
| SP9840/31 (S9000 Prestige) | Ja | 3 | SkinIQ-Technologie, NanoTech DualPrecision-Klingen | Höchster Wert auf Qualität und Komfort |
| S5588/20 | Nein | 3 | Gründliche Nass- und Trockenrasur | |
| S5898/50 | Nein | 3 | SkinIQ-Technologie | Anpassung an Gesichtskonturen |
| S3241/12 | Nein | 3 | Ausklappbarer Bartschneider | Zuverlässig und erschwinglich |
Komfortabel sind Elektrorasierer ohne Frage. Doch eine so glatte Haut wie nach einer Nassrasur mit Klingen oder Messern direkt auf der Haut erreichen weder Vibrationsrasierer noch Scherkopfgeräte. Nur ein guter Nassrasierer zieht vor dem Abschneiden das Barthaar leicht aus der Haut und schneidet es sehr weit unten ab. Das schafft das Babypopo-Feeling an Wangen und Kinn. Elektrorasierer haben dagegen bauartbedingt immer eine Art Sicherheitsabstand zur Haut.
Bei den Elektrorasierern hat die Stiftung Warentest ebenfalls untersucht, ob die verbauten Li-Ionen-Akkus, die nach jahrelanger Nutzung Leistung verlieren, getauscht werden können. Bei den Braun-Geräten kannst du Geräte bis zu sieben Jahre nach Produktionsende an den Kundendienst schicken und einen neuen Akku einbauen lassen. Kosten dafür gemäss Stiftung-Warentest-Recherche: zwischen 20 und 30 Euro plus Portokosten. Das sind allerdings nur die Preise in Deutschland.
Auch Panasonic bietet den Wechsel von Akkus an. Alle anderen Marken haben dagegen den Akku so fest verbaut, dass die Geräte nach Erreichen der maximalen Zahl der Ladezyklen nur noch Elektroschrott sind.
tags: #philips #rasierer #s7000 #test
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